(Alles was unterstrichen ist könnt ihr anklicken und direkt nachlesen)
So, jetzt ist das Jahr rum. Ausreiten fällt heute leider aus, weil es ja Menschen gibt, die die Uhr nicht richtig lesen können und ihre Böller schon irgendwann vor Mitternacht verschießen. Und das wollen wir nicht erleben, wenn wir draußen unterwegs sind, also bleiben wir schön hier zu hause, wo wir in Sicherheit sind. Da habe ich genug Zeit, über das Jahr nachzudenken!
Lass mal sehen. Angefangen hat es ja ganz gut, mit Hallenspielen (wegen Wetter) und einem neuen Sattelgurt für mich. Aber über den Februar reden wir lieber nicht! Der war nämlich für uns alle die Hölle. Na egal, jetzt bin ich entspannter Wallach und das ist gut so. Wir sind alle sehr zufrieden damit – auch ich. Ganz ehrlich: die Stuten nebenan sind nett, aber es ist schöner wenn ich nicht den ganzen Tag darüber nachdenken muss.
Als wir also die Hölle durchschritten hatten und am anderen Ende wieder raus kamen, ging es wieder los mit Fitness (davon hatte ich einiges eingebüßt).
Im März sind wir dann wieder voll eingestiegen ins Training (inklusive Wellness), haben Merlins 30. Geburtstag gefeiert, und wir hatten den vielleicht schlechtesten Unterricht, den mein Mädchen je bekommen hat.
Im April habe ich dann meinen neuen Sattel bekommen, mit dem wir beide (im Gelände) sehr glücklich und zufrieden sind. April ist auch immer der Monat in dem der Geburtstag meines großen Bruders ist, da ist mein Job als Herzensreparateur wieder ganz besonders wichtig. Und wir haben ein paar schöne Ausflüge gemacht, wie es sich gehört!
Im Mai habe ich dann in der Funktion als Service-Pony zum ersten Mal einen anderen Menschen als mein Mädchen getragen (und das natürlich großartig gemeistert!). Wir hatten einen Höllen-Trip, aber auch den ersten Ausritt mit dem Schimmelfreund! Und es ging endlich mal wieder los mit DEM Ausreitkumpel (der beste von allen!)
Im Juni habe ich Ritter Willibald kennengelernt! Der Zahnarzt war da und wir haben angefangen allein rauszugehen, mein Mädchen und ich. Außerdem hat mein Mädchen die Ausflüge noch genauer geplant (oder sagen wir: sie hat es versucht).
Im Juli hatte mein Mädchen Geburtstag und hat eine Garrocha geschenkt bekommen, wir waren nochmal mit Ritter Willibald los und wir haben unseren Ja-Tag gefeiert, aber wegen Wetter waren wir leider viel zu wenig ausreiten.
Im August haben wir dann stramm trainiert. Einmal wäre ich dabei fast von den Bremsen aufgefressen worden, aber nach ein paar guten Trainings hatte ich ordentlich Energie und eine kleine Diskussion mit meinem Mädchen über die Wahl der Gangart.
Im September haben wir weiter allein ausreiten geübt, ich war mit dem schnellsten Pony der Welt unterwegs und wir haben meinen Einzugs-Jahrestag gefeiert.
Nach all dem feinen Training durch die vielen schönen Ausritte war ich im Oktober dann wirklich ganz schön fit. Bergtour? Kein Problem! Dann war mein Mädchen eine Runde krank und deswegen ist Halloween quasi ausgefallen (ui, da schulde ich euch noch einen kleinen Film!). Fitness in Kombi mit Langeweile ergibt dann einen gut gelaunten Ritter mit dezentem Energieüberschuss, wie mein Mädchen im Anschluss feststellen durfte!
Im November war dann Schluss mit den langen Ausflügen, für den Ausreitkumpel war es zu dunkel und Diego hat sich ein fieses Hufgeschwür eingefangen, das ihn wochenlang lahmgelegt hat. Dafür habe ich meine erste Reitstunde gegeben und wir sind mit dem allein ausreiten ein Stück weiter gekommen.
Im Dezember kam Reitmeisterin Eleonore bei uns vorbei und hat und unterrichtet. Als sie wieder abgereist war, war endlich mal wieder Gelegenheit, mit der Wackelkiste los zu ziehen und ich habe die Lorbeeren für meine Arbeit in diesem Jahr geerntet: mein Mädchen vertraut mir jetzt viel mehr als vorher! Und schon war Weihnachten und es gab Geschenke für alle (ich hab meinem Mädchen den ersten Reitplatzgalopp geschenkt!).
Also wenn ich den Februar überspringe, war es insgesamt ein gutes Jahr. Wir waren ungefähr 500 km zusammen unterwegs (insgesamt zeigt mein Tacho jetzt 1585km an) – das ist eigentlich ein bisschen wenig, aber dafür dass so viele Ausfälle waren (ich krank, Diego krank, Mädchen vom Ausreitkumpel ist auch 6 Wochen ausgefallen…. ) ist es doch ganz ok. Trotzdem hoffen wir, dass es 2024 noch deutlich mehr Kilometer werden! Ich hoffe natürlich vor allem, dass mein Mädchen ihr Versprechen hält und wir noch viel mehr galoppieren! Und auch sonst haben wir noch einige Pläne, aber darüber reden wir dann nächstes Jahr!
Erstmal guten Rutsch, liebe Menschen!
Euer ins neue Jahr galoppierende Sir Duncan Dhu of Nakel