Aus dem Tagebuch des Sir Duncan Dhu 72

Ich rufe offiziell den Notstand aus! Seht Ihr das?

Leer!
Ratzeputz leer!!

Das sind die Kekse die ich von meinem Mädchen und vom Mädchen von meinem Spaziergehkumpel zum Geburtstag bekommen habe. Nein: das WAREN die Kekse. Nun habe ich ja aber erst nächstes Jahr wieder Geburtstag! Und die Kekse sind schon alle! Ich war lieb und hab mit meinen Kumpels geteilt. Von denen hat nämlich nie jemand Geburtstag. Voll traurig. Weil niemand weiß wann die geboren sind. Außer mein Schottenkumpel Gatsby. Aber der hat keine Kekse zum Geburtstag bekommen sondern ein neues Halfter. Voll öde, was zum Anziehen geschenkt zu bekommen.

Na jedenfall essen wir ja normalerweise immer das Futter von Merlin dem Zauberer als Kekse. Er bekommt vier große Schaufeln am Tag – einfach so, ohne was dafür zu tun und wir …. so 4 Stück oder so. Und nur wenn wir uns doll anstrengen und alles richtig machen. Gerecht geht anders. Aber was soll ich Euch sagen: auch diese Kekse sind alle! Mein Mädchen sagt, morgen kommt eine große Palette und da sind viele von den Keksen drauf. Na Gott sei dank!

Wobei ich ehrlich sagen muss, dass die Geburtstags-Kekse echt schwer zu kauen waren. Mein Mädchen hat manchmal ganz schön gekichert wenn ich die in meinem Maul hin und her geschoben hab. Sie vermutet, dass ich wohl schon langsam in den Zahnwechsel komme. Aber das bleibt mein Geheimnis – vorerst. Wir Ponys bekommen nämlich mit 2 Jahren noch einen Backenzahn hinten, aber das könnt Ihr Menschen so nicht sehen …. (im Dezember kommt der Zahnarzt, der wird es dann verraten. Der kann ja kein Geheimnis bewahren, die Plaudertasche.)

Die Merlin-Kekse sind zum Glück leichter zu kauen. Müssen sie auch sein, weil der arme alte Merlin doch so schlechte Zähne hat. Aber wenn halt keine Kekse da sind, kann man auch keine kauen….

Ein Trost bleibt uns noch: die Apfelbäume. Die lassen uns jetzt ab und zu schon mal was zukommen. Da purzelt einfach so mal was runter. Und wenn wir das hören, dann laufen wir gleich hin. Leider sind das oft Äpfel die faulig sind oder schimmelig. Die sortiert der Baum aus. Aber manche sind auch gut, die suchen wir uns dann raus. Mein Mädchen hat neulich auch einen davon gegessen. Dann hat sie ein ganz lustiges Gesicht gemacht – er war noch viel zu sauer! Aber wir Ponys finden: Sauer macht lustig.

Trotzdem: bitte die Daumen drücken dass die Kekse morgen geliefert werden, wie soll ich das mit dem wachsen denn schaffen, wenn ich keine Kekse kriege? Und mein Mädchen hat gesagt ich muss noch ganz viel wachsen… (neulich war Messtag. Ein Desaster sage ich Euch! Sprechen wir nicht mehr darüber…..)

Euer unterkekster Sir Duncan Dhu of Nakel

Duncan-Lektion

Fast ein Jahr ist Duncan jetzt bei mir. Ich habe mit ihm schon unglaublich viel erlebt und gemacht, viel mehr als geplant. Und nie hat er gesagt „es ist mir zu viel“. Ganz im Gegenteil, häufig wollte er gern noch etwas mehr. Und dann morgen nochmal. Bis auf letzte Woche. Da war es dann so weit. Und ich habe wieder etwas über mein Pony gelernt.

Mitte Juli habe ich mich hier https://schotten-pony.com/2020/07/16/wohin-geht-die-reise/ schon ein bisschen darüber ausgelassen wie schwer ich es manchmal finde, einzuschätzen, was ich mit Duncan machen kann und was nicht. Ich finde es in der Tat schwerer als bei anderen jungen Ponys weil er sich in aller Regel gar nicht benimmt wie ein Jungspund. Er bekommt nie glasige Augen und seine Konzentration scheint beinahe unerschöpflich zu sein.
Alles, was wir an Ausflügen gemacht haben, hat er mit Bravour gemeistert. Er ist inzwischen sogar schon alleine Anhänger gefahren – zu seinem Spaziergehkumpel, der den Stall gewechselt hat, dort ein Horror-Spaziergang (er wird sicher noch etwas darüber in sein Tagebuch schreiben) und dann allein wieder zurück fahren. Er war dabei gelassener als viele erwachsene Pferde die ich kenne, obwohl es wirklich viel für ihn war.

Aber eine Grenze habe ich nun doch unfreiwillig gefunden. Letzten Donnerstag. Da waren wir auf dem Platz, Duncan und ich. Und Duncan war wunderbar. Es war so ein Genuss mit ihm zu arbeiten. Er war hoch konzentriert, eifrig aber nicht übereifrig und hat all die kleinen Dinge die er kann in schönster Manier abgeliefert. Und ich habe einfach übertrieben. Zumindest glaube ich, dass das der Grund war. Jedenfalls raste er plötzlich ohne jede Vorwarnung los und ich musste den Strick loslassen. Unser Reitplatz ist nicht eingezäunt, 5 Meter Strick wehten hinter meinem Pony her und er schoss im Galopp nach vorne auf den Hof, wo er vorm Stalltor zum stehen kam. Von mir wollte er aber nichts wissen und raste schon als er mich sah wieder los, im Bogen zurück zum Reitplatz, von dort wieder auf den Hof und fand dann Gott sei Dank den Weg in den Garten, wo die Verlockung des grünen Grases und der gefallenen Äpfel seine Nerven wieder restaurierte. Ich konnte ihn einsammeln, wir sind zurück zum Reitplatz gegangen (ich konnte das ja nun so nicht auf sich beruhen lassen) haben dort kurz nebeneinander her gehen und anhalten geübt mit viel Lob und vielen Keksen bis wir beide wieder etwas entspannter waren und dann habe ich ihn zurück gebracht. Mache das Halfter ab und beschließe, noch etwas Zeit mit ihm im Paddock zu verbringen, aber als ich mich umdrehe um das Halfter wegzulegen, donnert er los. Rast zu den anderen Pferden, knallt in Diego, bekommt einen Rüffel und beruhigt sich dann. Beruhigen musste ich mich auch erst mal. Wie ich es drehe und wende, es gibt für mich nur eine Begründung für dieses Verhalten: ich habe es übertrieben. Hätte ich 2 Minuten früher Schluss gemacht, wäre ich den Tag über den Hof geschwebt vor Glück. So war ich nun am Boden zerstört.
Nachdem ich 10 Minuten lang meine Nerven sortiert habe, gehe ich in seine Richtung. Ich will einfach noch etwas Zeit mit ihm verbringen, gerne auf größere Distanz, das kommt mir ganz klug vor. Aber aus 50 Metern Entfernung sieht Duncan mich – und kommt zu mir. Fragt nach einem Keks, bekommt aber keinen, weil es einfach so für nichts im Paddock sowieso keine Kekse gebt. Wir gehen gemeinsam zur Tränke, ich mache die Tränke sauber und er steht neben mir, beobachtet mich, spielt ein bisschen im Wasser rum, kommt immer wieder mit der Nase und berührt mich und es wirkt für mich so als würden wir uns beide versichern, dass zwischen uns alles in Ordnung ist nach dieser Panne. Ob es wirklich so gemeint war? Jedenfalls hat es sich so angefühlt.

Tja, Pannen gehören dazu. Ich habe viele Tage gebraucht, um mich wieder abzuregen, weil ich mich so sehr über mich selbst geärgert habe. Ein dämlicher Fehler!
Aber es läuft ja darauf hinaus: Duncan hat mir eine Grenze gezeigt, nachdem ich fast ein Jahr lang keine gefunden hatte. Jetzt kann ich daraus lernen und anfangen ihn noch einmal neu zu beobachten: hat es sich doch angekündigt und ich habe es nicht gesehen? Oder war es eine typische Jungpferd-Aktion, ein spontaner Stimmungswechsel wie er eben in dem Alter mal kommt – wo ein älteres Pferd mir mehr Vorwarnung gegeben hätte? Oder ist er tatsächlich der Typ Pferd, den ich immer als „zu artig“ bezeichne? Damit meine ich, dass es Pferde gibt, die sich so lange bemühen, alles richtig zu machen, bis sie gar nicht mehr können und dann explodieren. Solche Pferde sind mir ein paar Mal begegnet. Sie sind eine große Lektion für den Menschen, weil man immer unterhalb dessen bleiben muss, was sie bereit wären zu tun. Ich meine: weit unterhalb.

Duncan scheint da zu unterscheiden: alle bisherigen Herausforderungen waren in irgendeiner Form Abenteuer. Und er liebt Abenteuer! Rausgehen, was erleben, davon kann er gar nicht genug bekommen. Auch Wippe, Plane und Konsorten machen ihm Spaß. Aber die reine Bodenarbeit auf dem Platz ist kein Abenteuer. Wahrscheinlich fühlt er sich dort schnell etwas gegängelt, nicht weil ich blöd zu ihm wäre, sondern weil ich so genau arbeite – dieser Fuß hier, Kopf etwas nach da, mehr so oder mehr so. Vielleicht ist es für ihn so wie für mich Stricken. Zu kleinteilig. Zu figelinsch würde der Norddeutsche sagen. Fummelkram halt.

Nun fange ich also von vorn an mit der Arbeit auf dem Platz. Und ich weiß, was ich beobachten und erfahren möchte über mein Pony.
Und ich habe mal wieder verstanden, wie anders er ist als mein Finlay. Denn Finlay, der war vieles, aber nie „lieb“. Versteht mich nicht falsch, Finlay war mein Seelenpony. Ich liebe ihn ohne Ende, immer noch. Er war der Typ Pony der sich gern mal reibt, der gern mal gestritten hat. Wenn ich mit Finlay Sachen gemacht habe, die ihm zu viel waren, dann ist er in irgendeiner Form in die Konfrontation gegangen. Er hätte niemals so lange weitergemacht bis er nicht mehr kann. Er hat sich seine Auszeit und seine Pause weit vorher genommen, zur Not mit viel Nachdruck. Und er hat sich niemals danach erkundigt ob zwischen uns eigentlich noch alles gut ist. Nein, es war meine Aufgabe, dann zu ihm zu gehen und mich zu entschuldigen. Und wenn ich Glück hatte, hat er die Entschuldigung angenommen. Einen Streit fand er eher belebend als erschreckend. Wenn er wütend war, hat er mir mit den Hinterhufen eine Ladung Sand ins Gesicht geschmissen. Oder er ist stehengeblieben und hat gar nichts mehr gemacht.

Duncan hingegen scheint mir doch genau das zu sein: lieb. Lieb in dem Sinne dass er sich auch mal überfordern lässt. Und es liegt jetzt an mir, genau hinzuschauen, was ihn überfordert und unterhalb dieser Grenze zu bleiben. Und ich darf lernen, dass diese Grenze an sehr unterschiedlichen Stellen ist, je nachdem um welche Form gemeinsamer Unternehmung es sich handelt.
Ich glaube, dass er die Pausen, die ich auf dem Reitplatz mache, bisher nicht als Pausen wahrnimmt. Er kann sich dann noch nicht richtig entspannen, weil er nicht weiß, was zu tun ist. Wenn wir draußen unterwegs sind, kann ich ihn irgendwo grasen lassen, das ist für ihn eine schöne Belohung und Pause, in der er das kleine, gut geölte Maschinchen zwischen seinen Ohren einmal im Leerlauf haben kann. Auf dem Reitplatz ist er (so vermute ich) im „Dauereinsatz“ und reagiert daher anders. Und dann brennt das Maschinchen eben doch mal durch.
Und natürlich ist er Schotte: Reitplatzarbeit finden die meisten Highlandponys grundsätzlich blöde – es mangelt am Sinn. Mein Plan ist jetzt also, vor allem das Pause machen zu üben, sowohl im Paddock (im Freedom Based Training) als auch auf dem Reitplatz. Mal sehen, wie dieser Plan so aufgeht….

Es gibt noch einen weiteren Hinweis auf seinen Charakter, der dazu genau passt: wenn jemand anders streitet – neulich eine Frau mit ihrem Hund, an einem anderen Tag Arnulf mit Diego – dann schaut Duncan sorgenvoll dort hin und sieht ganz unglücklich und angespannt aus. Er mag keinen Streit. Ich finde das spannend, denn an Selbstbewusstsein mangelt es ihm ja nun wirklich nicht. Aber wenn er keinen Streit mag, heißt das eben, er wird keinen anfangen, um sich vor Überforderung zu schützen. Lieber lässt er sich überfordern, bis es nicht mehr geht.

Finlay hingegen hat Streit geliebt. Er war gerade in der Pubertät so ein Streithahn, mit mir und mit den anderen Ponys, musste immerzu Grenzen ausloten. Manchmal wenn ich ihn vom Paddock geholt habe wusste ich schon: heute müssen wir streiten. Dann hat er mich so lange provoziert bis wir uns einmal richtig in die Köppe gekriegt haben und danach war alles gut. Wenn ich aber versucht habe, es anders zu klären und ruhig zu bleiben, das konnte er nicht leiden. Er wollte einmal sehen, dass ich WIRKLICH reagiere und mich mit ihm aufrege!
Da Finlay nur 8 Jahre alt wurde, kann ich natürlich nicht sagen, wie er sich noch entwickelt hätte. Er war rundum freundlich, hat sich auch mit jedem Pferd gut vertragen, niemals war jemand verletzt, aber er mochte sich eben kabbeln. Er musste ja auch unbedingt immer alles ins Maul nehmen. Duncan tut das fast nie. Und kabbeln tut er sich zwar mal, aber viel weniger raubeinig als Finlay, viel zarter.

Es bleibt spannend wohin sich das entwickelt. Und ich finde es wahnsinnig spannend zu sehen, wie unterschiedlich meine beiden Ponys sind.
Wie viel Einfluss hat mein Training und mein Umgang darauf? Wie viel Einfluss hat die Herde? Das werde ich wohl nie erfahren. Fest steht: ich gehe ganz anders mit Duncan um als mit Finlay, aber ich glaube das liegt eben unter anderem daran, dass Duncan von Natur aus ganz anders IST als Finlay, Einflüsse hin oder her.

Hier ist also meine neue Lernaufgabe und eine erste Duncan-Lektion: nicht jeder Schotte streitet gern.

Aus dem Tagebuch des Sir Duncan Dhu 71

Ich bin jetzt Bergsteiger! (Dabei bin ich ja auch schon Förster, Influencer und Forscher! Ganz schön vielseitig bin ich!)

Mein Mädchen hat gesagt, ich soll mal was für meine Muskeln tun. Hallo? Ich bin doch wohl total fit und durchtrainiert! Aber sie sagt ich habe eine schlechte Haltung. Lasse mich vorne immer so hängen. Und deswegen soll ich jetzt mehr Sport machen. Bergauf und bergab wandern soll ich. Und wippen. Das ist gut für die Fitness sagt sie. Und dann hänge ich vorne nicht mehr so. Kein Problem, wandern und wippen macht Spaß! Na jedenfalls sind wir von zu hause los marschiert und dann im Wald links abgebogen statt rechts. Und da ging es ordentlich den Berg rauf!

Diego und der Mann brauchen wohl auch extra Sport…..

Und dann ein bisschen wieder runter. Und dann weiter rauf. Und wieder bisschen runter. Irgendwie konnte der Berg sich nicht ganz entscheiden ob es jetzt rauf oder runter gehen soll. Aber es hat viel Spaß gemacht! Ich musste oft hinter meinem Mädchen gehen, weil der Pfad so schmal war. Sie sagt ich hab das fein gemacht. Bin auch bergab schön langsam gegangen. Gar nicht so einfach wie es sich anhört!

Oben gab es schöne Aussicht. Aber ich hab mich da nicht so für interessiert. Mehr für das Grün vor meiner Nase.

Mein Mädchen bekommt zur Belohnung eine schöne Aussicht……
…ich bekomme was Leckeres

Und dann war der Pfad zu Ende und wir kamen auf einem Parkplatz an und zu meinem Erstaunen stand dort unsere Wackelkiste! Na hoppla! Das fand ich lustig. Dann sind wir nach hause gefahren. War ein toller Ausflug!

Euer gipfelstürmender Sir Duncan Dhu of Nakel

P.S. mein Mädchen sagt das ist kein richtiger Berg. Der ist nur 94 Meter hoch. Aber das ist doch riesig! Ich meine: Diego ist 1,64m und der ist ja schon groß!

Jein

Die „besten“ Momente sind ja immer die, in denen man seine eigenen Ratschläge missachtet, finde ich. Oder vielleicht ist der Moment noch besser in dem man das hinterher merkt und sich selbst mit der flachen Hand vor die Stirn schlägt ob der eigenen Blödheit. „Da könnte ich mich in den A… beißen“ sagen wir dann – warum eigentlich und hat das schon jemals jemand geschafft? Na auch egal. Jedenfalls stand ich neulich mit Duncan auf dem Reitplatz und es klappte nicht so wie ich wollte. Nach einem super Start hatte ich versucht, ihn rechter Hand auf den Zirkel zu schicken – das macht er auch brav, aber er ist mir zu nah und lässt sich nicht raus schicken. Also halte ich ihn an und versuche ihm zu erklären, dass er ein bisschen seitwärts von mir weg gehen soll. Er kennt das schon, aber nur mit dem kurzen Stick und jetzt möchte ich es mit der langen Peitsche üben. Es klappt so halb. Dann nur noch ein Viertel und dann gar nicht mehr. Ich bin ratlos. Erst später wird mir klar, wo eigentlich das Problem war. Und ich hoffe, ich kann mir das merken, was ich gelernt habe. Diesen Gesichtsausdruck von Duncan, der frustriert ist, weil ich nicht sicher bin. Nicht, weil ER sich nicht sicher ist, das stört ihn nicht so. Aber dass ICH mir nicht sicher bin, das nervt ihn total. Als Arnulf ihn mir aus der Hand nimmt um etwas zu probieren, bin ICH dann diejenige die genervt ist. Denn mit etwas „klassischem Horsemanship“ – einfach mal das Stöckchen nehmen und das Pony so antippen dass es reagiert – ist das Thema fix geklärt. Duncan regt sich kurz auf, dann versteht er und macht. Fertig. Aber so will ich das eben nicht mehr. Ja, das ist einfach und geht schnell. Ich hätte es gern netter. Aber ich frage mich schon wieder, ob netter wirklich netter ist. Eine klare Ansage kann nämlich auch nett sein. „Lunch is at one“ (Mittagessen ist um eins) sagt meine englische Lieblingsreitlehrerin dazu. Es ist ihr Beispiel für solche Situationen. Wenn eine Frau einen Kurs abhält und gefragt wird, wann es Mittagessen gibt, wird meist ein bisschen hin und her diskutiert und dann einigt man sich darauf, dass 13 Uhr eine gute Zeit ist. Wenn ein Mann einen Kurs gibt und man fragt nach der Mittagsessenszeit, wird er sagen „Mittagessen ist um eins“. Das sind natürlich Klischees. Es geht nur um folgendes: das Ergebnis ist das selbe, gegessen wird um eins. Einmal hat man Zeit verschwendet mit einem inhaltlich recht sinnlosen Gespräch über eine unbedeutende Entscheidung, einmal hat jemand eine vernünftige Entscheidung für alle getroffen. Es ist nicht falsch, über die Mittagsessenszeit zu diskutieren. Auch dieses Gespräch kann wichtig sein, denn dann fühlen sich die Teilnehmer vielleicht mehr wahrgenommen, mehr wert geschätzt, mehr eingebunden. Das kann ja auch wichtig sein. Die zweite Version ist angenehmer, wenn es um eine schnelle Entscheidung geht und darum, zum Wesentlichen kommen zu können. Und bei Ponys erlebe ich fast immer, dass sie die zweite Variante vorziehen. Ponys sind selbst auch meist mehr „geradeheraus“ als andere Pferderassen. Und sie haben überhaupt kein Problem damit, wenn ihnen jemand sagt, was zu tun ist. Sie finden es eher nervig, wenn jemand unentschlossen um sie herum hüpft und nicht auf den Punkt kommt. Ich habe den Eindruck, dass Unentschlossenheit auf Ponys sehr inkompetent wirkt.

Und was sage ich meinen Schülern immer? Die grundsätzliche Entscheidung, wie viel Druck, wie viele Kekse, welche Ansprüche sind ok, die triffst Du nicht, wenn Du neben dem Pferd stehst. Die triffst Du in Ruhe auf dem Sofa. Oder beim Stall ausmisten. Aber wenn Du neben Deinem Pferd stehst, dann handelst Du. Dann ist der falsche Zeitpunkt um lange zu überlegen. Zur Not brich die Übung ab, hör auf oder mach was anderes und überleg Dir erst wie Du vorgehen willst.

Danke für diesen Rat, Frau Lehrerin. Wäre schön wenn ich ihn dann auch selbst befolgt hätte. Nächstes Mal, so hoffe ich, bin ich wieder besser darin. Einziger Trost: Duncan hat es mir nicht übel genommen. Und er muss eh langfristig auch lernen, damit umgehen zu können, dass ich mal so bin. Sagen wir mal: er ist schon fabelhaft damit umgegangen. Denn er ist einfach stehen geblieben und hat frustriert geschaut. Da hätte es eine Reihe an blöderen Möglichkeiten gegeben und eigentlich keine bessere.

Ich geh dann jetzt mal den Stall ausmisten – und denke dabei noch eine Runde nach.

Aus dem Tagebuch des Sir Duncan Dhu 70

Seht nur, meine lieben Freunde und Bewunderer, meine Menschen tragen jetzt mein Konterfei auf ihrem Rücken! So gefällt mir das! Und diesen Sonntag komme ich ganz groß raus! Leider kann ich nicht persönlich anwesend sein, wenn mein Mädchen aus meinem Tagebuch vorliest. Aber sie hat versprochen, alles wahrheitsgetreu vorzutragen, so wie ich es ihr diktiert habe! Und ich kenne sie lang genug um zu wissen, dass sie ihre Versprechen hält. Sicher werden die Zuhörer ihr ganz gebannt lauschen und im Anschluss werden meine Werke großen Applaus bekommen, dessen bin ich gewiss! Und danach bin ich noch berühmter als jetzt, könnt Ihr Euch das vorstellen? Wahnsinn oder? Ich finde es toll!

Mein Mädchen ist sehr nervös. Aber ich verstehe gar nicht warum, schließlich ist es ja nicht IHR Tagebuch aus dem sie vorliest. Also wenn jemand Grund zur Nervosität hätte wäre das ja wohl ich, aber ich neige eben nicht dazu, nervös zu sein.

Nun, liebe Freunde, ich werde berichten. Wobei ich – mangels eigener Anwesenheit – natürlich nur berichten kann, was mein Mädchen mir erzählt. Hm. Oder jemand von Euch, der sie vorlesen hört, berichtet mir, das könnte etwas objektiver sein. Also bitte, alle die da sind, mögen sich bei mir melden!

Euer berühmter Sir Duncan Dhu of Nakel

Nachtrag vom Mädchen: die Lesung findet im Rahmen der Vaquero Classics statt. Diese wundervolle Veranstaltung ist für dieses Jahr schon ausgebucht, aber nächstes Jahr ist auch noch ein Jahr….. https://vaquero-classics.de

Zu spät

Ich bin zu spät. Donnerstag ist Blog-Tag und ich habe nichts für Euch geschrieben. Entschuldigung! Ich habe natürlich „gute Gründe“. Urlaub und 15. Hochzeitstag, da war ich anderweitig beschäftigt. Alles nur Ausreden, denn ich hätte ja etwas vorbereiten können. Hab ich aber nicht. Und die schönste Ausrede verändert nichts daran, dass vielleicht gestern jemand hier auf der Seite war und gehofft hat, dass es einen neuen Beitrag gibt und dann enttäuscht wurde. Das blöde Gefühl der Enttäuschung löst sich nicht in Luft auf nur weil es „Gründe“ (Ausreden) gibt.

Für unsere Pferde sind wir übrigens immer zu spät. Sie haben eine ungefähr halb so lange Reaktionszeit wie wir. Bis wir Schlafmützen reagiert haben, ist für sie viel Zeit vergangen. Und das wird sich auch nicht ändern, egal wie gut wir werden. Das ist nun mal unsere Biologie, die uns da im Wege steht. Vielleicht – ich nehme es stark an – ist das eins der Dinge, die junge Pferde über uns Menschen lernen: Menschen sind langsam. Ich vergleiche das gern mit jemandem, der stottert. Ihm zuzuhören kann anstrengend werden – egal, wie gern man denjenigen hat und wie interessant das, was er zu sagen hat, sein mag: die Zeitverzögerung kann einen wahnsinnig machen. Inwieweit Pferde im Laufe ihres Lebens lernen, unsere Verhaltensweisen anders zu interpretieren, weil sie immer eine halbe Sekunde Zeit „drauf rechnen“, das weiß wohl niemand. Aber die Beobachtung junger und alter Pferde lässt mich vermuten, dass sie genau das tun. Sie gewöhnen sich daran, dass unsere Reaktion sich auf etwas bezieht, das schon lang vergangen ist. Trotzdem wirken viele Pferde regelrecht erleichtert, wenn wir unsere Reaktionen beschleunigen – es ist eben angenehmer für sie, wenn das timing stimmt.

Unsere einzige Chance, einigermaßen gute Reaktionen hinzulegen, ist Routine. Zum einen Dinge so lang zu üben bis wir wenigstens nicht mehr nachdenken müssen, bevor wir handeln, zum anderen so viel Gespür entwickeln, dass wir oft schon wissen was passieren wird bevor es passiert. Mit diesen Dingen können wir uns behelfen und für unsere Pferde etwas weniger langsam werden. Und wenn ich schlau gewesen wäre, hätte ich ahnen können, dass ich besser einen Blogartikel „auf Vorrat“ schreibe. Dann wäre ich jetzt nicht zu spät gewesen. Jetzt habe ich etwas gelernt.

Besonders deutlich zeigen sich Timing-Fragen im Unterricht. Ich schaue Pferd und Mensch zu. Dann sehe ich eine Möglichkeit, etwas zu verbessern. Ich erkläre dem Menschen, was er anders machen könnte. Dann versucht der Mensch, das gesagte umzusetzen. Natürlich ist inzwischen viel Zeit vergangen, in der das Pferd mehr oder weniger selbst entschieden hat, was jetzt wohl zu tun sei. Die Situation, in der meine Tipps funktioniert hätten, ist längst vorbei – für uns Menschen und fürs Pferd erst recht.

Interessanterweise hat das ganze eine Kehrseite: Pferde sind sehr langsame Wesen. Ich mag den Gesichtsausdruck, den Menschen haben, wenn ich das sage und ich stelle mir vor, dass Ihr nun auch so schaut, während Ihr das lest. Pferde sind langsame Wesen. Natürlich: sie können blitzschnell reagieren. Und schnell rennen wenn es sein muss. Aber im Alltag, wenn wir unsere Pferde beobachten, sind sie langsam. Sie gehen nicht oft schneller als Schritt. Und sie lassen sich häufig Zeit für Entscheidungen. Und hier knüpfe ich an an den Artikel von letzter Woche und Pferdetraining wird noch etwas komplizierter. Denn wenn ich nun da stehe, mit ganz leichtem Zug am Strick und warte, bis mein Pferd im Laufe einiger Minuten eine Entscheidung trifft, dann muss ich trotzdem bereit sein, flink zu reagieren, wenn das Pferd dann etwas tut. Trotz dieser Bereitschaft ist allerdings auch wichtig, dass ich entspannt bin, denn sonst übertrage ich Angespanntheit auf mein Pferd und schon habe ich die Chancen erhöht, dass mein Pferd eine schlechte Entscheidung trifft – weil es angespannt ist.

Auch hier hilft nur Üben. Und kein Lehrer der Welt kann uns dieses Üben abnehmen. Natürlich kann ich als Lehrer unterstützen, erinnern und motivieren. Aber üben muss jeder für sich. Und die Pferde üben, mit unserer Langsamkeit umzugehen, davon bin ich überzeugt.

Aus dem Tagebuch des Sir Duncan Dhu 69

Liebe Menschen,

neulich war es wieder so weit: mein Mädchen und das Mädchen von meinem Spaziergehkumpel haben mir ganz viel angezogen. Das hat vielleicht gedauert! Und dann immer den Bauchgurt wieder auf und wieder zu (weil mein Bauch noch zu klein ist – dann muss ich wohl mehr zu essen bekommen, mein Mädchen!) und das Zaumzeug rauf und wieder runter und verstellen und tüdeln. Ich war gaaaaaaaaaaaanz geduldig. Gegen entsprechende Bezahlung versteht sich.

Und dann ging es los! Wir sind auf eine abgefressene Weide gegangen und mein Mädchen hat mich von hinten gelenkt. Das war aber gar nicht so einfach wie sonst – ich konnte sie nämlich nicht mehr sehen! Also musste ich ganz doll aufpassen was sie mir sagt. Zum Glück ist das Mädchen von meinem Spaziergehkumpel neben mir gelaufen. Die konnte ich zwar auch nicht sehen aber ich wusste ja dass sie da ist und wenn ich nicht weiter wusste habe ich meinen Kopf gedreht und mal geschaut was die so meint. Außerdem hat sie mir immer Kekse gegeben wenn ich was richtig gemacht habe. Und ich habe ganz oft was richtig gemacht! Man mir hat vielleicht der Kopf geraucht! War richtig anstrengend. Aber beide Mädchen waren sehr zufrieden mit mir (und ich war auch zufrieden mit mir) und so haben wir nach kurzer Zeit Feierabend gemacht. Jetzt denke ich da erst mal drüber nach bevor wir es wieder probieren.

Mein Mädchen hat auch ein Video geschickt an die Dame bei der sie den Kurs besuchen wollte der ja nun ausfällt. Und die hat gesagt ich würde das fantastisch machen und ich würde sehr stolz aussehen in meinem erwachsenen Job und dass es den Eindruck macht als wäre die Arbeit mit mir ein großer Spaß. Aber hallo!

Mein Mädchen sagt, ich sehe sogar in Arbeitskleidung totschick aus – und ich muss sagen, da bin ich ganz ihrer Meinung!
Volle Konzentration!
Lauscher immer nach hinten ausrichten: was hat sie gesagt?

Demnächst wenn wir das ein bißchen geübt haben machen wir das draußen beim Spazierengehen. Genau wie mein Spaziergehkumpel. Das hab ich ja schon gesehen. Dann üben wir lenken und bremsen und ich kann mich an all die Riemen gewöhnen die überall an mir herumbaumeln (naja die stören mich nicht groß) und mein Mädchen kann Griffe üben. Das muss sie können wenn wir Kutsche fahren wollen! Leider dauert es noch ganz lang bis ich wirklich die Kutsche ziehen darf. Aber wir träumen schon mal davon, sagt mein Mädchen.

Euer träumender Sir Duncan Dhu of Nakel

Der schnellere Weg

Piep – ein Glas Paprika-Aufstrich. Piep – ein Paket Waschmittel. Piep – eine Tafel Schokolade. Und dann steh ich da: Äpfel. Ich habe es wieder getan, entgegen besseres Wissen. Ich habe mich an der Selbstbedienungs-Kasse im Supermarkt angestellt, weil mir die Schlange an der normalen Kasse zu lang war. Eigentlich gehe ich nie an diese Kasse, weil ich immer mit Bargeld bezahle und das Gerät, in dass ich die Scheine schieben muss, meine Scheine so oft nicht mag. Dann verschwinden sie ganz schnell in dem gefräßigen Schlitz, nur um noch schneller wieder raus zu kommen und ich muss sie bügeln und kneten und falten und wieder rein schieben nur damit sie wieder raus geschossen kommen und brauche 4 Anläufe pro Schein um zu bezahlen. Aber seit Corona bezahle ich – wie vom Supermarkt gewünscht – mit Karte. Und da dachte ich, ich könnte ja mal wieder selbst kassieren. Ich habe nur leider nicht bedacht, dass mein Stamm-Supermarkt das System geändert hat. Früher hat man sein Obst und Gemüse selbst abgewogen und so einen schicken Barcode-Aufkleber dafür bekommen, den man an der Selbstbedienungs-Kasse problemlos einscannen konnte. Piep! Aber jetzt wird das Obst und Gemüse an der Kasse abgewogen. Hier stehe ich nun mit meinen Äpfeln im Obstnetz. Da sehe ich eine Taste „Obst“. Fein, denke ich, und drücke drauf. Äpfel „Red Prince“ gibt es da zur Auswahl. Nun hätte ich ja gern meinen Lieblingsapfel gekauft, aber „Red Prince“ war heute leider nicht zu haben. Naja, aber ich weiß, dass alle Äpfel früher auch die gleiche Nummer hatten. Also drücke ich auf die Taste. Und dann steht da „Stückzahl“. Hä? Werden Äpfel nicht nach Gewicht verkauft? Inzwischen ist die Schlange an der normalen Kasse – die Schlange, die mir zu lang war um zu warten – ein beträchtliches Stück weiter gerückt. Ich hole mir Hilfe, frage die Dame, die das Selbstkassieren überwacht. Sie erklärt mir, dass ich nicht auf die „Obst“-Taste hätte drücken müssen sondern auf  „Gewichtsartikel“. Diese Taste war mir entgegangen. Na gut, wieder was gelernt. Für die Bananen weiß ich ja jetzt Bescheid. Nur dass es da dann keine Bio-Bananen in der Liste gibt. Nun denn. Schließlich, als ich alles gescannt habe, muss ich mir eingestehen, dass ich an der anderen Kasse nicht nur schneller, sondern auch viel stressfreier fertig gewesen wäre. Und woran denke ich bei solchen Gelegenheiten? Richtig: an Ponys. Und Menschen. Denn was mich verleitet hat, an die Selbstbedienungskasse zu gehen war das selbe Problem warum so viele Menschen lieber aussichtlos hampeln, schnalzen, reden und locken, wenn ihr Pferd nicht in den Anhänger gehen möchte, anstatt einfach mal zu warten. Warten ist nämlich gar nicht einfach, vor allem nicht, wenn man nichts tun darf in der Wartezeit. Wir mit unseren Smartphones, die ständig aus der Tasche kommen um auch noch die allerkleinste Wartezeit zu überbrücken, wir halten es nicht aus, da zu stehen und zu warten. Und im Hier und Jetzt zu bleiben, unsere freundliche Anfrage aufrecht zu halten bis wir eine Antwort bekommen. Wir wollen viel lieber etwas tun. Es ist nur so: meistens dauert es dann länger und ist stressiger. Nächstes Mal werde ich mich wieder daran erinnern und lieber an der normalen Kasse warten. Und ein paar freundliche Worte mit der Kassiererin austauschen, wenn ich dann dran bin. Und vielleicht wird diese Geschichte eine von denen, die ich meinen Schülern erzähle, wenn sie mit ihrem Pferd am Anhänger stehen – um ihnen die Wartezeit zu erleichtern und den Stress raus zu nehmen. Denn ganz oft kommt das Pferd gerade dann einen Schritt nach vorne, wenn meine Schüler mir zuhören und für einen Moment vergessen, dass sie jetzt unbedingt wollen dass etwas passiert. Das ist die Magie der Pferde…

Aus dem Tagebuch des Sir Duncan Dhu 68

Geburtstaaaaaaaaaaaaaaag!

Jetzt bin ich 2 Jahre alt! Jawoll!

Wie gestern versprochen bekommt Ihr ein paar lustige Fotos von mir und von meiner tollen Geburtstagsparty.

Ich hatte mir extra eine pflegende Maske auf den Rücken aufgetragen
Deswegen musste mein Mädchen mich vor der Party noch bürsten
Der Mann hat mir sogar die Hufe poliert!

Wir haben ein paar lustige Outfits probiert aber letztendlich waren wir uns einig dass ich in natura am schönsten bin!
Die Menschen hatten den Partytisch schon liebevoll gedeckt
Ponyparadies! Geburtstag haben ist toll!
Nach und nach sind meine Freunde eingetrudelt
Wir haben es uns gemeinsam schmecken lassen

Tja, jetzt muss ich bis nächstes Jahr warten bis ich wieder Geburtstag habe. Aber dafür werde ich dann schon 3 Jahre alt! Kann es kaum erwarten!

Euer Sir Duncan Dhu of Nakel

Aus dem Tagebuch des Sir Duncan Dhu 67

Liebe Menschen,

morgen ist der große Tag! Morgen ist mein Geburtstag und ich werde 2 Jahre alt! Dann bin ich schon fast erwachsen, glaube ich. (Naja, mein Ritterchen, ein bisschen dauert das schon noch….) Aber nicht mehr so lang!

Mein Mädchen hat gesagt, wenn man Geburtstag hat, darf man sich was wünschen. Ich habe laaaaaaaange überlegt. Dann habe ich mir gewünscht, dass sie mich immer lieb hat. Da hat sie gesagt, das tut sie sowieso. Ok. Dann hab ich mir gewünscht dass wir ganz viele Abenteuer zusammen erleben. Sie hat versprochen, so viele Abenteuer mit mir zu erleben wie es nur irgendwie geht (ab und zu muss sie auch arbeiten – damit sie uns Futter kaufen kann. Auch wichtig).

Und außerdem wünsche ich mir, dass es allen Pferden gut geht! Es gibt nämlich Pferde, denen es wirklich schlecht geht. Die nicht genug zu essen haben und ganz viel arbeiten müssen. Nicht, weil ihre Menschen sie nicht lieb hätten, sondern weil ihre Menschen ganz arm sind und ohne die Hilfe der Pferde verhungern müssten. Diese Menschen können auch den Hufschmied und den Tierarzt oft nicht bezahlen so dass meine armen Pferdekumpels hungrig, mit schlechten Hufen und manchmal sogar noch krank ganz hart arbeiten müssen. Zum Glück gibt es Menschen, die diesen Pferden und ihren Besitzern helfen. Und jetzt kommt mein Geburtstag ins Spiel denn Ihr alle könnt mir ein großes Geschenk machen!

Ihr könnt Eure Futtertaschen (Portmonees) aufmachen und mal schauen ob Ihr nicht eine Kleinigkeit übrig habt. Und dann geht Ihr an den Computer und schaut mal hier www.equiwent.org und spendet ein bisschen was für meine armen Pferdekollegen. Und dann teilt Ihr diesen Beitrag und erzählt Euren Freunden auch noch was ich mir wünsche, damit die auch was spenden, ja?

Zum Dank schicke ich Euch morgen lustige Fotos, versprochen!

Euer wünschender Sir Duncan Dhu of Nakel