Aus dem Tagebuch des Sir Duncan Dhu 34

Mein Spaziergehkumpel musste gestern zum Zahnarzt. Hat bisschen Angst gehabt, der Gute, weil es hieß, ihm müssten Zähne gezogen werden. Aber er hatte Glück, das war dann doch nicht nötig.

Zahnarzt kenne ich. Wir waren da auch alle vor ein paar Wochen. Merlin hat eine Spritze bekommen, so wie mein Spaziergehkumpel gestern auch. Das ist für die Angsthasen die sich nicht ohne Spritze trauen. Von der Spritze wird man ganz müde und dann findet man das alles gar nicht mehr so schlimm. Merlin findet es aber trotzdem schlimm. Der kann den Zahnarzt gar nicht leiden! Der Zahnarzt hat aber gesagt dass Merlin das auch wirklich weh tut wenn man an seinen Zähnen was macht. Der hat doch so kaputte Beißer der Arme. Er ist ja auch schon 100 Jahre alt (ungefähr).

Diego der Große kann natürlich ohne Angsthasenspritze zum Zahnarzt. Der hat ja sowieso eigentlich nie Angst und wenn dann nicht lange. Und Caruso war auch ganz mutig. Naja und ich natürlich sowieso. Unser Zahnarzt ist auch echt voll der nette Typ. Er hat sogar schottische Verwandte, genau wie ich!

War nur schade, dass ich mir sein Werkzeug nicht so richtig anschauen durfte, da hat er mich immer weggeschickt. Immer wenn er mit den anderen beschäftigt war habe ich versucht mich zu seinen Sachen zu schleichen. Aber mein Mädchen oder der Zahnarzt oder der Mann – irgendwer war immer da um aufzupassen dass ich nichts anfasse. Blöd. Aber nachher als ich dran war hat er mir seine spannenden Sachen gezeigt. Dann hat er alle Zähne in meinem Maul angeschaut und gesagt ich hätte sehr schöne, gerade Zähne. Na klar – alles an mir ist schön! (Aber nicht alles an Dir ist gerade, mein Ritter. Du hast ein X-Bein, schon vergessen? Tsss das verwächst sich noch, mein Mädchen! Gutes Futter wird‘s richten – her damit!)

Nur mal gucken – ist doch alles so spannend!
Darf ich nicht, hat er gesagt.
Aber jetzt ist er ja gerade beschäftigt… was hat er da auf dem Rücken?

Mein Mädchen wollte ein lustiges Foto machen und da hat der Zahnarzt seine große Zahnbürste raus geholt und so getan als würde er mir die Zähne putzen. Aber so richtig hat er das nicht gemacht – war ja keine Zahnpasta drauf! Naja, mein Mädchen sagt, Zähne putzen müssen wir Ponys auch nicht. Zumindest nicht so wie Ihr – jeden Tag. Wir kauen dann mal einen Zweig, dann passt das schon. Und außerdem ernähren wir uns ja auch viel gesünder als ihr. Wenn meine Schneidezähne dreckig sind mache ich immer einfach Fellkraulen mit einem meiner Kumpels. Nachher sind meine Zähne ganz sauber. Und die Haare vom Kumpel sind meine Zahnseide. Die nachher wieder raus zu kriegen kann aber schon mal nervig sein.

Zähne putzen!

Ich hab übrigens noch meine allerersten Zähne. Deswegen sagt mein Mädchen immer „Babyzähne“ wenn sie meine Zähne anschaut. Voll gemein, wo die doch noch so lange drin sind. Bis nächstes Jahr irgendwann. Es sei denn ich bin mal wieder schneller als andere und fange früher an mit wechseln. Aber nur weil ich noch meine ersten Zähne habe, bin ich KEIN BABY mehr mein Mädchen! Merk Dir das endlich mal!

Euer Sir Duncan Dhu of Nakel

P.S. Heute regnet er hier ein kleines bisschen. Die Weide wird also endlich getränkt. Gestern hat mein Mädchen ihr Futter gegeben. Ich hoffe sie ist bald satt und zufrieden und macht ganz viel schönes grünes Gras für uns. Drückt mir die Daumen!

Aus dem Tagebuch des Sir Duncan Dhu 33

Wisst Ihr eigentlich schon, dass ich eine Patin habe? Ja, da staunt Ihr, was? Ich habe nicht nur mein Mädchen und den Mann die sich um mich kümmern. Und die Freundin von meinem Mädchen (also das Mädchen von meinem Spaziergehkumpel) und das Mädchen von Gatsby die ab und zu aushelfen und einspringen. Nein, ich habe auch eine Patin! Laut Duden ist ein Pate oder eine Patin

„jemand, der andere helfend begleitet, sie in bestimmter Hinsicht betreut“.

Meine Patin gewährt mir vor allem geistigen Beistand und viel Anerkennung und Lob. Was natürlich enorm wichtig ist für meine Entwicklung! Nichts ist schlimmer als ein mickriges Selbstbewusstsein wegen mangelnder Anerkennung in der Jugend!

Leider habe ich meine Patin noch nicht persönlich treffen können, da sie weit weg von mir wohnt. Vielleicht, sagt mein Mädchen, wenn ich etwas größer bin, können wir da mal hin. Das ist so weit, das schafft sie nicht zu Fuß und noch nicht einmal wenn ich sie tragen kann. Also ICH würde das ja schon schaffen. Aber ich muss eben Rücksicht nehmen auf mein Mädchen, das habe ich verstanden.

Also werden wir vielleicht eines fernen schönen Tages mit der Wackelkiste hinfahren. Die Zeitmaschine – Ihr erinnert Euch? https://schotten-pony.com/2020/03/23/aus-dem-tagebuch-des-sir-duncan-dhu-4/

Bis dahin werde ich mich damit begnügen müssen, dass meine werte Patin mir Briefe schreibt. Sie schreibt immer: „Verehrter Ritter Duncan Dhu“ und dann erzählt sie mir, wie toll sie mich findet. Wie großartig ich bin und wie nett es von mir ist, dass ich mein Tagebuch veröffentliche für Euch zum Lesen. Hach, so mag ich das! „Sie sind wirklich ein edler Ritter – das sehe ich daran, dass Sie in Zeiten der Not und der allgemeinen Ratlosigkeit nicht zuerst an Ihre Futterversorgung und Ihr eigenes Wohlbefinden denken, sondern Ihre ritterlichen Tugenden einsetzen und Ihre Mitgeschöpfe durch Ablenkung und Unterhaltung trösten.“ Das schrieb sie mir als ich meinen ersten Tagebucheintrag veröffentlicht hatte. Da seht Ihr, sie erkennt meine wahre Größe. Und ich glaube, sie hat mir noch nie geschrieben ich sei für irgendetwas „zu klein“. Hörst Du, mein Mädchen? Ich bin ein edler Ritter und nicht „zu klein“!

„Mit Bewunderung nehme ich Kenntnis von Ihren enormen Fortschritten“ na sowas geht doch runter wie frisches grünes Frühlingsgras.

Allerdings hat sie einmal auch geschrieben „Mit Ihrem Mädchen haben Sie schon ein besonderes Glück – wo findet man noch so eine kluge und liebevolle Betreuung und Ausbildung. Denn das ist ja wohl wahr: Sie müssen sich, bei aller angeborenen Intelligenz, schon noch manchmal was sagen lassen, das kann nur zu Ihrem Vorteil sein.“ Moment mal, ich soll mir etwas sagen lassen? Hmmmm darüber muss ich erst nachdenken. Aber da meine Patin eine gebildete und intelligente Dame ist, die ich sehr schätze und die nur mein Bestes will, werde ich ernsthaft in Erwägung ziehen diesem Ratschlag gelegentlich mal Folge zu leisten.

„Ich bin Ihnen in Stolz und Freude verbunden!“ Och, was für ein lieber Abschiedsgruß den sie mir geschrieben hat!

Tja, liebe Menschen, da könnt Ihr wohl nur neidisch sein was ich für eine tolle Patin habe. Hinter jedem starken Ritter steht eine edle Dame oder so. Und da mein Mädchen von sich selbst sagt, „Dame“ wird sie in diesem Leben wohl eher nicht mehr werden, steht eben meine Patin als Dame hinter mir. Und mein Mädchen – na die ist für den Alltag zuständig. Sauber machen, Futter besorgen und so. Ist ja auch wichtig. Diego der Große und Merlin der Zauberer haben mir erklärt, dass man den Alltag niemals unterschätzen soll. Und dass die Menschen, die dreckig in den Stall kommen und immer selbst so riechen wie ein Pony, oft die besten, verlässlichsten Alltagskumpel sind. Aber unter uns: die beiden haben auch keine Patin! Tja. Sowas hab eben nur ich.

Euer fröhlicher Sir Duncan Dhu of Nakel

Aus dem Tagebuch des Sir Duncan Dhu 32

Liebe Menschen,

gestern ist mein Spaziergehkumpel erwachsen geworden! Wow was für ein toller Tag für ihn. Sein Mädchen hat sich nämlich zum ersten Mal auf seinen Rücken draufgesetzt und mein Mädchen hat ihm unendlich viele Kekse gegeben. Ich will auch erwachsen sein und mein Mädchen soll auf meinem Rücken sitzen! Anscheinend lohnt sich das ja….

Kekse hat er bekommen….
… und noch mehr Kekse…

Hab ich meinem Mädchen auch gleich gesagt. Aber sie hat gelacht. Hat gesagt – Ihr ahnt es schon – ich sei noch zu klein. Mein Spaziergehkumpel ist viel älter als ich. 2,5 Jahre älter! Das ist doch verrückt, so lange kann ich doch unmöglich warten mit dem erwachsenwerden! Außerdem hat mein Mädchen gesagt er ist noch gar nicht richtig erwachsen. Er würde sich nur gerade kurz so fühlen. Aber bis er RICHTIG erwachsen ist, gehen nochmal 2 Jahre ins Land. Was? Das ist ja eine endlose Tortur, dieses erwachsenwerden! So viel Geduld habe ich nicht.

Hab ich meinem Mädchen auch gesagt. Da hat sie sich neben mich gestellt, ihren einen Arm über meinen Rücken gelegt, den anderen unter meinem Bauch durch und sich an mich ran gedrückt. Und dann hat sie mir gezeigt, dass ihre Hände sich unter meinem Bauch berühren. Sooooo klein bin ich noch! Boah da war ich aber sauer!! Hab sie ordentlich angemeckert. Und was macht sie: sie sagt mir, das wäre der Beweis, dass ich zu klein bin, weil ein Pony was einen Menschen trägt, so was aushalten können muss. Und nicht nur aushalten sondern sogar noch entspannt und fröhlich sein dabei. Dann hat sie gesagt, dass wir das jetzt ein bisschen öfter üben, damit ich entspannter sein kann. Ach menno so habe ich mir das jetzt aber nicht vorgestellt mit dem groß werden! Ich dachte man hat einfach immer nur Spaß und dann ist man erwachsen. Und dann hat man natürlich auch immer nur Spaß!

Aber manchmal gibt es so Tage, da ist das alles kein Spaß.

Mein Mädchen sagt, ich wäre schon wieder so komisch und ich würde bestimmt schon wieder wachsen. Weil ich letztes Mal auch so komisch drauf was als ich gewachsen bin. Keine Ahnung, bin einfach mies drauf. Gemessen wird erst in 2 Wochen wieder, dann sehen wir es ja.

Und ich finde das ganz ungerecht, dass mein Spaziergehkumpel jetzt schon groß ist und so viele Kekse bekommt nur weil er neben einem Stuhl steht und sein Mädchen rauf und runter turnt. Und ich muss immer so schwierige Sachen machen für meine Kekse. Im Schneckentempo neben meinem Mädchen her gehen zum Beispiel. Und dabei nicht zu dem leckeren Gras hin ziehen.

Das Leben ist doch ungerecht.

Abends, als mein Mädchen eigentlich mein Tagebuch für mich tippen wollte, haben wir uns darüber noch ein bisschen unterhalten. Deswegen konnte ich Euch gestern nichts schreiben, sorry. Sie hat sich ganz nett zu mir gestellt während ich Heu gegessen habe. Und sie hat mir gesagt, dass wir noch ganz viel Zeit haben und sie jetzt langsamer macht mit der blöden Übung wo sie so neben mir steht und um mich rum greift. In ganz kleinen Schritten. Dafür halt öfter, damit wir das hinkriegen. Sie hat gesagt, dass sie versteht, dass wachsen und groß werden blöd ist, weil das für sie auch so war. Und dass sie findet, ich habe das schon ganz fein gemacht, weil ich gelernt habe, dass ich sie besser vorwarnen muss dass ich gleich sauer werde. Letztes Mal habe ich sie ja nur so leise gewarnt und dann hat sie sich so erschreckt als ich ausgeflippt bin. Diesmal habe ich es lauter gesagt, damit sie besser Bescheid weiß. Das fand sie gut. Sie hat gesagt, wir kriegen das schon hin. Ich hoffe sie hat recht.

Euer gefrusteter Sir Duncan Dhu of Nakel

Aus dem Tagebuch des Sir Duncan Dhu 31

Samstag der 25.4.2020

6 Uhr Der Mann serviert uns unser Frühstück. Wir haben aber noch etwas Heu von der Nacht übrig. Wir hoffen, er bietet uns etwas besseres an, aber diese Hoffnung wird eigentlich immer enttäuscht.

7 Uhr Nachdem wir sowohl die Nacht-Heu-Reste als auch das Frühstücksheu weggemuffelt haben, ist es Zeit für ein Dösestündchen. Rumstehen und verdauen.

8 Uhr Genug gedöst. Jetzt gehen wir auf Wanderschaft. Rund um unseren Rundlauf sind schon ein paar grüne Hälmchen zu finden. Und die Hecke hinterm Zaun bietet auch den einen oder anderen schmackhaften Zweig. Diego der Große ist wieder mal im Vorteil, er ist nämlich, wie der Name schon sagt, der größte hier und kommt am höchsten mit seinem Maul.

9 Uhr Die Erwartungshaltung in der Herde steigt. Es geht auf 10 Uhr zu und das ist meistens die beste Zeit des Tages. Vor lauter Aufregung muss ich dringend jemanden beißen – Zeit für eine Runde Popo-Kneifen!

10 Uhr Juhuuu das Mädchen kommt! Jetzt gibt es was Besseres. Nicht nur schnödes Heu, sondern die richtig guten Sachen. Manchmal dürfen Merlin und ich um diese Zeit auch schon auf die Weide. Aber heute nicht. Dafür bekommen wir was aus der Schüssel (bzw ich aus meinem Spielzeug UND aus einer Schüssel). Leckerleckerleckerleckerlecker!

11 Uhr Alles weg. Schade. Nochmal gründlich die Schüssel auslecken, dann geht es zu einem Verdauungsnickerchen in die Sonne. Schön auf die Seite fallen lassen und ausgiebig träumen.

12 Uhr Bin wieder wach! Zeit, jemanden zu ärgern!

13 Uhr kleine Wanderung um den Rundlauf. Mal sehen was die Nachbarn so zu erzählen haben.

14 Uhr schon gibt es wieder Essen! Diesmal haben Merlin und ich Glück: wir dürfen auf die Weide, die anderen müssen sich mit trockenem Heu begnügen. Weil Merlin es wieder so eilig hat, müssen wir am Weidetor warten bis er sich benimmt. Oh das fällt ihm soooo schwer! Mir nicht, ich hab das voll drauf.

15 Uhr mein Mädchen taucht auf der Weide auf. Sie ruft mich, ich gehe zu ihr, bekomme Kekse, darf weiter grasen. Sie läuft neben mir her und versucht sich genauso zu bewegen wie ich. Das sieht manchmal sehr komisch aus! Da hat sie noch viel zu üben. Ab und zu fasst sie mir unter den Schweif. Keine Ahnung was das soll. Hat mich anfangs gestört, aber jetzt nicht mehr. Ich hab gelernt: wenn ich den Schweif dann bisschen anhebe, nimmt sie ihre Hand wieder weg. Sie sagt ich soll mich da wohlfühlen weil ich nachher einen Schweifriemen brauche zum Kutsche ziehen. Keine Ahnung, mir egal. Ich esse Gras, passt schon.

15.30 Uhr inzwischen hat sie das Prozedere ein paar mal wiederholt: rufen, Kekse, wieder grasen. Jetzt macht sie ernst und wir müssen von der Weide runter. Na gut, dafür gibt es viele Kekse, nicht so schlimm. Merlin findet es blöd.

16.30Uhr Spazierengang mit meinem Spaziergehkumpel. Heute einen neuen Weg. 6Km mit einem hohen Berg. Sehr schöner Weg, aber ich darf nicht genug grasen. Menno. Mein Mädchen ist fröhlich weil ich keine Angst vor lauten Zweirädern habe. Sie hat jetzt auch nicht mehr so viel Angst. Ich habe ihr gezeigt dass die ungefährlich sind.

18 Uhr ich spiele noch etwas mit meinem Spazierengehkumpel. Die Halle ist so staubig aber mein Mädchen sagt wir können bald auf der Weide spielen.

19 Uhr ich beaufsichtige die Reinigungsarbeiten nebenan. In Wirklichkeit schaue ich nach der Stute, aber das darf mein Mädchen nicht wissen. Ist aber auch schon wieder Zeit für Heu und eine zweite Schüssel!

20 Uhr Zeit für einen ruhigen Abend. Bisschen bummeln, ab und zu jemanden kneifen, bisschen dösen.

21 Uhr ich lege mich nochmal hin für ein Nickerchen.

22 Uhr die letzte Heumahlzeit des Tages. Mein Mädchen schaut nochmal ob wir auch alle gesund und munter sind. Ich sage ihr nochmal kurz dass ich sie lieb hab und einen Keks will. Aber meistens gibt es keinen. Dafür sagt sie mir, dass sie mich auch lieb hat. Na gut.

Danach legen wir uns meistens erst mal aufs Ohr.

Um 2 Uhr geht ein Tor auf und wir können zu den Heunetzen gehen. Da fressen wir ziemlich lange dran.

Was wir ansonsten nachts so machen bleibt unser kleines Pony-Geheimnis!

Aus dem Tagebuch des Sir Duncan Dhu 30

Gestern Abend ist etwas Lustiges passiert. Plötzlich stand ich auf der Weide, mitten im Gras! Ich wusste gar nicht so recht, wie ich da hingekommen bin. Merlin und Caruso standen auf der anderen Seite des Zauns im Paddock und haben ganz schön blöd geschaut. Sie wollten auch auf die Weide aber wussten nicht wie! Ich wusste ja auch nicht wie das kam.

Und als ich gerade so schön am Essen war, kam mein Mädchen. Ich war so vertieft, ich hab sie erst gar nicht bemerkt.

„Duncan, was machst Du da auf der Weide?“

„Hmmm lecker Gras…“

„Duncan, wieso bist Du auf der Weide und nicht im Paddock wo Du hingehörst?“ „Duncan!“

„Hm, was? Oh, hallo, Mädchen! Schön hier!“

„Das glaube ich, aber Du solltest doch im Paddock sein!“

Dann hat sie mich gerufen („Duncan Dhuuuuuuuu“) und ich bin ganz toll brav gekommen und sie war sehr zufrieden und hat mir Kekse gegeben. Aber sie war trotzdem böse mit mir irgendwie. Weil der Zaun kaputt war und sie fand, es war meine Schuld. Habe ich aber abgestritten. Und dann hat sie mich gefragt wie lange ich Gras gegessen habe.

„Bekommst Du mir jetzt heute Nacht Bauchweh? Du bist ja noch nicht so viel Gras gewöhnt“

„Hm? Ich bin noch hungrig…“

„Ich gebe Dir lieber vorsorglich was“

Och und dann kam sie mit so ekliger Medizin um die Ecke! Ich wusste ja nicht was mir blüht und habe mir das einfach so ins Maul spritzen lassen. Alter Schwede, da zieht es einem ja die Socken aus! (Bevor Ihr jetzt behauptet, ich hätte keine an, mein Behang ist so was wie Socken und ich schwöre, der hat senkrecht in die Luft gestanden so eklig war das!). Ganz gesund soll das sein. Gut für die Verdauung. Na danke. Danach hat sie mit Keksen versucht mich zu besänftigen. Aber die Kekse haben nach dem Ekelzeug geschmeckt, die hab ich kaum runter bekommen! Aber ich bin ja großherzig und habe ihr verziehen. Sie hat sich ja bemüht. Und ich glaube sie hat es auch wirklich gut gemeint. Auch wenn es natürlich totaler Quatsch war. Ich hatte ja gar kein Bauchweh!

Nachts ist sie dann mit halb geschlossenen Augen in den Stall gewankt gekommen um zu gucken ob es mir gut geht. Natürlich ging es mir gut! Was sie immer hat. Ich war doch nur bisschen Gras essen! Sie macht sich immer so viele Sorgen. Wahrscheinlich wegen meinem großen Bruder. Merlin sagt wir müssen das verstehen. Und dass sie immer gut auf uns aufpassen will und das auch ganz gut hinbekommt. Na gut.

Und sie hat den Rundlauf zugesperrt. Bis heute Nachmittag! Wahrscheinlich zur Strafe. Dabei habe ich gar nichts böses gemacht. Wirklich nicht! Keine Ahnung wie das passiert ist. Absicht war es nicht. Brauchst gar nicht böse schauen, mein Mädchen.

Jedenfalls halte ich mich jetzt extra vom Zaun fern. Damit sie sieht dass ich es nicht war. Vielleicht glaubt sie mir dann.

Bis bald!

Euer unschuldiger Sir Duncan Dhu of Nakel

Drängende Fragen

Duncan steht etwas mehr als Armeslänge von mir entfernt und schaut mich mit großen Augen an. Wie die Knopfaugen eines Teddybärs, tiefschwarz, kreisrund und glänzend. Und ich weiß inzwischen was das bedeutet: das kleine, gute geölte Maschinchen zwischen seinen Ohren arbeitet auf Hochtouren an der Lösung des Problems. Die Leitungen laufen heiß und Duncan wühlt fieberhaft in den Aufzeichnungen auf seinem Klemmbrett, findet aber nichts, was ganz genau passt.

Ich hatte ihn gerufen, er sollte sein Extrafutter bekommen. Dazu müsste er jetzt durch das Tor in den anderen Stallteil gehen. Und dazu müsste er mir entweder näher kommen oder an mir vorbeigehen, denn ich muss da stehen bleiben, damit ich das Tor zu machen kann bevor die anderen Ponys auch rein wollen.

Aber am Morgen hatte ich ihn ganz ausgiebig belohnt für höfliches „auf Abstand anhalten und freundlich gucken“ als letzten Teil des Kommens. Ich hatte ihn auf der Weide gerufen und er kam aus recht großer Entfernung mit Schwung zu mir. Da bin ich dankbar wenn er großzügig Abstand hält beim Anhalten, nicht in mich reinsemmelt, nicht die Ohren anlegt sondern eben auf Armeslänge stehen bleibt und freundlich drein schaut.

Jetzt ist die Situation anders und die Fragezeichen in seinem Gesicht werden von Sekunde zu Sekunde größer. Warum nur verhalte ich mich jetzt so anders als heute morgen? Was ist jetzt zu tun?

Dass die anderen Ponys im Spiel sind, macht die Situation nicht leichter, denn diesmal kann er nicht nachmachen, sondern soll sich gegenteilig zu ihnen verhalten. Und ich kann mich ihm nicht uneingeschränkt widmen da ich auch mit den anderen kommunizieren muss.

Ich versuche, ihm seine Frage zu beantworten, so gut die Situation es zulässt.

Aber als ich ihn zwei Stunden später den umgekehrten Weg wieder zurückholen will – ebenfalls durch rufen – zeigt sich, dass er verunsichert ist. Warum unterscheiden sich die Lösungen des (in seinen Augen) gleichen Problems? Warum ist jetzt nicht das selbe Verhalten richtig wie heute morgen?

Er wird herausfinden, dass mein Rufen in unterschiedlichen Umgebungen und Zusammenhängen unterschiedliche Antworten erfordert. Aber das ist natürlich Stoff für Fortgeschrittene, das will geübt werden.

Und ich denke an den jungen Kaltblüter, den ich neulich im Unterricht hatte. Seine Besitzerin hat ihn longiert und das Pferd hat in einer Tour Fragen gestellt. Soll ich jetzt antraben oder nicht? Soll ich näher kommen oder nicht? Soll ich den Kopf tiefer tragen oder höher? Als ich die Besitzerin auf diese Fragen hinwies war sie bestürzt: sie hatte seine Fragen nicht „gehört“ (eher: gesehen). Sie wusste nicht, dass ihr Pferd in permanenter Unsicherheit lebt und dringend Antworten auf seine Fragen sucht.

Wie belastend es ist, keine Antwort auf drängende Fragen zu bekommen, wissen wir alle spätestens seit dem Ausbruch von Corona. Für unseren Seelenfrieden sind Antworten enorm wichtig und wenn wir keine finden, werden wir uns welche suchen – oder im Zweifelsfalle ausdenken.

Den Pferden geht es nicht anders. Sie werden sich, wenn es keine Antworten von uns gibt, eigene Antworten ausdenken. Dabei werden sie manchmal Treffer landen und die richtige Antwort erraten. Aber auch dann brauchen sie die entsprechende Rückmeldung von uns, dass sie richtig liegen. Sonst werden sie verzweifeln, frustriert sein und aufhören zu fragen. Manche Pferde stellen die Kommunikation mit dem Menschen schließlich fast vollständig ein. Hier geht es mir nicht um die Bitten die ein Pferd äußert („kannst Du mich mal da kratzen?“ Oder „ich mag diese Bürste nicht“) sondern um die an uns gestellte Frage „wie soll ich mich verhalten?“. Ich beobachte, dass gerade junge Pferde diese Frage sehr sehr oft stellen. Und leider sehe ich oft, dass sie keine Antwort bekommen, weil sie nicht gehört werden. Vielleicht sehe ich deswegen so selten, dass ältere Pferde Fragen stellen. Diego ist eines der älteren Pferde die ich kenne, die Fragen stellen. Anfangs stellte er in höchster Nervosität ungefähr 10 Fragen in einer Sekunde, was das Antworten extrem schwer machte. Heute fragt er gezielter und entspannter. Aber wenn er keine Antwort bekommt, wird er schnell wieder nervös, unsicher und manchmal auch wütend. Von ihm habe ich viel darüber gelernt, Fragen schnell zu sehen und klar zu beantworten.

Einen Dialog mit jemandem zu führen, der Fragen nicht beantwortet, ist frustrierend. So wie ich von meinem Pony erwarte, dass es auf meine Fragen antwortet, so möchte ich auch die Fragen meines Ponys sehen, hören, verstehen und vor allem: beantworten.

Dafür ist es nötig, dass ich als allererstes weiß, wie ich diese Fragen erkenne. In Duncans Fall: an kugelrunden Teddybär-Knopfaugen.

Aus dem Tagebuch des Sir Duncan Dhu 29

Ich bin ja Ritter (in Ausbildung). Und Forscher. (Ihr erinnert Euch?). Ich habe ein neues Forschungsprojekt begonnen. Mir ist nämlich aufgefallen, dass ich immer zu kurz gedacht habe. Und das kam so: ich habe Merlin und Diego beobachtet wie sie mit den Menschen umgehen. Es stimmt schon, meistens tun sie das, was die Menschen ihnen sagen. Aber manchmal machen sie es auch nicht. Manchmal bekommen sie dann Ärger oder – noch schlimmer – keinen Keks. Aber insgesamt sind die Menschen nie böse. Wenn die Menschen Merlin und Diego anschauen dann haben sie so einen verträumten Blick. Ich glaube, Merlin und Diego haben ihre Menschen hypnotisiert oder so. Manchmal greifen die Menschen auch in die Tasche und geben einen Keks raus ohne es zu merken.

Und das hat mein Interesse geweckt. Durch gutes Beobachten, Nachfragen und Kombinieren bin ich der Sache nun auf den Grund gegangen. Wenn ich als Pony es schaffe, dass mein Mädchen sofort Herzchen in den Augen hat wenn sie mich nur anschaut, dann ist das quasi mein Freifahrschein. Dann ist es echt egal was ich kann und weiß und tue. Dann wird mein Leben unglaublich viel besser. Nun habe ich ja allerhand versucht und durchaus auch Erfolge verzeichnet. Durch artig sein vor allem. Oh was hab ich mich bemüht. Auch schön aussehen – und das kann ich wirklich wunderbar – klappt in einem gewissen Rahmen. Aber den richtigen Durchbruch habe ich ganz woanders erzielt.

Mein Mädchen fand es ja schon soooooo süß dass ich sie beim Abäppeln begleitet habe (Ihr erinnert Euch? https://schotten-pony.com/2020/04/19/aus-dem-tagebuch-des-sir-duncan-dhu-26/ ). Aber gestern, als sie abends zur letzten Fütterung kam, da habe ich geschlafen (mache ich abends gerne mal) und sie war wieder so nett mir etwas Heu zu bringen damit ich nicht aufstehen muss. Meistens stehe ich trotzdem auf aber gestern bin ich erstmal liegen geblieben. Da hat sie sich etwas weiter zum nächsten Heuhaufen gesetzt und mir verträumt beim Kauen zugeschaut. Und ich dachte so: das ist doch zu weit weg. Also bin ich aufgestanden und zu dem Heuhaufen marschiert bei dem sie saß. Dann habe ich da gefressen. Und immer wenn ich gekaut habe, habe ich meinen Kopf so über sie gehalten und sie hat mir in die Augen geschaut und ich habe ihr etwas Heu in den Kragen rieseln lassen und sie war ganz selig. So hab ich sie überhaupt noch nie gesehen – nur wenn sie Merlin anschaut. Ganz verliebt. Nur weil ich Heu gegessen habe.

Ach, Ihr Menschen, Ihr seid schon interessant. Da wollt Ihr immer so vieles von uns und letztendlich machen wir Euch dann am glücklichsten wenn wir gar nichts tun. Komisches Volk. Aber jetzt – jetzt! – habe ich kapiert wie es geht. Und jetzt wird mein Leben hier noch um einiges besser werden, davon bin ich überzeugt.

Bleibt gesund, liebe Menschen, bis bald!

Euer Sir Duncan Dhu of Nakel

Wie es in der Realität aussah
Wie es in den Augen meines Mädchens aussah (ungefähr)

Aus dem Tagebuch des Sir Duncan Dhu 28

Am Sonntag habe ich etwas neues gelernt. Ich bin jetzt offiziell Handpferd. Im Moment noch in Ausbildung. Stufe eins habe ich aber mit Bravour gemeistert sagt mein Mädchen. Erst war es bisschen tüdelig. Der Mann ist auf Diego dem Großen geritten, hatte meinen Strick in der Hand (den schönen grünen) und mein Mädchen ist nebenher gelaufen. Wenn ich zu langsam war hat sie mich bisschen angetrieben und wenn ich zu schnell war hat sie mich ausgebremst. So weit so gut. Nur dass Diego der Große das ganz schön nervig fand und deswegen immer schneller wurde. Und da muss ich sagen: ich kann echt schnell Schritt gehen, aber Diego kann schneller Schritt gehen als ich (weil ich noch so klein bin. Wie mich das nervt!). Und er ist dann ungefähr doppelt so schnell wie mein Mädchen. Man hat die gekeucht und geschnauft und geflucht. Und wenn sie dann im Trab aufholen wollte, wollte Diego auch gleich traben. Und ich bin auch nicht mehr im Schritt hinterher gekommen und bin dann manchmal angetrabt und dann war ich zu schnell und im Schritt wieder zu langsam.

Anfangs war es etwas wild.

Naja, so ging das eine Weile bis wir uns alle sortiert hatten. Aber danach ging es wirklich gut und alle waren sehr zufrieden. Diego ist etwas langsamer gegangen und ich habe ein paar Kekse bekommen als Hinweis darauf wann ich es richtig mache. Ist eigentlich ganz einfach. Wie beim Spazierengehen, der Strick soll immer locker sein. Wenn Zug am Strick ist muss ich nachbessern.

Langsam finde ich raus wie es geht. Mein Mädchen hechelt hinter uns her….

Dann hat mein Mädchen mich wieder ganz normal genommen, weil wir an der Straße waren. Ich war ein bisschen aufgeregt und musste ein paar mal nach ihr schnappen. Inzwischen weiß sie ja was das heißt. Nämlich nur dass ich aufgeregt bin. Jeder hat ja so seine kleinen Ticks wenn er aufgeregt ist, kennt Ihr auch oder?

Und dann haben die beiden getauscht, das Mädchen ist Diego geritten und hat meinen Strick genommen und der Mann ist nebenher gelaufen. Das habe ich schon sehr gut hingekriegt und es gab auch noch Kekse. Immer einen für Diego und einen für mich. Und der Mann musste gar nicht mehr helfen.

Mein Mädchen sagt, wir üben das jetzt öfter. Und wenn es gut läuft, können wir sogar traben. Juhuuuu! Endlich mal schneller unterwegs sein! Sie hat gesagt der Mann muss dann auf dem Fahrrad hinterher fahren. Der Mann hat gesagt, das Mädchen muss auf dem Fahrrad hinterher fahren. Ich glaube ich werde eine neue Forschungsarbeit anfangen können zu der Frage welcher von den beiden ranghöher ist. Wird spannend… und ist ja auch wichtig für mich zu wissen wer im Zweifel das Sagen hat!

Und wartet nur, bis wir das dann im Galopp machen! Diego und ich haben uns schon für ein kleines Wettrennen verabredet. Aber pssssssst nicht den Menschen sagen! Soll eine Überraschung für sie werden.

Bis bald und bleibt gesund!

Euer Sir Duncan Dhu of Nakel

Sind wir nicht ein tolles Team?

Aus dem Tagebuch des Sir Duncan Dhu 27

Was ist das?

Was ist das?

Ein Plastiksack.

Ja seh ich auch aber was ist da drin? Was zu essen?

Nein, da sind die Kletten von der Weide drin. Schau:

Schau: die Kletten von der Weide

Moment mal, ihr habt die Kletten weggemacht? Seid ihr total verrückt? Das könnt ihr doch nicht machen!

Ich habe keine Lust ständig Kletten aus deinem Schweif, deiner Mähne und deinem Behang zu pulen.

Aber du bürstest mich sonst nicht genug! Hat Diego der Große gesagt! Wie soll ich dich zum Bürsten überreden wenn du mir meine beste Waffe wegnimmst!

Ich verspreche, dich auch so zu bürsten. Ohne Kletten.

Wirklich? Jeden Tag? Von vorne bis hinten?

Äh, also so war das jetzt nicht…

Du hast es eben versprochen!

Nein mein Ritter. Ich habe versprochen dich zu bürsten. Aber bestimmt nicht jeden Tag. Außerdem dauert dir das doch eh immer zu lange, du willst doch gar nicht so lange stillstehen.

Doch doch will ich. Wenn es Kekse dafür gibt.

Ach von daher weht der Wind. Aber selbst mit Keksen hält sich deine Begeisterung für Stillstehen und gebürstet werden doch eher in Grenzen.

Ja schon aber Diego sagt wer schön sein will muss leiden.

Lass dir doch keine Bären aufbinden. Das sind Ammenmärchen. Du bist wunderschön, mein Ritter – gebürstet oder nicht. Und wer leidet ist gar nicht schön. Schön ist, wer lächelt und glücklich ist.

Wirklich? Glücklich sein kann ich.

Wirklich.

Ok. Aber ab und zu bürstest du mich?

Ja, versprochen. Ab und zu. Und wenn es dringend ist findest du bestimmt einen Weg mir das ohne Kletten zu sagen. Ziept dann auch weniger und wir brauchen weniger Müffelspray. Mögen wir doch beide nicht so, den Geruch.

Ja das ist wahr.

Gut, dann machen wir es so. Und nicht vergessen: Du bist wunderschön. Immer. Vor allem wenn du glücklich bist.

Danke mein Mädchen, jetzt bin ich beruhigt. Dann nimm die Kletten mal mit. Ehrlich gesagt war das nicht so toll als meine Haare so verklettet waren.

Ok dann nimm die Kletten mit.

Aus dem Tagebuch des Sir Duncan Dhu 26

Gute Laune versprühen
Den Rechen halten

Mein Mädchen sagt ja immer, wir machen so viel Arbeit. Nun bin ich ja Ritter (in Ausbildung) und möchte ihr natürlich helfen. Also habe ich sie heute beim Absammeln begleitet. Habe ihr lustige Geschichten erzählt, sie zum Lachen gebracht und ihr den Rechen gehalten. Und die Äppel in der Karre sortiert. Dann ist mir eingefallen dass der Mann immer die Schubkarre für sie schiebt wenn er mitmacht beim Absammeln. Heute hat er nicht mitgemacht, also dachte ich, ich schiebe die Schubkarre für sie. Aber das ist ohne Hände irgendwie doch recht kompliziert, besonders wenn die Schubkarre nur ein Rad hat. Und also ist es schief gegangen. Ups.

Die Schubkarre schieben. Ups….

Tut mir leid, mein Mädchen.

Aus mir unbekannten Gründen bekam ich übrigens keinen Keks.

Sie hat gesagt sie träumt davon dass ich einen kleinen Wagen hinter mir herziehe in den sie die Äppel nur reinschmeißen muss. Mach ich, hab ich gesagt. Aber sie sagt ich bin noch zu klein (schon wieder!) und sie hat irgendwie noch nicht den passenden Wagen gefunden. Naja, während ich wachse kann sie ja das passende Gefährt finden. Und dann helfe ich ihr beim Absammeln – bin schließlich Gentleman. Und Ritter.

Im Übrigen fand sie es toll dass ich sie so lange begleitet habe. Ich war ganz allein bei ihr, meine Kumpels waren alle woanders. Sie meint, ich sei ein bisschen selbständiger geworden und würde sie mehr als vollwertigen Partner sehen. Ich hab mich ganz erwachsen gefühlt als sie es gesagt hat. Und dann, als ich sie küssen wollte, hat sie sich meine Zähne angeschaut und „Babyzähne!“ gesagt. Da war der Moment futsch. Och menno, Mädchen. Ich kann auch nichts dafür dass Wachsen so lang dauert. Vielleicht mit mehr Futter….?

Bleibt gesund, liebe Menschen und bis bald!

Euer Sir Duncan Dhu of Nakel