Aus dem Tagebuch des Sir Duncan Dhu 301

Es ist immer noch ganz schön warm, findet ihr nicht? Wir Ponys sind ja schon so dick angezogen. Jedes Jahr das gleiche Spiel: wir bereiten uns auf einen nordischen Winter vor – wir Schotten ja vor allem auf viel Wind und Regen von der Seite – und dann kommt mildes Nieselwetter oder massenweise Sonnenschein! Und jedes Jahr überlegt mein Mädchen, ob das nicht viel zu warm ist für uns im dicken Plüsch. Dieses Jahr hat sie beschlossen: ja, es ist zu warm. Als wir auf Abenteuertour waren, haben wir so doll geschwitzt, Diego und ich (obwohl wir fast nur Schritt gegangen sind), dass mein Mädchen gesagt hat, wir tun ihr leid und jetzt macht sie uns die Jacken auf. Was das heißt, hat sich dann einen Tag später raus gestellt: da kam sie mit dem Rasierer (na gut: ein großer Rasierer) und hat uns den Pelz gestutzt. Nur an der Brust und unten am Hals entlang. Damit es nicht ganz so hässlich aussieht, hat sie nicht alles abgeschoren, sondern ist nur mit dem Strich gegangen, so sieht man es nicht so doll. So sollen wir es jetzt erst mal ausprobieren. Wenn es uns immer noch sooooo viel zu warm ist, kann sie ja nochmal nachscheren, meinte sie. Also probieren wir. Und sie hat sich ganz fest vorgenommen, nächstes Jahr im Herbst gleich so eine Mini-Schur zu machen, weil es ja doch im September und Oktober noch viel zu warm ist für uns.

Jacke auf! Am Wirbel sieht es aus als wäre mir der Reißverschluss geplatzt 🙂

Ich werde berichten, wie es mir gefällt!

Euer Sir Duncan Dhu of Nakel (mit der offenen Pelzjacke)

Aus dem Tagebuch des Sir Duncan Dhu 300

Neulich war mal wieder Abenteuer angesagt! Wir sind von zu hause aus los geritten Richtung Dorf. So weit, so normal. Ich habe es mir nicht nehmen lassen, vor den Landgasthof zu äppeln, weil ich meinem Mädchen so gern beim Einsammeln zu schaue. Diego hat sich diesmal beherrscht – aber nur fast. Ganz kurz vorm Ortsausgangsschild musste er dann doch noch…. naja so sind wir eben! Dann sind wir ein Stück getrabt. Es war sooooo warm dass wir schon ordentlich geschwitzt hatten. Dann ging es im Wald den Berg hoch. Am Ende wo man aus dem Wald raus kommt geht es einmal steil bergab, da hatte ich letztes Mal noch etwas Probleme, mein Mädchen gut auszubalancieren, aber jetzt kann ich das schon besser. Zack – war sie stolz auf mich. Und hat das mit einer schönen Graspause zum Ausdruck gebracht. Jetzt, wo wir nicht mehr auf die Weide dürfen, bestehe ich auf mehr und längere Graspausen beim Ausreiten!

Ich dachte, wir gehen jetzt wieder nach hause, aber die Menschen hatten andere Pläne! In den nächsten Wald und da ist der steilste Berg der Welt. Zum Glück ist mein Mädchen abgestiegen, das wäre mir sonst echt zu anstrengend geworden. Also eigentlich fand ich es auch so ganz schön anstrengend. Aber mein Mädchen sagt ja dann neuerdings immer, ich hätte ihr 3 Jahre lang erzählt, dass mir alles zu langsam und zu wenig ist und jetzt hätte sie drei Jahre bei mir gut in denen ich mal mehr tun darf als ich mir vorgestellt habe. Ach so? Hm.

Das ist der steilste Berg der Welt! (glaube ich)

Als wir dann den Berg hoch geklettert waren, wurde es wild. Da war mal wieder der ganze Weg umgepflügt von den Waldarbeitsmaschinen und dann kam uns so ein Ding auch noch entgegen und zog einen riesigen Baumstamm hinter sich her! Zum Glück haben wir ein schönes Plätzchen gefunden wo wir stehen bleiben konnten und die Menschen hatten genug Kekse mit um uns zu überzeugen dass das völlig in Ordnung ist. Als das Gefährt vorbei war, ging es weiter, den schmalen kleinen Weg am Waldrand entlang. Bis dort plötzlich auch Baumstämme quer im Weg lagen! Das war vielleicht ein Geturne da außen rum, ich kann euch sagen! Mein Mädchen hatte schon wieder ordentlich Angst, dass wir uns weh tun könnten. Aber wir Ponys hatten das voll drauf. Nur wenn ich dann zwischendurch noch einen Snack nehmen will, dann findet sie das gar nicht witzig und meckert mich an, dass ich gefälligst nach meinen Füßen gucken soll! Ja, mach ich doch. Nachher war sie auch ganz zufrieden weil ich alles so schön ruhig und überlegt angegangen bin.

Am Ende des Weges, als wir alle ganz erleichtert waren, dass wir aus dem Wald raus sind, hing dann plötzlich ein Plakat quer rüber: „Baumfällarbeiten, Lebensgefahr!“. Na herzlichen Glückwunsch. Das hat uns von der anderen Seite niemand gesagt….

Ich war nachher echt müde, das kann ich euch sagen. Wir haben dann noch ein „erstes Mal“ erledigt und ich hab mein Mädchen an der Landstraße entlang getragen (man ist da nicht wirklich direkt an der Landstraße aber nah dran. Eigentlich ist es sicher, aber ihr kennt ja mein Mädchen. Mir macht das aber alles nix mit den Autos und so). Ich hab sie also nach hause getragen und dann brauchten wir alle eine schöne Pause. Mein Mädchen ist aber super stolz auf mich, weil ich in meinen jungen Jahren schon so zuverlässig bin und alles so gut mit mache. Und wenn mein Mädchen stolz auf mich ist, dann ist alles im Lot.

Euer abenteuerlicher Sir Duncan Dhu of Nakel

Allein

Ich bin gerne viel allein. Mein äußerst privilegiertes Leben ermöglicht mir zum Glück, diesem Bedürfnis nachzugehen. Absammeln, Zäune reparieren, füttern, Haushalt, alles Dinge, die ich meistens alleine mache und mich dabei pudelwohl fühle. Ich kann meinen Gedanken nachhängen oder genau die Musik oder den Podcast hören den ich gerade hören will – in der Lautstärke, die mir gerade passt. Ich kann mir selbst überlegen in welcher Reihenfolge ich meine Arbeit angehe und muss mich nicht absprechen und keine Rücksicht nehmen. Herrlich. Als Arnulf plötzlich zu Coronazeiten komplett im Homeoffice war, wurde das für mich zu einer kleinen Herausforderung.

Pferde hingegen wollen in der Regel nie allein sein, so sagt man. Obwohl das nicht ganz stimmt, denn auch in der Natur gibt es zumindest unter den Hengsten welche, die allein leben. Ob das ihre freie Wahl ist, weiß ich natürlich nicht. Unsere Ponys sind hier zu fünft, so dass selbst wenn zwei weg gehen noch drei übrig bleiben und nie jemand allein sein muss. Aber durch die Weitläufigkeit unseres Rundlaufs (genau genommen sind es 2 Rundläufe, ein größerer und ein kleiner) und die Anordnung der Stallgebäude sind die Ponys schnell aus der Sichtweite der anderen raus.

Als Duncan hier einzog, war das manchmal ein Problem für ihn: wenn er mit sich und dem Fressen beschäftigt war, kriegte er manchmal nicht mit, dass die anderen ihren Standort verlagern und war dann plötzlich allein. Dann wieherte er verzweifelt und rannte in Höchstgeschwindigkeit um den Rundlauf herum – manchmal zwei Runden, bevor er merkte, dass alle in die Halle gegangen waren. Es dauerte eine ganze Weile, bis die Angst nach ließ und er verstanden hatte, dass die anderen Ponys schon noch da sind: er muss sie nur finden.

Manchmal sind unsere Ponys alle zusammen unterwegs. Sie bleiben dicht beieinander und haben alle die selbe Idee – sei es dösen oder Eicheln suchen, sich im Stall verkriechen vor Hitze oder Fliegen, oder einfach um den Rundlauf wandern und Grashalme erhaschen. Zu anderen Zeiten sind sie weit verteilt und jeder macht seins. In letzter Zeit hält Duncan sich sehr viel ohne die anderen oben am Zaun zu den Nachbarpferden auf. Während die beiden Stuten auf der einen Seite grasen, nascht er auf unserer Seite des Knicks Blätter und zupft die letzten grünen Halme. Seine Kumpel sind dabei oft ganz woanders. Aber auch sonst konnte ich im Laufe der letzten drei Jahre beobachten, wie Duncan immer selbstständiger wurde. Lange hat er die meiste Zeit des Tages damit verbracht, genau das zu nachzumachen, was Diego macht. Heute trifft er viel mehr eigene Entscheidungen. Er verbringt gern viel Zeit mit Caruso, die beiden sind schon lange „partners in crime“ und „gemeinsam unausstehlich“. Aber wenn Caruso sich im Stall verkriecht, weil die Kriebelmücken über ihn her fallen, ist das für Duncan kein Anlass mit rein zu gehen – dann wandert er eben alleine weiter und geht seinen eigenen Ideen nach. Ich glaube, dass Duncan inzwischen alt genug ist, um sich auch ohne großen Beschützer sicher zu fühlen (zumindest da, wo er sich auskennt).

Viele Pferde müssen zwangsweise lernen, allein zu sein: auf dem Reitplatz, beim Ausreiten oder im Anhänger. Mein Duncan hat das – genau wie Finlay – nebenbei gelernt und ich glaube, dass das viel mit unseren Haltungsbedingungen zu tun hat. Dass die Ponys sich oft aus den Augen verlieren, trägt dazu bei, dass sie sich daran gewöhnen, mal auf sich gestellt zu sein. Man könnte argumentieren, dass das sehr unnatürlich ist. Allerdings ist vieles unnatürlich und hier in unserem kleinen Paddock-Paradies haben die Ponys ja die Wahl und könnten auch den ganzen Tag zusammen sein – wie Duncan es auch anfangs bevorzugt hat. Die Tatsache, dass er das jetzt nicht mehr so macht, ist für mich ein Hinweis darauf, dass er wieder ein Stück selbstständiger und reifer geworden ist.

In einem Artikel las ich neulich, dass wir Menschen die Verbundenheit mit unserem Pferd oft daran fest machen, wie wir gemeinsam mit dem Pferd etwas tun. Aber dass selbst die am stärksten miteinander verbundenen Pferde ja nicht alles zusammen tun und nicht ständig zusammen sind. Ich dachte an unsere 5 Freunde hier und habe mir vorgenommen, auch meinen Blick auf Verbundenheit zu überprüfen. Denn wie in einer Menschenfamilie sind unsere Ponys stark miteinander verbunden und alle gut befreundet – auch wenn jeder Mal sein eigenes Ding macht. Und anstatt ein Pferd auszubilden, dass mich als unbedingten Beschützer braucht, habe ich doch lieber ein selbstbewusstes Pony, das mir auf Augenhöhe begegnet und dem ich nicht „das Hüfchen halten“ muss. Verbundenheit ist nicht das Gegenteil von allein sein wollen – das weiß ich selbst aus eigener Erfahrung. Und so kann ich es weniger persönlich nehmen, wenn mein Pony mal keine Lust hat, nah bei mir zu sein.

Aus dem Tagebuch des Sir Duncan Dhu 299

Mein Mädchen hat erklärt, die Weidesaison ist beendet. Jetzt ist wieder Heusaison. Blöd. Aber sie möchte, dass das Gras nicht so kurz ist im Winter, denn wenn es etwas länger ist, fängt es im Frühling schneller an zu wachsen. Und das ist schließlich sehr in meinem Sinne! Also hoffe ich mal, dass sie damit recht hat.

Damit wir Ponys nicht ganz so traurig sind, machen wir dafür jeden Tag eine „Apfelparty“. Der Apfelbaum hat sooooooo viele Äpfel gemacht dieses Jahr! Da dürfen wir Ponys auch ordentlich schlemmen. Aber nicht alle auf einmal! Wir bekommen immer die Äpfel, die einen „Ditsch“ haben. Also die, die vom Baum gefallen sind, bevor die Menschen sie pflücken konnten oder die aus anderen Gründen eine braune Stelle haben. Die schneidet mein Mädchen dann weg und wir bekommen den guten Rest vom Apfel. Das ist immer eine Gaudi!

Sie füttert uns die Äpfel nämlich nicht einfach so, sondern sie wirft sie kreuz und quer in den Paddock und wir müssen sie einfangen. Caruso ist der beste in diesem Spiel! Er lauscht konzentriert auf das charakteristische „Plopp“ wenn der Apfel auf den Boden fällt und irgendwie hat er so gute Radar-Ohren, dass er sofort weiß, wo der Apfel liegt. Dann saust er blitzschnell da hin und – zack! – ist der Apfel weg. Ganz oft ist er so schnell dabei, dass er den Apfel bekommt, obwohl er viel näher bei einem von uns anderen Ponys gelandet ist! Wir größeren brauchen länger um die Äpfel zu finden.

Wenn man dann so einen Apfel entdeckt hat, will man ihn natürlich fressen! Also ab ins Maul damit. Aber ganz oft stellen wir dann fest: geht nicht, zu groß. Dann müssen wir den Apfel wieder auf den Boden legen und ihn mit den Schneidezähnen durchbeißen. Das ist übrigens der Grund, weshalb Merlin als einziger seine Äpfel vom Mädchen aus der Hand bekommt: der arme alte Kerl hat keine Schneidezähne mehr! Also bekommt er die kleinen Stücke vorgeschnitten, damit er nur seine verbliebenen Backenzähne braucht. Wir anderen müssen selbst sehen, wie wir klar kommen. Das Problem ist: wenn man einen Apfel auf dem Boden durchbeißt, hat man nur die eine Hälfte im Maul! Wenn man Pech hat, kommt dann ein Kumpel und klaut die zweite Hälfte, während man dabei ist, die erste zu Apfelmus zu verarbeiten.

Äpfel, Äpfel….
…. noch mehr Äpfel! (Aber an einem anderen Tag)

Ihr seht: Äpfel essen ist eine große Kunst! Und ein großer Genuss. Hoffentlich reichen die Äpfel noch ganz lange…..

Euer Sir Duncan dhu of Nakel (mit Apfelfüllung)

Verknüpfung

Unser Auto damals, war das nun blau oder grün? Ich behaupte ja immer noch, dass es ein komisches Türkis war. Aber viele Menschen waren überzeugt, dass es grün ist, während andere sich sicher waren, dass das blau ist. Zwischen blau und grün scheint es eine (Achtung: fieses Wortspiel!) Grauzone zu geben. Ich weiß nicht, ob es eine klar definierte Grenze zwischen den beiden Farben gibt. Ich nehme an, dass jeder Mensch für sich eine Grenze irgendwo zieht. Wo die liegt, kann von vielen Faktoren abhängen, aber letztendlich ist das Wort, dass wir für eine Farbe benutzen, eine Verknüpfung mit einem Sinneseindruck. Kinder zeigen auf Gegenstände und lassen sich die Farbe sagen, das Gehirn verknüpft. Ich empfinde es immer wieder als Wunderwerk des Lernens, dass wir keinem Kind jede Schattierung beibringen müssen, sondern das Gehirn nach und nach in der Lage ist, die Schattierungen selbst einzuordnen – wenn es auch bei dem einen in der „grünen“ und bei dem anderen in der „blauen“ Schublade landet. Unser Gehirn liebt Verknüpfungen und da ist es bei den anderen Säugetieren in bester Gesellschaft. Und so war das mein erster Gedanke als ich gebeten wurde, zu erklären, woher ein Pferd wohl weiß, was „Schritt“ oder „Trab“ bedeutet.

Ich hoffe sehr, dass viele von Euch mit dem Kopf nicken und sagen „weiß ich doch, wie ein Pferd lernt“. Aber ich finde es lohnt sich, wieder und wieder darüber nachzudenken. Am beeindruckensten habe ich selbst es jetzt erlebt mit Elsas Arbeit. Denn die funktioniert ganz puristisch über Verknüpfung. Soll heißen: das Pferd tut was es eben gerade tut und ich reagiere darauf. Wenn ich auf die selbe Handlung des Pferdes immer mit der selben Handlung meinerseits reagiere, wird das Pferd das eine mit dem anderen verknüpfen und über diese Verknüpfungen können wir später kommunizieren. Duncan, der mich im „Rumstehtraining“ gelegentlich angemeckert hat, konnte jetzt eine neue Möglichkeit lernen: betont wegschauen.

Das funktioniert so: ich weiß, dass Duncan mich gelegentlich angehen möchte. Also bin ich hinter einem Zaun, so dass ich nicht in Gefahr bin und nicht reagieren muss. Ich stelle mich nah an den Zaun, da wo Duncan auf der anderen Seite steht. Ich weiß: es wird ihm zu nah sein. Wenn er jetzt mit angelegten Ohren über den Zaun meckert, kann ich das ignorieren. Sobald er aber von mir weg schaut, gehe ich meinerseits etwas weiter von ihm weg. So lernt er: wenn sie mir zu nah ist, kann ich betont weg schauen, dann geht sie weiter weg. Umgekehrt, wenn er mich betont anschaut, gehe ich näher ran. Sobald er dieser Verknüpfung verinnerlicht hatte, wurde der Zaun überflüssig, denn Duncan meckert mich jetzt nicht mehr an – er kann ja einfach weg gucken und mir damit signalisieren, dass ich mehr Abstand halten soll. Wenn es gut läuft, ist er überzeugt davon, dass ER MIR das beigebracht hat. (Kekse bekomme ich dafür aber leider keine von ihm….)

Verknüpfungen sind stark. Wenn oft genug auf A B folgt, baut das Gehirn eine „Datenautobahn“. Und weil es so gern Energie spart, wird es diese Datenautobahn verwenden, so lange es keinen verdammt guten Grund hat, etwas anderes zu tun.

Wahrscheinlich könnte ich also meinem Pony beibringen, was „Trab“ ist, wenn ich nur jedes Mal, wenn er von selbst antrabt, das Wort sage. Das dauert aber ziemlich lang, weswegen wir Menschen den Lernprozess beschleunigen und direkt auf unsere Pferde einwirken. Wie wir das tun – über positive Verstärkung (es gibt Futter wenn du diese Bewegung machst), über negative Verstärkung (ich höre auf, mit der Peitsche hinter dir her zu laufen, wenn du diese Bewegung machst) oder über Mischformen (ich höre auf, mit der Peitsche hinter dir her zu laufen wenn du diese Bewegung machst und im Anschluss gibt es Futter) – bleibt uns überlassen. Dabei sind die Dinge am leichtesten zu lehren, die dem Pferd aus der Körpersprache in der Herde vertraut sind. Die meiner Meinung nach einfachste Form der Kommunikation ist die, in der ich für mich „Raum einnehme“ und dadurch als „Nebeneffekt“ das Pferd bewege, wobei allerdings keine sehr zielgerichtete Bewegung heraus kommt, weil ich dem Pferd nicht sage, wo es hin gehen soll, sondern nur, wo es weg gehen soll. Diese einfache Art der Kommunikation kennt jedes normal sozialisierte Pferd, sie erfordert keine neuen Verknüpfungen im Gehirn. Andere Arten der Ausbildung sind etwas „künstlicher“, indem man zum Beispiel Halfter und Strick zu Hilfe nimmt.

Bei allen Ausbildungsarten, die über Verknüpfung funktionieren ist wichtig, dass wir das Gehirn als „Blackbox“ betrachten, die es nun mal ist: wir geben Information hinein und es kommt Information heraus. Den Prozess sehen wir nicht, wir können nur schlussfolgern. Dabei ist stets Vorsicht geboten, wie ich nur allzu oft sehe. Meine Schülerin hat neulich den Klassiker gebracht. Sie geht los, den Strick in der Hand, das Pferd am anderen Ende des Stricks geht etwas später los und läuft hinter ihr her. Jedes Mal sagt sie „Scheeeeritt“ und meint dann, das Pferd würde mit dem Wort dann das losgehen assoziieren. Kann sein! Aber sicher war ich mir da nicht. Denn das Pferd könnte auch lernen, dass das Wort „Scheeeeritt“ bedeutet: der Mensch geht los und wenn der Strick sich spannt, gehe ich mit. Ehrlich gesagt, ist diese Version sogar wahrscheinlicher…. Weshalb ich ihr geraten habe, lieber durch etwas treiben dafür zu sorgen, dass das Pferd mit ihr zusammen los geht, so dass nach einigen Wiederholungen das Wort „Scheeeritt“ im Pferdehirn mit „losgehen“ verknüpft wird.

Denn diese Momente sind die „blau oder grün“ – Momente in der Ausbildung: bei manchen Farben kann eben beides irgendwie richtig sein und das Gehirn hat die Wahl, was es miteinander verknüpft. Wenn es dann nicht so verknüpft, wie wir uns das gedacht haben, kommen wir nicht an unser gewünschtes Trainingsziel, haben eine Datenautobahn gebaut, die nicht dort hin führt, wo wir hin wollen und haben nachher viel mehr Arbeit damit, eine neue Datenautobahn zu schaffen als wenn wir gleich in die richtige Richtung gebaut hätten.

Aus dem Tagebuch des Sir Duncan Dhu 298

Gestern haben wir einen schönen Sonntagsausritt gemacht, diesmal von zu hause aus. Gleich auf den ersten Metern wurde es spannend, denn da kam uns ein Pferd entgegen! Einer von den Nachbarn, ein großer Kaltblüter mit Kutsche hinten dran. Hui, da wollte ich doch fix mal gucken! Aber bevor wir da waren, sind die schon auf den Nachbarhof abgebogen. Wollen wir da nicht kurz hinterher, mein Mädchen? Nein, das wollte mein Mädchen nicht. Na gut, also weiter geradeaus Richtung Dorf. Im Dorf hatten wir dann wieder ein „erstes Mal“: mein Mädchen ist lässig sitzen geblieben, während wir souverän an der Dorfstraße gewartet haben bis frei war und dann rüber marschiert sind. Geht doch! Zack – schon war sie wieder stolz auf uns beide. Weiter ging es Richtung Berg.

Wie wir gerade so den Berg hoch kraxeln höre ich plötzlich ein Tier im Gebüsch! Mann, ich hab mich vielleicht erschreckt! Aus dem Augenwinkel habe ich nur etwas großes, schwarzes gesehen, was sich bewegt und ich war sicher, dass es sich um einen Bären handeln muss! Nun stehen Ponys ja ganz oben auf dem Speiseplan von Bären, besonders wenn sie so jung und saftig sind wie ich! Und mein Mädchen hätte er bestimmt auch nicht verschmäht. Also habe ich zugesehen, dass ich uns schnell in Sicherheit bringe und bin im Galopp los. Mein Mädchen hat versucht, die Zügel einzusammeln und sich dabei mit Schwung selbst die Gerte ins Gesicht gehauen. Derweil hat Diego vor mir angehalten und mich ausgebremst. „Das war doch gar kein Bär,“ hat er gesagt, „sondern nur ein Rind!“ Ach so. Aber wenn es jetzt doch ein Bär gewesen wäre, dann wäre es schon besser gewesen, etwas Abstand zu gewinnen, oder? Finde ich jedenfalls. Mein Mädchen fand das auch. Erschrecken kann sich jeder, sagt sie. Und ich hab alles richtig gemacht, nur sie halt nicht. Weil sie sich die Gerte auf die Wange geklatscht hat und das mit Schmackes. Also hatte sie jetzt ein sehr rotes Bäckchen und sich irre doll erschrocken. Sie ist dann den Rest vom Berg zu Fuß mit mir hoch gegangen und bis zur „schönen Aussicht“. Da dürfen wir Ponys immer grasen, während die Menschen die Aussicht genießen. Allerdings hatte die Aussicht Pause, es war doch immer noch neblig, obwohl es schon später Vormittag war.

Nicht so wahnsinnig viel Aussicht.
Uns schmeckt das Gras auch ohne Aussicht.

Trotzdem fand mein Mädchen das schön und ihre Wange hat auch schon nicht mehr so weh getan. Also ist sie wieder aufgestiegen und ich hab sie den Berg runter getragen. An der Landstraße wollte sie dann aber doch wieder zu Fuß gehen, weil der Schreck ihr noch so in den Gliedern saß. Anstatt danach links nach hause zu gehen, sind wir noch rechts abgebogen und „hinten rum“ nach hause geritten. Da sind wir auch noch ein bisschen getrabt. Ich war schon ein etwas kopfmüde und hab auch ordentlich geschwitzt, weil wir Ponys ja schon Winterfell tragen, das Wetter aber noch super warm ist. Deswegen gab es zu hause eine kleine Dusche. Hat mir auch gefallen (tut es ja nicht immer). Danach hab ich ein schönes Sandbad genommen und den Rest vom Sonntag verbummelt.

Eine kühle Dusche war ganz angenehm bei dem feuchtwarmen Wetter

Schön war’s, und gut dass es kein Bär war!

Euer erleichterter Sir Duncan Dhu of Nakel

Aus dem Tagebuch des Sir Duncan Dhu 297

Erinnert ihr euch an meine Wackelzähne? So nach und nach habe ich meine Milchzähne ausgetauscht gegen erwachsene Zähne. Jetzt bin ich in der letzten Runde! Mein letzter erwachsener Zahn ist da! Noch ist er ziemlich klein, aber das ändert sich schnell. Wenn die Schneidezähne dann alle so weit runter gewachsen sind, dass sie Kontakt miteinander haben, dann dürfte ich theoretisch den ersten Distanzritt starten. Also bin ich dann irgendwie sowas wie erwachsen oder? Der Rest von meinem Körper wächst dann zwar noch ein bisschen, aber eben nur ein bisschen. Mein Mädchen guckt mir ja zu gern ins Maul, sie will immer wissen was da los ist. Ich lass mir das gefallen – wegen der Kekse, ihr wisst schon.

Auch sonst bin ich sehr erwachsen geworden. Schaut nur mal diese Fotos von mir an!

2019, 2020, 2021,2022

Mein Mädchen könnte sich das den ganzen Tag anschauen. Wenn sie nicht noch viel lieber mich im Original anschauen würde!

Ich hab mir auch noch was neues überlegt, um sie glücklich zu machen. Wenn ich ganz oben bei den Nachbarn stehe (da sind jetzt zwei andere Pferde als früher! Das fand ich anfangs enorm spannend. Jetzt hab ich mich dran gewöhnt und die beiden haben sich an mich gewöhnt. Wir stehen gern mal zusammen – mit dem Zaun zwischen uns – und unterhalten uns) – also wenn ich ganz oben bei den Nachbarn stehe und mein Mädchen rufen höre („Duncan Dhuuuuuuu!“) dann antworte ich ihr manchmal mit einem fröhlichen kleinen Wiehern. Dann freut sie sich sooooo doll! Danach mache ich es genau wie sie: bevor ich aufbreche, nehme ich mir einen Snack mit! Dann lacht sie immer, weil ich nie gleich los gehe, sondern immer erst noch zwei Maulvoll nehme von was auch immer ich da gerade so finde. Sie packt sich auch immer was zu essen ein wenn wir losziehen! Dann gehe ich zu ihr und hole mir meinen Begrüßungskeks. Manchmal finde ich aber auch, dass es doch völlig reicht, wenn sie mich ruft und ich zurück rufe. Dann ist alles gesagt und jeder könnte wieder seiner Wege gehen. Aber das findet sie ja nicht. Wenn sie mich ruft, soll ich bitte auch kommen. Na gut. Wenn dann auch was schönes passiert habe ich ja nichts einzuwenden.

Drückt mir mal die Daumen, dass wir heute endlich mal wieder ausreiten gehen!

Euer sehr erwachsener Sir Duncan Dhu of Nakel

Aus dem Tagebuch des Sir Duncan Dhu 296

Wisst ihr was, liebe Menschen? Mein Mädchen und ich waren jetzt schon über 1000km zusammen unterwegs! Stellt euch mal vor, wir wären das von zu hause aus los gelaufen und immer nach Norden, dann wären wir jetzt schon mitten in Schweden! Das würde uns schon auch gefallen, sagt mein Mädchen. Aber wir könnten halt unser Zuhause nicht mitnehmen, das ist das Problem. Also sind wir – weil es hier ja auch einfach so schön ist – immer wieder nach hause gekommen.

Jetzt hatten wir 1000km lang Zeit, uns richtig gut kennen zu lernen. Wir haben uns manchmal gestritten (vor allem übers Tempo beim Spazierengehen und darüber ob ich kneifen darf), aber die meiste Zeit haben wir uns wirklich gut vertragen. Und es wird immer besser. Wir sind ein richtig gutes Team geworden! Mein Mädchen vertraut mir jetzt auch mehr. Ich bin schon ganz vernünftig geworden, sagt sie, und mit ihr bin ich (meistens) ein perfekter Gentleman. Wenn ich raufen möchte, gehe ich zu einem meiner Kumpels. Mein Mädchen möchte nicht raufen, das hab ich kapiert. Sie hat auch Sachen kapiert. Dass ich es nicht mag, wenn man mir am Wallehaar rum fummelt zum Beispiel. Dass ich den Sattelgurt nicht so fest mag und dass ich fremde Pferde einfach immer aufregend finde, aber trotzdem nichts schlimmes mache (naja, manchmal findet sie es schon schlimm, aber niemand kommt zu Schaden dabei).

Die allermeisten von den 1000km ist sie neben mir her gelaufen. Manchmal auch hinter mir her. Gelegentlich ist der Mann mit mir gelaufen und mein Mädchen hat sich von Diego tragen lassen. Aber grob überschlagen habe ich sie inzwischen wohl auch schon 120km getragen. Und das völlig fehlerfrei, sagt mein Mädchen! Und wenn sie das sagt – bei ihren Ansprüchen! – dann ist das wahr.

Ich hoffe, dass es noch viel, viel mehr Kilometer werden. Diesen Sommer waren wir gar nicht so viel unterwegs, dauernd war es heiß, oder zu viele Stechviecher wollten uns aussaugen. Oder es hat gewittert, oder mein Mädchen hatte keine Zeit. Aber sie hat versprochen, dass wir jetzt wieder mehr machen. Nur leider nicht in Kilometern denn die Dienstagsausflüge haben jetzt Pause – was soll das denn? Weil das Mädchen vom Ausreitkumpel gerade umzieht und sooooo viel zu tun hat. Und weil es schon wieder so früh dunkel wird. Also muss ich mich mit den Ausflügen auf Diego und den Mann verlassen. Aber mein Mädchen will ja jetzt eh ein Dressurpony aus mir machen, so mit richtiger Ausbildung und so. Ohne Kilometer. So lange die Keksrate stimmt, ist das ok. Aber nicht vergessen, mein Mädchen, die Kilometer dürfen mir nicht zu kurz kommen! Damit wir für die nächsten 1000 keine drei Jahre brauchen.

Euer Sir 1000km-Duncan Dhu of Nakel

Analyse

„Ich knicke immer in der linken Hüfte ein“ sagt meine Reitschülerin. Es kribbelt mich, meine übliche Antwort zu geben: „dann lass das doch!“ Ein kleiner, gemeiner Scherz, den ich gern mal mache wenn Reitschülerinnen mir genau selbst erklären können, was sie falsch machen. Natürlich ist völlig klar, dass es ihnen anscheinend nicht gelingt, es zu lassen, sonst würden sie mich ja nicht um Hilfe bitten. Und das ist eins der Dinge, die ich von der wunderbaren Amanda Barton gelernt habe und die für mich das Unterrichten interessant machen. Natürlich kann ich – wie es früher im Reitverein war – meiner Schülerin jetzt jede Minute zwei mal sagen, dass sie nicht in der Hüfte einknicken soll. Oder aber ich helfe ihr, sich selbst zu helfen. Erst mal bin ich im Vorteil, denn meine Schülerin sitzt gar nicht auf ihrem eigenen Pferd, sondern auf Diego, der sie heute eine Einheit lang unterstützen soll, für ihr eigenes Pferd zu lernen. Also schicke ich sie erst mal los mit dem Auftrag, zu fühlen, ob sie denn auf Diego auch in der linken Hüfte einknickt. Es ist nicht meine Aufgabe, ihr das zu sagen, denn sie merkt es ja selbst. Und siehe da, die Antwort lautet „nein“! Auf Diego passiert ihr das nicht. Gut für uns, denn jetzt hat das Rätselraten, warum das passiert und sie es nicht verhindern kann, ein jähes Ende gefunden: das Pferd ist „schuld“. Bzw der Mensch, der das Pferd nicht richtig ausgebildet hat, so dass es jetzt den Rumpf falsch rotiert und die Reiterin nach außen setzt. Also müssen wir gar nicht sitzen üben, sondern Diego darf ihr erklären, wie man einem Pferd hilft, richtig zu rotieren und das Gewicht gleichmäßig zwischen den Schultern zu verteilen.

Diese Art von Analyse fehlt manchmal im Reitunterricht und die Reiterinnen wundern sich, dass sie nicht weiterkommen. Sie drehen an der falschen Stellschraube und betreiben quasi Symptombehandlung, weil sei keine Erklärung für das haben, was da eigentlich schief läuft. Manchmal frage ich auch, wenn Schülerinnen mir sagen was sie „falsch“ machen „Ja warum machst du es denn dann?“ (zu viel treiben, zu viel ziehen oder ähnliches) und oft bekomme ich eine Antwort, die das Problem genau aufzeigt. In Wirklichkeit haben wir ja Gründe für das was wir tun. Manchmal sind es halt blöde Gründe (wie beim Frustessen, denn natürlich hilft Essen nicht gegen Frust). Beim reiten liegen diese Gründe sehr, sehr oft in der mangelnden Ausbildung des Pferdes. Das Pferd hat die Hilfen nicht richtig verstanden und kann sie daher nicht umsetzen. Der Reiter versucht, über das Verstärken der nicht verstandenen Hilfen das gewünschte Ergebnis zu erreichen. Das kann ja nicht klappen! Und obwohl wir das eigentlich alle wissen, passiert es uns dauernd wieder. Es scheint schwer für uns Menschen zu sein, dann den Schritt zurück zu treten und eine Stufe weiter unten wieder anzufangen, obwohl es so, so viel erfolgreicher ist.

Manchmal, wenn Pferde komische Verhaltensweisen zeigen, ist nicht unmittelbar festzustellen, woher das kommt. Dann müssen wir vielleicht mal ausprobieren. Und manchmal, wenn Reiter schlechte Angewohnheiten haben, ist es nur das: eine schlechte Angewohnheit. Dann kann es helfen, wenn ich jede Runde darauf hinweise, bis das Gehirn eine neue, bessere Gewohnheit abgespeichert hat. Aber vorher möchte ich immer die Frage stellen, warum das passiert, was Pferd und/oder Mensch da tun. Denn fast immer liegt in der Antwort auf diese Frage die Lösung des Problems.

Aus dem Tagebuch des Sir Duncan Dhu 295

Merlin hat ja sein Separee zum extra fressen. Mit dem Tor wo er selbst raus gehen kann wenn er den 100. Eimer geleert hat. Diego findet das sehr ungerecht. Warum darf er das nicht auch? Und wenn Diego ungeduldig wird, dann schiebt er gern mal seinen Vorderhuf in so ein Tor rein. Normalerweise weiß er, wie er den Huf da wieder raus bekommt. Aber halt nur, wenn das Tor fest zu ist! Diesmal – ach du Schreck – kam das Tor ihm dann entgegen! Ende vom Lied: Tor kaputt, Diegos Bein kaputt. Naja zum Glück beide nicht irreparabel. Diego hatte zwei üble Schürfwunden und ein dickes Bein, aber gehumpelt hat er nicht. Er hat sich an die Grundregel gehalten die uns unser Mädchen immer einbläut: erlaubt ist nur, was ohne Tierarzt wieder vollständig verheilt. Ok. Er hat halt tausendmal am Tag Wundpflege drauf bekommen und dann ist es wieder gut geworden. Das Tor haben die Menschen wieder zusammengesteckt. Dann haben sie einen neuen Plan ausgeheckt. Das war wieder ganz schön viel Arbeit! Einen ganzen Vormittag haben sie gebaut und dabei ordentlich geschimpft, dass man sich immer gute Sachen ausdenkt und die Ponys dann andere Ideen haben. Aber mein Mädchen war auch ein bisschen froh: ausnahmsweise war es nicht eins von ihren Ponys, das den Quatsch gemacht hat! Diego macht normalerweise ja überhaupt nie Quatsch. Aber diesmal halt schon!

Kaputt!
Die andere Hälfte hängt noch….

Damit wir es alle endgültig kapieren, hat sie dann noch die Tür beschriftet: Merlins Reich. Jaaaaa na gut. Wobei wir da schon auch rein gehen können, nämlich dann, wenn Merlin uns die Tür aufmacht. Dann suchen wir die Reste zusammen, die er da liegen lässt und das dürfen wir dann auch. Merlin kann nämlich beim raus gehen die Tür einhaken wenn er will – er mag es nicht, wenn sie ihm so doll gegen den Bauch dotzt. Deswegen haben die Menschen es extra so gebaut, dass er es einhaken kann, dann bleibt es offen. Macht er aber nicht immer.

Jetzt passt kein Huf mehr durch. Diego ist nicht amüsiert!

Mein Mädchen sagt, jetzt haben sie sich so viel Arbeit gemacht, jetzt muss Merlin noch ganz lange leben. Hat er aber auch vor. Und dann sagt sie, wird das nächste Pony alt und bekommt extra Eimer im Separee. „Wer denn?“ hat der Mann gefragt. Na Caruso natürlich! Der ist nämlich auch schon alt – nur weiß keiner wie alt genau. Jedenfalls alt genug um bald extra Futter zu brauchen. Bis ich alt bin und extra Eimer bekomme, dauert es noch ewig, sagt mein Mädchen. Schade. Aber dafür bekomme ich viele Kekse von ihr, wenn ich tolle Sachen mache – ein kleiner Trost.

Euer Sir Duncan dhu of Nakel (der es diesmal nicht gewesen ist!)