Aus dem Tagebuch des Sir Duncan Dhu 396

Mein Mädchen findet ja, eine meiner besten Eigenschaften ist, dass ich nicht so nachtragend bin. Ich bin bereit, es immer wieder zu versuchen. So auch am Sonntag. Obwohl wir ja am Freitag nun wirklich keine schöne Tour hatten, bin ich am Sonntag wieder munter angetreten für ein neues Abenteuer. Mein Mädchen hat mir Fliegengebämsel an den Kopf gebimselbamselt damit ich besser geschützt bin – wäre aber nicht nötig gewesen. Denn diesmal waren wir auf anderen Wegen unterwegs, wo kaum Bremsen waren. Aber lieber einmal zu viel Gebimselbämselt als einmal zu wenig! Das hat sie ja nun kapiert.

Wir haben wieder – wie letzten Sonntag – den schönen Spanier getroffen! Ach, da hab ich mich doll gefreut! Aber diesmal war ich ganz entspannt mit ihm. Einmal hat mein Mädchen sogar gelacht und gesagt, ich hätte ihn jetzt wohl endgültig in den Kreis meiner Ausreitkumpel aufgenommen, weil ich ihn nämlich angemeckert hab, als er überholen wollte. Das ist aber auch unfair, immer der Kleinste mit den kürzesten Beinen zu sein! Mein Mädchen sagt, wenn wir fleißig trainieren, werde ich bestimmt auch noch etwas schneller. Trotzdem haben die Großen mit den langen Beinen natürlich einen Vorteil. Und zwar auch im Trab! Immer seh ich die nur von hinten, so ein Mist! Da dachte ich mir: wenn die da vorn so schnell traben, hilft eben nur der dritte Gang! Und hab geschmeidig im Galopp wieder aufgeholt. Das wiederum fand der schöne Spanier wohl nicht ganz so lustig, der hat sich dann ein bisschen aufgeregt. Da war mein Mädchen schon wieder stolz auf mich, weil ich mich nicht mit aufgeregt, sondern nur verwundert zugeschaut habe, wie er da so vor sich hin tänzelte. Naja.

Irgendwie bin ich eben immer hintendran…. naja.

Insgesamt war die Tour relativ ereignislos und das hat uns gut getan. Viel Schritt, bisschen Trab, Galopp war dann für mich leider verboten, damit der schöne Spanier sich nicht aufregt. Naja. Aber am Ende war ich reichtig warmgelaufen und hatte einen sehr schönen Schritt, hat mein Mädchen gesagt. Und wie letztes Mal gab es zum Schluss wieder eine ausgiebige Graspause, während die Menschen Picknick gemacht haben.

Am Ende sind die Mädchen ein Stück zu Fuß gegangen. Rechts im Bild der schöne Spanier.
Das beste war das Picknick am Schluss!

Ich habe unterwegs alle Rinder, Schweine, Radfahrer, Mofafahrer, Autos, Fußgänger, Hunde und sogar ein anderes Pferd gut gemeistert und wie immer alles richtig gemacht und so ist mein Mädchen schon wieder hoch zufrieden mit mir. Vor allem dafür dass ich noch so jung bin, bin ich schon echt gut drauf sagt sie! Und weil wir grad so schön im Trainingsfluss sind, geht es morgen dann auch schon wieder mit meinem allerliebsten Ausreitkumpel los. Da passt das Tempo, den seh ich nicht immer nur von hinten, das gefällt mir. Vielleicht kann ich die Mädchen ja überreden, dass wir ein bisschen galoppieren üben, das wäre schön! Dann hatte ich drei Ausritte hintereinander mit jeweils einem Pausentag dazwischen und mein Mädchen sagt, da haben wir richtig was für meine Fitness getan. Wahrscheinlich ist dann wieder Pony-Yoga auf dem Platz angesagt, aber das kann ich dann auch wieder ein paar mal aushalten. Zumal die nächsten Touren schon wieder geplant sind, aber das erzähle ich euch dann wenn es so weit ist! Will ja nix vorweg nehmen.

Euer Sir Duncan Dhu of Nakel (voll im Training)

Aus dem Tagebuch des Sir Duncan Dhu 395

Diese Woche sind die Wochentage durcheinander geraten! Am Dienstag war viel zu viel Wetter um schön ausreiten zu gehen, also wurde der Dienstagsausflug erst auf Donnerstag verschoben und dann wurde er nochmal verschoben auf Freitag. Was für ein Chaos, wer soll sich da noch auskennen?

Das Gute ist ja: ich weiß genau, wann wir mit dem Ausreitkumpel losziehen. Woher ich das weiß, verrate ich nicht, aber ich weiß es. Und wenn mein Mädchen mich dann ruft, dann freue ich mich doll und komme sofort. Ich wollte ja auch gleich in die Wackelkiste einsteigen, die schon offen parat stand. Aber nein, erst noch die Hufschuhe anziehen. Jetzt aber, ja? Nein, erst noch ein Zöpfchen flechten. Aber jetzt, oder? Nein, erst noch einsprühen. Himmelherrgott ich will endlich los! Ja, dann ging es endlich los. Mein Mädchen hatte eine schöne, große Tour (11,2km) geplant. Das Mädchen vom Ausreitkumpel wollte nicht in den Wald, weil da so viele Mücken sind, sie wollte lieber durch die Felder in dem Gebiet wo sie früher mit den besten Ponys 1.0 immer unterwegs waren. Also los! Tja, was soll ich sagen. Mücken waren da tatsächlich keine. Nur Bremsen, und davon viele. Und alle waren sie hungrig! Kaum waren wir gestartet, fielen sie über uns her und wollten uns aussaugen! Wir haben ja zum Glück unsere patenten Decken und und mein Ausreitkumpel hatte auch eine Fliegenmaske auf, aber mein Kopf wurde zum allgemeinen Festschmaus erklärt und da half auch mein üppiges Wallehaar nicht so richtig gut. Ich kann euch sagen: das hat sooooooo genervt! Am Anfang ging alles noch. Ich habe nämlich alsbald raus gefunden, wie man die fiesen Bremsen am besten los wird: im Galopp! Und mein Mädchen war auch dieser Meinung. Also sind wir mal wirklich schön ausgiebig galoppiert (so fühlte es sich für uns an. Es waren aber nur 600Meter….). Ich bin sogar vorne weg galoppiert und ein Stück sind wir nebeneinander her galoppiert! Erster gemeinsamer Galopp! Da waren unsere Mädchen beide ganz glücklich, das war wieder ein großer Meilenstein und natürlich haben wir Ponys das wieder alles perfekt gemacht, auf uns ist schließlich Verlass!

Leider mangelt es mir da noch an Training mit meinem Mädchen oben drauf zu galoppieren und heiß war es auch, also konnte ich das alsbald nicht mehr. Wir sind dann getrabt, damit wir wenigstens nicht ganz aufgefressen werden. Um meinen Kopf etwas bremsenfrei zu halten hat mein Mädchen immer mit der Gerte daran entlang gestrichen Ich hab immer schon meine Nase an die Gerte gedrückt, damit sie mir die Bremsen damit abstreichen kann. Das war die einzige Methode, wie ich es irgendwie aushalten konnte.

Mein Ausreitkumpel hatte mal wieder Hüpf-Tag und an einer Stelle fand er eine Bank so gefährlich, dass er ein gutes Stück zur Seite und mit seinem Hintern im Trab voll gegen meine Schulter gesprungen ist! Ich bin ordentlich zur Seite geflogen und fast im Graben gelandet, aber weil ich ja so ein Guter bin, habe ich auf alle aufgepasst und so kam niemand zu Schaden. Mein Mädchen war schon wieder sehr stolz, weil ich das so gelassen hingenommen habe.

Nach flotten 6,5km war mein erster Tank leer und ich konnte die Mädchen zum Glück zu einer Graspause überreden. Leider hatten da nicht nur wir Buffet, sondern auch die Bremsen! Die fielen da mal munter über die Menschen her. Und wir hatten ja noch fast 5km vor uns! Es ging wirklich ums nackte Überleben sage ich euch. Mein Mädchen hat sich 1000 mal bei mir entschuldigt, dass sie so blöd war, ohne Maske mit mir los zu reiten. Sie hatte ein bisschen Angst, dass ich irgendwann die Nerven verliere und einfach stiften gehe, aber das hab ich natürlich nicht gemacht. Ich war müde und wollte einfach nur meine Ruhe und das beste was wir machen konnten, war, langsam zu traben. Irgendwann auf den letzten Kilometern war ich dann endgültig durch mit dem Lack. Mein Mädchen ist abgestiegen, aber damit sich die letzten 1,5km nicht so hinziehen, sind wir noch nebeneinander her immer mal ein Stück getrabt, bis ich auch darauf echt keine Lust mehr hatte.

Mein Ausreitkumpel hat nach dem Reiten immer das große Kopf-Jucken, vor allem wenn er so schwitzt, und hat sich dann mal überlegt, er könnte im Gehen seinen Kopf an meinem Hintern kratzen. Aber da ist mir dann doch der Kragen geplatzt! Ich habe ihm kurz mal meinen Hinterhuf vor die Brust gehauen – mit den Hufschuhen knallt das beeindruckend laut, sage ich euch! Mein Mädchen hat sich erst sehr erschreckt, sie lief so müde neben mir her und hatte nichts mitgekriegt. Aber das Mädchen vom Ausreitkumpel meinte nur, das sei völlig gerechtfertigt gewesen und ehrlich – wir tun uns ja nix, mein Kumpel und ich. Er war auch nur mäßig beeindruckt und wusste genau, dass und warum mir einfach der Geduldsfaden gerissen war. Das ändert nix daran dass er mein allerliebster Ausreitkumpel ist und mir im Falle von gefährlichen Bänken am Wegesrand natürlich ungefragt auf den Schoß springen darf.

Endlich an der Wackelkiste angekommen, durften wir erst nochmal etwas Gras schmausen während die Mädchen uns ausgezogen haben. Mein Mädchen hat sich Sorgen gemacht, dass ich total überfordert sein könnte. Dann haben sie uns einen Eimer Wasser hin gestellt, aber wir wollten nichts trinken. Um mein Mädchen zu beruhigen, habe ich lieber ein kleines Nasenspiel mit meinem Ausreitkumpel angefangen, damit sie sieht, dass ich ok bin. Dann hat sie den Schwamm genommen und das Wasser verwendet um uns kurz abzuwaschen, das war sehr angenehm (fand ich. Mein Ausreitkumpel fand es schrecklich!). Ende vom Ausflug! Und die Moral von der Geschicht: von Dienstag auf Freitag verschiebt man nicht. Oder so ähnlich.

Heute morgen hab ich mein Mädchen erst mal mit etwas Verachtung gestraft. So ein Flop! Da war ich ihr nun doch etwas gram. Aber heute mittag war ich fertig mit böse sein. Sie kann ja auch nicht sooooo viel dafür und sie hat versprochen mir einen guten Fliegenschutz für meinen Kopf zum Ausreiten zu besorgen. Sie ist furchtbar stolz, weil ich das wie ein Großer ausgehalten habe und wir sind beide furchtbar stolz auf unseren schönen Galopp. Ich, weil ich so schön galoppieren kann (rechts und links! Das darf ich momentan selbst entscheiden und ich wechsel immer mal ab), und mein Mädchen, weil sie gar keine Angst mehr hatte, dass ich dummes Zeug machen könnte, sondern mir voll vertraut und den Galopp genießen kann. Das klingt nach mehr davon! Das ist sehr in meinem Sinne, denn auch wenn ich es noch nicht lange durchhalte, finde ich Galopp doch einfach eine tolle Gangart!

Fotos gibt es keine – ihr ahnt wohl schon warum! Aber ich hätte euch wirklich gern so einen Schwarm Bremsen mitgebracht, damit ihr mal wisst, wie es mir ergangen ist!

Euer genervter, aber natürlich trotzdem tapferer und artiger Sir Duncan Dhu of Nakel

P.S. mein Mädchen sagt, mein Verhalten sei wahrlich sehr erwachsen gewesen. Und jetzt will ich nicht mehr hören, dass ich Pubertät hätte, mein Mädchen! Ich bin erwachsen!

Spaßfaktor

Mein Kundin ist in Urlaub. Ihr Pferd soll aber trotzdem was tun und so tu ich eben was mit ihm. Sie hat mich gebeten, Verladetraining zu machen.

Wir stehen also auf der Wiese am Anhänger, ihr Pferd und ich. Es ist das dritte Mal, dass wir zusammen üben und heute klappt es sehr viel besser als letztes Mal. Ich möchte für meine Kundin gern festhalten, was wir da tun, aber was ich vor allem möchte ist das was ich immer will: Spaß haben.

„Du kannst nicht immer nur Spaß haben“ hat mal eine Frau zu mir gesagt, die ich für eine Freundin hielt (wie man sich täuschen kann….). Wahrscheinlich hat sie technisch gesehen recht (führe an dieser Stelle eine philosophische Diskussion mit einer Person Deiner Wahl), aber gemeint hat sie damit, dass es viel besser, wichtiger und wertvoller ist, wenn man etwas tut, woran man KEINEN Spaß hat. Ist das eigentlich so was typisch deutsches oder ist das überall so? Warum neigen wir so sehr dazu, Dinge, die uns Spaß machen, als „weniger wert“ zu beurteilen? Dabei sind wir doch meistens in eben diesen Dingen ganz besonders gut! Ich jedenfalls will so viel Spaß wie möglich haben. Und während ich mit dem Kundenpferd am Anhänger stehe, möchte ich auch Spaß haben. Also zücke ich das Handy und mache ein Filmchen für die Besitzerin. Ich möchte schauen, ob das Pferd ohne meine direkte Aufforderung schon die Idee hat, einzusteigen. Während ich 10 Minuten im Anhänger stehe und auf das Pferd warte, filme ich uns und mache mir einen Spaß daraus. Ein Arthouse-Film! Die sind ja schon mal etwas langatmiger. Das ist Kunst, keine Unterhaltung. Da entwickelt sich die Handlung seeeeeehr langsam. Oh, der Protagonist zeigt eine überraschende Verhaltensweise! Ob meine Kundin das Video lustig findet? Keine Ahnung. Ich finde es lustig und es macht mich entspannt genug, um nicht ungeduldig zu werden. Und darum gehts. Denn obwohl das Pferd nicht weiß, was ich da sage und dass ich uns filme, merkt es eben doch, dass ich Freude an der Sache habe und nicht ungeduldig an ihm herum zerre, sondern ihm viel Zeit lasse, sich alles in Ruhe zu überlegen. Und somit hat das Pferd auch mehr Spaß an der Sache. Und jetzt soll mir einer erklären, was es dagegen einzuwenden gibt. Ach ja stimmt: Nichts. Außer dass es halt so unseriös ist. Und so wenig anstrengend. Und so verspielt. Und sowas kann ja keine echte Arbeit sein.

Viele Leute sagen, dass sie mit ihren Pferden „arbeiten“. Ich sage das auch. Und dann gibt es die, die das Wort „Arbeit“ nicht mögen und lieber andere Dinge sagen. Wie wir es nennen, ist dem Pferd sicherlich egal. Entscheidend ist, wie wir uns fühlen. Denken wir, wenn es nicht anstrengend, nervtötend, schweißtreibend, kompliziert oder so ist, dann ist es nichts wert? Das Pferd denkt anders. Das Pferd an sich ist Energiesparer. Sonst hätte seine Spezies nicht so viele Millionen von Jahren existieren können. Das Pferd sieht also in der Regel zu, dass es keine Energie verschwendet. Und eigentlich denkt der Mensch doch genauso. Nur, wenn ANDERE arbeiten sollen, dann vergessen wir, wie bequem wir selbst sind. Das Pferd soll bitte perfekt bemuskelt und geradegerichtet sein. Wir selbst hingegen sitzen lieber auf der Couch als Sport zu machen. Warum? Ach ja, weil Sport uns keinen Spaß macht. Weil Sport ja anstrengend ist. Obwohl er ja auch Spaß machen könnte….

Ich persönlich gedenke, weiterhin so viel Spaß zu haben wie es mir irgendwie möglich ist. Ich werde weiterhin versuchen, meinen Schülerinnen und ihren Pferden den Spaß an der gemeinsamen Zeit zu vermitteln. Wozu haben wir die Pferde sonst? Wozu geben wir so viel Geld aus und investieren so viel Zeit und Nerven, wenn nicht, um Spaß zu haben? Nein, natürlich nicht auf Kosten des Pferdes, sondern MIT dem Pferd!

Es gibt immer Dinge, auf die wir keine Lust haben. Ich zum Beispiel kann mich nicht dafür erwärmen, ernsthaft mit meinen Pferden mit Stangen oder Cavalettis zu trainieren. Ich kann es nicht leiden, ewig was auf- und abbauen zu müssen, es nervt mich. Die gute Nachricht ist: niemand zwingt mich dazu.

Ich finde, es gibt Dinge, die sollte ein Pferd können: führen, Hufe geben, in den Anhänger einsteigen. Die gute Nachricht ist: wenn wir so gar keine Lust dazu haben, können wir jemanden beauftragen, diese Dinge mit unserem Pferd zu üben. Ja, wir müssen dann selbst auch noch was tun. Aber wer einfach nicht die Geduld und Nerven oder das Know-How hat, seinem Pferd dieses oder jenes pferdegerecht und freundlich beizubringen der darf diese Aufgabe abgeben und es ist keine Schande. Wenn das Pferd erst mal eine gute Basis hat, ist für den Menschen alles leichter. Beim Anreiten ist das Gang und Gäbe, das man es dem Profi überlässt. Warum nicht bei den anderen Aufgaben, denen wir uns vielleicht nicht ganz gewachsen fühlen? Ein guter Ausbilder wird selbst Spaß daran haben und das ganze spielerisch leicht und schnell erledigen.

Andererseits kann ein guter Ausbilder uns auch unterstützen, während wir es selbst tun. Und dann kann es uns selbst auch Spaß machen, wenn jemand da ist, der hilft und der uns diesen Spaß auch vermitteln kann. Manchmal braucht es einfach ein paar Anläufe, bis Dinge Spaß machen. Wenn wir Angst haben vor dem Galopp wird ein erster Galopp nicht unbedingt emotionale Höhenflüge auslösen. Aber wenn wir uns ran tasten und üben kann es gut sein, dass wir plötzlich entdecken, wie schön ein ruhiger, gleichmäßiger Galopp sein kann.

„Der Spaß kommt bei der Arbeit“ sage ich oft. Jeder von uns kennt das: anfangen kann manchmal eine Hürde darstellen. Wenn es draußen regnet und man eigentlich keine Lust hat, kann es sogar schwer sein, zum Pony zu gehen. Aber wenn man erst mal dort ist und angefangen hat, hat man nachher oft eine erstaunlich gute Zeit.

Spaß hilft aber auch gegen Angst. Nicht umsonst gebe ich den Rindern Namen, wenn wir an ihnen vorbei reiten. Oder ich erzähle Duncan absurde Geschichten über diese „gefährlichen“ Tiere.

Spaß hilft sogar gegen Ärger. Ein Grund weshalb ich so gern mit meiner Freundin ausreite, weil wir uns immer gegenseitig dabei unterstützen, die Dinge nicht zu ernst zu nehmen. Wenn sie wie ein Rohrspatz über ihr tüddeliges Pony schimpft, kann ich einfach nur lachen. Und schon ist ihr Ärger etwas weniger. Wenn ich hingegen wie ein Rohrspatz über Duncan schimpfe, wendet sich das Blatt, sie lacht und mein Ärger verpufft. Und da ein Pferd meistens gar nicht artiger, gelassener, klüger oder sonstwie besser wird, wenn man sich darüber ärgert, kann man ebenso gut Spaß haben, obwohl das eigene Pferd nicht ganz das perfekte Fabel-Einhorn ist, das man sich so wünscht.

Sogar nach Finlays Tod, als ich dachte, ich könnte nie wieder lachen, hat etwas Spaß mir oft geholfen. Und seitdem weiß ich auch: nur weil jemand lacht und Witze macht, heißt das nicht, dass er nicht trauert. Aber auch von der Trauer braucht man mal eine Pause und es kann helfen, mal zu lachen und einen unbeschwerten Moment zu erleben, selbst wenn es mir am Anfang irgendwie falsch vorkam.

Ich war noch nie ein ernster Mensch. Und oft bringen allzu ernste Menschen, die sich allzu wichtig nehmen, mich erst recht zum lachen. Über manchen Bankangestellten oder Anwalt habe ich mich im Nachhinein scheckig gelacht, weil manche dieser Typen mich so sehr an den Geschäftsmann aus dem kleinen Prinzen erinnern.

Vielleicht habe ich manchmal zu viel Spaß. Ich wüsste nur nicht, woran ich das messen und wer das beurteilen sollte. Und so lange das so ist, finde ich es weiterhin sinnvoller, so viel Spaß zu haben wie mir möglich ist, als mich freiwillig darin zu beschränken. Auch beim Üben mit meinen Ponys oder beim Verladetraining mit Kundenpferden. Daher ist auch eins meiner Lieblingszitate von Karen Rohlf „You can get serious results without being so serious.“ (frei übersetzt: Du kannst ernstzunehmende Ergebnisse bekommen ohne allzu ernsthaft zu sein). Ich möchte das gern in jede Reithalle hängen, es würde die Welt für die Pferde verbessern.

Aus dem Tagebuch des Sir Duncan Dhu 394

Mann war heute viel Wetter! Regen und Sonne und dann wieder Regen und Wind und noch mehr Regen und viel Regen auf einmal und Wind und Sonne und dann alles wieder von vorn. Mein Mädchen hat geschimpft wie ein Rohrspatz, weil sie dauernd nass wurde. Schließlich hat sie aufgegeben und beschlossen, den Tag lieber drin zu verbringen und zu hoffen, dass der Wetterbericht stimmt, der hat nämlich versprochen, dass es Abends besser werden soll. 

Tatsächlich gab es Abends einen wunderschönen Regenbogen und die Menschen haben beschlossen, dass Zeit ist für ein Reitplatzdate. Unser Dienstagsausflug ist nämlich wegen dem vielen Wetter auf Donnerstag verschoben. Also Reitplatzdate, das heißt, der Mann, Diego, mein Mädchen und ich gehen alle zusammen auf den Reitplatz. Oder auch nicht, denn kaum waren wir dort, fing es wieder ein bisschen an zu regnen und mein Mädchen hatte Angst, dass da wieder so ein Guss runter kommt. Also ist sie mit mir in die Halle gegangen, während der Mann und Diego draußen geblieben sind. Sie hat dann mit mir in der Halle etwas Handarbeit gemacht zum aufwärmen, während Merlin und Caruso um uns herum gelaufen sind, weil sie auch Kekse wollten. Mein Mädchen hat immer versucht, sie weg zu schicken und ich war schon etwas genervt von all dem hin und her.

Als es dann aufhörte zu regnen (war auch nicht viel), sind wir wieder raus
gegangen auf den Reitplatz und haben noch ein bisschen reiten geübt. Ich war
etwas tüddelig im Kopf nach all dem Wetter und dem hickhack, aber ich hab
natürlich trotzdem mein Bestes gegeben und mein Mädchen war auch sehr zufrieden mit mir. Sie war auch etwas tüddelig im Kopf, weil sie fast den ganzen Tag drin war und das einfach überhaupt nicht leiden kann. Aber wir können inzwischen auch ganz gut aushalten, wenn wir beide tüddelig sind.

Jetzt hoffen wir, dass das Wetter bald etwas beständiger wird, so ist das
wirklich nervtötend. Aber es soll ruhiger werden und für Donnerstag hat mein
Mädchen schon eine ausgiebige Tour geplant – juhuuuu! Da können wir unsere
Nerven wieder zusammenflicken.

Euer Sir Duncan Dhu of Nakel

Aus dem Tagebuch des Sir Duncan Dhu 393

Sonntagsausflug – special edition! Ab in die Wackelkiste und ein kleines Stück gereist. Dann dort ausgestiegen und – sieh mal einer an, da stand eine zweite Wackelkiste und da stieg der schöne Spanier aus! Hallo, dich kenne ich doch! Du bist doch einer von meinen Freunden in der Ferne! Stellte sich heraus, dass wir zum Ausreiten verabredet sind! Ooooooooh ich war aufgeregt! Nur mal gucken – ich meine anfassen! Nein, nur gucken, NICHT anfassen. Immer diese verdammten Regeln! Und mein Mädchen zieht das knallhart durch!

Los ging es, erst mal am Umspannwerk vorbei. Da ist immer noch Baustelle und also immer noch die Baken an der Seite und die Metallplatten am Boden. Mich interessiert das ja nicht. Und überhaupt interessierte mich nur der schöne Spanier! Der allerdings fand das schon irgendwie merkwürdig, da rüber zu gehen. Ich fand eher merkwürdig, wie er da rüber gegangen ist. Na kann ja jeder machen wie es ihm gefällt.

Dann sind unsere Mädchen aufgestiegen und wir sind los marschiert. Diego und der schöne Spanier vorneweg – himmelherrgott, schon wieder so ein schneller Schritt-Gänger! Und ich mit meinen kurzen Beinen hinterher. Plötzlich höre ich von vorn das Mädchen vom schönen Spanier zum Mann sagen „wollen wir mal warten?“. Da wusste ich jetzt gar nicht, ob ich das nett finden soll oder unverschämt. Als ob ich nicht zur Not noch einen zweiten und einen dritten Gang hätte um die beiden einzuholen! Ich bin halt nur so furchtbar nett und lege ungefragt keine Sprints hin. Und ehrlich gesagt ist es mir auch egal, wenn die da vorn es so eilig haben. Dafür verpassen sie die Hälfte der Landschaft, weil sie so schnell daran vorbei flitzen. So.

Der schöne Spanier hat mir dann einen fantastischen neuen Trick gezeigt: er kam an einer merkwürdig gewachsenen Pflanze vorbei und hatq mal so getan als würde er sich davor fürchten. Sein Mädchen hat dann seine Nase direkt darauf zu gesteuert, damit er sich das mal anschaut und der schöne Spanier hat prompt von der merkwürdigen Pflanze abgebissen! Das finde ich ja mal eine sehr patente Art, an Futter zu kommen! Mit antäuschen!

Weiter ging die Reise. Damit die beiden Großen nicht immer warten müssen, sind mein Mädchen und ich immer mal ein Stück nachgetrabt. Nun bin ich ja Typ „Dampflok“ (die schließlich von einem Briten wie mir erfunden wurde!) und finde einfach, wenn ich dann schon mal trabe, kann ich damit doch auch gleich weiter machen. Andererseits wollte ich aber nicht an dem schönen Spanier vorbei, dann wenn er hinter mir ist, kann ich ihn ja gar nicht mehr anschauen! Ich muss ihn doch im Auge behalten! Ein echtes Dilemma, sage ich euch…

Wir sind eine Schleife geritten und dann den selben Weg zurück. Und wo kamen wir da vorbei? Richtig: an der merkwürdig gewachsenen Pflanze. Und weil ich mir genau gemerkt habe, wie der Spanier das gemacht hat, hab ich ganz kurz angetäuscht ich würde diese Pflanze etwas unheimlich finden und dann versucht, mir ein Maul von davon zu nehmen. Mein Mädchen hat furchtbar lachen müssen, aber leider ist sie diesem guten Trick gar nicht auf den Leim gegangen. Sie kennt mich nämlich schon so gut, dass sie fast erwartet hat, dass ich versuche, das nachzumachen. Mist.

Naja, immerhin haben wir dann noch eine ausgiebige Graspause eingelegt, dann ging es auch mit meinem Blutzucker wieder. Mein Mädchen ist danach ein Stück zu Fuß gegangen und ich habe gemerkt, dass mein Kopf schon ganz schön müde ist vom Spanier-im-Blick-behalten.

Als sie wieder aufgestiegen ist, sind wir noch ein Stück getrabt – wieder waren die beiden Großen vorneweg sooooo schnell! Ich hab kurz gefragt ob wir galoppieren wollen, mein Mädchen hat nein gesagt und dann dachte ich mir, Trab ist auch fein. Ja, ich war wirklich schon ordentlich kopfmüde und das hat sich letztlich auch auf meine Beine ausgewirkt.

Der schöne Spanier (rechts) und ich.

Zum Glück waren wir dann bald wieder an den Wackelkisten und haben noch ein Picknick gemacht. Wir Ponys sind da ja im Vorteil, für uns wächst überall was schönes, für die Menschen hatte das Mädchen vom schönen Spanier einen Picknickkorb mitgebracht, damit sie uns nicht hungrig beim Schmausen zuschauen müssen.

Der schönste Teil war das Picknick am Ende!

Am Ende sind wir jeder wieder in seine Wackelkiste geklettert und das war es mit dem Sonntagsausflug. Jetzt muss ich mein Gehirn ausruhen! Aber wir machen jetzt öfter Ausflüge mit dem schönen Spanier, sagt mein Mädchen, weil das so fein funktioniert hat mit uns. Jetzt habe ich noch einen neuen Ausreitkumpel! Mein Mädchen sagt, wenn das so weiter geht werden wir bald Termin-Probleme bekommen, weil wir so viele Ausreitkumpel haben. Ich hätte da ja einen Vorschlag: einfach öfter ausreiten! Aber leider muss sie ja zwischendurch auch immer arbeiten, um unser Futter zu verdienen. Schade eigentlich, aber ich will ja auch keinen Hunger leiden….

Euer Sir Duncan Dhu of Nakel mit dem neuen Ausreitkumpel

Aus dem Tagebuch des Sir Duncan Dhu 392

Heute sind mein Mädchen und ich wieder allein los gezogen. Ich habe beschlossen, euch jedes Mal davon zu berichten, damit ihr unsere Fortschritte genau verfolgen könnt. Auch wenn es keine sehr langen Geschichten sind – es sind ja auch noch keine sehr langen Ausritte….

Ich bin diesmal mutiger vom Hof runter gegangen und wir sind ein paar Meter weiter gegangen als letztes Mal, ganz knapp am Nachbarn vorbei. Das sind immerhin gute 300Meter, spektakulär, oder? Fast schon ein Distanzritt!

Dort ist sie abgestiegen, hat mich grasen lassen und nach ein paar Minuten ist sie wieder aufgestiegen und es ging nach hause. Wir haben etwas seitwärts gehen geübt von einer Straßenseite zur anderen und mein Mädchen war hoch zufrieden damit wie ich das gemacht habe. Dann hat sie mich eine Weile einfach geradeaus gehen lassen, da wurde ich zwar ein klitzekleines bisschen flotter als sonst aber sie fand, das ging noch. Am Ende sind noch ein paar Vögel hoch geflogen, da sind wir beide kurz zusammen gezuckt, aber nichts wildes. Am Hof angekommen, bin ich diesmal hoch anständig und aufmerksam geblieben und habe nicht versucht, per Ideallinie die kleinste Kurve zu kratzen.

Wie beim letzten Mal auch schon ist sie einfach sitzen geblieben und mit mir zum Reitplatz geritten. Wie beim letzten Mal auch fand ich das einen Hauch unheimlich zwischen den beiden Zäunen durch zu gehen mit ihr oben drauf (wenn sie neben mir geht, fällt mir irgendwie nicht auf, wie laut das E-Gerät da knackt!). Auf dem Reitplatz haben wir ganz kurz ein bisschen lenken geübt und sind einmal schön getrabt und – zack!- Mädchen stolz und zufrieden! Zum krönenden Abschluss durfte ich auf dem Reitplatz dann auch noch ein bisschen grasen, währen mein Mädchen das Rumstehen geübt hat.

Das war jetzt unser 4. Ausritt allein. Wir sind noch nicht weiter weg als am Anfang, aber wir sind schon beide viel entspannter und mein Mädchen sagt, darauf kommt es an. Bisher sind wir immer links vom Hof geritten, aber mein Mädchen sagt, demnächst reiten wir mal nach rechts vom Hof. Wenn wir uns ein gutes Stück Weg nach links und ein gutes Stück Weg nach rechts erarbeitet haben, können wir irgendwann die komplette Hausrunde schaffen, das ist unser erklärtes Ziel! Machen wir aber erst, wenn wir uns beide mutig genug dafür fühlen. Bis dahin, wisst ihr ja, machen wir das Meter für Meter.

Euer mutiger Allein-rausgeher Sir Duncan Dhu of Nakel

Ein besseres Gefühl

Ich stehe vor der Autobahnbrücke, Duncan neben mir. Mir ist schlecht. Die Bilder in meinem Kopf gehen mir durch. All die Techniken die ich gelernt habe, bleiben heute wirkungslos. Zu viel Stress in der letzten Woche und jetzt habe ich keine Kapazitäten mehr frei. Aber nun sind wir hier und ich will diese verdammte Brücke mit meinem Pony üben.

Ich frage mich also: was können wir gut schaffen? Wir stellen uns zusammen an den Rand der Brücke. Ein Auto jagt das nächste. Autos stressen mich sowieso, schon zu Fuß an einer stark oder schnell befahrenen Straße ohne Ponys stresst es mich (ich habe dann keine Angst, aber es regt mich auf). Mein Pony schaut sich das alles an. Ich weiß nicht, wie hoch seine Anspannung wirklich ist, das finde ich schwer einzuschätzen. Ich bin mit atmen beschäftigt. Ich warte, bis mein Stresspegel sinkt, dann drehen wir um und gehen grasen. Ein paar Minuten später wiederholen wir das ganze. Ich denke an Elsa Sinclairs Satz am ersten Tag im ersten Kurs bei dem ich war „Ich belohne ein gutes Gefühl mit einem noch besseren Gefühl“. Das war auf die Pferde bezogen, aber ich habe in den letzten Jahren gelernt, mit mir selbst so umzugehen wie mit den Pferden. Duncan hat im Moment nicht so ein großes Problem (sagen wir: ich bringe ihn nicht in die Situation, denn ich könnte das heute nicht händeln). Ich kann mich also um mich selbst kümmern. Wenn es mir besser geht, gehe ich zurück, anstatt einen Schritt weiter zu gehen.

Viele meiner Reitschüler haben mich schon darüber reden hören, besonders gern wenn es darum geht, das Aussitzen im Trab zu lernen. Die meisten Reiter versuchen, so lange auszusitzen, bis es nicht mehr geht. Dann traben sie leicht. Das Gehirn geht frustriert aus der Aufgabe und beim nächsten Mal klappt es nicht viel besser. So zieht sich Üben endlos hin. Ich hingegen halte mein Schüler an, so lange auszusitzen, bis es klappt und dann sofort entweder durch zu parieren oder leicht zu traben. So merkt sich das Gehirn das richtige Gefühl und sagt „ok, kann ich“.

Es ist das selbe Prinzip das ich anwende, wenn Duncan und ich allein ausreiten gehen: gerade dann, wenn er fleißig und mutig voran geht und sich entspannt, steige ich ab und lasse ihn grasen.

Wenn Dinge dann besser laufen, kann man natürlich länger dabei bleiben, weil die Wahrscheinlichkeit hoch ist, dass es NOCH BESSER wird. Aber so lange diese Wahrscheinlichkeit klein ist, macht es keinen Sinn, weiter zu machen, denn es wird ziemlich sicher schlechter werden statt besser.

Ja, ich hätte am Sonntag mit Duncan über die Autobahnbrücke gehen können, da bin ich sicher. Wie es ihm damit gegangen wäre, kann ich nicht genau beurteilen, mir wäre es schlecht gegangen. Ich hätte 40 Schritte lang Panik geschoben (ja, ich bin vorab einmal ohne Pony drüber gegangen und habe Schritte gezählt). Dann hätten wir aber noch zurück gemusst und das hätte es in diesem Fall nicht besser gemacht. Stattdessen schreibe ich die Tour auf meine Liste. Ich habe schon heraus gefunden, dass man von dort aus auf verschiedenen Wegen zu uns nach hause reiten kann – auch auf längeren, aber schöneren als der, den wir am Sonntag geritten sind. Und wir können dann gleich immer noch die Rinder mit üben, das trifft sich doch gut. Und danach haben wir genug Zeit, unseren Stress gemeinsam wieder abzubauen durch ausgiebiges Schritt gehen. Gemeinsam Stress erleben und wieder abbauen ist etwas, was Beziehungen total stärkt. Und Duncan kann gleichzeitig lernen, wie ich bin, wenn ich Stress habe und dass trotzdem nichts schlimmes passiert. Ich hoffe, dass er eines Tages zu mir sagt „ich weiß, Du hast Angst, aber es ist wirklich gar nichts los“.

Finlay wusste: je aufgeregter ich bin, desto größer das Abenteuer. Und ich bin überzeugt, dass es freudige Erwartung in ihm ausgelöst hat, wenn ich aufgeregt war. Merlin hat sich auch gefreut wenn ich aufgeregt war, denn dann ging es oft auf einen Kurs und dort war Publikum für ihn und ein Reitlehrer der ihn bewundert. Merlin hat Kurse geliebt (und ich amüsiere mich immer noch darüber, wie oft er mit seinem Charme jemandem aus dem Publikum einen Apfel oder einen Banane aus dem „Fresskorb“ abgeluchst hat).

Noch kann Duncan das nicht wissen, aber er kann schon ganz gut damit umgehen, wenn ich Stress habe. Natürlich wäre es schöner, wenn ich die Nerven hätte, ihm helfen zu können. Ich bin aber leider auch nur ein Mensch – und zwar einer, der sich viele Sorgen ums Pony macht.

Jetzt sehen wir mal, wie es sich weiter entwickelt mit mir und der vermaledeiten Autobahnbrücke. Niemand zwingt mich dazu, dort rüber zu gehen. Wahrscheinlich wird es immer etwas tagesformabhängig bleiben und auch davon abhängen wie viel Verkehr darunter ist. Aber ich möchte mein Pony so sicher kriegen, dass wir – wenn es sich mal einfach nicht vermeiden lässt – auf jeden Fall da rüber kommen.

Immer wieder begegnen mir Reitschülerinnen, die sich für ihre Angst schämen. Ich hingegen schäme mich lediglich dafür, wie ich früher mit den Ängsten anderer Menschen umgegangen bin. Als ich selbst noch jung und (relativ) ungesorgt war und noch der Illusion unterlag, dass Ängste irgendwie rational begründbar sein müssen, bin ich wohl über so manchen Menschen hinweggegangen. Inzwischen habe ich durch Finlays Tod einen ganzen Sack voll neuer, weitgehend irrationaler Ängste, die auch durchaus an verschiedenen Tagen unterschiedlich stark ausgeprägt sind. Was ich an einem Tag gut meistern kann, löst an einem anderen Tag Panik aus.

Deswegen biete ich all meinen Schülerinnen eine offene Tür an: wenn jetzt gerade, mitten im Unterricht, der Gedanke kommt „jetzt würde ich mich trauen zu galoppieren“, dann sag mir das. Dann galoppieren wir JETZT. Denn in der nächsten Stunde ist es vielleicht wieder nicht möglich. Man muss die Chancen nutzen, die sich einem bieten.

Und ich blicke voller Stolz auf all jene Schülerinnen, die inzwischen ohne Sattel traben oder mit Sattel galoppieren, ausreiten gehen oder was auch immer es war, was ihnen solche Angst gemacht hat. Und ich hoffe, ich kann mich selbst genauso gut unterstützen wie ich es bei diesen Frauen geschafft habe.

Bei den Pferden weiß ich wie es geht und ich weiß auch: das wird schon. Früher oder später, mit mehr oder weniger Arbeit. Und immer entdecke ich noch ein Detail was ich anders machen könnte, wie ich mein Timing verbessern kann oder Zwischenschritte erschaffen.

Duncan konnte neulich im fremden Wald im Trab vorne weg über all die kleinen Flüsse traben (dort sind nicht wirklich Brücken, man hat nur plötzlich ein paar Meter Geländer am Weg und daher weiß man sofort, dass dort Wasser fließt). Seine Ohren wurden spitz und er schaute fokussiert Richtung Boden, aber er hat sein Tempo nicht verändert. Und ich dachte an unsere ersten kleinen Brücken über Wasser und konnte sehen, wie weit wir schon gekommen sind. Auch das gehört für mich zum Ängste überwinden dazu: anstatt auf das zu starren, was man noch nicht kann, immer mal schauen, was man früher alles nicht konnte und jetzt schon geht. Das macht nämlich auch ein besseres Gefühl.

Aus dem Tagebuch des Sir Duncan Dhu 391

Dienstaaaaaaag! Als mein Mädchen mich vom Paddock gerufen hat, hab ich sie erst mal fröhlich angebrummelt. Das tu ich äußerst selten und deswegen fragt sie sich jetzt die ganze Zeit ob das bedeutet, dass ich wusste, dass wir einen Dienstagsausflug mit dem Ausreitkumpel machen. Ja na klar wusste ich das! Aber woher ich das wusste, das bleibt mein kleines Geheimnis. Mein Mädchen muss ja auch nicht ALLES erfahren. Jedenfalls hab ich mir brav meine Schuhe anziehen lassen und die Panade vom Pelz bürsten und dann ging es ab in die Wackelkiste. Auf dem Weg zum Ausreitkumpel fing es an zu gießen wie aus Eimern und mein Mädchen hat gehofft, dass das Mädchen vom Ausreitkumpel sich irgendwo unterstellt und wir alle abwarten bis es aufgehört hat – aber das Mädchen vom Ausreitkumpel wollte mein Mädchen nicht warten lassen und stand parat, so dass mein Kumpel im Starkregen in die Wackelkiste gelaufen kam (und heilfroh war, dass es da drin so schön gemütlich trocken ist und man in Ruhe Heu essen kann). Wir sind dann in einen neuen Wald gefahren und als wir dort waren, schien die Sonne ganz unschuldig vom Himmel und es wurde wieder schwül warm. Egal, denn wir wollten ja jetzt los! Erst mal größere Dramen seitens des Ausreitkumpels. Da sein Mädchen ihn ein paar Wochen nicht reiten konnte und jemand anders ihn geritten ist, hat er sich ein paar Marotten angewöhnt – oder soll ich sagen, er hat sich an welche von früher erinnert, als er noch klein, frech und ungezogen war. Also konnte er nicht still stehen beim Aufsteigen und beim Nachgurten und er musste ständig rum tüddeln. Ich hab gewartet, mich benommen wie ein Superstar und mir dafür ab und an einen Keks geben lassen. Dann ging es endlich los. Rein in den Wald und einfach mal den Reitwegeschildern nach. Aber ach! Schon nach knapp 2km wurde der Weg sehr wild, überwachsen und mit Baum-Resten übersät. Erst sind wir tapfer weiter marschiert, aber dann wurde uns klar: hier ist kein Weg. Also umdrehen. Kurze Zeit nach dem Umdrehen mussten wir aber fest stellen, dass mein Ausreitkumpel einen Hufschuh verloren hatte! Also ist der Ausreitkumpel wieder umgedreht und zurück ins Unterholz, während ich weiter Richtung großem Weg gegangen bin und wir haben alle den Schuh gesucht. Das war zwar ärgerlich, aber unsere Mädchen waren stolz auf uns Ponys, weil wir uns ohne zögern mitten im fremden Wald getrennt haben und außer Sichtweite gegangen sind.

Der Schuh lag weiter vorn auf dem großen Weg. Mein Mädchen hat dann auf ihr Handy geschaut und wir haben einen neuen Plan ausgeheckt. Los ging es! Natürlich im Trab, denn Ausreiten mit dem Ausreitkumpel heißt traben, traben, traben! Ich hatte mich jetzt schon schön wieder eingelaufen und bin munter voran getrabt. Mädchen, wir könnten doch auch…. nein, kein Galopp. Ach, schade. Naja, Trab ist auch eine schöne Gangart, also weiter ging es, bis wir an die nächste Kreuzung kamen. Bremsen! Das Handy nach dem Weg fragen. Und weiter. Ein Stück, dann bremsen, das Handy nach dem Weg fragen. Wir Ponys wurden etwas grummelig, können wir jetzt mal weiter laufen? Dieses ewige Anhalten nervt! Aber leider mussten wir noch öfter anhalten. Und nochmal umdrehen, weil der eine Reitweg, den wir nehmen wollten, leider nach den etwas ausgiebigeren Regenfällen der letzten Tage kein Weg sondern eher ein Pony-verspeisender Sumpf geworden war, in den wir dann doch nicht gehen wollten.

Dann nochmal anhalten – weil mein Kumpel seinen Schuh verloren hatte. Und nochmal! Mein Mädchen hat ihm nämlich kürzlich seine Hufe in Form gebracht und das hat sie sehr gründlich gemacht und jetzt sind die Schuhe zu groß. Als wir dann weiter getrabt sind, hörte ich mein Mädchen oben murmeln „Ruckedigu, ruckedigu, der Schuh ist zu groß, was ist das hier bloß?“. Beim 4. Schuhverlust hatten wir alle die Faxen dicke und der Ausreitkumpel musste barhuf weiter laufen und seine Schuhe in der Satteltasche tragen. Während sein Mädchen ihm die Schuhe ausgezogen hat, habe ich von meinem Mädchen die Erlaubnis bekommen, mir einen Happen Gras zu nehmen. Mit Gebiss im Maul. Und dann war ich überfordert mit dem Gebiss und dem Happen Gras. Mein Mädchen wollte aber nicht absteigen. Also hat sie mir von oben das Gebiss aus dem Maul genommen, ich hab mein Gras gekaut und dann hat sie von oben das Gebiss wieder in mein Maul gefädelt. Ich nehme mir das ja eh selbst und das hab ich dann eben auch gemacht. Zack! Mädchen stolz.

Als das dann endlich geklärt war, konnten wir den letzten Teil der Reise in Angriff nehmen. Da kam noch ein langes Stück geradeaus, aber das war etwas anstrengend, weil der Boden lauter Wellen hatte, also ging es drei Schritte bergauf, um einen Stein herum, drei Schritt bergab, durch eine große Pfütze um 4 große Steine herum, 4 Schritte bergauf, 2 Schritte bergab, durch eine große Pfütze, um 2 große Steine herum….. und so weiter. Ich immer im Trab munter vorne weg. Mein Kumpel hat hinten dran mit seinem Mädchen kurz gewartet, denn die wollten nochmal galoppieren. Und dann ist mein Mädchen ja schon immer happy, weil ich einfach meinen Trab weiter laufe, egal ob er da hinten erst Schritt geht, dann angaloppiert kommt und dabei noch die Pfützen mit einem Sprung nimmt. Ich hab einfach zugesehen dass ich meine Beine sortiere und nicht auch noch einen Schuh verliere, denn kurz vorher hatte mein Mädchen gesehen, dass bei mir eine Schraube weg ist, der mein Schuh hielt zum Glück trotzdem sehr gut.

Am Ende ging es dann in den Schritt und mein Ausreitkumpel und ich haben ein bisschen Pfützen-Feinabschmecken gemacht, bis unsere Mädchen dann abgestiegen sind, um den Rest zur Wackelkiste zu laufen.

Pfützen-Feinabschmecken!

Als wir dann wieder in der Wackelkiste waren, fing es prompt an zu regnen und ratet mal, wer beim Ausladen dann wieder schön nass wurde…..

Aber egal, wir sind satte 5,7km von unserer 8km-Tour getrabt, das hat uns allen sehr gut getan und wir Ponys waren spitze. Ich freu mich schon auf nächsten Dienstag, jetzt wollen wir unsere Strecken langsam wieder steigern, wir haben ja noch großes vor im Herbst und müssen trainieren!

Euer Sir Duncan Dhu of Nakel endlich wieder mit Ausreitkumpel

Aus dem Tagebuch des Sir Duncan Dhu 390

Sonntagsausflug! Heute in der special edition. Also es war so: wir sind in die Wackelkiste geklettert und ein kurzes Stück gewackelt worden. Raus kamen wir an einer Stelle die ich schon kenne und wo mein alter Feind auf mich wartet: die Autobahnbrücke! Letztes Mal sind wir da ja schon rüber marschiert, mein Mädchen und ich. Aber dieses Mal war Ferienbeginn und die Autobahn war soooo doll befahren und mein Mädchen hatte irgendwie nicht genug Mut zum Frühstück, jedenfalls sind wir heute nur da rauf gegangen, ganz an den Anfang, wo die Blechkisten gerade anfangen, unter mir durch zu fahren, und da haben wir herum gestanden. Erst wollte ich in einer Tour Kekse essen, wie es sonst auch war. Aber mein Mädchen meinte, ich soll mir das mal richtig angucken und nicht nur an die Kekse denken. Oh ja, das war doch echt spannend! Vor allem weil die Dinger alle verschiedene Geräusche machen. Hab ich mir alles aufmerksam angeschaut. Zwischendurch gab es natürlich trotzdem den einen oder anderen Keks. Aber wisst ihr, wer echt voll krass drauf ist? Diego und der Mann! Die haben die ganze Zeit am Geländer gestanden und sich das in aller Ruhe angeschaut, wie die Blechkisten unter ihnen weg flitzen, eine an der anderen! Mein Mädchen hat diese Nerven einfach nicht.

Mann, sind die lässig!

Naja, nach einer Weile hatten wir dann genug, sind zurück zur Wackelkiste und die Menschen haben uns gesattelt. Los ging es bei den freundlichen Rindern vorbei! Links waren die Mama-Rinder, die haben sich nicht so um uns gekümmert. Aber rechts, da waren die Teenager, solche wie ich, und die fanden uns sooooo spannend! Und ich fand die auch spannend! Damit ich mich nicht fürchte, hat mein Mädchen ihnen Namen gegeben. Fiete, Ole, Michel, Hinnerk, Klaus, Uwe, Frechdachs…. aber es waren sehr viele und da wurden ihr die Namen etwas knapp. Diese Weide war echt lang, da geht man locker 500m neben den Rindern her, die bleiben dann mal stehen, kommen dann hinterher gelaufen, traben mal los, machen mal einen Hüpfer… das ist schon eine Herausforderung für mein Mädchen und mich!

Aber soll ich euch verraten, wer wieder mal alles im Griff hatte? Diego und der Mann! Gibt´s doch gar nicht, können die alles? Wenn der Mann zu Diego gesagt hat, er soll mal die Rinder-Teenies in Schach halten, hat Diego sich zu denen hingedreht und sie angeschaut und da sind die alle stehen geblieben und haben sich nicht mehr vom Fleck gerührt! Ich glaube, ich habe den krassesten Pony-Adoptiv-Papa den man sich nur vorstellen kann! Mein Mädchen sagt auch immer, Diego ist ein Wunder-Pferd. Kann alles, weiß alles, macht alles und ist auch immer gesund. Ein erstaunlicher Bursche! Und an dem muss ich mich messen lassen mit meinen knapp 5 Jahren. Das ist eine ganz schön hohe Messlatte, sage ich euch. Aber andererseits macht er mir ja auch alles vor und trägt ständig die Verantwortung.

Die haben einfach immer alles im Griff! Sogar die Rinder-Teenies.

Nach der Autobahnbrücke und den Rindern mussten mein Mädchen und ich erst mal unsere Nerven polieren. Wir sind eine schöne lange Strecke Schritt geritten, dann ein Stück getrabt (ich habe vorgeschlagen, wir könnten auch galoppieren. Erst war das nicht erlaubt, aber dann…) und dann tönt es von oben „Aaaaachtung… und hopp!“ und wir sind schön galoppiert! Mein Mädchen ganz entzückt wie fein ich das kann. Dann durchparieren und wieder Schritt. Da waren wir schon fast zu hause und mein Mädchen hat beschlossen, wir könnten wieder „alleine ausreiten ohne allein auszureiten“ üben. Also sind wir noch ein schönes Stück getrabt, während Diego im Schritt geblieben ist. Ich hab natürlich alles richtig gemacht, bis… ja bis da Monster hinterm Gebüsch waren! Da sind wir lieber Schritt gegangen und mein Mädchen hat laut „Moin!“ gesagt. Die Monster haben „Moin“ geantwortet, aber ich war nicht sicher, ob das nicht vielleicht ein Trick ist! Vielleicht wollen die Monster uns nur in Sicherheit wiegen um uns dann leichter verspeisen zu können? Also hat mein Mädchen die Monster gebeten „Können Sie bitte irgendwas sagen? Vielleicht darüber wie schön das Wetter ist?“ Und dann haben die Monster gesagt, das Wetter sei wirklich schön (es war nicht zu warm, etwas windig und nicht zu sonnig). Und da habe ich es dann geglaubt, dass es doch keine Monster waren, sondern nur zwei ganz harmlose Spaziergänger. Ach so. Kann man ja aber nie wissen!

Wir sind dann noch weiter geritten und als wir fast zu hause waren ist mein Mädchen abgestiegen. Da kam Diego von hinten, der hatte uns schon wieder eingeholt, und wir sind zusammen nach hause gegangen. Die Wackelkiste haben die Menschen dann später abgeholt. Ach, das war eine schöne Tour! Und ich finde, ich bin schon ganz schön mutig. Mein Mädchen findet das auch und meint, ich muss auch noch gar nicht alles so gut können wie Diego, wir haben ja noch viel Zeit und Gelegenheit, die Welt zu erkunden und fest zu stellen, das die meisten Dinge ungefährlich sind. Und bis dahin freuen wir uns, dass wir Diego das Wunder-Pferd haben, der uns so schön hilft bei allen aufregenden Sachen. Danke Diego!

Euer Sir Duncan Dhu of Nakel mit dem besten Adoptivpapa der Welt

Aus dem Tagebuch des Sir Duncan Dhu 389

Mein Mädchen und ich, wir hatten gestern Ja-Tag! Gestern vor 4 Jahren haben wir abgemacht, dass wir es miteinander wagen wollen. Und wir haben es beide nicht bereut!

Damals war ich noch ganz klein und sie war sehr, sehr traurig. Sie konnte nicht tanzen und lachen und einfach Freude haben, weil mein Bruder gerade über die Regenbogenbrücke gegangen war. Sie hat mich gefragt, ob ich ihr Herz reparieren kann. Ich hab gesagt, ich schaff das! Ihr wisst ja, an Selbstbewusstsein hat es mir noch nie gemangelt. Aber diese Herz-Reparatur war so eine Mammut-Aufgabe! Am Anfang war mein Mädchen ganz oft traurig und hat viel geweint. Alle möglichen Sachen haben sie zum weinen gebracht. Und sie hatte viel, viel Angst um uns Ponys. Aber ich war immer da und war einfach ich selbst. Trösten konnte ich sie ja nicht, das konnte niemand. Aber ich war halt da und habe Zeit mit ihr verbracht und sie so genommen, wie sie nun gerade war. Wenn sie auf einem Spaziergang traurig war oder Angst hatte, bin ich ruhig neben ihr her gegangen und hab gewartet, bis es ihr wieder besser ging. Dann hab ich sie abgelenkt, indem ich mir lustigen Schabernack ausgedacht habe, damit sie nicht so viel Zeit hat für ihre traurigen Gedanken. Das hat ganz gut funktioniert!

Später, als ich sie dann endlich tragen konnte, wurde es noch ein gutes Stück besser. Sie mag nämlich gern getragen werden und ich gebe ihr so ein sicheres Gefühl, sagt sie. Bin schließlich Gentleman!

Und neulich hat sie zu mir gesagt, sie glaubt, ihr Herz ist jetzt so gut wie möglich repariert. Ein kleiner Schaden wird da bleiben und ein bisschen mehr Angst als vorher bleibt auch, sagt sie. Aber ich habe einen verdammt guten Job gemacht in den letzten 4 Jahren! Ich persönlich denke ja, dass da noch mehr geht. Ich glaube, wenn ich noch weitere 4 Jahre investiert habe, wird sie sich wundern, wie viel besser es noch wird! Aber das sehen wir dann.

Im Ausgleich für meine Herz-Reparatur-Arbeiten hat mein Mädchen mir damals eine Menge Abenteuer versprochen – und auch geliefert! Was wir nicht schon alles erlebt haben! Und immer, immer ist sie stolz auf mich, weil ich das alles soooooo gut mache.

Vor 4 Jahren haben wir „Ja“ gesagt!

Jetzt freuen wir uns auf die neuen Abenteuer die noch kommen. Und jeden Tag sagen wir wieder „ja“ zueinander. Das ist schön.

Euer romantischer Sir Duncan Dhu of Nakel