Aus dem Tagebuch des Sir Duncan Dhu 532

Montagsausflug gerettet! Obwohl mein Ausreitkumpel ja mal wieder einen Krankenschein eingereicht hat, konnten mein Mädchen und ich trotzdem los. Weil ich ja jetzt so groß und erwachsen bin und auch mit anderen Pferden ausreiten gehen kann! Zum Beispiel mit dem Fjord-Pferd. Das haben wir dann heute wiederholt. Man stelle sich vor, Herr Fjord war noch nie in unserem schönen wilden Moor unterwegs! Da wurde es mal Zeit. Also sind wir – jeder in seiner Wackelkiste – dort hingewackelt worden und wurden – jeder an seiner Wackelkiste – gesattelt. Mein Mädchen und ich haben beim Satteln noch nebenbei das Entspannen geübt, wie wir es gelernt haben.

Dann ging es los. Ich hab so getan als wäre alles fein. Aber ganz ehrlich? Bisschen aufgeregt war ich doch. Mein Mädchen hat mich ertappt – einmal wollte ich einfach irgendwo abbiegen und außerdem habe ich verdächtig oft geäppelt. Unsere Mitreiterin meinte, ich würde wohl den Weg markieren, falls es dunkel wird. Eben! Macht Diego ja auch immer! Das ist gar keine Aufregung, das ist reine Pfadfinderkunst! Wir sind lange im Schritt unterwegs gewesen und mein Mädchen hat sich alles von der Seele geredet was bei ihrem Workshop so los war. Das hing ihr ganz schön nach, weil das nicht so war wie sie es sich vorgestellt hatte. Und ihr wisst ja: normal ausreiten können wir nicht. Entweder wir üben was, oder wir sind auf Spezial-Mission, testen Equipment, finden neue Wege. Und jetzt also eine neue Version: therapeutisches Ausreiten. Wir drei – also Herr Fjord, seine Reiterin und meine Wenigkeit – haben uns das alles angehört. Wir Ponys haben uns schweigend unseren Teil gedacht, das Mädchen von Herrn Fjord hat von ihren eigenen Erfahrungen erzählt. Die hat nämlich auch schon viele Kurse und Unterricht gegeben, deswegen kennt die sich da aus. So konnte mein Mädchen all die vielen, wirren Gedanken mal sortieren, die da durch ihren Kopf geflogen sind. Danach ging es ihr gleich besser und dann konnten wir auch ein Stück traben. Erst ich vorneweg, dann haben wir uns mal von Herrn Fjord überholen lassen, um zu sehen, wie ich das finde. Das habe ich ganz lässig hingenommen. Als Herr Fjord dann vorne war, ist er angaloppiert – aber so ganz langsam und gesetzt mit voll viel Würde und Anstand. So langsam kann ich nicht galoppieren, das weiß mein Mädchen. Deswegen sind wir erst noch getrabt, bis wir etwas Abstand hatten und sind dann erst angaloppiert. Das hat die Reiterin des Herrn Fjord irritiert und sie hat durchpariert und nachgefragt ob wir jetzt da sind? Mein Mädchen hat das dann erklärt, dass ich noch nicht so gesetzt galoppieren kann sondern etwas Schwung brauche und Herr Fjord ist einen Hauch flotter galoppiert, so ging es dann für uns auch. Wir haben viel Abstand gehalten, das war meinem Mädchen wichtig. Ich hätte jetzt gern mal etwas Gas gegeben  und auf- bzw. überholt, aber nein, das war nicht erlaubt. Wir haben ein bisschen hin und her diskutiert (ich dachte halt, wenn ich ihr zeige, dass die Bremse funktioniert, darf ich danach schneller laufen, aber nein…. ). Als Herr Fjord nicht mehr galoppieren mochte, weil er aus der Puste war, sind wir dann wieder durchpariert und im Schritt zurück zu den Wackelkisten gebummelt. Mein Mädchen war verdammt stolz auf mich, weil ich wieder alles richtig gemacht habe. So hatten wir einen schönen Ritt als Ersatz-Ausflug!

Unsere Mädchen waren beide super zufrieden, weil wir so Alltags-taugliche Ponys sind. Jeder ist nachher wieder klaglos in seine Wackelkiste geklettert, niemand hat gewiehert, gehampelt oder sich sonst wie aufgeregt und unsere beiden Mädchen finden, das ist etwas ganz wunderbares, das wir das so können! Viel wertvoller als Schleifen zu gewinnen, finden die beiden.

Voll brav sind wir beide

Das wilde Moor hat unseren Begleitern auch gut gefallen, und mein Mädchen freut sich schon darauf, den beiden noch mehr von unseren Lieblingswegen zu zeigen, wenn mal Zeit dafür ist.

Euer Sir Duncan Dhu of Nakel (seeeeeeeeehr erwachsen!)

Aus dem Tagebuch des Sir Duncan Dhu 531

Gestern ist der Sonntagsausflug ausgefallen. Mein Mädchen und der Mann haben nämlich einen Workshop gegeben. Da sind 10 Frauen angereist und wollten was über Rhythmus und Timing lernen. Deswegen durften wir Ponys nicht in die Halle. Mein Mädchen war sehr, sehr aufgeregt. Die Menschen sind lustig rumgeturnt und haben ganz schön viel Quatsch gemacht. Ich hab einmal kurz geschaut was die da machen, aber dann beschlossen, dass das nicht so interessant ist wie diese kleinen grünen Hälmchen die diesen Sommer so zahlreich in unserem Paddock wachsen und die so gut sind für die Figur (sieht mein Mädchen anders, aber ich fange schon an, Winterfell zu produzieren, da wird es dringend auch Zeit für etwas Winterspeck!).

Was machen die da?

Als die Menschen genug komischen Kram gemacht hatten, kamen sie noch als Horde in den Paddock. Die eine hatte Knabbereien für uns mitgebracht, aber auch als die weggefuttert waren, sind wir noch ein Weilchen geblieben und haben Klönschnack gehalten. Mein Mädchen war sehr angetan davon, wie gut ich mich benehmen kann zwischen so vielen Menschen. Habe mit allen mal kurz geschnackt, aber niemanden bedrängt. Die eine hat noch ein zartes Küsschen bekommen, die kenne ich aber auch schon, die war schon öfter da (ich küsse ja nicht jede!). Merlin hat sich mit Nachdruck ein paar Bauchkraul-Einheiten eingefordert und wollte sich danach gern die beste Bauchkraulerin aussuchen und hier behalten, aber das hat irgendwie nicht funktioniert.

Besuch vom Fanclub!

Als alle Menschen weg waren, war mein Mädchen komplett platt. Ich hab sie gefragt, ob wir noch was schönes machen können, aber sie hat gesagt, das muss leider warten, weil sie nicht mehr denken kann aber trotzdem noch ganz viel denken muss. Sie fand das alles sehr anstrengend und war auch nicht so zufrieden mit sich – das kenne ich schon, dann braucht sie etwas Zeit um wieder klarzukommen und meine Aufmunterung kommt dann später zum Zuge. Sie geht dann Äppel sammeln, irgendwie hat das therapeutische Wirkung. Deswegen legen wir immer genug parat – für den Notfall! Das Aufmuntern werde ich dann heute machen, zum Glück bin ich inzwischen ja Profi darin, ihre Laune zu verbessern und ihr beim Entspannen zu helfen. Was wir heute machen, weiß ich aber noch nicht ganz genau, denn mein Ausreitkumpel hat sich schon wieder einen gelben Schein geholt und ist nicht für einen Ausflug zu haben! So ein Mist. Mal sehen, welches Alternativ-Programm wir finden.

Euer aufmunternder Sir Duncan Dhu of Nakel

Fitness

Jetzt haben wir es raus: Duncan galoppiert wunderbar gleichmäßig unter mir, völlig entspannt, ein Sprung wie der andere. Ich kann ihn lenken, ich weiß auch, dass ich ihn jederzeit durchparieren kann. (Meine Freundin hinter mir kann das übrigens auch, wenn sie das passende Stimmkommando gibt, pariert Duncan durch). Zwischendurch feuere ich ihn etwas an, damit er im Galopp bleibt. Wo ist die Grenze? Wie weit kann ich ihn treiben, ohne ihn zu überfordern und ohne dass er die Freude am Laufen verliert? Zwischendurch hat er einen toten Punkt. Plötzlich ist er schreckhaft und etwas klemmig und mir ist nicht klar, warum. Aber einige Minuten später ist er wieder da und schlägt noch einen Galopp vor. Langsam entwickelt sich ein neues Verhältnis zwischen uns, eins in dem er weiß, wie er Vorschläge machen kann und ich weiß, was sein Verhalten bedeutet. Immer öfter sage ich ja zu seinen Ideen, weil ich sie gut finde. Er benimmt sich immer so einwandfrei, er hat sich seine kleinen Freiheiten wirklich verdient. Seit wir mit dem Bosal unterwegs sind, bin ich auch nicht mehr so pingelig mit der Försterei unterwegs, so lange er weiter läuft. Er übt also jetzt das Abreißen kleinerer Zweige im Galopp… und es stört mich nicht, weil er es so geschickt macht, dass es eben nicht stört. Auch das Trinken ist für ihn ohne Gebiss so viel leichter, das kommt uns sehr zu Gute wenn wir jetzt so viel galoppieren. Mir tut es gut, mit meiner Freundin unterwegs zu sein. Die hat einfach ganz andere Maßstäbe als ich. Ich selbst reite zum ersten Mal ein Pferd, das Lust hat, so viel zu Laufen. Mein alter Warmblüter ist auch gern gelaufen, aber am liebsten nach hause. Merlin wollte nie wirklich lang ausreiten gehen und Finlay war zwar gerne draußen unterwegs aber nicht so schnell bitte. Duncan dagegen kann gar nicht genug kriegen von unseren Touren. Er läuft gern UND er ist gern draußen. Das einzige was ihn stört ist, wenn er schon alle Wege so oft gelaufen ist. Dann möchte er mal an neuen Stellen abbiegen und die Welt erkunden – eines Tages wird er auch hier gelegentlich selbst entscheiden dürfen (und dann oft erfahren, dass es sich um Sackgassen handelt – was ihn in Anbetracht der Grasmengen, die sich am Ende dieser Sackgassen oft finden, wohl nicht betrüben wird…..).

Während ich also immer Sorge habe, es könnte Duncan zu viel werden, ist das, was wir da an Strecke und Tempo reiten, für meine Freundin völlig normal. Sie ist schon als Jugendliche viele Stunden schnell geritten und ihre Ponys waren immer fit. Als ich sie kennenlernte, war es für sie die normale Sonntags-Kutschtour 20-25km im Trab. Und ihr kleines Pony ist die 28km Distanzritt mit Finlay im Reisegalopp gelaufen während Finlay mit seinen längeren Beinen nebenher getrabt ist. Sie hat nicht die Vorstellung die in meinem Kopf herum geistert, dass mein Pony plötzlich völlig überfordert oder überhitzt sein könnte und Kreislaufprobleme kriegt oder einfach total erschöpft ist und nie wieder ausreiten gehen will. Sie schaut Duncan kurz ins Gesicht, fängt an zu lachen und sagt „dem geht´s prima“.

Duncan ist vor und nach solchen Ritten oft sehr ruhig. Er wirkt dann auf mich manchmal müde, aber ich muss lernen, dass das nicht stimmt. Er ruht in sich und vergeudet keine Energie mit hampeln oder auch nur erhöhter Aufmerksamkeit. Immer öfter schafft er es, von tiefenentspannt stehen und gesattelt werden direkt in flottes Laufen umzuschwenken und von da direkt wieder in die Entspannung. Eine wertvolle Fähigkeit und ich arbeite daran, das noch auszubauen, so dass es dann auch mit fremden Pferden in fremder Umgebung entspannt bleibt. Aber jetzt frage ich mich vor und nach dem Ritt manchmal ob es ihm gut geht, weil er so still ist. Dann muss ich über mich selbst lachen. Viele Reiterinnen würden mich beneiden um diese Eigenschaft meines Ponys. Und wenn es wirklich mal auf Distanzritt geht, kommt noch genug Aufregung dazu, da ist es gut wenn er diese Grundentspannung mitbringt.

Was mir auch noch völlig fehlt an Informationen ist die Sache mit der Müdigkeit. Wie müde ist er, wenn er langsamer wird? Kommt da nochmal was, ist da noch Reserve oder ist er dann am Ende seiner Kräfte angekommen? Ich möchte so gern gut auf mein Pony achten, aber ich möchte ihn auch herausfordern, weil ich weiß, dass er das mag. Und ich möchte ja auch demnächst mal auf Distanzritt – wann auch immer dieses „demnächst“ sein wird. Wieder muss ich über die Distanzreiter lachen, die sagen „jedes normal gerittene Pferd kann einen Einführungsritt gehen“. Wann ist mein Pony denn normal geritten? Im Moment kann ich mir nicht vorstellen, dass er das schaffen kann. Ich habe ihn nach unseren 14,4 km gesehen, ich kann mir nicht vorstellen, dass er nächste Woche die doppelte Strecke schaffen würde. Ist er also immer noch nicht „normal geritten?“ Oder liege ich total falsch und er könnte das ganz entspannt schaffen, wenn ich nicht so ein Helikopter wäre? Ich werde es nicht ausprobieren. Erst werde ich unsere Strecken weiter steigern. Ich hoffe nach wie vor, dass wir bald allein ausreiten können, aber irgendwas kommt mir immer dazwischen, das Wetter, die Zeit oder mein Energielevel. Aber immer auf Begleitung angewiesen zu sein ist auch enorm bremsend, denn es bedeutet meistens auch mit dem Anhänger los zu fahren und da gehen schnell ein, zwei Stunden mehr ins Land als wenn man einfach von zu hause losziehen kann. Dieses Jahr war schon wieder so zerstückelt, als wir gerade angefangen hatten mit unseren Ausritten, fing der Ausreitkumpel an zu lahmen und Diego war krank. Wochen sind ins Land gegangen bis mal wieder irgendetwas passiert ist was Richtung Training ging. Also hoffe ich wieder, dass es nächstes Jahr besser wird. Immerhin haben wir doch auch schon einiges von unserer Liste abgehakt: erste Ausritte mit anderen Begleitpferden als den bisher bekannten hat Duncan mit Bravour gemeistert. Das erweitert unsere Möglichkeiten schon mal.

Derweil beobachte ich Duncan jetzt nochmal neu, denn vielleicht ist er jetzt – über ein Jahr nach der Kastration und mit fast 6 Jahren – ungefähr so, wie er eben als erwachsenes Pony sein wird. (Ich vergesse ja oft, wie jung er eigentlich noch ist). Und das heißt ich kann jetzt rausfinden, wann er gut drauf ist, wann er zu viel oder auch mal eher wenig Energie hat. Wann er viel Arbeit will und braucht und wann Pausenzeiten sein können und sollen. Im Moment ergibt es sich, dass wir wenig auf dem Platz machen, dafür aber ständig unterwegs sind – zum Ausreiten, zum Kurs, für Spezialtraining und zum „extra“ Ausreiten mit anderen Pferden. Vielleicht gönnen ich uns eine Auszeit vom Platz, auf dem wir noch genug Zeit verbringen werden. Im Moment ist er nur immer noch so schief, dass ich denke wir müssen da ab und zu ein bisschen ran. Ich bin in all diesen Dingen noch unsicher und denke an eine Reiterin, die ich in einem Podcast über die TransGermania gehört habe – ein Distanzritt über 21 Tage mit Tagesetappen von 60 km. Theoretisch darf man dort mit einem 7jährigen Pferd starten, aber Tatiana Peter sagt im Interview, sie glaubt kaum, dass man ein so junges Pferd schon gut genug kennen könne um so einen Ritt anzugehen (ganz abgesehen von körperlichen Trainingsfragen). Das fand ich eine tolle Aussage, weil ich mir schon langsam ein bisschen blöd vorkomme wenn ich denke, wie wenig ich immer noch über mein Pony weiß. Wie viele Fragen ich noch habe, wie oft ich noch nicht weiß, warum er heute so drauf ist und morgen so, an welchem Tag ich mit welchem Verhalten rechnen muss.

Wir bleiben dran – sowohl an der Fitness, als auch am Kennenlernen. Vielleicht bin ich nächstes Jahr schon schlauer – oder es passieren dann wieder unvorhergesehene Dinge. Vielleicht ist nächstes Jahr dann ja endlich das Jahr des alleine Ausreitens und das Jahr unseres ersten Distanzrittes. Denn auch das habe ich von den Distanzreitern gelernt: Fitness kommt nicht in einer Saison, sondern wird über viele Jahre aufgebaut. Wie immer in der Pferde-Ausbildung gilt es also, langfristig zu planen und Geduld zu haben.

Aus dem Tagebuch des Sir Duncan Dhu 530

Montagsausflug! Wackelkiste, Ausreitkumpel abholen und wo geht es diesmal hin? Ah, die selbe Stelle wie letzten Montag. Alles antüddeln – diesmal habe ich noch mehr Fliegenbimselbamselgebämsel ins Gesicht bekommen. Weil die Bremsen immer an meine Nase wollen! Das war ein neuer Versuch meines Mädchens und letztendlich hat es sich auch bewährt, aber vorerst musste es mal festgemacht werden. Als das geschafft war, ging es endlich los. Ich habe mir eine neue Sache angewöhnt, die mein Mädchen sehr clever findet, nämlich das Pieseln VOR dem Aufsteigen zu erledigen. Dafür gibt es sogar einen Keks! Sonst habe ich ja damit immer gewartet bis sie aufgestiegen war und bin dann mit ihr gemeinsam in den Busch gewandert – ich möchte es ja immer gern abenteuerlich haben für mein Geschäft.

So, das hätten wir, ich bin parat! Los ging es auf den selben Wegen wie letztes Mal. Hoppi galoppi! Im Grunde wussten wir ja nun wo es lang geht, aber mein Mädchen hatte trotzdem die Stimme in der Tasche an. Die Stimme kennt die geplante Route und sagt sie uns dann vor. Leider weiß sie manchmal nicht genau, wo wir gerade sind. Dann sagt sie „Du verlässt die Route, die Route liegt 40 Meter rechts von Dir“ und mein Mädchen anwortet „40 Meter rechts von uns liegt vielleicht die nächste Moorleiche, aber nicht unsere Route du Dummerchen“. Oder die Stimme in der Tasche gibt lustige Anweisungen wie „der Straße weiter folgen, dann noch 150Meter geradeaus“. Das findet mein Mädchen immer sehr amüsant und fragt sich, was sie damit meint. Eigentlich erwartet mein Mädchen immer, dass die Stimme in der Tasche eines Tages sagt „Mach deinen Sch… doch alleine, du hörst doch eh nie auf mich!“ aber bisher ist das nicht passiert.

Durch den abenteuerlichen Grasweg (schnell! Bevor die Hirschlaus uns erwischt!) dann den langen, langen Plattenweg im Galopp (hier üben wir jetzt, ein gleichmäßiges Tempo zu halten), dann den zweiten Grasweg. Diesmal ohne verreiten. Und wir wussten ungefähr noch, wo das Matschloch ist. Mein Mädchen hat mich links drum rum gelenkt, ich wollte viel Abstand nehmen, aber sie lieber nicht, falls auf der linken Seite doch gleich das Moor anfängt. Haben wir geschafft, da schimpft es hinter uns schon wieder – mein Ausreitkumpel hatte einen SEHR großen Bogen um das Loch gemacht. Naja, zum Glück war da kein Moor und wir mussten weder Schuhe suchen noch sonst irgendwas.

Schnell wieder traben, wegen der Hirschlaus! Dann wieder raus aus dem Weg und ein Stück die Straße bis zu der Ecke wo wir wieder auf den Startweg abbiegen. Ich war etwas ermattet, mein Blutzucker war doch sehr gesunken, also hat mein Mädchen eine Graspause vorgeschlagen und meinen Puls gemessen, weil sie sich ja schon wieder Sorgen gemacht hat. Mein Puls war kurz über 80. Jetzt stellte sich beim Grasen heraus, dass das zweite Fliegenbimselbamselgebämsel sehr hinderlich beim essen ist. Also hat mein Mädchen das abgebaut.

Fliegengebämsel wieder anbämseln. Da ist noch Verbesserunsbedarf.

7 Minuten später hat sie wieder Puls gemessen: 64. Damit war mein Schicksal besiegelt, denn so hat sie beschlossen, dass wir die kleine Erweiterung noch reiten können, die wir letzte Mal ausgelassen hatten. Letzte Woche waren 11,4km geplant, weil wir uns verritten hatten, wurden es aber 12,5km. Diese Woche hat mein Mädchen beschlossen, dass wir ein bisschen steigern können. Also sind wir da, wo wir sonst links abbiegen, nochmal geradeaus weiter getrabt. Äh, Mädchen, wollten wir nicht abbiegen? Nein, wollten wir nicht. Puh, nun wurde mir etwas matt. Ich bin zwar weiter gelaufen aber ich hab mir doch überlegt, mir meine verbleibende Kraft gut einzuteilen – was weiß ich was die Menschen noch so vor haben! Das Mädchen vom Ausreitkumpel meinte, dass der ja auch nochmal vorneweg gehen und Verantwortung übernehmen könnte. Aber während er das wohl klaglos tut, wenn sie mit anderen Pferden ausreiten ist, möchte er das bei mir nicht. Er möchte hinter mir laufen und nicht denken. Und also hat er sich eine gute Taktik überlegt, wie er das mit dem Überholen verhindern kann: er drängelt dann so seitlich in mich rein und geht allen gehörig auf die Nerven, während er sich standhaft weigert, zu beschleunigen. Sollte er doch mal weiter nach vorne kommen, weil ich langsamer werde, wird er sofort selbst auch langsamer. Schließlich hat sein Mädchen es aufgesteckt und wir haben es alle so akzeptiert wie es es: ich vorneweg, Ausreitkumpel hinterher. Der Vorteil ist: ich bestimme das Tempo. Und mein Mädchen hat mich dann so traben lassen wie ich wollte, das war nicht mehr so schnell aber immer noch schön gleichmäßig.

Schließlich kam die Wackelkiste in Sicht und wir sind Schritt gegangen. Mein Mädchen ist abgestiegen und ich bin müde neben ihr her geschlurft. Am Anhänger wieder Puls messen (gute 80), dann abwaschen (das war ganz schön warm gestern!), Fliegendecke anziehen, wieder Puls messen (60) und ab nach hause. Schön war das, auch wenn ich echt müde war. Aber ihr wisst ja, ich mag das, mich richtig auszutoben. 14,4km hatten wir nachher auf der Uhr, davon 3,2km im Galopp und 9,4km im Trab. Unsere Durchschnittsgeschwindigkeit war mit 9,2km/h wirklich zügig, da kann man nicht meckern! Jetzt hab ich mir aber wirklich eine kleine Pause verdient.

Euer gut ausgetobter Sir Duncan Dhu of Nakel

Aus dem Tagebuch des Sir Duncan Dhu 529

Also eigentlich wollten wir ja letzten Sonntag auf Spezial-Mission. Da war es dann aber zu heiß. Deswegen haben wir die Spezial-Mission auf diesen Sonntag verschoben. Aber irgendwie ist da doch der Wurm drin! Gestern abend ist an Diegos Huf nämlich ein großes Stück abgebrochen. Da war das alte Hufgeschwür aus dem letzten Herbst, das am Kronsaum aufgegangen war und jetzt runter gewachsen ist. So weit, so gut, aber an dem Spalt ist jetzt Horn weggebrochen. Es stört Diego zum Glück nicht, aber die Menschen wollten lieber nicht das Risiko eingehen, dass wir dann in einem fremden Wald weit weg von zu hause sind und es Diego nach ein paar Kilometern vielleicht doch stört. Also musste – mal wieder – Plan B her.

Mein Mädchen hatte aber noch ein paar Wege auf ihrer Liste, die sie sowieso testen wollte und also sind wir doch auf eine Art Spezial-Mission gegangen, nur halt mehr in der Nähe und mit Abkürzungs-Option für den Notfall. Ab in die Wackelkiste und los ging es. Normalerweise plant mein Mädchen ja immer alles minutiös vor, aber jetzt war halt mal Spontanität angesagt. Erste Frage: wo parken wir die Wackelkiste? Da war nicht so richtig ein guter Platz. Aber neben einem Bauernhof war ein schönes Plätzchen. Und weil da gerade Leute auf dem Hof waren, hat der Mann freundlich gefragt, ob wir da parken dürfen. Das durften wir. Dann wurde gesattelt (ich mit kleinen Entspannungseinheiten zwischendurch, so wie wir es bei unserem Spezialtraining am Mittwoch gelernt haben) und schließlich ging es los. Einmal die Runde herum, Wege gucken. Die Wege da sind ganz schön, es war windig, etwas schattig und so gut wie fliegviechfrei, was sehr angenehm war. Wir sind viel Schritt gegangen, aber ein kleiner Trab oder Galopp zwischendurch war auch drin. Einmal, als mein Mädchen und ich gerade munter vorneweg unterwegs waren, hörten wir einen Trecker. Mein Mädchen hat mich durchpariert und da kam das riesige Geschoss auch schon von rechts um die Ecke! Das war so groß, dass mein Mädchen Angst hatte, dass der Fahrer uns nicht sieht. Sie hat wild gewunken und er hat dann angehalten und ist ein paar Meter rückwärts gefahren, damit wir vorbei konnten. Ich habe derweil nicht mit der Wimper gezuckt. Keks! Mein Mädchen war schon wieder sooooo stolz auf mich, weil ich das so toll gemacht habe. Kann ich!

Weiter ging es und schließlich kamen wir von der anderen Seite wieder an dem Hof an dem wir geparkt hatten. Der Mann fragte sich, was die da bauen und hat dann einen Klönschnack angefangen. Die Menschen dort haben auch Pferde und so kamen wir ins Gespräch. Die Frau die dort wohnt war ganz angetan, dass Diego und ich alles ohne Gebiss machen – klar, wir sind doch die besten Ponys der Welt!

Als wir genug geschnackt hatten (ich habe mir derweil ein kleines Nickerchen gegönnt und musste erst mal wieder aufwachen) ging es weiter. Und zwar einfach ganz geschmeidig an der Wackelkiste vorbei! Diego war nicht 100% überzeugt davon, mir war das egal. Da waren nämlich noch zwei Wege zu testen, also sind wir nach der größeren Runde jetzt einfach noch eine kleinere Runde geritten, damit wir alle Wege abgeklappert haben. Uns Ponys war es recht und so sind wir insgesamt auf 9,5km gekommen. Diego ist gut gelaufen und sein Huf hat ihn gar nicht gestört, das hat die Menschen sehr gefreut. Aber lieber einmal zu vorsichtig als nachher dumm aus der Wäsche gucken. Und so hatten wir ja nun trotzdem einen schönen Ausritt.

Jetzt weiß mein Mädchen, welche Wege sich lohnen und welche nicht und im Gespräch mit der netten Hofbesitzerin hat sie auch noch wieder eine Idee bekommen, wie sie mal ein paar Wege zusammensetzen könnte zu einem Tagesritt. Nur dass wir dann den Tagesritt halt auch mal machen müssten, da scheitert es ja im Moment immer an irgendwas. Aber es wird schon noch klappen, sagt mein Mädchen. Bis dahin trainieren wir fleißig, damit wir dann den Ritt auch schaffen.

Euer Wege-erkundender Sir Duncan Dhu of Nakel (Foto machen hat mein Mädchen einfach vergessen. Lasst eurer Fantasie freien Lauf!)

Spezial-Training

Wie Duncan Euch gestern schon berichtet hat, waren wir mal wieder auf spezieller Übungs-Mission. Manche werden mich deswegen vielleicht belächeln. Ja, ich habe einen ganzen Nachmittag investiert, bin viele Kilometer mit dem Anhänger gefahren und habe Unterricht genommen, in dem ich nichts anderes getan habe, als mein Pony auf- und wieder abzusatteln. Wohlgemerkt: mein sehr, sehr artiges Pony. Mein Pony, das ohne Geschrei, Gezappel und Gerenne an einem völlig fremden Ort vom Anhänger steigt, sich dort anbinden lässt, sich alles antüddeln lässt. Ohne sich viel hin und her zu drehen, zu scharren, zu wiehern oder was es sonst noch so an Optionen gibt (worauf ich schon verdammt stolz bin, ehrlich gesagt). Warum also die Übung? Weil ich ihn gern entspannter hätte. NOCH entspannter.

Auf der Rückfahrt fiel mir im Gespräch mit Arnulf auf, wie meine Vorstellung davon, was es heißt, mit Pferden zu arbeiten, sich von Grund auf verändert hat in den letzten Jahren. Irgendwie ist es in unserer Welt meistens so, dass wir Dinge von den Pferden verlangen. Freundlicher oder weniger freundlich, aber das Pferd soll dieses, jenes oder selles für uns tun. Dabei übersehen wir gerne mal, dass WIR diejenigen sind, die in der Bringschuld sind. WIR haben uns entschieden, ein Pferd zu kaufen. WIR haben entschieden, dass wir dieses Pferd reiten/fahren/longieren/putzen wollen. Und weil wir das Pferd bei uns haben, müssen wir auch dafür sorgen, dass es sich z.B. die Hufe bearbeiten lässt. Es ist nicht der Job des Pferdes, sich die Hufe machen zu lassen, es ist unser Job, das Pferd in die Lage zu versetzen und zu motivieren, sich die Hufe bearbeiten zu lassen. Und glaubt mir, in 25 Jahren als Hufpflegerin habe ich nicht viele Menschen gesehen, die wirklich nach diesem Grundsatz handeln. „Das kannst du jetzt mal machen“, „jetzt halt doch mal still“ und „stell dich nicht so an“ sind Sätze, die uns allzu schnell über die Lippen kommen – ich nehme mich da nicht aus. Wenn ich komme und eine Arbeit zu erledigen habe, werde ich auch kurzfristig erstmal sehen, dass ich diese Arbeit erledigt kriege. Langfristig wäre es die Aufgabe der Besitzerin, dafür zu sorgen, dass ihr Pferd besser steht – was auch immer das im individuellen Fall erfordert. Vielleicht sind es diese Jahre der Hufbearbeitung, die mich nach und nach sensibilisiert haben und in denen ich verstanden habe, wie verdreht und verkehrt unsere Sicht auf diese Dinge ist.

Wenn ich also mit meinem Pony bestimmte Dinge tun will, ist es mein Job, mein Pony darauf vorzubereiten. Und mein Anspruch ist gestiegen: es reicht mir nicht, dass mein Pony sich richtig verhält, ich möchte, dass er sich auch wirklich wohl fühlt. Das wird nicht immer und überall möglich sein und Herausforderungen gehören zum Leben dazu. Aber ich möchte ihn nicht ständig überfordern, nur weil er so artig ist und sich so sehr bemüht. Gerade weil er sich so viel Mühe gibt, alles richtig zu machen, hat er nicht verdient, unter latentem Dauerstress zu stehen. Leider sehen immer noch viele Leute diesen Stress bei ihren Pferden nicht. Das ist keine böse Absicht, sondern mangelnde Ausbildung und zu niedriger Standard. Ich bin nun immerhin so weit, dass ich es sehe. Der nächste Schritt ist, dass ich noch besser lerne, wie ich dem Pferd helfen kann, aus diesem Stress raus zu kommen.

Früher war Wiederholung das Mittel der Wahl. Wiederholen und hoffen, dass das Pferd von allein besser klar kommt. Und natürlich ist das immer noch besser als Druck ausüben oder das Pferd einfach unverhofft und ungeübt in alle möglichen Situationen zu bringen. Aber heutzutage wissen wir so viel mehr über Pferde. Es gibt so tolle Ausbilder rund um den Globus, die uns lehren, wie wir den Pferden helfen können. Wir müssen nicht mehr stumpf wiederholen, wir können aktiv dazu beitragen, die Dinge zu verbessern. Und das ist doch toll! Ja, es erfordert von uns Menschen nochmal mehr Aufmerksamkeit. Nochmal mehr Mitdenken, mehr Mühe geben, mehr lernen. Aber die Belohnung ist ein wirklich entspanntes, zufriedenes und glückliches Pferd und eine Beziehung die viel tiefer geht als alles was wir bisher so kannten.

Heutzutage gibt es für fast alle Themen die passenden Spezialisten. Und dank Internet kann man die auch finden. Man braucht nicht – wie vor 30 Jahren – den einen Reitlehrer vor Ort, der dann alles können soll. Man kann sich den Menschen suchen, der sich mit dem Thema, das man gerade am Wickel hat, ständig beschäftigt und gut auskennt. Und genau das habe ich getan. Während ich bei Alex Zell auf dem Kurs etwas über Balance, Rotationen und Rinderarbeit lernen kann, meinen Sitz und meine Einwirkung verbessere und ganz nebenbei das Hufschuhproblem löse, war ich diesmal bei Jule Liebelt und habe unter ihrer Anleitung Entspannung beim Satteln in fremder Umgebung geübt. Weil ich weiß, dass Jule sich viel mit diesen Dingen auseinandersetzt, viel von Elsa Sinclair gelernt hat und selbst auch Ponys hat, die im Ausdrucksverhalten nicht so weit weg von Duncan sind. Ausbilder, die vorwiegend mit iberischen oder arabischen Pferden zu tun haben, können die Ponys oft nicht gut lesen und kennen sich da nicht so aus. Mein artiges, äußerlich ruhiges Pony zu verstehen, erfordert eine andere Expertise. Das eine ist nicht schlechter als das andere, es ist eine Frage von Spezialisierung. Und heutzutage ist es zum Glück so, dass viele Ausbilder sich stark spezialisiert haben und in ihrem Gebiet richtig, richtig gut sind.

Weder als Ausbilderin noch als Pferdebesitzerin muss ich alles können und wissen. Ich muss nur wissen, wen ich fragen kann und wer mir helfen kann. Aber allem voran muss ich merken, wenn ich ein Problem habe oder etwas für mein Pony noch besser werden könnte. Und noch einen Schritt davor ist es an mir, zu erkennen, dass das MEINE Bringschuld ist. Wenn mein Pony sich nicht so verhält, wie ich das gerne hätte, ist das nicht die Schuld des Ponys. Letztlich, konsequent zu Ende gedacht, ist es immer der Mensch, der in der Verantwortung ist. Das heißt nicht, dass so ein Pony nie Schabernack macht (gerade Ponybesitzerinnen wissen, wie viel Freude manche Ponys daran haben). Aber ich muss erkennen, wann es Schabernack ist und wann es was zu üben oder ein Problem zu lösen gibt. Und ich muss lernen, auch mit dem Schabernack so umzugehen, dass langfristig etwas vernünftiges dabei heraus kommt. Was dieses vernünftige ist – das entscheidet jede Pferdebesitzerin für sich selbst und möglichst im besten Sinne auch für ihr Pony.

Und wenn es gut läuft, dann habe ich nachher ein Pony, das in jeder gegebenen Situation gut klar kommt, entspannt ist und Spaß hat am gemeinsamen Tun. Diese Ponys fallen nicht vom Himmel, es ist unsere Aufgabe, ihnen zu ermöglichen, ihr bestes Selbst zu werden. Und wenn das bedeutet, dass ich satteln in fremder Umgebung übe, dann habe ich mein Geld und meine Zeit gut investiert. Und die Erfahrung lehrt, dass die, die mich jetzt dafür belächeln, in ein paar Jahren neidisch sein werden.

Aus dem Tagebuch des Sir Duncan Dhu 528

Gestern morgen hat mein Mädchen dann doch noch eine Hirschlaus auf meinem Fell entdeckt, obwohl wir doch dachten, wir wären ihnen entkommen! Naja, der schöne Ausritt war es wert.

Heute war dann wieder eine Spezial-Mission angesagt. Ihr kennt ja mein Mädchen: alles wird geübt. Heute haben wir geübt, alleine an einen fremden Ort zu fahren. Ziemlich lange stand ich in der Wackelkiste und habe Heu gefuttert. Als wir schließlich da waren, haben wir satteln geübt. Ja, das habt ihr richtig gelesen! Mein Mädchen hat mich dort angebunden und dann hat sie das komplette Anzieh-Programm gestartet. Mit Sattel, Zebradecke, Hufschuhen, Hufglocken und Bosal. Aber während sie das gemacht hat, hat eine nette Frau ihr Hinweise gegeben, wie sie dafür sorgen kann, dass ich mich besser entspanne. Als schließlich alles angetüddelt war, sind wir auf den Reitplatz gegangen und mein Mädchen hat mich ein paar Runden geführt und ich durfte mir alles anschauen. Inklusive der anderen Pferde hinterm Zaun.  Es ging darum, dass mein Mädchen noch besser wird in ihrem Timing, wann sie mit mir in Harmonie geht und wann nicht und wie sie mich besser unterstützen kann wenn ich überfordert bin. Nachdem wir ein paar Minuten auf dem Reitplatz waren, sind wir einfach wieder zurück zum Anbinder gegangen und mein Mädchen hat mir alles wieder ausgezogen. Ich war mittlerweile schon dezent kopfmüde, aber auch ganz gut entspannt. Habe dann ein kleines Nickerchen am Anbinder gemacht und das hat alle anwesenden Menschen sehr gefreut. Man könnte also sagen: die Tages-Aufgabe war Entspannung! Und das habe ich gut hingekriegt. Und mein Mädchen hat jetzt noch mehr Möglichkeiten, mir dabei zu helfen, so dass wir irgendwann genauso cool sind wie Diego und der Mann. Das ist unser großes Ziel!

Unter kompetenter Anleitung üben wir Entspannung in fremder Umgebung

Dann ging es wieder in die Wackelkiste (ich war ganz froh darum, ich fand das alles doch ganz schön anstrengend!) und ab nach hause. Immer gut, wenn man wieder in die vertraute Heimat kommt! Mein Mädchen ist jetzt wieder stolz wie Bolle und sagt, wir sind wieder ein Stückchen gewachsen.

Euer entspannter Sir Duncan Dhu of Nakel

Aus dem Tagebuch des Sir Duncan Dhu 527

Montagsausflug! Das bedeutet: austoben. Neuerdings bedeutet es vor allem ganz viel galoppieren! Aber mal der Reihe nach.

Erst das übliche: putzen, Hufschuhe anziehen, einsprühen, ab in die Wackelkiste, den Ausreitkumpel abholen. Dann mal sehen wohin die Reise diesmal geht. Ah, ins schöne wilde Moor! Die Strecke kennen wir gut. Moment mal, hier biegen wir doch sonst links ab und nicht rechts? Ach ja, hier war ich aber auch schon mal. Ein einziges Mal, nämlich im September mit Diego. Da wollte mein Mädchen schon so lange mal wieder hin, aber es hat sich nie ergeben. Jetzt aber! Erst ein Stück bekannter Moorweg, da haben wir gleich den ersten kleinen Galopp hingelegt, dann etwas Asphalt, dann geht es hier doch irgendwo links ab? Ach ja, da ist ja der Plattenweg. Und von hier müssen wir irgendwo überraschend auf eine Wiese abbiegen, das wusste mein Mädchen noch. Da steht ein altes, vermoostes Reitwegeschild und es geht über eine hochgewachsene Wiese. Jemand hat dort ein paar Sprünge aufgebaut, aber die sind so zugewachsen, dass man sie kaum noch sieht. Der Hauptweg führt aber zum Glück daran vorbei. Eine leichte Fahrspur war zu erkennen, daran haben wir uns orientiert. Und haben tatsächlich den Weg auch gefunden! Dann kamen Plattenwege. Und Plattenwege. Und Plattenwege. Schön war das da, niemand war unterwegs, wir konnten in aller Ruhe galoppieren und galoppieren. Padadamm, padadamm, padadamm. Mein Ausreitkumpel ist sogar manchmal vorneweg gegangen und hat Verantwortung übernommen – was ist denn mit dem plötzlich los? Mir ist es einerlei ob er vorn oder hinten ist. Nur neben mir mag ich nicht so gern. Das ist so eine Marotte von mir: andere Pferde neben mir finde ich irgendwie blöde. Die mecker ich dann immer an und dann meckert mein Mädchen von oben und sagt, ich soll meine Energie fürs Laufen verwenden. Das Mädchen vom Ausreitkumpel sagt immer, so lange ich noch Energie zum meckern habe, bin ich noch nicht wirklich müde, so viel steht mal fest.

Als die Plattenwege zu Ende waren, wusste mein Mädchen nicht mehr so recht weiter und musste mal aufs Handy schauen. Wir durften derweil kurz grasen. Normalerweise jammert das Mädchen vom Ausreitkumpel dann nach 2 Sekunden, dass sie aufgefressen wird von den Fliegviechern, aber diesem Problem hat mein Mädchen jetzt Abhilfe geschaffen. Sie hat einfach das Geburtstagsgeschenk für das Mädchen vom Ausreitkumpel vorgezogen und ihr so eine Art „Ausreitdecke“ geschenkt. Leider gab es die nicht im Zebralook, sondern nur in schnödem Grün, aber trotzdem ist das Mädchen vom Ausreitkumpel jetzt sehr glücklich, weil sie nicht mehr ausgelutscht wird.

Jetzt hat sie ihre Ruhe vor den Fliegviechern!

Mein Mädchen konnte also in Ruhe aufs Handy schauen und das hat angezeigt: geradeaus. Da ging es ins Moor über den schönen Grasweg und mein Mädchen hat sich erinnert, dass das der Weg mit den Hirschlausfliegen war. Also los und nicht zögern! Je schneller wir da durch sind, desto besser! Im Trab durchs hohe Gras und da waren vielleicht Bodenwellen! Trittsicherheitstraining haben unsere Mädchen das genannt. Wir Ponys können das natürlich. Wir haben ja Einzelhufaufhängung und da ist es egal, ob ein Fuß mal 20 cm weiter oben ist als der andere. Der Weg wurde immer zugewachsener und schließlich standen wir vor einem großen Feld mit riesigem Farn. Mein Mädchen hat angehalten und aufs Handy geschaut. Ach herrje, wir sind ja falsch! Alles wieder zurück! Was sind wir doch für geduldige Ponys. Also alles wieder zurück! Was auf der Karte aussah wie geradeaus war in der Realität nämlich links. Also jetzt in den linken Weg. Der sah ähnlich aus, hatte aber nicht ganz so viele Bodenwellen. Dafür war er von oben her sehr zugewachsen – aber kleine Ponys haben große Vorteile, das wisst ihr ja!

Ja da ist ein Weg!

Plötzlich lenkt mein Mädchen mich scharf nach links, aber es war schon zu spät, mein rechtes Vorderbein und meine Hinterbeine verschwanden – schwups! – in einem amtlich tiefen Matschloch. Ich habe uns da mehr oder weniger elegant herausmanövriert aber meinen Ausreitkumpel hinter mir hat es voll erwischt. Sein Mädchen hat geschrieen, mein Mädchen hat sich erschrocken umgedreht, aber es war alles gut gegangen, auch mein Ausreitkumpel kann so was und ist heil wieder raus gekommen. Wir sind ein paar Meter weiter zu einer Stelle wo mehr Platz war, dann war erst mal Hufschuhcheck angesagt! Und siehe da: mein Ausreitkumpel hatte einen verloren. In dem Matschloch. Also zurück und den Schuh wieder einsammeln und anziehen.

gut versteckt im Gras und verdammt tief, dieses Matschloch!

Jetzt aber schnell, bevor die Hirschlaus uns entdeckt! Die liegt bestimmt schon auf der Lauer! Also weiter bis zur Straße. Dort ein schneller Blick ob irgendwo was fliegt oder krabbelt, aber da war nichts.

Nun waren wir auch schon wieder auf dem Rückweg. Wir hätten die Tour noch erweitern können, aber durch den Umweg waren es jetzt schon 1,5km mehr geworden und mein Mädchen meinte, das war auch anstrengend genug. Also lieber noch ein gemütlicher Reise-Galopp und dann Schritt. Plötzlich sagt sie zu mir: komm wir biegen da rechts ab. Da ging es steil nach oben und rechts und links waren Taue gespannt. Ich war skeptisch, hab ihr aber vertraut und bin hoch gegangen. Als wir oben waren, ist sie abgestiegen, weil sie gemerkt hat, dass es mich etwas gruselt. Ich durfte dann Gras schmausen und mein Ausreitkumpel natürlich auch, während die Mädchen die Aussicht genossen haben. Puls messen war natürlich auch dran (88). Dann wieder runter und den Rest sind die Mädchen zu Fuß gegangen. Als wir an der Wackelkiste waren, war mein Puls schon wieder bei 60, also alles fein, gutes Training.

Panorama übers wilde Moor

12,5km waren es, davon 3,7km im Galopp! Das ist schon ganz schön sportlich, finden wir. Außerdem ist das eine richtig tolle Runde, die wir da gefunden haben. Die Wege durchs Moor, die wir sonst geritten sind, sind zwar landschaftlich der Hammer, dafür aber auch immer gut besucht von Spaziergängern, Radfahrern und Hunden. Da ist es schwierig, schnell zu reiten. Da wo wir diesmal waren ist niemand, da kann man so durchziehen. Und es gibt da noch mehr Wege, die werden wir jetzt mal abchecken!

Ich war jedenfalls wieder sehr zufrieden (nur eins war blöd: es gab Diätheu in der Wackelkiste. Sonst war da immer das richtig gute Zeug! Schlechter Service!)

Euer trittsicherer Sir Duncan Dhu of Nakel

Aus dem Tagebuch des Sir Duncan Dhu 526

Eigentlich war für heute eine lange Tour geplant. Wir sollten ziemlich weit weg gewackelt werden  und dann ziemlich viele Kilometer machen, auf wichtiger Mission natürlich. Aber das Wetter war nicht auf unserer Seite…. es ist nämlich plötzlich richtig heiß geworden.

Also musste Plan B her und mein Mädchen kam morgens zur Unzeit schlaftrunken in den Stall gewankt. Sie hat gemurmelt, ich sei ja jetzt alt genug um auf sie aufzupassen, während sie noch etwas vor sich hin pennt. Klar, mein Mädchen, ich bin ja schließlich Gentleman! Also hab ich die Verantwortung übernommen und sie hat erstmal nur auf meinem Rücken gesessen und versucht, aufzuwachen. Ich bin ja morgens wach, kein Problem. 

Das Wetter war gerade noch angenehm. Ab ging es wieder auf die vertraute Runde durchs Dorf und dann hinten in den Wald. Dort wollten wir schön traben, aber der Mann war genervt, weil Diego ihn so doll geworfen hat. Mein Mädchen meinte, Übergänge würden helfen, damit Diego mal die richtige Tragemuskulatur aktiviert. Wir sind also vorne weg gegangen und dann ging es los. Schritt -Trab-Schritt-Trab-Galopp-Trab-Schritt. MÄDCHEN! Ich will laufen! Aber sie hat gesagt, da muss ich jetzt kurz durch. Eigentlich müssten wir den Sonntag und den Montag tauschen, meinte sie. Samstags hab ich nämlich immer frei und dadurch hab ich Sonntags so viel Energie übrig, dass da eigentlich so ein Montagsausflug mit dem Ausreitkumpel perfekt wäre. Aber die Wochentage sind nunmal wie sie sind, da kann man nix machen, also muss ich Sonntags Rücksicht nehmen auf Diego und den Mann und darf mich erst Montags richtig austoben. Nach ein paar Übergängen war Diego dann warm und ist vernünftig gelaufen. Wir haben erstmal einen kleinen Galopp eingelegt. Diego war gut drauf und hat ein ordentliches Tempo vorgelegt. Los, mein Mädchen, runter von der Bremse! Ich durfte laufen, musste aber versprechen, kein Wettrennen zu machen (menno) und auf meine Füße aufzupassen. Ja klar, immer doch. Da meine Klebeschuhe von den Vorderhufen wieder runter sind, hatte ich vorne meine Hufschuhe an (hinten sind die Klebeschalen noch drauf). Mein Mädchen hatte also fest damit gerechnet, dass sich da im Galopp was dreht oder wegfliegt, besonders bei dem Tempo. Aber als sie nach dem Galopp nachgeschaut hat, war alles noch an Ort und Stelle! Da hat sie sich doll gefreut und gesagt, ich würde wohl doch schon sehr viel vernünftiger galoppieren.

Weiter ging es im Trab, dann hat der Mann plötzlich angehalten. Er wollte seine Steigbügel kürzer machen um das mal auszuprobieren. Wir Ponys durften derweil schnell etwas Gras schmausen. Dann wieder los, Trab und Galopp, jetzt fand der Mann das auch besser. Ich habe derweil eine neue Regel entdeckt: wenn Spaziergänger kommen, gehen wir ja immer Schritt. Dann grüßen wir freundlich mit „moin!“ dann warte ich 10 Sekunden – und dann will ich bitte weiter traben! So läuft das doch immer! Da brauche ich doch wohl nicht warten bis mein Mädchen was sagt, oder? Sie hat nur gelacht und gemeint, ich hätte das alles voll durchschaut.

Als wir vor dem Dorfkrug waren, musste ich dann doch nochmal was erledigen. Mein Mädchen war nicht begeistert, aber hilft ja nix. Sie steigt ja dann immer ab und sammelt alles ein.  Immerhin bot sich dadurch noch die Gelegenheit für ein schönes Foto.

Auf dem Weg nach hause haben wir dann noch unsere Traversalen geübt – die hat uns der Reitlehrer empfohlen, damit ich meine Beine schlauer setze und die Hufschuhe nicht abtrete. Wir können das auf dem Reitplatz üben, aber ein breiter Weg tut es auch. Und nach einer Weile hatte ich auch geschnallt, was mein Mädchen möchte und hab alles richtig gemacht. Mittlerweile war sie auch wach und wir schon wieder zu hause (ich glaube sie hat den halben Ritt verschlafen.  Aber ich habe ja perfekt auf sie acht gegeben).

Meine Hufschuhe haben perfekt gesessen und mein Mädchen war sehr, sehr glücklich darüber (weil ihr das Geklebe ja so fürchterlich auf die Nerven geht!). Jetzt hofft sie, dass es bald auch hinten mit den Hufschuhen klappt, das werden wir in ein paar Wochen probieren, wenn die Klebeschalen runter sind.

Euer Sir Duncan Dhu of Nakel mit dem verschlafenen Mädchen

Beziehung im Wandel

Bald wird Duncan 6 Jahre alt. Nach dem Wachstumsschub im Frühjahr scheint er jetzt – besonders nach dem Reitkurs – unglaublich erwachsen zu sein. Und unsere Beziehung verändert sich.

Bei Finlay habe ich nicht so sehr darüber nachgedacht, aber bei Duncan fällt mir jetzt plötzlich auf, wie sehr unsere Beziehung sich im Laufe der Jahre verändert hat. Jedes Lebewesen, das von Natur aus im Familienverband aufwächst, macht vielleicht ähnliche Entwicklungsstufen durch, wie wir sie von Menschen kennen. Denn der eigene Platz in der Familie und die Beziehung zu Eltern und Geschwistern ändert sich, während man heranwächst. Und da Duncan schon mit einem Jahr hier in seine „Familie“ gekommen ist und sich an dieser Familie auch nichts geändert hat, konnte (bzw kann) er diesen Prozess näher an „normal“ durchlaufen als die meisten anderen Pferde mit denen wir hier in Deutschland so zu tun haben.

Aber ich sehe vor allem, wie unsere Beziehung sich verändert. Als er klein war, hatte ich immer die volle Verantwortung. Manchmal war ich dieser Verantwortung nicht gewachsen und habe Fehler gemacht, er hingegen war gar nicht in der Position, Verantwortung zu übernehmen und konnte somit genau genommen auch keine Fehler machen. Er hat sich – in der Herde und auch mit mir – einfach an den erwachsenen orientiert und viel nachgemacht und ausprobiert. Dann kam ein bisschen Pubertät, in der er genau das in Frage gestellt hat: warum ich eigentlich immer entscheide. Die Antwort war klar: weil die meisten seiner Ideen eher untauglich bis gefährlich waren. Meine Aufgabe änderte sich, ich trug weiterhin Verantwortung, aber es war auch mein Job, Duncan Grenzen zu setzen, die er dringend suchte. Die Herde hier zu hause war dabei mein Vorbild und hat mir Orientierung gegeben. Ich versuchte, meinem Pony einen Rahmen und Halt zu bieten. Nach und nach merkte ich, wie er sich in diese Grenzen einfügt und sich nicht nur arrangiert, sondern sich ganz wohl fühlt. Es gibt Sicherheit, wenn man weiß, was man zu tun hat.

Ich fing an, mehr von seinen Vorschlägen in die Tat umzusetzen. Du möchtest traben? Dann warte kurz, ich erlaube es gleich. Du möchtest galoppieren? Warte kurz, zeig mir, dass du dich an die Regeln hältst, dann darfst du los. Erst in den letzten Wochen habe ich gemerkt, dass wir beide das so nicht mehr brauchen. Zumindest nicht mehr immer. Er fragt kurz an und ich sage ja. Denn Duncan ist ja nicht der einzige, der in den letzten 5 Jahren etwas gelernt hat. Ich habe ja auch gelernt – vor allem über ihn. Ich habe gelernt, wie er seine Wünsche äußert und vor allem habe ich inzwischen die Erfahrung, zu wissen, wann er entspannt ist und wann nicht. Und wenn er entspannt ist, das weiß ich jetzt auch, trifft er haufenweise gute Entscheidungen. Nur wenn er nicht entspannt ist, dann muss ich das Ruder wieder übernehmen und für ihn entscheiden.

Elsas Worte fallen mir ein: wenn du ein Jungpferd hast, musst du nicht 1 Pferd kennenlernen, sondern ungefähr 27. Weil ein Jungpferd sich ständig ändert und du nie genau weißt, was dich heute erwartet. Genau so war es in den letzten Jahren oft. Aber jetzt wird das weniger, das Pendel schwingt nicht mehr so stark von der einen in die andere Richtung und ich weiß schon sehr viel besser, wo die Mitte ist. Jener Ort, an den wir kommen, wenn Duncan in sich ruht und ganz er selbst ist.

5 Jahre sind eine lange Zeit – ich habe viele meiner ursprünglichen Ausbildungs-Ideen verworfen oder mindestens abgewandelt. Und ich bin dankbar, dass ich Finlay hatte, denn von dem habe ich schon so viel gelernt. Ohne diese Erfahrung wäre es mir mit Duncan nicht so gut gelungen. Aber wenn ich ihn jetzt anschaue, meinen kleinen Ritter, dann finde ich, das Ergebnis meiner Bemühungen kann sich sehen lassen. Ich glaube, es ist mir gelungen, seinen Charakter nicht zu verbiegen, sondern sich entfalten zu lassen. Aber ich muss natürlich auch zugeben: er hat es mir sehr, sehr leicht gemacht. Und die 4 erwachsenen Ponys, die haben die meiste Arbeit gemacht. Ich bin überzeugt, dass auch die ihre Erfahrungen mit Finlay gemacht haben und deswegen so viel besser wussten, wie mit so einem Jungspund umzugehen ist.

Für mich startet jetzt nochmal eine neue Phase, denn wenn ich Duncan mehr Freiheiten lasse und mehr auf seine Vorschläge höre, werde ich auch mehr darüber erfahren, was ihm Spaß macht. Gleichzeitig möchte ich ihn nicht damit überfordern, ich möchte parat stehen um ihm notfalls helfen zu können, wenn er z.B. zu müde ist um den besten Weg zu finden. Das wird für mich sehr viel komplizierter werden, denn ich muss von Sekunde zu Sekunde entscheiden, ob ich führen oder folgen möchte. Bisher habe ich meinen Pferden immer viel Führung gegeben und wenn ich jetzt so zurückblicke denke ich, dass das auch Bequemlichkeit meinerseits war. Weil ich dann eben nicht nachdenken muss, wer jetzt entscheidet. Aber ich möchte ja auch weiter lernen und Duncan soll ja mitreden dürfen. Es bleibt also spannend….