Aus dem Tagebuch des Sir Duncan Dhu 110

Mein Mädchen meint, ich würde zu viel spielen. Quatsch, ich hab nur Spaß! Aber sie macht sich ja immer Sorgen. Ich könnte mir wehtun. Ich könnte hinfallen. Jooooaaa, ist schon mal passiert, mein Mädchen. Aber dann steh ich wieder auf, rücke meine Rüstung zurecht und weiter geht’s. Ist doch kein Problem!

Neulich hat sie mich angeschaut und gemeint, ich wäre auch dünner geworden. Was kein Wunder wäre bei ungefähr 20 Stunden Spielen am Tag. Ach, da übertreibst Du nun aber, mein Mädchen. Ich spiele höchstens 19 Stunden am Tag! Dazwischen muss ich ja auch essen und schlafen. Und bisschen dösen, bisschen wandern, bisschen Fellkraulen. Ich glaube, es sind sogar eher nur 18 Stunden spielen wenn ich so überlege. Maximal. Das ist doch wohl nicht zu viel! Es sind ja zum Glück genug Kumpels da. Meistens spiele ich jetzt mit Gatsby, mit dem klappt das toll. Wir sind jetzt ein eingespieltes Team! So sagt man doch, oder?

Wenn Gatsby keine Lust hat, gehe ich zu Diego. Wenn der keine Lust hat, frage ich auch mal Caruso. Mit dem kann man super rempeln und boxen, der hat echt was drauf obwohl er so klein ist! Und wenn der auch keine Lust hat gehe ich zu Merlin. Mit dem kann ich aber nicht so doll spielen, weil der ja schon soooo alt ist. Aber wir schnasseln uns mal so an den Nasen an und knapsen uns bisschen in den Po. Und bis ich alle einmal durch habe, hat Gatsby dann auch schon wieder Lust. Oder es gibt Heu. Oder ich brauche ein Pause. Aber das eigentlich eher selten. Da kann mein Mädchen sagen was sie will, ich spiele so viel ich Lust habe!

Euer energiegeladener Sir Duncan Dhu of Nakel

P.S. mein Mädchen meint, ich sollte die Energie lieber ins Wachsen stecken. Das macht aber gar nicht so viel Spaß! Da spiele ich lieber.

Aus dem Tagebuch des Sir Duncan Dhu 109

Neulich haben wir was neues ausprobiert. Mein Mädchen, Merlin der Zauberer und ich sind zusammen in den Roundpen gegangen. Dann musste immer einer von uns Ponys stillstehen und der andere musste was tun.

Merlin kennt das schon von früher, aber ich kannte das noch nicht, deswegen hat mein Mädchen gedacht es würde großes Chaos geben. Aber warum denn? Eigentlich ist es doch ganz einfach: ich muss nur raus finden, ob ich gerade mit Stillstehen dran bin oder mit Bewegen. Wenn ich das richtig raus finde, gibt es Kekse. Ist doch schnell erklärt! Mein Mädchen war mal wieder baff und hat mich gefragt, woher ich das nun wieder weiß. Ich weiß so was eben, mein Mädchen! Du brauchst mir nicht alles hundert mal erklären, wirklich nicht! Das, was Du denkst, das kann ich direkt an Deinem Körper sehen. Und dann mach ich das. Weil ich weiß, dass es Kekse gibt. So einfach ist das. Und deswegen ist das einzige, was ich etwas komplizierter finde, die Sache mit dem Fahren vom Boden. Weil ich da Deine Gedanken nicht an Deinem Körper ablesen kann – weil ich Dich nicht sehe. Alles andere ist ein Kinderspiel für mich. Und vielleicht wirst Du mir das eines schönen Tages auch endlich glauben.

Ist doch selbsterklärend. Was soll daran schwierig sein?

Euer gedankenlesender Sir Duncan Dhu of Nakel

Aus dem Tagebuch des Sir Duncan Dhu 108

Sport, Sport, Sport!

Derzeit ja leider nur indoor. Weil mein Mädchen keinen so guten Winterpelz hat. Sie sagt, sie kann sich zwar allerhand anziehen, aber ihre Nase friert trotzdem. Weil sie da nicht so schöne kleine weiche Flauschhaare drauf hat wie ich. Ihr Menschen seid leider einfach eine Fehlkonstruktion! Na egal. Also machen wir Indoor-Sport. Mein Mädchen sagt, das ist gut für meine Propriozeptoren. Meine was?

Propriozeptoren „dienen der Wahrnehmung von Stellung und Bewegung des Körpers im Raum und so der Propriozeption. Durch sie gelangen Informationen über Muskelspannung, Muskellänge, Gelenkstellung und Bewegung zum Kleinhirn und zum Cortex, wo diese unbewusst verarbeitet werden“ (Wikipedia.de)

So mein Mädchen und was heißt das jetzt auf Deutsch?

Na mein Ritter, wenn Du vom Boden auf den Steg auf die Matratze und dann das ganze rückwärts gehst, lernst Du, Deinen Körper gut zu koordinieren und weißt nachher immer, wo Deine Füße sind und was Du tun musst um die Balance zu halten. Und genauso auf der Wippe. Und Du trainierst die vielen winzigkleinen Muskeln die dafür zuständig sind dass Du nicht auf die Nase fällst wenn Du wieder mal Quatsch machst.

Ach so. Ich weiß noch was: ich krieg Kekse dafür und es ist lustig!

Ja das auch. Aber nicht fürs Quatsch machen!

Menno. Quatsch machen macht aber so viel Spaß!

Ja mein Ritter. Könntest Du Dich jetzt eventuell mal wieder auf das konzentrieren was ich Dir sage?

Naaaaaaa gut. Weil Du es bist.

Also hier ein kleines Sport-Video für Euch. Mein Mädchen macht das gerne kompliziert. Mit zwischendurch anhalten. Und wenn ich rückwärts gehen soll dann bitte gerade. Und das ist nicht ganz so leicht wie es scheint, rückwärts die Stufe hoch oder rückwärts auf die Matratze!

Entschuldigt bitte meine komische Frisur. Sie hat immer Angst ich könnte mir aufs Wallehaar treten und mir kostbare Strähnen ausreißen. Mein Mädchen sieht auch komisch aus. Da geht es ihr wie uns: so ein Winterpelz, der trägt ganz schön auf! Aber Hauptsache wir haben Spaß. Und den haben wir!

Euer sportlicher Sir Duncan Dhu of Nakel

Wörtlich

„Wer nämlich mit h schreibt ist dämlich“

Vermutlich haben viele von Euch mit diesem Spruch gelernt, wie man „nämlich“ schreibt. Auch ich kenne diesen Spruch und finde ihn durchaus hilfreich. Sagen wir: für mich. Denn dann kam mein Mann und hat mir mal erklärt, wie saudumm dieser Spruch ist. Das Wort nämlich wird nämlich durchaus mit h geschrieben (kleiner Tipp für die, die jetzt in Protestgeheul ausbrechen wollen: es befindet sich am Ende des Wortes).

Der Spruch ist also nicht nur unwahr, er ist auch wirklich dämlich. Denn er ist in Wahrheit eine Diskriminierung jener, die Probleme mit der Rechtschreibung haben. Diese Menschen sind nicht dämlich, das stimmt doch gar nicht. Ich kenne viele intelligente Menschen, die Probleme mit der Rechtschreibung haben. Und so finde ich es mittlerweile einfach nur noch grausam, solche Sprüche zu verwenden, besonders bei Kindern, die gerade erst anfangen mit schreiben und dann schon zu hören bekommen, sie seien dämlich, weil sie ein h an der falschen Stelle verwenden.

Die Tatsache, dass der Spruch falsch ist, ist anscheinend bisher nur wenigen Leuten aufgefallen. Dass es meinem Mann aufgefallen ist, liegt wohl daran, dass er so sehr versucht hat, alles richtig zu machen. Er hat genau aufgepasst und zugehört und dadurch das bemerkt, was vielen Generationen von Lehrern und Schülern anscheinend durch die Lappen gegangen ist, nämlich dass nämlich mit h geschrieben wird.

Neulich musste ich daran denken, als ich Duncan die Schnute eingeschmiert habe. Meine Freundin hatte das ja übernommen als wir in Urlaub waren. Und er hat das ganz fein gemacht. Ohne rückwärts zu gehen. Bei mir hingegen fing er plötzlich an, rückwärts zu gehen. Und nach einer Weile des Rätselns wurde mir klar, warum: Ich hatte es etwas eilig gehabt beim einschmieren, es nicht gut genug vorbereitet und er war rückwärts gegangen. Ich habe ihm die Lippe weiter hoch gehalten, habe ihn eingeschmiert und als er still stand gab es einen Keks. Und mein schlaues – vielleicht manchmal zu schlaues – Pony hat abgespeichert wie es geht: Lippe hoch, rückwärts gehen, anhalten, Keks kassieren. Nur, dass ich es so nicht gemeint hatte. Tja, nämlich wird mit h geschrieben.

Ich bin dann dazu übergegangen, ihn los zu lassen wenn er rückwärts geht und eben keinen Keks zu geben. Da er den Keks haben will kommt er sofort wieder. Kekse gibt es jetzt nur noch, wenn er mich ohne Rückwärtstendenz seine Schnute versorgen lässt. Hat sofort funktioniert.

Auch an anderer Stelle hat Sir Duncan mir Rätsel aufgegeben. Warum dreht er mir manchmal den Hintern zu wenn er zu mir gekommen ist? Nein, er möchte nicht gekratzt werden. Es hat eine Weile gedauert bis ich verstanden habe, dass das Hintern zudrehen die Steigerung von Wegschauen ist. Wenn er einen Keks möchte und weg schaut und ich eigentlich warte, bis er etwas zur Ruhe kommt, dann passiert es manchmal, dass er so weit weg schauen möchte wie möglich und das bedeutet, er dreht sich von mir weg! Na klar, mehr wegschauen geht nicht, ist doch logisch! Nur ich war sehr langsam darin, diese Logik zu durchschauen.

Ganz oft ist das im Unterricht ein Thema. Warum macht mein Pferd das? Weil Du es ihm beigebracht hast. „Der weiß doch was er tun soll“ bekomme ich oft zu hören. Und nicht selten ist die Antwort „nein, weiß er nicht“. Duncan zum Beispiel weiß, was „hooo“ bedeutet. Nämlich dass er sofort stehenbleiben soll. Aber weiß er es wirklich? Nein! Das hat sich neulich gezeigt, als ich „hooo“ zum ersten Mal auf dem Zirkel in der Freiarbeit verwendet habe. Obwohl er es am Strick versteht, wenn er um mich herumläuft, hat er es ohne Strick noch nicht verstanden. Woher ich das weiß? Weil er so nachdenklich geschaut hat, als ich es gesagt habe. Und dann zwei oder drei Schritte später stehen geblieben ist – nach Bedenkzeit, die er normalerweise nur dann braucht, wenn er gerade anderweitig abgelenkt ist (was er nicht war). Weil er dann beim nächsten Versuch wieder nachdenklich geschaut und ein anderes Verhalten angeboten hat. Und weil er beim 4. Versuch, als er es richtig gemacht und einen Keks kassiert hat, dieses „AHA!“ im Gesicht hatte und es seitdem kann. Aus diesen Gründen bin ich mir sicher, dass er es noch nicht wusste. Weil Übertragungsleistung nicht so einfach ist. Etwas aus einem bekannten Zusammenhang herausreißen und in einem anderen Zusammenhang wiedererkennen will gelernt und geübt werden und dazu hatten wir noch nicht viel Gelegenheit. Bisher kann Duncan quasi nur buchstabieren, Wörter lesen und in Sätze zusammenfügen kann er noch nicht, das üben wir jetzt erst.

„Warum macht er das?“ Manchmal ist die Antwort auch „er weiß es vielleicht, aber er will es nicht tun“. Weil Pferde oft ganz anders über Belohnung und Bestrafung denken als wir. Für Duncan war es kein Problem, dass ich ihm hinterher gegangen bin und seine Lippe hoch gehalten habe. Ein Problem ist es aber, wenn ich ihn los lasse und er weiß: es gibt dafür keinen Keks. Das ist eine Strafe und so habe ich das Rückwärtsgehen bestraft. Vorher habe ich es belohnt – ohne das zu merken. Bei einem anderen Pferd, das mehr Probleme mit Lippe hochhalten hat, hätte das anders ausgehen können – gut, dann eben kein Keks, Hauptsache Du lässt meine Oberlippe endlich los! Dann hätte ich das Rückwärtsgehen belohnt, wenn ich losgelassen hätte.

So passiert es oft am Anhänger. Das Pferd ist mutig und geht einen Schritt vor. Der Mensch lobt und füttert und denkt, er hat jetzt sein Pferd belohnt. Dann fragt er nach einem weiteren Schritt nach vorn – und das Pferd fühlt sich bestraft. Denn die einzige wirkliche Belohnung wäre der Rückzug gewesen. Weg von dem gruseligen Ding. Egal, ob ich Futter oder Lob bekomme, ich will nur weg. Und wenn die „Belohnung“ für den mutigen Schritt nach vorn ist, dass nach einem weiteren Schritt gefragt wird – dann vielen Dank, da mache ich nicht mit.

Was ein Pferd als Belohnung oder Bestrafung empfindet, kann uns nur das jeweilige Pferd sagen. Zum Glück tut es das aber auch. Denn Verhalten, dass sich lohnt, wird öfter gezeigt und Verhalten, dass bestraft wird, wird seltener gezeigt. Wenn also ein Verhalten öfter auftritt, haben wir es irgendwie belohnt (oder sagen wir: es hat sich gelohnt) und wenn es seltener auftritt, haben wir es bestraft. So einfach ist das. Ob wir denken, wir hätten belohnt oder bestraft, ist dem Pferd herzlich egal. Wir müssen also nur hinschauen, was denn eigentlich wirklich passiert. Es mal Wort für Wort zu sagen kann beim Verstehen helfen. Einfach nur auflisten: das hat mein Pferd getan, das hab ich getan, dann hat mein Pferd das getan und ich hab das getan. Genau wie es helfen kann, ein Wort zu buchstabieren, bevor man einen dämlichen Spruch verwendet.

Nämlich n-ä-m-l-i-c-h

Wer nämlich mit h schreibt ist ganz schön schlau.

Aus dem Tagebuch des Sir Duncan Dhu 107

Den armen Caruso juckt es immer so am Kopf. Der hat sich schon den halben Pelz weggekratzt! Deswegen haben mein Mädchen und der Mann gestern abend eine Wellness-Einheit mit ihm gemacht. Erst hat der Mann Friseur gespielt und mit der Schere an Caruso herumgeschnippelt. Ich wollte ja helfen, aber natürlich hat man mich nicht gelassen! Wäre aber wohl besser gewesen, denn das was dabei herauskam sah wirklich sehr sehr bescheiden aus! Caruso hat aber Kekse zum Trost bekommen. Ich hätte auch gern welche genommen, aber anscheinend muss ich nicht frisiert werden und bekomme daher auch keine Kekse. Jetzt weiß ich nicht so recht, was mir lieber wäre: Kekse bekommen und dafür nachher die Frisur ruiniert oder weiterhin gut aussehen aber keine Kekse…. schwierige Wahl. Aber ich bin ja eh nicht gefragt worden. Dann hat das Mädchen eine kleine Brummmaschine gezückt und nachgearbeitet. Wahrscheinlich hat ihr Carusos Frisur auch nicht so recht gefallen. Nachher war alles ganz glatt abgeschoren. Das sieht vielleicht aus! Da konnte man erst so richtig sehen, dass schon ganz viele Haare weg sind. Also hat Caruso jetzt an manchen Stellen ganz kurze Stoppelhaare und an manchen gar keine Haare. Zum Glück ist es wenigstens nur der Kopf, sonst müsste er jetzt frieren so ganz ohne Winterpelz! Dann haben sie Caruso noch eine Lehmpackung verpasst. Soll gut sein für die Haut. Oder sie wollten damit ihre stümperhaften Frisierversuche vertuschen. Ich bin nicht sicher….

Oje…..

Auch da wollte ich gern helfen. Hat mir aber nichts eingebracht außer dass ich Lehmstippen auf die Nase bekommen habe. Jetzt sehen Caruso und ich aus wie Indianer mit Kriegsbemalung! Wir werden also zusammen eine Friedenspfeife rauchen.

Mein Mädchen meint, ich soll nicht überall meine vorwitzige Nase rein stecken. Warum nicht?

Howgh! Ich habe gesprochen.

Euer Häuptlingssohn Sir Duncan Dhu of Nakel

Aus dem Tagebuch des Sir Duncan Dhu 106

Neulich meinte mein Mädchen, ich wäre ja so maulig in letzter Zeit. Würde die anderen so viel nerven und sie so oft anmeckern. Jetzt hör mal gut zu, mein Mädchen! Nicht nur, dass ich gerade fleißig wachse – und zwar NUR FÜR DICH weil Du immer meinst ich sei „zu klein“ um bei den richtig coolen Sachen mitmachen zu können (was übrigens keiner von meinen Kumpels hier so sieht! Nur Du!), also nicht nur dass ich fleißig wachse, ich habe noch ein paar andere Baustellen! Da, schau! Alte Verletzung von vor Weihnachten die ich noch fertig ausheilen muss, neue Verletzung – nein ich sage Dir nicht woher ich sie habe! Nur so viel: eine Ausbildung zum Ritter ist nun mal kein Besuch im Streichelzoo! Und da unten, siehst Du das? Da arbeite ich am nächsten Wackelzahn!

Weißt Du wie anstrengend das alles ist? So und jetzt kommst Du und sagst ich sei „maulig“! Lass Du mich bloß in Ruhe mit dem Kram. Ich geht jetzt Diego in den Po kneifen.

Euer mauliger Sir Duncan Dhu of Nakel

Aus dem Tagebuch des Sir Duncan Dhu 105

Manchmal bin ich meinem großen Bruder doch ähnlich, sagt mein Mädchen. Mein großer Bruder, das ist Finlay. Mein Bruder auf der anderen Seite der Regenbogenbrücke. Der von dem ich den Fahrzaum geerbt habe und von dem ich wahrscheinlich noch mehr gebrauchte Klamotten werde auftragen müssen (Ihr wisst ja, als kleiner Bruder kriegt man nie was eigenes neues!). Jedenfalls war ich abends mit Merlin und Caruso zusammen am Extra-Heu schmausen. Und ganz unten in der Schubkarre, da liegen immer die Grassamen, die aus dem Heu fallen. Die liebe ich! Wenn mein Mädchen die Schubkarre mit raus nehmen will, weise ich sie immer darauf hin, dass das leckerste noch drin ist und dass sie die Karre mal schön da lassen soll bis ich das weggemuffelt habe! Manchmal holt sie mir das dann alles da raus und nimmt die leere Schubkarre mit. Manchmal lässt sie auch die Schubkarre stehen bis ich fertig bin. Und sie hat mir erzählt, dass mein großer Bruder mal in die Schubkarre rein geklettert ist, weil er fand, dass man dann leichter an das leckere Essen kommt. Da hab ich mir gedacht: das probiere ich auch mal aus! Habe einen Vorderhuf in die Karre gestellt. War bisschen rutschig, aber egal. Mein Mädchen meinte, ich sollte das nicht tun. Ich fand es aber gut und hab den zweiten Vorderhuf auch noch rein gestellt. Leider ist mein Mädchen aber nicht mehr ganz so entspannt wie zu der Zeit als mein Bruder das gemacht hat. Den hat sie erst fotografiert bevor sie ihn raus bugsiert hat. Bei mir hatte sie die Nerven nicht, sie wollte mich sofort wieder da raus haben. Hat wieder Angst gehabt, dass ich mir weh tun könnte. Ach Mädchen…. Naja sie hat mir dann da raus geholfen. Meint sie. Ich hätte das ja auch allein gekonnt. Aber weil ich mir so lieb hab helfen lassen gab es nachher einen Keks. Na gut.

Weil es von mir kein Foto gibt zeige ich Euch das von meinem großen Bruder. Der war da auch so im selben Alter wie ich jetzt.

Finlay scheint ein cooler Typ gewesen zu sein. Schade dass ich ihn nicht persönlich kennengelernt habe.

Mein Mädchen sagt, das scheint das Quatschmach-Alter zu sein. Ich weiß nicht, was daran Quatsch sein soll! Auf die Wippe und den Steg und die Wackelkiste soll ich doch auch rauf! Da heißt es, es ist gut für mein Körpergefühl und so. Aber bei der Schubkarre ist es plötzlich Quatsch. Hmmmmmm das ergibt keinen Sinn, mein Mädchen.

Euer Sir Duncan Dhu of Nakel

Chaos und tanzende Sterne

Von Nietzsche gibt es das Zitat „man muss noch Chaos in sich haben um einen tanzenden Stern gebären zu können“. Was auch immer er damit genau gemeint haben mag, ich kenne Nietzsche weiter nicht. Aber ich kann den Satz ja zum Glück so verwenden wie ich mag – ungeachtet dessen was Nietzsche gedacht hat. Vielleicht wird er sich im Grabe umdrehen, aber es interessiert mich ehrlich gesagt nicht – dann liegt er eben nachher andersrum…. .

Das berühmte Zitat hing lange als Poster im Zimmer meiner Schwester. Und das fand ich immer etwas merkwürdig, denn meine super organisierte, wahnsinnig ordentliche Schwester ist für mich immer der Inbegriff des Nicht-Chaos. Chaos, dafür bin ich zuständig. Schon immer gewesen. Liegt wohl in meiner Natur. Aus dem Chaos tanzende Sterne zu kreieren kommt mir daher viel mehr wie mein Job vor als wie der meiner Schwester. Chaos zu erzeugen gilt in unserer Gesellschaft meist als Schwäche. Aber ich habe eine Stärke darin entdeckt. Denn tatsächlich erlebe ich, dass sich oft „tanzende Sterne“ im Chaos bilden.

Und so mache ich das inzwischen auch in der Pferdeausbildung. Ich traue mich, etwas Chaos zu erzeugen. Ich traue mich, Pferd und Mensch vor unlösbare Probleme zu stellen und dann herumzuspielen mit möglichen Lösungswegen. Oft kommt dabei etwas tolles raus, ein schöner Ansatz, eine gute Idee. Ich brauche keinen Trainingsplan, ich brauche kreative Freiheit. Und Duncan ist zum Glück damit einverstanden. Es gibt ja auch Pferde, die das nicht sind. Ich kenne ein paar, die vertragen das nicht. Die brauchen immer gleiche Abläufe, ganz regelmäßige Übungsschemata und vorhersehbares Verhalten. Wenn ich Menschen mit solchen Pferden unterrichte bin ich insgeheim froh, dass das nicht mein Pferd ist. Es würde mich sehr anstrengen.

Ich hatte also wieder mal Glück mit meinem kleinen Ritter. Denn der kann das, was ich so faszinierend finde: aus dem Chaos etwas tolles entwickeln. Mitten im Chaos, wenn ich denke, wir haben uns gerade total verzettelt, fällt bei ihm plötzlich der Groschen. Oder er fällt am nächsten Tag. Er sucht nach den kleinen Augenblicken in all dem Hin und Her, in denen es passt. Und wenn er sie gefunden hat, markiert er sie auf seinem kleinen Klemmbrett und am nächsten Tag sagt er: „schau, so war das doch, oder?“ Ja, so war das, mein wunderbares, kluges Pony.

Am Steg haben wir geübt, rauf und runter zu treten. Er sollte eigentlich mit den Vorderhufen auf dem Steg bleiben und mit den Hinterhufen rauf und runter gehen und zwar gerade. Aber das wusste er natürlich anfangs nicht. Ich hab ihn einfach machen lassen. Da wurde gedreht und mit den Vorderhufen gehampelt und nach vorn und zurück geschossen ohne Rücksicht auf Verluste. Und als wir fertig waren, dachte ich „oh, das war aber SEHR chaotisch. Das werden wir noch üben müssen“. Nö. Denn beim nächsten Mal konnte er es. Er wusste, welches von den 2893649 Angeboten die er mir gemacht hat, das war, was ich wollte. Trotz völliger Überdrehtheit war ihm klar geworden, was mein Ziel war. Und das beruhigt mich doppelt, denn es bedeutet auch, dass sein Stresslevel noch niedrig genug war, um zu lernen.

Chaos bedeutet für mich eine große Auswahl an Möglichkeiten. Ein offenes Spielfeld, die Freiheit, auszuprobieren. Fast ohne Regeln, einfach mal drauf los und schauen was passiert. Finlay hat das auch gern so gemacht und ich habe von ihm gelernt, da noch mutiger zu sein. Dem Pferd zuzumuten, dass alles durcheinander purzelt. Ein Pferd, das den entsprechenden Charakter und eine gute Lebensgeschichte hat, kann dann in dem Chaos ausprobieren und es kann sich selbst zeigen. Was sind seine Präferenzen, wenn man es mal machen lässt? Was fällt ihm leicht, auf welche Idee kommt es zuerst und auf welche vielleicht nie? Danach kann man dann planen, was man damit anfängt.

Chaos kann natürlich auch bedeuten, dass es mal etwas rauer und ungeschickter zur Sache geht. Dass der Mensch kurzfristig deutlicher wird, um sich zu schützen, wenn das Pferd im Überschwang in einen rein laufen will zum Beispiel. Oder dass der Mensch seine Körpersprache komplett vergisst und total widersprüchliche Kommandos gibt. Dass das Pferd plötzlich ohne Anleitung da steht, weil der Mensch den Überblick verloren hat. Was passiert dann? Das zu wissen ist gut. Im spielerischen Chaos können wir auch üben für einen Moment in dem vielleicht mal wirklich Chaos ist. Das Pferd kann ausprobieren, welche Möglichkeiten es gibt und welche Lösungsansätze es wert sind, sie auszuprobieren.

Und wenn es gut läuft, können Mensch und Pferd aus dem Chaos einen tanzenden Stern erschaffen. Ich habe keine Ahnung was Nietzsche sich darunter vorgestellt hat. Ich stelle mir für meine Zwecke diese wunderbare, liebevolle Beziehung vor, in der beide ihre Persönlichkeit zum Ausdruck bringen und gemeinsam etwas (er)schaffen können. Jene Beziehung zwischen Pferd und Mensch, in der die Augen von beiden leuchten wie Sterne und beide Körper mit Leichtigkeit miteinander tanzen.

Aus dem Tagebuch des Sir Duncan Dhu 104

Heute habe ich mal ausgiebig mit Diego dem Großen gespielt. Alles was ging. Vor allem Popo-Kneifen. Ich bin besser geworden darin und kann Diego jetzt so richtig nerven damit. Dann haut er nach mir aus und quietscht dabei so lustig, weil er mich einfach nicht los wird! Natürlich haut er mich nicht wirklich. Ich beiße ihn ja auch nicht wirklich. Also nicht wirklich doll…. Mein Mädchen hatte zwischendurch Angst dass ich es übertreibe und Diego doch noch richtig sauer wird und mir wirklich auf die Nase haut. Aber ich bin doch nicht blöd, ich weiß genau, wo die Grenze ist. Und Diego mag mich viel zu gern um mir weh zu tun. Also entspann Dich mal, Mädchen, wir haben das im Griff! Sie macht sich immer viel zu viele Sorgen.

Das ist die harmlose Szene. Stellt´s Euch einfach etwas hartnäckiger vor mit mehr Popo-Kneifen meinerseits und mehr Action auf Diegos Seite.

Nach dem Spielen sind wir zusammen „staubsaugen“ gegangen. So nennen wir das, wenn wir die Frühstücksreste zusammenklauben. Da hat mein Mädchen gesehen dass wir immer noch allerbesteste Freunde sind und da gar nichts ernst gemeint war in dem schönen Spiel und sie war beruhigt.

Nach dem Spielen noch bisschen staubsaugen.

Dann erstmal ein Nickerchen und danach habe ich Merlin und Diego zugesehen wie sie auf dem Reitplatz „gearbeitet“ haben. Von wegen. Die machen paar Sekunden Show und dann bekommen sie auch schon einen Keks und eine Pause und die Menschen sagen ihnen wie toll sie sind. Tssssss….

Dann kam mein Mädchen mit einer neuen Idee für mich um die Ecke. Wir sind in den Roundpen gegangen, da wo ich mit Diego vorher so schön gespielt habe, und sie hat mir erklärt dass ich gaaaaaaaaanz außenrum gehen soll. Hm. Ich wollte ja immer gern nah bei ihr bleiben – muss doch die Kekse im Blick behalten! Aber sie meinte ich soll den Kreis mal größer machen das wäre wichtig für später, wenn wir das mal schneller machen wollen. Aber ich kann auch im kleinen Kreis total schnell, hast Du doch gesehen, Mädchen! Nein, sie meint ich soll raus gehen. Dafür gabs draußen dann auch Kekse. Naaaaaaaa gut.

Gerade eben kam sie dann noch mit dem Mann und der Wasserwaage. Weil nämlich der zweite Sonntag im Monat ist und also Messtag. Sie waren sich so sicher, dass ich gewachsen bin! Aber die Wand hat gesagt: alles beim alten. Seit August ist da keine neue Linie gemalt worden. Weil ich nicht gewachsen bin.  Ich hab eben einfach wichtigeres zu tun! Mein Mädchen hat gelacht und gesagt, es käme sowieso nur auf die innere Größe an. Ah, ich sehe, sie macht Fortschritte! Langsam kapiert sie es. Innere Größe kann ich nämlich.

Euer (innerlich) großer Sir Duncan Dhu of Nakel.

Wissen, können, wollen Teil II

„Ich kann das nicht“ sagen wir manchmal, wenn wir Angst haben. Die Spinne in die Hand nehmen, zum Zahnarzt gehen, eine Wunde anschauen, natürlich „können“ wir das theoretisch. Körperlich gesehen. Aber „ich kann das nicht“ drückt aus, dass wir seelisch einfach nicht dazu in der Lage sind.

Es scheint Menschen zu geben, die so eine große Willenskraft haben, dass sie alles tun können, was sie wollen. Aber die sind wohl die Ausnahme. Wenn man sich – gerade jetzt im Januar – anschaut, wie viele Menschen schon seit Jahren versuchen, abzunehmen oder fitter zu werden und wenn man dann mal überlegt, wie viele es tatsächlich schaffen, dann stellt man fest: da klafft eine große Lücke. Und natürlich ist es leicht, sich hinzustellen und dem anderen mangelnde Willenskraft vorzuwerfen. Aber wenn wir ehrlich sind, wird (fast?) jeder von uns so einen Punkt finden, an dem er scheitert. Das Rauchen aufhören oder die Steuererklärung nicht mehr aufschieben, endlich abends früher ins Bett gehen oder oder. Die Welt ist voll von Coaches und Gurus die uns erzählen, wie wir das alles besser schaffen. Wie wir endlich fit, erfolgreich und dadurch bitte letztendlich glücklich werden. Manchmal kann uns so ein Coach ja auch wirklich gut weiterhelfen. Keine Frage. Aber das Grundproblem scheint einfach zutiefst menschlich zu sein. „Ich kann nicht“ kann in Wahrheit bedeuten „ich will nicht“ aber noch genauer hingeschaut heißt es vielleicht „ich habe nicht genug Kraft um meine inneren Widerstände zu überwinden“.

Wenn wir uns das eingestehen, können wir anderen vielleicht anders begegnen. Der eine hat seine Schwäche beim Essen, der andere beim Aufräumen, der dritte beim geduldig sein. Und mit „Du musst es einfach machen“ ist es nicht getan.

„Ich kann nicht“ sagen Pferde gern mal vorm Anhänger. Oder im Fall unseres kleinen Caruso beim Thema Sprühflasche. Was für ein großes Thema für das kleine Pony. Als wir ihn bekamen, hieß es, man kann ihn nicht einsprühen. Das gibt es ja oft und liegt meistens nur daran, dass Menschen falsch reagiert und dem Pferd damit das „falsche“ Verhalten beigebracht haben. In den allermeisten Fällen löst sich das Problem binnen einer Stunde. Nicht so bei Caruso. Das Geräusch – bei den meisten Pferden der Auslöser für Flucht – hatte er schnell akzeptiert. Kein Problem. Aber wehe, der Sprühstoß berührte sein Fell. Dann war er weg und daran war nichts zu ändern. Nun ist Caruso ein Pony, mit dem man fast alles machen kann, sobald er ein Halfter trägt. Er gibt dann auf und hält aus. Wir kamen mit etwas Training da hin, dass wir ihn einsprühen konnten, haben mit viel Futter belohnt und gehofft, dass es sich bessert. Aber das war nicht der Fall. Mit weit aufgerissenen Augen in völliger Angststarre ließ Caruso sich einsprühen und wenn man am nächsten Tag mit dem Halfter kam, war er weg. Nun ist Einsprühen keine lebensnotwendige Kunst und ich beschloss, es einfach zu lassen. Wenn es so schlimm für ihn ist, dann müssen wir es ja nicht tun.

Der erste echte Lösungsansatz kam nach dem ersten Kurs bei Elsa Sinclair. In stundenlanger Kleinstarbeit kam ich schließlich mit Caruso so weit, dass ich ihm das spot on Spray in 7 kleinen Sprühstößen auf dem Körper verteilen durfte – ohne Halfter, ohne Futter und er blieb entspannt.

Jetzt, da er sein blödes Hautproblem am Kopf hat, möchte ich aber eigentlich gern am Kopf sprühen, und zwar großflächig. „Ich kann nicht“ sagt Caruso. Ich komme mit einer sehr weichen Bürste, sprühe das Mittel auf die Bürste, verteile es damit auf der Haut. Das feuchte Gefühl auf der Haut ist schon doof aber dafür gibt es Kekse und damit ist es erträglich. Wenn die Haut dann schon feucht ist, darf ich auch direkt drauf sprühen, ganz kurz und direkt danach drüber bürsten, auch das geht. Ich mache alles ohne Halfter, er darf gehen wenn er will. Und es wird besser. Ich verstehe: ihn einfach ansprühen auf die trockene Haut mit nassem, derzeit auch kaltem Spray läuft unter „ich kann das nicht (aushalten)“. Seine Haut ist zu sensibel. Aber es gibt Varianten die er kann. Und so finden wir Wege, die für ihn ok sind und für mich praktisch (denn darum geht es mir, dass ich etwas, was ich täglich tun muss, nicht allzu umständlich machen muss und dass ich das teure Spray nicht literweise in der Bürste habe anstatt auf dem Pony). Das Spray was wir derzeit verwenden scheint er auch zu mögen, vielleicht tut es der Haut direkt gut. So wird aus „ich kann nicht“ ein „ok so kann ich es aushalten“. Und vielleicht mit etwas Zeit ein „ja das ist in Ordnung“.

Für mich lag der erste Schritt darin, zu akzeptieren, dass er wirklich „ich kann nicht“ sagt und nicht „ich will nicht“. Und dann herauszufinden was genau er nicht kann. Warum er das nicht kann ist nicht so wichtig – ist seine Haut wirklich so sensibel oder hat er schlechte Erfahrungen gemacht mit Spray was mal gebrannt hat? Spielt für mich keine Rolle. Fest steht: er kann nicht – und zwar kann er das Gefühl, angesprüht zu werden nicht aushalten, während das Geräusch gar kein Thema ist. Ein anderes Pferd sieht es vielleicht umgekehrt.

„Ich kann nicht“ sagt Duncan auch manchmal. Und er wird es noch öfter sagen. Beim Spazierengehen neulich. Ach, Duncan, hör doch endlich auf zu hampeln und am Strick zu ziehen und nach mir zu haschen. „Ich kann nicht“ sagt er. Er weiß was er tun soll. Ich glaube fest daran, dass er es auch will. Aber er kann nicht. Seine eigenen Gefühle überrollen ihn, der Energieüberschuss ist da und will in irgendeiner Form ausgelebt werden. Und ich bin dankbar, dass diese Form schon jetzt – obwohl er erst 2 Jahre alt ist – eine einigermaßen erträgliche ist. Dass er schon jetzt sein Verhalten zumindest so weit im Griff hat, dass er nicht steigt, tritt, beißt oder sich losreißt. Das ist ja schon eine Leistung.

Manchmal sieht man ihn auch in der Herde so. „Ich MUSS jetzt jemanden ärgern“ scheint er dann zu sagen. Und wenn einer von den großen ihm eine Abfuhr erteilt, geht er zum nächsten. Die Energie ist da, die muss irgendwo hin. Auch wenn das vielleicht bedeutet, dass er gleich wieder auf die Nase fällt, weil ihm die Füße wegrutschen. Egal. Er MUSS das jetzt tun. Stillstehen ist keine Option.

Wenn ich das alles unter dem „er kann nicht“ – Aspekt betrachte, mehr als unter dem „er will nicht“ dann wird es leichter, damit umzugehen. Dann ist es ein Lernprozess und ich kann mir Übungsschritte überlegen. Kann überlegen, wie ich es ihm einfacher machen kann. Wo kann er seine Energie lassen? Welche Beschäftigung kann ich ihm vor dem Spazierengehen anbieten, die ihm die Möglichkeit gibt, etwas zur Ruhe zu kommen?

Und so arbeiten wir nun schon seit ein paar Wochen daran, dass er lernt, auf großem Kreis im Schritt mit gelegentlichen kleinen Trabeinlagen um mich herum zu gehen und sich zu entspannen. Die Energie im Schritt ruhig fließen zu lassen, anstatt sie aufzustauen und dann zu explodieren. Da wir im Moment noch nicht sehr weit über die reine Technik hinaus gekommen sind, habe ich noch keine längere Sequenz mit ihm gemacht. Aber er hat verstanden, dass er sich in dieser einfachen Übung bewegen und entspannen kann. Ich hoffe, ihm damit helfen zu können, zu üben, sich selbst zu regulieren. Machen muss er es allerdings dann doch selbst. Wenn er es weiß, kann, und will.