Aus dem Tagebuch des Sir Duncan Dhu 460

Seit über 4 Jahren bin ich jetzt dabei, mein Mädchen auszubilden. Und ja, sie hat Fortschritte gemacht. Anfangs dachte sie ja immer, ich sei „zu klein“ und „überfordert“. Später dachte sie, ich wäre nicht groß genug gewachsen um sie zu tragen. Heute weiß sie aber, dass ich das ganz lässig schaffe, weil ich innerlich ein ganz großer bin. Dann dachte sie, ich könnte auf dumme Gedanken kommen, zum Beispiel beim Galoppieren. Aber jetzt weiß sie, dass auch das nicht stimmt. Sie hat kapiert, dass Bürsten einfach nicht mein Ding ist, dass ich nicht so gern betüddelt werde, wann ich einen Keks will und wann ich das alles so fantastisch gemacht habe, dass ich bitteschön gleich zwei Kekse bekomme. Sie versteht die meisten meiner Gesichtsausdrücke jetzt schon wirklich zuverlässig. Aber irgendwie macht sie immer noch Fehler – und vor allem immer wieder neue Fehler! Ich meine, wie kommt sie auf diese blöden Ideen? Gestern war es wieder so weit. Wir Ponys haben in der Halle gestanden, da höre ich sie von draußen rufen „Dieeeeeego!“. Moment mal, was? Ich heiße doch „Duncan dhuuuuuuu!“. Vielleicht hat sie sich ja nur versprochen. Ich also schnell raus. „Du heißt doch gar nicht Diego“ sagt mein Mädchen. Und dann „ah da ist er ja“. Und dann hat sie allen Ernstes Diego raus geholt und mich einfach stehen lassen! Ok ich bekam einen Trost-Keks aber der ist ja eben nur das: ein Trost-Keks. Haaaaaaalllllloooooo ich stehe hier! Schlimm genug, dass sie Diego auch immer bespaßt, aber seit wann ist er denn ZUERST dran? Ich habe mich dann demonstrativ am Reitplatz aufgestellt und grummelig geguckt. Aber mein Mädchen war ganz ungerührt, hat sich um Diego gekümmert, ist ihn dann geritten und hat nur ab und zu zu mir rüber geschaut und gesagt „du bist schon auch noch dran, keine Sorge“. Ja aber doch nicht ALS ZWEITER! Nach einer Weile wurde mir das zu bunt und ich bin erst mal hoch geflitzt zu den Nachbarn. Denen habe ich von dieser Ungeheuerlichkeit berichtet, die sich da abspielt, aber ich bin nicht sicher, ob die mich so richtig verstanden haben. Dann hab ich mich im Stall versteckt. Wenn sie was von mir will, soll sie mich halt holen kommen!

Demonstrativ grummelig in die andere Richtung gucken. Hat aber nicht funktioniert.

Naja, als sie dann endlich gerufen hat, bin ich aber doch schnell los gelaufen. Da war nämlich Merlin näher an ihr dran und hat schon Maß genommen und das konnte ich ja nun auf keinen Fall zulassen, dass mir nochmal einer die Show stiehlt! Mein Mädchen war ganz fröhlich, weil sie es toll findet, dass ich so viel Lust habe, mit ihr etwas zu machen. Ich weiß nicht, ob ich ihr das verzeihen kann, dass Diego zuerst dran war. Aber wenn sie mich dann wieder so toll findet und Kekse springen lässt, dann kann ich ihr auch nicht lange böse sein…. ich glaube das weiß sie auch. Aber das ist wirklich kein Grund, mich derart schlecht zu behandeln, oder?

Drückt mir die Daumen dass es morgen mit einem Ausritt klappt! Das hätte den großen Vorteil, dass Diego vom Mann bespaßt wird und ich mein Mädchen ganz für mich habe. Ganz abgesehen davon, dass es dringend Zeit wird für einen schönen Ausflug!

Euer Sir Duncan Dhu of Nakel der bitte als erstes dran sein möchte

Fehler

Immer wenn ich mich bei der Arbeit mit Duncan filme, gucke ich nachher „Fehler“. Ui, der läuft ja noch ganz schön auf der Vorhand rum. Und was zum Henker mache ich da bloß ständig mit meinen Händen? Und warum stehen meine Ellenbogen schon wieder ab? Abgesehen davon dass die Ästhetik zu kurz kommt mit der abgeranzten, unpassenden Satteldecke unterm Reitpad. So wird das nix mit der Instagram-Tauglichkeit! Kein Glitzer, kein Glamour und noch nicht mal richtig gutes Reiten.

Trotzdem bin ich jedesmal stolz. Das, was ich da sehe, ist unser gemeinsames Werk. Duncan und ich haben das geschafft und erschaffen! Und das finde ich toll. Ich sehe, wie sehr Duncan sich konzentriert und bemüht und dabei seinen Spaß hat. Ich sehe, dass er sich gerne anstrengt und mitmacht. Das weiß ich ja auch, weil er immer gleich angelaufen kommt, wenn ich so aussehe, als würde es jetzt Programm geben. Er ist für sein Alter und seinen Ausbildungsstand gut bemuskelt und er bewegt sich frei – inzwischen in allen drei Gangarten.

Etwas gleichzeitig gut und verbesserungswürdig zu finden ist etwas, was uns Menschen schwer zu fallen scheint. Da gibt es die, die immer schon zufrieden sind, wenn es halbwegs klappt und die, die nie zufrieden sind. Die, die früh zufrieden sind, sind vielleicht entspannter, aber ich glaube, dass ihre Pferde sich schnell langweilen. Denn so halbwegs hinkriegen ist kein Problem und wenn man dann nicht gesagt bekommt, wo die Steigerung ist, ist es nur noch stumpfes Wiederholen einer Aufgabe – wie öde. Die, die nie zufrieden sind, haben oft eher etwas gestresste Pferde, die hektisch werden oder auch stumpf, weil sie es ja eh nie richtig machen können. Das Mittelmaß zu finden – die Freude über das was halbwegs gelingt mit dem Ansporn zu kombinieren, noch besser zu werden – das ist die Kunst. Dazu braucht man eine klare Vorstellung davon, wie die Übung am Ende mal aussehen soll, aber auch eine genauso klare Vorstellung, wie gut sie jetzt im Moment gelingen könnte.

Jetzt gerade machen Duncan und ich gefühlt ein paar Rückschritte beim Reiten auf dem Platz. Er fällt mir wieder sehr von einer Schulter auf die andere und kämpft mit seiner Balance. Es gibt mehrere Gründe, warum das so sein kann: vielleicht wächst er schon wieder. Ich sehe ihn verdächtig oft ein Hinterbein entlasten, meistens ist das wachstumsbedingt ein paar Wochen so und vergeht dann wieder. Außerdem hat er die größten Wachstumsschübe irgendwie immer im Winter gehabt, es würde also passen. Gleichzeitig ist er ziemlich aus dem Training was reiten angeht, da wir seit Herbst keine größeren Ausritte machen konnten und in den letzten Wochen auch so gut wie nie auf dem Platz geritten sind. Unter dem Winterpelz ist es nicht gut zu sehen, aber auch er hat Muskulatur verloren, was ja auch normal ist unter unseren Bedingungen. Wenn ich jetzt auf dem Platz reite, muss ich also meine Ansprüche runter schrauben, gleichzeitig abschätzen, was er HEUTE schaffen kann und im Blick behalten wie es mal werden soll (damit ich weiß, ob die Richtung stimmt). Ich muss entscheiden, an welche Übungen wir uns jetzt heranwagen und welche wir lieber gar nicht erst versuchen. Ich trage die Verantwortung dafür, ihn zu fordern, ohne ihn zu überfordern. Wenn ich Duncan nicht fordere, wird er gelangweilt sein – er möchte immer eine Aufgabe haben und ist unzufrieden, nur irgendwas zu tun ohne knobeln und Anstrengung. Und er soll ja seine Muskeln jetzt auch wieder aufbauen. Wenn ich aber verlange, dass er es so können soll wie vor ein paar Wochen, wird er keine Chance haben, es richtig zu machen, dann frustriere ich ihn. Ein schmaler Grat und ich verstehe mehr und mehr, dass es oft dieser schmale Grat ist, an dem Reiterinnen scheitern. Denn den zu kennen, erfordert Übung. Die gute Nachricht ist: wenn ich eine gute Beziehung zu meinem Pferd haben, ist das eigentlich kein Problem. Wir können uns „anschleichen“, den Anspruch langsam steigern und dann den Punkt finden, wo es schwierig wird. Wenn mein Pferd weiß, dass ich ihm nichts böses will und wenn ich weiß, dass mein Pferd sein Bestes gibt, ist das Problem auch schon gelöst. Ich finde im Laufe der Zeit heraus, wie viel Herausforderung mein Pferd mag – ist es ein eher unsicherer Kandidat, wird es viel Bestätigung brauchen und lieber einfachere Aufgaben zuverlässig lösen können. 9 mal schaffen auf eine Herausforderung oder vielleicht sogar 99 mal schaffen auf eine Herausforderung. Einem selbstbewussten Pony wie Duncan wäre das zu langweilig. Der möchte eher jede zweite Runde eine Herausforderung meistern. Er weiß aber auch, wie er mir signalisieren kann, dass er jetzt müde ist und dass wir dann aufhören. So ist er auf der sicheren Seite und kann sich kopfüber ins Abenteuer stürzen.

Ich muss als Mensch also nicht genau wissen, was mein Pferd heute schaffen kann. Ich kann mich dem nähern, vorsichtig ausprobieren und dann ausloten, wo heute die Grenze zur Herausforderung liegt. Und dann – je nach Pferd – um diese Grenze herum trainieren. Dabei dürfen wir beide beliebig viele Fehler machen und verbessern uns dadurch Stück für Stück. So lange die Beziehung stimmt und die Kommunikation nicht abreißt, ist das ein gemeinsames Wachsen und Üben und das ist doch toll. Denn bei allem möchte ich nie vergessen: ich habe mein Pony nicht um ein Ziel zu erreichen, sondern um mit ihm zusammen zu sein und Spaß zu haben. Das Ziel ist nur dazu da, unserem gemeinsamen Tun eine Richtung zu geben, es ist kein Selbstzweck, sondern ein Spiel. (Spielen dient in der Natur der Entwicklung von körperlichen und geistigen Fähigkeiten. Also alle, die jetzt einen Widerspruch zwischen Spiel und Training sehen – da ist in meinen Augen keiner.)

Aus dem Tagebuch des Sir Duncan Dhu 459

Gestern war eine Sattelfrau bei Diego. Er hat ja so viele Muskeln verloren diesen Winter, der arme Kerl, und muss jetzt mit der Fitness von vorn anfangen. Ich helfe da natürlich fleißig mit, indem ich schön mit ihm spiele und zum ausreiten parat stehe (wobei das Wetter am Sonntag leider schon wieder zu doof werden soll zum ausreiten! Das ist doch zum Mäuse melken!). Aber beim ausreiten braucht Diego ja seinen Sattel, damit er den Mann gut tragen kann und weil die Muskeln alle weg sind, passt der Sattel nicht mehr richtig. Also war eine Sattelfrau da. Die war nett! Wir anderen haben alle am Zaun gestanden und zugeschaut. Ich hab drauf gewartet, wann ich eigentlich dran bin – aber daraus wurde nix. Mein Mädchen sagt, da kann ich froh drum sein: erstens passt mein Sattel noch, zweitens mag ich ja so einen Fummelkram nicht. Diego ist da viel geduldiger als ich. Erst hat die Sattelfrau ihn gründlich abgetastet und sich zeigen lassen wie er läuft. Dann Sattel rauf und wieder abtasten. Dann Polster dazwischenschieben. Dann gurten, Mann rauf, bisschen reiten. Während dem Reiten ist die Sattelfrau neben Diego her gelaufen und hat ihre Hand unter den Sattel geschoben und gefühlt. Anhalten, Sattel runter, andere Polster. Und so weiter….

Diego ist groß und die Sattelfrau ist klein… aber der Mann hatte die Lösung für das Problem und hat einen Hocker geholt.
reiten und fühlen

Plötzlich lief mein Mädchen los und holte meinen Sattel! Juhuuuuu es geht los! Aber nein. Stattdessen kam MEINE gepolsterte Satteldecke (die sehr bequem ist, auch wenn sie leider die völlig falsche Farbe hat) unter Diegos Sattel! Und plötzlich waren alle begeistert, die Sattelfrau, der Mann und Diego. Nur ich nicht, denn jetzt habe ich keine Satteldecke mehr! Mein Mädchen hat aber versprochen, dass ich meine Decke wiederkriege. Die passt nämlich eh nicht ganz unter Diegos Sattel, weil sie einen Hauch zu kurz ist. Also müssen wir eh so eine neu bestellen und ich kriege meine bequeme Decke wieder. Gott sei Dank! Diego bekommt seine eigene Polsterdecke und dann können wir hoffentlich bald wieder die richtig schönen Touren machen und es alle bequem haben dabei.

Als die Sattelfrau wieder auf dem Weg nach hause war, bin ich mit meinem Mädchen noch wippen gegangen. Sie hat sich auch noch eine neue Übung am Steg ausgedacht, da soll ich mit einem Vorderbein an der Kante vom Steg entlang laufen und mit dem anderen auf dem Boden. Der Mann hat gesagt, die Übung heißt „Deichläufer“. Aber das ist echt kompliziert und ich muss es noch üben bevor ich es euch zeigen kann.

Ich hoffe das Wetter wird bald wirklich besser und wenn Diego seine neue Polsterdecke hat, will ich nix anderes mehr machen als ausreiten gehen! Ich meine: alles gut und schön aber ich will raus!

Euer Sir Duncan Dhu of Nakel (dem Burgkoller schon wieder so nah….)

Aus dem Tagebuch des Sir Duncan Dhu 458

Sonntaaaaaag! Ich hab meinem Mädchen gleich gesagt, was heute dran ist: Ausreiten! Und da lasse ich auch nicht mit mir reden! Ich wollte sie direkt am Strick vom Hof runterziehen, aber da hat sie gelacht und gesagt, wir sollten schon erst noch die Schuhe anziehen und satteln.

Eigentlich wollten wir mit der Wackelkiste los, aber daraus wurde nichts. Mein Mädchen hat mir erklärt, dass sie und der Mann heute Nachmittag nochmal ohne uns los wollen. Und zwar zu einer Demonstration. Ich hab sie gefragt, worum es denn da wohl geht und sie hat mir das so erklärt: In Deutschland scheint es ein paar Menschen zu geben, die finden, dass Menschen aus anderen Ländern nicht so gut sind wie die, die in Deutschland geboren wurden. Das ist so, als ob ich zum Beispiel nur noch mit weißen Ponys zusammenleben würde oder nur noch mit Schotten, oder vielleicht sogar nur mit weißen Schotten. Ich hab sie verständnislos angeschaut: warum sollte ich das denn wollen? Meine besten Freunde haben fast alle eine andere Farbe als ich. Und sie sind andere Rassen. Nicht nur meine Freunde hier zu hause, sondern auch mein Ausreitkumpel, mein Schimmelfreund und der schöne Spanier! Und ich selbst bin genetisch gesehen Schotte, meine Mama und mein Papa sind aus Schottland gekommen, aber ich wurde in Dänemark geboren und bin dann nach Deutschland ausgewandert. Bin ich jetzt Schotte, Däne, oder Deutscher? Mein Mädchen sagt, ich bin das beste Pony der Welt und nur darauf kommt es an. Und deswegen geht sie zu der Demo, weil sie es auch bei den Menschen viel lieber bunt mag als so einheitlich. Und sie freut sich sehr, dass sooooooo viele Menschen das genauso sehen wie sie!

Also, weil die beiden Menschen noch zur Demo wollen, war keine Zeit für die Wackelkiste. Aber es ist dringend Zeit für Training! Und was heißt das nun wieder? Richtig, es geht über den Berg…. Vor dem Berg ging es aber erst mal ins Dorf. Dort müssen wir immer durch ein kleines Hindernis, wo man sich so durchschlängeln muss. Bisher ist mein Mädchen da immer abgestiegen aber heute meinte sie, dass ich das jetzt auch mit ihr oben drauf kann. Ich habe mich reingeschlängelt, dann wusste ich nicht genau und bin erst mal stehengeblieben. Sie hat gesagt, ich kriege das hin und also habe ich mich auf der anderen Seite wieder raus geschlängelt und – zack! – Mädchen stolz!

Da hab ich mich durchgeschlängelt – mit meinem Mädchen an Bord!

Aber zwischendurch meinte sie dann, ich hätte wohl etwas Übermut. Nur weil ich mal Stimmung gemacht hab. Und deswegen sagte sie, wir erklimmen den Berg im Trab. Nun ist der Berg nicht nur steil (und wird immer steiler, je weiter rauf man kommt!), sondern derzeit auch sehr matschig. Gleichzeitig ist er aber auch voller großer Steine und dann lagen da auch noch Äste. So war die Herausforderung perfekt, aber mein Mädchen hat gesagt, das schaffen wir und ich hab das dann auch geschafft. Ich weiß ja auch: oben auf dem Berg machen wir traditionell eine schöne, ausgiebige Graspause!

Diego kam den Berg im Schritt hoch. Während ich mich den ganzen Winter über einigermaßen fit gehalten habe, ist er ja wegen des Hufgeschwürs und seiner komischen Zähne so gar nicht gut in den Winter gestartet und dann war ewig kein Wetter bei dem man so wirklich Muskeltraining machen konnte. Deswegen muss er jetzt mit der Fitness von vorn anfangen. Und plötzlich ist alles umgekehrt: seit ich hier bei meinem Mädchen bin war Diego immer der „Große“ und hat Rücksicht auf mich genommen. Hat auf mich gewartet, wenn ich nicht schnell genug war und sich an mein Tempo angepasst. Jetzt bin ich der fittere von uns beiden und ich bin dran mit anpassen. Diego soll ja sein Schritttempo gehen (schneller als meins) und keine Rücksicht mehr nehmen, aber umgekehrt, wenn er den Berg im Schritt macht, den ich im Trab schaffe, bin ich dran damit, oben auf ihn zu warten. Ok, kann ich!

Nach ungefähr 1,5 Stunden und 8km waren wir dann wieder zu hause. Ich fühle mich entspannt, aber kein Stück müde und das weiß mein Mädchen auch ganz genau und plant schon wieder, was diese Woche noch so auf meinen Zettel kommt, damit ich nicht zu viel Übermut und Burgkoller ansammle. Außerdem muss ich meine Fitness noch ein bisschen steigern, denn sobald mal gutes Wetter auf den richtigen Wochentag fällt, wollen wir auch wieder den Ausreitkumpel besuchen und ich weiß genau, dass der im Winter viiiiiiiel mehr draußen unterwegs war als ich und jetzt aussieht wie ein Top-Athlet und mich einfach abhängt, wenn ich nicht aufpasse!

So liebe Menschen, schaut doch mal ob es nicht in Eurer Nähe auch noch eine Demo gibt, damit unser Leben schön bunt bleibt!

Euer schottisch-dänisch-deutscher Sir Duncan Dhu of Nakel

Aus dem Tagebuch des Sir Duncan Dhu 457

So jetzt hat es endlich mal geklappt mit einem kleinen Galopp-Video für Euch!

Hoppi Galoppi! Können wir jetzt schon ganz gut!

Die Technik ist natürlich überfordert mit meiner Überlichgeschwindigkeit und sie lässt mein Mädchen zwischenzeitlich etwas kopflos wirken, aber das ist in Wahrheit nicht der Fall. Wir beide haben großen Spaß am galoppieren und wenn ich mal in Fahrt bin, mag ich immer wieder angaloppieren. Diesmal hat mein Mädchen die Galopphilfe schon direkt aus dem Schritt gegeben. Das kriege ich mit ihr oben drauf noch nicht hin, aber das findet sie auch nicht schlimm. Ich soll nur wissen, dass das mal das Ziel sein wird. Wir haben diesmal auch das geübt, was wir an der Longe gemacht haben: Galopp, Schritt, Handwechsel, neuer Galopp. Kann ich! Wenn ich dazwischen genug Zeit habe, meine Beine zu sortieren. Und die hab ich, weil ich weiß, dass ich mir die einfach nehmen kann und mein Mädchen weiß, dass ich dann schon los lege wenn ich so weit bin. Ach, es ist einfach ein großer Spaß! Aber auch ganz schön anstrengend. Nachdem wir dann ein paar mal angaloppiert waren (wir galoppieren ja immer nur so 2 Zirkelrunden), war ich doch ein bisschen ermattet. Ich meine: im Gelände geradeaus ist das eine, aber diese Kreise, die fordern mein Gleichgewicht und meine Körperspannung ganz schön heraus! Mein Mädchen ist sehr stolz auf mich, weil ich das alles jetzt so toll hinkriege. Und ich bin auch stolz auf mein Mädchen, weil sie so gut verstanden hat, dass und wie ich das hinkriege. Trotzdem hoffen wir beide sehr, dass wir diesen Sonntag endlich mal wieder mit der Wackelkiste losfahren und einen richtig schönen Ausritt machen können. Bis dahin überstehen wir jetzt heute NOCH EINEN Tag mit Wind und Regen.

Euer galoppierender Sir Duncan Dhu of Nakel

Experten

Diego zählt jetzt wohl in die Kategorie „älteres Pferd“. Dieses Jahr wird er 21 und da können schon mal die ersten kleinen Zipperlein auftauchen, auch wenn er sonst ja noch wunderbar fit ist. Das blöde ist ja immer: die meisten Zipperlein kommen nicht von heute auf morgen, sondern schleichend. Und erst denkt man sich vielleicht noch nichts dabei oder merkt es gar nicht. Das Pferd kann ja nicht sprechen, es kommuniziert über Verhalten. Wenn dieses Verhalten aber nur ein etwas langsameres Kauen ist, dann übersieht man das schnell. Und unser Diego war ja immer zu dick. Daher habe ich mich zunächst gefreut, als sich das änderte. Ja, ich wusste schon, dass das ein Zeichen des Älterwerdens ist, der Bedarf steigt ein bisschen, die Verfressenheit nimmt ein bisschen ab, damit ist er nicht allein. Aber dann kam plötzlich der Tag wo mir klar wurde: ich habe den Punkt verpasst. Diego hat so viel abgenommen, dass es ZU viel war und plötzlich ist da ein Problem und ein zu dünnes Pferd. Und dann kam das böse Erwachen auf meiner Seite – viel zu spät aber immerhin noch rechtzeitig – dass das gar nicht (nur) das Alter ist, sondern dass da was nicht stimmt.

Während manche Menschen ihre Pferde den ganzen Tag „krank-gucken“ wollen andere es noch nicht mal wahrhaben, wenn es für alle anderen schon offensichtlich ist. Die meisten sind aber irgendwo in der Mitte dieser beiden Extreme – sie sehen, wenn was nicht stimmt, aber im Nachhinein finden sie, sie haben es zu spät gesehen. Damit bin ich nicht allein, aber es ärgert mich natürlich trotzdem, dass ich es zu spät gesehen habe. Ein genauerer Blick zeigte mir dann: Diego kaut zu langsam, frisst mit zu wenig Begeisterung, macht manchmal komische Dinge beim Kauen. Ansonsten ist er munter und fidel wie immer (abgesehen davon, dass er ordentlich Muskulatur eingebüßt hat, weil ja auch noch ein fieses Hufgeschwür dazwischen kam)

Also: wir brauchen einen Zahnarzt. Und jetzt geht es los. Unser normaler Dentist, der einmal im Jahr kommt, ist ein wunderbarer und meines Erachtens kompetenter Mann, aber er ist kein Tierarzt, kann daher nicht sedieren und ist – weil er aus dem Ausland kommt – auch nicht immer verfügbar. Dinge wie Endoskopie oder Röntgen sind für ihn nicht möglich. Also steht fest: wir brauchen jemand anders.

Es sind diese Momente, in denen ich meine Reitschülerinnen und Hufpflegekundinnen immer am besten verstehen kann. Auf wen kann ich mich jetzt verlassen? Wer kennt sich wirklich aus, wer hat recht? Wer kann unserem Pferd helfen? Natürlich kann ich mich umhören und andere fragen, mit wem sie zufrieden sind. Die Erfahrung hat mich allerdings gelehrt: da jeder mal einen Fehler macht, kann mir über jeden Experten jemand etwas schlechtes erzählen. Umgekehrt schwärmen manche von Experten, mit denen ich persönlich schlechte Erfahrungen gemacht habe. So ein Pferdezahnarzt muss ja mindestens drei Dinge mitbringen: er sollte natürlich die Zähne richtig behandeln, aber auch mit dem Pferd gut umgehen und dann auch noch mit uns als Besitzer kommunizieren.

Wir haben uns dann für einen Experten entschieden und Diego dort behandeln lassen. Der Umgang mit dem Pferd und uns war super (wobei man auch sagen muss, dass es wirklich schwer ist, mit Diego nicht gut umzugehen. Das 600kg schwere Ross bekommt eine Sedierung für 150kg, ist durchweg tiefenentspannt und macht einfach alles super artig mit). Wir bekamen alles im Detail erklärt und gezeigt und uns wurde auch gesagt, was wir selbst zwischendurch tun können (Arnulf hat jetzt wohl ein neues Hobby und darf Zahnstein entfernen und Zahnlücken reinigen).

Diego hingegen sagte nach der Behandlung: kauen kann ich jetzt gar nicht mehr. Obwohl wir ja wissen, dass das am Anfang so sein kann, fuhr mir doch zunächst der Schreck in die Glieder, denn meine Sorge ist immer, dass zu viel Zahnsubstanz weggenommen wird und da kam für mein Gefühl bei der Korrektur doch einiges runter von den Zähnen. Aber am nächsten Tag hat Diegos Kauverhalten sich eingependelt und wir haben dass Gefühl, dass es ihm besser geht als vorher. So richtig wird das dann der Langzeittest zeigen.

Aber das ist ja nie das Ende der Geschichte, denn schon stellen sich neue Fragen: sind die Probleme nur altersbedingt oder hätte man früher schon etwas anders machen sollen? Ist unser „normaler“ Dentist kompetent genug? Stelle ich demnächst auch Duncan mal dem Experten vor? Wenn wir dann jeweils mit Duncan und Diego in die Klinik fahren zum Zähne machen, wer kümmert sich dann um die Zähne von Merlin und Caruso? Die können nicht mehr Anhänger fahren und der Experte der Diego jetzt gemacht hat, kommt nicht bis zu uns.

Und schon steckt man als Pferdebesitzer wieder in der Klemme. Ich habe mich ein Stück weit mit dieser Klemme abgefunden. Ich weiß, ich werde es nie perfekt machen können. Ich kann nicht auch noch eine Ausbildung zum Tierarzt, Zahnspezialisten, Sattler, Futterberater und Frisör machen. Ich kann nur versuchen, im Rahmen meiner finanziellen und zeitlichen Möglichkeiten das Beste für meine Pferde zu tun und jene Experten zu Rate zu ziehen, die mir die besten zu sein scheinen. Im Nachhinein kann ich dann sehen, was wirklich passiert: geht es meinem Pferd besser oder nicht?

Der Zahnarzt bei dem wir jetzt waren, beantwortet mir gerade, während ich diesen Text schreibe, noch Fragen per mail und ist rundum hilfreich. Heißt dass, er kann gut Zähne raspeln? Diego steht unten im Stall und kaut Heu, sieht gut aus, fühlte sich gestern beim reiten gut an und wirkt fröhlicher als vorher. Wie es weitergeht, zeigt die Zeit.

Was ich damit sagen will: Augen auf bei der Expertenwahl, aber man muss sich klar sein, dass man auch mal daneben greifen wird. In den allermeisten Fällen entscheidt die Wahl des Experten zum Glück nicht über Leben und Tod (manchmal leider schon….). Es kann nervtötend sein und viel Zeit und Geld kosten, jemanden zu finden, der für das eigene Pferd die passende Kompetenz hat, aber wir brauchen nunmal Experten, die uns helfen, unsere Pferde gesund zu halten. Hier meine persönliche Checkliste

Ein guter Experte

  • weiß, dass er nicht alles weiß (er weiß auch nicht, warum Diego so viel speichelt)
  • hört zu, wenn die Besitzerin etwas sagt und fragt nach
  • nimmt die gegebenen Informationenen ernst (ja, Diego braucht wirklich so wenig Sedierung)
  • ist nett zum Pferd
  • ist nett oder zumindest höflich zum Besitzer
  • hat nicht für jedes Problem die selbe Lösung (immer sehr verdächtig, wenn ALLES IMMER an diesem oder jenem liegt)
  • bietet verschiedene Optionen an (wir können nachsedieren um zu röntgen, aber das röntgen können wir auch auf einen anderen Termin verschieben)
  • bezieht die Besitzer mit ein und gibt Tipps oder Aufgaben mit, was sie tun können
  • beantwortet Fragen und erklärt so lange bis der Besitzer die Antwort auch verstanden hat

Aus dem Tagebuch des Sir Duncan Dhu 456

Der Norddeutsche sagt „Sturm ist erst, wenn die Schafe keine Locken mehr haben“. Nur: wenn keine Schafe in Sichtweite sind, wie stellt man dann fest, ob schon Sturm ist oder nur „büschen Wind“? Mein Mädchen hat sich heute überlegt, ob man nicht die Windstärke am Wallehaarflugwinkel bemessen könnte. Daran arbeitet sie jetzt. Mit uns macht sie heute nix – wir könnten zwar in die Halle gehen und wippen, aber irgendwann ist auch mal genug Wetter und dann möchte sie so wenig wie möglich vor die Tür. Deswegen vertreiben Diego und ich uns die Zeit in den Regenpausen mit einem lustigen Spiel, das ist auch fein.

In welchem Verhältnis steht der Wallehaarflugwinkel zur Windstärke?

Mein Mädchen macht derweil Büroarbeit und dann hat sie gleich wieder schlechte Laune, aber egal. Morgen soll es ja besser werden, dann hat mein Mädchen auch wieder Lust was mit uns zu machen.

Liebe Menschen, passt gut auf euch auf, fliegt nicht davon und schaut für mich doch bitte mal nach, ob die Schafe noch Locken haben!

Euer Sir Duncan Dhu of Nakel mit dem fliegenden Wallehaar

Aus dem Tagebuch des Sir Duncan Dhu 455

Gestern hatte ich frei. Wir Ponys haben den Schwerpunkt tief gehalten, damit wir nicht weggeweht werden und mein Mädchen hatte so schlechte Laune, dass sie uns lieber gar nicht so nah kommen wollte. Normalerweise sind wir Ponys ja dafür zuständig, ihre Laune zu heben, wenn die mal im Keller ist. Dann sagt mein Mädchen immer „deswegen hab ich Ponys“ (und keine andere Rasse) „weil Ponys das aushalten“. Und das stimmt! Wir sind gut darin, ihre schlechte Laune so lange auszuhalten bis es wieder gute Laune geworden ist. Wir nehmen ihr das auch nicht krumm und ganz ehrlich: die Umwandlung von schlechter in gute Laune kostet uns in der Regel nur wenige Augenblicke. Aber manchmal – ganz selten – ist ihre Laune so schlecht, dass sie uns das nicht zumuten möchte und das finden wir dann auch nett. Und gestern war so ein Tag.

Heute war aber alles wieder gut und also haben wir abends noch Programm gemacht. Der Reitplatz ist endlich wieder aufgetaut und es hat gerade mal weder geregnet noch gestürmt, also ging es los! Ich durfte an der Longe schnell mal alles zeigen, was ich kann. Inklusive angaloppieren aus dem Schritt, was mir jetzt schon fast richtig gelingt! Es wird wirklich mal Zeit für ein neues Video! Auch durchparieren vom Galopp zum Schritt kann ich schon voll gut. Und wir haben wieder Handwechsel geübt: Galopp rechtsrum, dann in den Trab, Handwechsel im Trab und zügig in den Galopp linksrum. Und natürlich das ganze in umgekehrter Reihenfolge. Eine schöne Koordinationsübung für mich, sagt mein Mädchen. Stimmt, ich muss kurz überlegen wie jetzt der richtige Galopp geht, aber ich kriege das hin! Tja und nachdem ich wieder einfach alles auf Anhieb richtig gemacht hatte, war mein Mädchen wieder ganz doll stolz auf mich und total verliebt und so soll das ja auch sein. Feierabend! Jetzt soll es nochmal richtig stürmisch werden, also wieder schön den Schwerpunkt runter und warten bis es vorbei ist. Haltet euch gut fest, liebe Menschen!

Euer Sir Duncan Dhu of Nakel mit dem tiefen Schwerpunkt

Aus dem Tagebuch des Sir Duncan Dhu 454

Endlich! Das Wetter hatte ein Einsehen mit uns. Es hat zwar schon ordentlich und kalt gepustet, aber der Regen lässt noch auf sich warten und die Straßen sind eisfrei. Zeit, meine eingestaubten Glieder zu strecken und meine 409kg Kampfgewicht (bestehend ausschließlich aus Muskeln und Samensträngen, versteht sich….) mal wieder auf die Straße zu bringen! 409kg haben sich heute ein bisschen angefühlt wie 409 PS! Diego und ich hatten schon am Stalltor gewartet, wann es endlich los geht und beim Schuhe anziehen hat mein Mädchen schon gemeint, ich würde mich wohl doll freuen, weil ich so unfassbar artig stand. Ich wollte schnell los und das hab ich ja kapiert: wenn ich still halte geht es schneller!

Turboschritt! Es ist ja so: man kann schnelle, kleine Schritte machen, oder langsame, große. Wenn man es schafft, schnelle, große Schritte zu machen, dann ist das Turboschritt. Und nach all den Schrittstangen und dem ganzen Geübe der letzten Wochen habe ich jetzt den Bogen schon ganz gut raus, auch mit meinem Mädchen auf dem Rücken! Habe den schnellsten Schritt aller Zeiten hingelegt und einen Schnitt von 5,4km/h im Schritt geschafft. Jaaaaaa, ich weiß, das ist nicht wirklich schnell, aber ich hab halt einfach so kurze Beine!

Mein Mädchen und der Mann haben beschlossen, dass Diego nicht mehr gebremst wird, weil der ja wieder Muskeln aufbauen soll und also sein eigenes Schritt-Tempo gehen muss, damit das passiert. Nun ist Diego in seinem gemütlichen Reiseschritt immer noch ein gutes Stück schneller als ich, aber mein Mädchen meint, ich bin wirklich groß genug, das auszuhalten. Ab und an wartet Diego dann oder wir traben ein Stück nach. Ich habe mich ordentlich bemüht und mein Mädchen war sehr, sehr stolz auf mich. An einer Stelle wurde es mir dann aber doch zu bunt und ich bin einfach mal ungefragt in den Galopp gefallen. Wer will denn immer nur Schritt gehen, auch wenn es Turboschritt ist? Aber nein, mein Mädchen hat mich direkt wieder ausgebremst. Menno. Also habe ich meine Energie weiter in den Schritt gesteckt – manchmal denke ich, ich bin einfach ZU nett. Gerade als ich so richtig schön warmgelaufen war, waren wir dann aber auch schon wieder zu hause. Schade! Aber besser eine kleine Runde raus als weiterhin der totale Burgkoller. Vielleicht schaffen wir nächsten Sonntag mehr, meint mein Mädchen, immer abhängig vom Wetter….

Euer etwas weniger burgkolleriger Sir Duncan Dhu of Nakel

Aus dem Tagebuch des Sir Duncan Dhu 453

Winter, Winter, Winter! Gestern waren mein Mädchen und ich auf dem Reitplatz. Der Boden war so halb gut, da haben wir einen Mix aus Doppellonge und Fahren vom Boden gemacht. Heute haben wir uns dann wieder in der Halle verkrochen. Dort haben wir jetzt nicht mehr nur die Wippe, den Steg und die Matratze, sondern auch eine hochgelegte Stange. Mein Mädchen hat herausgefunden, wie wir lernen können, den richtigen „Absprungpunkt“ zu finden (haha, wir gehen da ja nur im Schritt rüber. Aber sowohl Diego als auch ich gehen irgendwie immer zu nah ran und reißen dann die Stange runter….). Sie hat also eine „Absprungstange“ für uns unten vor die hochgelegte Stange platziert – ach ich zeige euch das demnächst einfach mal. Jedenfalls gehen wir da jetzt immer mal rüber und wenn die Stange liegen bleibt, gibt es einen Keks.

Heute haben wir neben Wippen und korrekt über die Stange gehen auch wieder geübt, rückwärts auf den Steg zu gehen. Das ist eine meiner neueren Fähigkeiten. Mit den Vorderbeinen kann ich das schon lange, aber jetzt gehe ich auch mit den Hinterbeinen rückwärts drauf. Das zu tun während mein Mädchen etwas schräg steht, damit sie filmen kann, ist übrigens noch etwas komplizierter. Normalerweise steht sie ganz gerade vor mir – ich soll ja auch gerade rückwärts gehen! Aber im zweiten Anlauf ist es uns gelungen, so dass ihr meine Beingymnastik mal sehen könnt.

Rückwärts den Hinterhuf wieder da hoch sortieren! Sieht nur so einfach aus, weil ich es kann!

Auf der Wippe war ich heute recht kreativ und mein Mädchen hat sich gefreut, dass ich jetzt auch mal eigene Vorschläge einbringe, das habe ich früher nicht so gemacht. Sie hat jetzt aber auch viel mehr Zutrauen und weiß ja, dass ich die Spielregeln kenne und mich (fast) immer daran halte. Jedenfalls sind wir jetzt schon ein (im wahrsten Sinne des Wortes) eingespieltes Team. Manchmal sagt sie zwischendurch „mir wird Angst und Bange wenn du sowas machst“ (weil ich ein bisschen waghalsige Stunts drehe auf der Wippe) aber dann schaut sie mich an und sagt „ich weiß, du hast das im Griff“. Ja, habe ich! Schließlich übe ich wippen, seit ich klein bin.

Jetzt steht uns wohl noch eine knappe Woche Sturm und Regen bevor, so dass es am Sonntag SCHON WIEDER keinen Ausritt geben wird, aber dann … dann hoffen wir, dass wir endlich mal wieder los können. Wegen dem Burgkoller, ihr wisst schon.

Euer winterlicher Sir Duncan Dhu of Nakel