Aus dem Tagebuch des Sir Duncan Dhu 541

In Urlaub war sie. Ohne mich. Was soll sowas? Ich hab hier zu hause Langeweile geschoben. Ja, alles ganz nett mit den Kumpels und der Weide, aber das reicht mir halt nicht. Ich habe dann immer Gatsbys Mädchen bei der Stallarbeit beaufsichtigt. Und Eicheln gesammelt – so lange es ging. Denn kaum kam ein Windchen auf und wollte mir mehr Eicheln bescheren – zack! – war der Zaun zu und wir durften nicht mehr auf den Rundlauf. Wegen der Eicheln. Menno.

Naja, Freitag kam mein Mädchen wieder und wir haben gleich etwas Handarbeit (Pony-Yoga) gemacht. Sie war ganz begeistert wie gut ich mitgemacht habe und meinte, vielleicht sei ich wohl mal wieder (vorläufig) fertig mit Pubertät? Samstag dann eine kleine Reiteinheit mit Betonung auf Yoga, Sonntag war sie den ganzen Tag weg, hat einen Kurs gegeben. Wie jetzt, erst Urlaub und dann kein Sonntagsausflug?

Aber am Montag hat sie dann endlich wieder die Wackelkiste rausgeholt. Juhuuu! Ausreitkumpel abholen, an einen schönen Platz fahren und los geht die Gaudi! Mein Mädchen hat mir versprochen, dass ich laufen darf. Aber dann kam sie wieder mit ihren ollen Regeln um die Ecke: sie will die Gangart bestimmen. Mädchen! Wer will denn traben wenn er galoppieren kann? (Sie. Ich nicht.) Ich war artig, hab aber immer wieder nachgefragt. Ach komm schon….. Eeeeeeendlich war es dann so weit. Hoppi galoppi! Und da war sie ganz begeistert. Yoga plus Osteopathie plus Dehnübungen macht den Ritter geschmeidig und den Galopp wunderschön. Ach, da war mein Mädchen happy! Ich auch, weil ich ausgiebig galoppieren durfte. Nach einer Weile meinte sie dann, es sei Zeit, den Rechtsgalopp mal wieder anzufragen. Hat bisschen gedauert, aber dann hab ich ihn gefunden. Und auch der klappt jetzt wieder viel besser und ist nicht mehr so schief und krumm. Nur mein einer Hufschuh hat rumgezickt. Es war nämlich so: vorm Ausreiten, als mein Mädchen mir die Schuhe anziehen wollte, musste sie feststellen, dass ich nicht untätig war, während sie Urlaub gemacht hat. Ich habe eine Menge Horn produziert und so waren meine Füße jetzt zu groß für die Schuhe. Da musste sie erst noch die Raspelmaschine schwingen. Daraufhin haben die Schuhe wieder gut gepasst, aber eben nicht mehr ganz so knalleng gesessen und da fing doch der rechte vordere Schuh wieder an, sich dauernd zu drehen. Nachdem sie ihn zweimal wieder geradegerückt hatte, hatten wir die Faxen dicke und sie hat mir die vorderen Hufschuhe einfach ausgezogen. Die Wege waren gut, das war kein Problem.

Mein Ausreitkumpel war anscheinend auch nicht untätig in den 2 Wochen in denen wir uns nicht gesehen haben – der kann jetzt plötzlich vorneweg laufen! Und hat das auch immer wieder getan. Ach das ist ja mal nett, da kann ich auch mal die Verantwortung abgeben! Wobei: möchte ich überhaupt hinten sein? Im Galopp könnte ich doch mal zeigen, wer hier tempomäßig die Hosen an hat, oder? Nein, war nicht erlaubt. Und weil ich ja so ein Guter bin, habe ich brav meinen Abstand gehalten, auch wenn ich finde, dass das langweilig ist. Apropos tempotechnisch die Hosen anhaben: im Trab ist mein Ausreitkumpel mir diesbezüglich weit überlegen. Aber ich arbeite daran und mein Mädchen fand, dass mein Trab schon deutlich flotter geworden ist. Sie meint, nächstes Jahr kann ich vielleicht genauso flink traben wie mein Ausreitkumpel. Ich meine, Galopp ist eh die schönere Gangart. Wir werden das noch diskutieren müssen, denke ich….

Schaut genau hin, wir Ponys sind beide im Bild!

Naja. Bei Kilometer 13, muss ich gestehen, hatte ich dann einen Anfall von Kopfmüdigkeit. Ich dachte mir, nachdem wir einen schönen Schluck aus einer Pfütze hatten, könnten wir jetzt auch ein Nickerchen einlegen. Mein Mädchen ist abgestiegen und ein Stück zu Fuß gegangen, hat aber gemeint, ein Nickerchen sei leider nicht drin, weil es dunkel wird und wir zusehen müssen, dass wir zur Wackelkiste zurück kommen. Sie hat mich dann überredet, nochmal Pipi zu machen und dann sind wir noch die letzten 2km getrabt, da bin ich wieder aufgewacht. Mein Beine konnten noch gut laufen, nur Denken war halt nicht mehr so meins. Dann waren wir wieder an der Wackelkiste. Wir waren ordentlich durchgeschwitzt und schön ausgetobt. Nach dem Abschwammen war mein Puls aber wieder auf den gewünschten 60 und mein Mädchen war hoch zufrieden mit meiner Fitness.

Die schlechte Nachricht ist: nächsten Montag fällt der Ausflug dann auch schon wieder aus. Menno. Wie soll man sich denn dann austoben? Ich hoffe mein Mädchen denkt sich ein gutes Ersatzprogramm aus.

Euer ausgetobter Sir Duncan Dhu of Nakel

Zustandsbericht

Was für einen Glücksgriff ich getan habe, als ich Duncan zu mir geholt habe, konnte ich ja nicht wissen. Aber seit fast 5 Jahren, die er nun bei mir ist, macht er eigentlich immer alles richtig, hat auf alles Lust und ist für jeden Spaß zu haben. Jetzt ist er 6 Jahre alt und so langsam kann ich seinen erwachsenen Charakter erahnen. Auf dem Reitkurs sagte jemand, Duncan habe so einen stillen, feinen Humor und ich weiß genau, was gemeint war. Den entdecke ich auch gerade, diesen trockenen, hintersinnigen Humor. Nicht so offensichtlich wie mein Finlay, der alles ins Maul genommen hat, jeden Menschen anfummeln musste und ein bisschen herumgealbert hat, so etwas tut Duncan in der Regel nicht. Es sind kleine Momente, in denen es unterm Pony-Schopf hervorblitzt. Witze, die sich nicht nacherzählen lassen, eher bestimmte Gesichtsausdrücke in bestimmten Situationen, die einen zum Lachen bringen. Und dahinter ist diese Grund-Ruhe entstanden die mir selbst auch so wahnsinnig gut tut. Diese Verlässlichkeit und Stabilität schätze ich sehr an meinen Ponys und ich versuche, selbst für sie so verlässlich und stabil zu sein wie ich kann.

Na gut, neulich ist es schief gegangen. Aber im Nachhinein sehe ich es deutlich optimistischer, denn ich sehe, wie viele Fehler zusammen kommen müssen, bis es dann mal schief geht. Und ich habe ganz klar herausgefunden, was ich üben muss. Mehr noch: ich weiß jetzt, welche Fragen ich an meine Ausbilder stellen kann. Und dann bin ich wieder ein Stück schlauer geworden.

Trotzdem ist da noch ein bisschen „Gewackel“ in der Stabilität und vielleicht hat auch das zu unserer Panne beigetragen, denn Duncan scheint noch einen Pubertätsschub durchzumachen. Was zu erwarten war und vielleicht ist es nicht der letzte. Er ist da ja sehr mild – während ich andere Ponys erlebt habe, die wirklich jede einzelne Regel auf den Prüfstein stellen, checkt Duncan nur kurz grob ab und begnügt sich dann mit schlechter Laune und verlangsamter Ausführung von Kommandos die ihm gerade nicht in den Kram passen. Mein zuverlässigster Anzeiger dafür, dass Duncan Pubertät hat, ist das „warte“-Kommando. Das funktioniert eigentlich immer. Nur eben dann nicht, wenn er wieder in dieser „ich bin mit der Gesamtsituation unzufrieden“ – Stimmung ist. Dann steht er für einen Moment still und wandert dann völlig ungerührt in Richtung des nächsten grünen Halmes, jeden meiner Kommentare betont ignorierend. Ich muss schon wirklich in den Strick greifen und auch ernsthaft ziehen, bis er seine Idee aufgibt – für den Moment. Das macht er ein paar mal so, dann werde ich sauer und ranze ihn an, woraufhin er meistens artig stehen bleibt, aber ein Gesicht zieht wie drei Tage Regenwetter. Diese Abläufe sind gleich, seit er den ersten Pubertätsschub hatte. Ich bin mir also ziemlich sicher, dass eines Tages, wenn der Spuk vorbei ist, plötzlich alles wieder klappen wird. Bis dahin versuche ich, eine klare Kante zu ziehen, ohne allzu oft wütend zu werden. Bei Finlay habe ich oft versucht, Streit zu vermeiden, was alles nur verschlimmert hat. Also bin ich bei Duncan eher auf der Schiene, meinen Willen in diesen Fällen rigoros durchzusetzen (und mir dabei vorzubeten, was ich von einer Kundin gelernt habe, die eine pubertierende Tochter hatte. Lächelnd sagte sie zu mir „manchmal ist man als Mutter eben einfach dazu da, Grenzen zu setzen“.)

Ich versuche, neugierig zu bleiben auf das was kommt und ich bemühe mich, das alles nicht allzu persönlich zu nehmen – was nicht immer einfach ist….

Mal sehen, was ich in ein paar Wochen zu berichten habe, wenn Sir Duncan vielleicht seine Ritterlichkeit wiederentdeckt hat. Und dann lasse ich mich überraschen, was der Herbst uns noch so an Auflügen bringen wird bevor es dann schon wieder Richtung Winter geht. Die Liste an Dingen, die ich in dieser Saison schaffen wollte, ist deutlich länger als die Liste der Dinge, die ich geschafft HABE. Die Liste der Dinge, die ich im Winterhalbjahr tun will, ist ebenfalls lang. Und dann ist da noch die viel längere Liste an Dingen, die ich überhaupt mal mit Duncan probieren möchte. Es gibt also viel zu tun, aber erst muss mein Pony sein Gehirn sortieren dürfen und Gymnastik machen, um den Körper wieder gerade zu kriegen.

Der Weg ist bekanntlich das Ziel. Und wenn der Weg das Ziel ist, ist es egal wie lang der Weg ist. Und manchmal ist ein Ziel auch nur im Weg. Es bleibt also bei der alten Weisheit: immer langsam mit den jungen Pferden.

Aus dem Tagebuch des Sir Duncan Dhu 540

Ich habe einen neuen Lehrauftrag: ich unterrichte jetzt Doppellonge! Weil ich das schon so gut kann. Da kam ein junger Mann, der möchte mit dem Pony seiner Freundin gern sportliche Sachen machen, hat aber noch keine Ahnung wie. Und für sportliche Sachen bin ich ja zuständig, das ist ja allgemein bekannt! Also ging es los. Beim ersten Termin kam es mir vor, als würde der Typ chinesisch sprechen. Ich hab immer zu meinem Mädchen geguckt und die hat mir übersetzt, was er meint. Trotzdem war ich ein bisschen aufgeregt und hab deswegen immer doll nach dem Grünzeug am Reitplatzrand gehascht. Aber ansonsten weiß ich ja, im Zweifel lieber langsamer werden und nachfragen.

Mittelschwere Verknotung!

Eine Woche später kam er wieder. Ich erwartete schon wieder großes Chaos und hab meinem Mädchen erstmal gesagt, dass sie bitte immer in Sichtweite sein soll! Klar ist sie ja eh. Aber dann hat es klick gemacht und der Mensch hat verstanden wie es geht. Und dann konnte ich ihm auch zuhören und ihn verstehen, weil es kein chinesisch mehr war, sondern nur noch etwas undeutlich.

Aber jetzt hat er es schon ganz gut raus!

Und ich muss sagen: der Kerl hat einen großen Vorteil! Der ist nämlich fit! Wenn der losrennt, dann muss ich mich schon bemühen um auf meiner Außenbahn noch flotter zu sein. Manchmal ist er einfach so schnell gerannt, dass er dann plötzlich vor mir war. Hä? Was macht er da? Dann hat mein Mädchen gelacht und dem Menschen gesagt, er soll sich mal bremsen. Aber der hat so einen Energieüberschuss, das ist dem immer wieder passiert. Egal, wir hatten Spaß und er lernt das schon noch. Ich durfte zum Schluss sogar einen kleinen Hopser mit einbauen, das war lustig!

Mein Mädchen war schon wieder super stolz, was für ein tolles Lehrpony ich doch bin, sogar an der Doppellonge. Und meine Galopp-Schülerin hat berichtet, dass sie es geschafft hat, mit ihrem Pony zu galoppieren! Daran habe ich auch meinen Anteil als Lehr-Pony. Toll oder?

Euer Lehr-Pony Sir Duncan Dhu of Nakel

Strategie

Derzeit findet die TransGermania statt – ein langer Distanzritt über 21 Etappen unter dem Titel „vom Alpenrand zum Meeresstrand“. Ich verfolge das Geschehen so weit wie möglich, denn ich finde es wahnsinnig interessant. Zum einen sind da die Vorbereitungen der einzelnen Teams gewesen, da wurde vor allem die Frage der Fütterung aufgeworfen. Wie geht das, wenn man mehrere Stunden am Tag flott unterwegs ist, wie viel Zeit bleibt den Pferden zum Ruhen und zum Fressen und wie viel müssen sie extra bekommen, damit sie nicht zu viel Gewicht verlieren? Welches Equipment wird benötigt? Eine Reiterin hat 4 (!) Sättel mit, um nach Bedarf tageweise wechseln zu können. Zwischendurch fragte jemand, wie die Pferde das eigentlich im Krieg gemacht haben – da waren auch lange, harte Tagesmärsche zu bewältigen und ganz sicher waren keine 4 Sättel, keine 8 Decken, keine Wechselgurte da, geschweige denn Zusatzfutter aller Art und Sorte. Ich denke mal, es ging den Pferden damit ähnlich „gut“ wie den menschlichen Soldaten…. zum Glück sind wir heute in der Situation, eine solche Veranstaltung aus Spaß zu machen und dafür zu sorgen, dass es den Pferden dabei gut geht. Daher finden ja auch täglich mehrere Checks durch die Tierärzte statt, so dass niemand sein Pferd aus Ehrgeiz überfordert. Etwas, wofür ich den Distanzssport liebe und was ich mir sehr wünschen würde für jeden anderen Pferdesport….

Seit dem 24.8. sind die Reiter und Fahrer unterwegs. Sie können täglich neu entscheiden wie viel Strecke sie reiten – meist zwischen 20 und 60km. In jeder der zwei Pausen kann in der Wertung aufgehört werden, den Reste der Strecke reist das Pferd dann bequem im Anhänger. Und es scheint verschiedene Strategien zu geben: während eine Reiterin, die regelmäßig berichtet, bisher täglich „nur“ 20-30km reitet, reiten andere im Moment anscheinend die volle Strecke (täglich 40-80 km) . Ich reime mir zusammen, dass verschiedene Ziele dahinterstehen. Man kann entweder hoch pokern und sagen: ich versuche, die komplette Strecke über alle Tage zu reiten, auch wenn die Wahrscheinlichkeit, dass ich dann eines Tages nicht mehr durch die VetChecks komme, recht groß ist und ich den Ritt dann beenden muss ohne auf die letzten Tagesetappen überhaupt noch starten zu dürfen. Oder man versucht, jede Tagesetappe zu starten und beendet lieber jedesmal vorzeitig. Denn die ausgeschriebene Gesamtstrecke liegt weit jenseits meiner Vorstellungskraft, so viele Tage hintereinander Strecken von 60km zu reiten ist eine wahnsinnige Leistung und es bleibt abzuwarten, ob das überhaupt ein Team komplett schafft.

Ich habe auch gelesen, welche strategische Frage noch im Raum steht: schneller reiten, dann hat das Pferd mehr Zeit zum regenerieren, oder langsamer reiten, weil das weniger anstrengend ist?

Mich fasziniert diese Veranstaltung – nicht, weil ich daran teilnehmen möchte, sondern weil die aufgeworfenen Fragen mich selbst zum Nachdenken bringen. Weil dieser lange Ritt neben der reinen körperlichen Leistung eben so viele Gedanken zur individuellen Strategie aufwirft. Zur eigenen Zielsetzung, den Schwächen und Stärken des eigenen Pferdes. Jetzt, wo Duncans Grundausbildung auf ziemliche sicheren Beinen steht, geht es weniger um „üben“  – obwohl da auch noch viele Punkte auf meiner Liste stehen. Aber es geht – das lerne ich gerade ein bisschen auf die unangenehme Tour – auch um eine gute Strategie. Bisher habe ich Duncan nach jedem anstrengenderen Ausritt einen Tag frei gegeben. Das war ein guter Plan, so lange wir recht regelmäßig Sonntags einen ruhigen Ritt mit Diego und Montags einen flotten Ritt mit dem Ausreitkumpel hatten. Dienstags hatte Duncan dann frei und es blieben Mittwoch, Donnerstag und Freitag für Gymnastik-Programm (Samstags habe ich eigentlich nie die Zeit etwas mit ihm zu machen). Jetzt, mit den Möglichkeiten anderer Ausreitbegleitungen, waren da plötzlich mehr Ausritte und ich habe ihm dazwischen meist frei gegeben. Und schon nach wenigen Wochen muss ich mir eingestehen, dass das eine blöde Strategie war, denn es mangelt jetzt doch deutlich an Gymnastik. Duncan hat zu wenig „Pony-Yoga“ gemacht und zieht sich jetzt beim kleinsten Anlass schief. Er läuft nicht mehr so schön wie noch vor ein paar Monaten und das ist nicht nur das Wachstum (das habe ich zu lange gedacht). Ich stricke mir also eine neue Strategie – nach jedem langen Ausritt verordne ich Duncan jetzt eine Handarbeits-Einheit mit vielen Seitengängen, alle Muskeln einmal dehnen und durchbewegen. Und dann geht es wieder ans ausprobieren, denn so eine Strategie braucht ja mehrere Wochen, vielleicht Monate, bis sie wirkt. Vielleicht geht es auch noch anders noch besser, das weiß ich noch nicht. Ich weiß nur, was ich – ohne dabei gewesen zu sein – von der TransGermania lernen kann. Denn eigentlich ist das, was dort gefragt ist, doch das, was wir auf lange Sicht alle wollen: Das magische Maß finden zwischen Leistung und Erholung und so über die lange Strecke am meisten Freude gemeinsam mit dem Pferd zu haben. Dabei ist es egal, ob diese Strecke im Wortsinne gemeint ist und wir Kilometer sammeln, oder ob es um gemeinsame Erlebnisse und Jahre geht. Welche Mischung an gemeinsamen Tätigkeiten bringt uns das optimale Ergebnis an körperlicher Fitness, Freude, Motivation und Anreizen für den Kopf? Diese Frage dürfen wir uns immer wieder stellen und immer neue Antworten finden.

Aus dem Tagebuch des Sir Duncan Dhu 539

Montagsausflug! Los, los, mein Mädchen! Ich muss schnell in die Wackelkiste erst zu dem leckeren Heu da drin und dann zum Rennen! Aber mein Mädchen wollte wieder erst bürsten, Hufe auskratzen, einsprühen…. immer dieses Tammtamm!

Dann aber. Rein in die gute Kiste, Ausreitkumpel abholen. Mein Ausreitkumpel hat eine harte Zeit – sagt er. Sein Mädchen hat nämlich Urlaub und hat ihn auf große Touren geschleift – da bin ich etwas neidisch! Am Sonntag waren er und sein Kumpel 24km unterwegs! Tja, aber alles hat seine Nachteile: jetzt hat er Scheuerstellen von seinen Hufschuhen. Also muss er ohne Schuhe laufen. Mein Mädchen hat also extra eine Strecke ausgeheckt, die ohne Schuhe gut geht, ich war dann auch ohne unterwegs. (Das spart etwas Tammtamm vor der Abfahrt).

Mein Ausreitkumpel war plötzlich vorne – hä? Was ist denn mit dem los? Seit wann übernimmt er denn Verantwortung? Na mir soll es recht sein. Trab! Mein Dieselmotor muss ja immer erst warmlaufen. Dann wurde er warm und mein Ausreitkumpel auch. Der kann sooooo schnell traben! Weil sein Freund, das schnellste Pony der Welt, so irre schnell ist, hat mein Ausreitkumpel gutes Tempo-Training. Mein Pech, denn mein Mädchen meint jetzt, ich könnte auch lernen, schneller zu traben anstatt immer zu galoppieren. Nur: warum? Galoppieren macht doch viel mehr Spaß! Nein, war nicht erlaubt. Menno.

Huch? Seit wann läuft er da vorne?

Die letzten Wochen war mein Mädchen so schön pflegeleicht geworden. Ich durfte laufen, sie hat die Klappe gehalten (im Wesentlichen). Aber jetzt hat sie wieder so Ansprüche. Und weil wir gestern nur eine kleine Tour gemacht haben (mein Ausreitkumpel hatte ja Sonntag so eine große, tolle Abenteuertour und sollte nicht gleich wieder so viele Kilometer laufen müssen), meinte mein Mädchen das sei gut zum üben.

Wir sind nochmal den Weg geritten, den wir mit Herrn Fjord gefunden hatten. Der ist wunderschön und jetzt waren wir ja auch gewarnt und wussten, dass der einmal im Kreis führt und man dann wieder ziemlich genau da ist wo man angefangen hat. Aber es ist ein schöner Kreis – bis auf den Hof, über man rüber laufen muss. Der ist gruselig. Mein Mädchen ist diesmal einfach abgestiegen und vorneweg marschiert, das war mir ganz recht. Mein Ausreitkumpel fand es nämlich auch recht gruselig da.

Der Ausflug war recht ereignislos und mir war das alles zu wenig Galopp. Wir sind dann doch noch ein Stück galoppiert, auch weil mein Mädchen wissen wollte, ob ich den Rechtsgalopp wieder finde, nachdem der Mann mich geradegerückt hat. Ich habe ihn gefunden, wenn auch nicht im ersten Anlauf. Und der Rechtsgalopp ist noch ganz schön schwierig finde ich, mein Mädchen sagt ich bin ganz flach und schräg, da müssen wir noch viele Kringel üben, bis das wieder besser geht.

Gegen Ende war ich etwas entnervt. Wir sind schon wieder zurück an der Wackelkiste und ich hatte nur ein paar Meterchen Galopp, was soll das? Außerdem wollte mein Mädchen wieder so viel bestimmen. Dabei hatte ich sie mir schon so gut erzogen, dass sie mich ein bisschen mehr machen lässt. Naja, es ist wohl wie sie sagt: Rückschritte gehören zur Ausbildung dazu. Das Mädchen vom Ausreitkumpel hat gelacht und gesagt, ich hätte wieder dieses motzige Gesicht. So wie damals. Aber auch da lag es nicht an mir, sondern an meinem Mädchen und ihren unnötigen Regeln, das möchte ich mal in aller Deutlichkeit feststellen!

Als wir nach 10,5km schon wieder an der Wackelkiste standen (ich hab mich doch gerade erst warmgelaufen!), hatte mein Ausreitkumpel noch die glorreiche Idee, seinen juckenden Kopf an meinem Hintern zu scheuern. Da bin ich mal ganz dezent ausgeflippt und hab ihm auch ein paar gescheuert – mit meinen Hinterhufen. Der spinnt doch! Ich wollte auch gern nochmal nachsetzen aber das gab Ärger von den Mädchen. Die haben gesagt, ich hätte schon recht, dass das frech war, aber nachtreten tut man nicht. Ich war grummelig. Angeblich hab ich wieder Pubertät. Dabei durfte ich nur nicht genug laufen.

Euer grummeliger Sir Duncan Dhu of Nakel

Aus dem Tagebuch des Sir Duncan Dhu 538

Geburtstaaaaaaag! Also eigentlich hatte ich ja schon gestern Geburtstag. Ich bin 6 Jahre alt geworden! Das ist – sagt mein Mädchen – das Alter ab dem sie mich als „erwachsen“ betrachtet. So ganz „fertig“ bin ich zwar noch nicht, wahrscheinlich werde ich auch noch 2 Jahre lang ein bisschen weiter wachsen, aber sie sagt, ich bin jetzt so wie ihr Menschen mit 18.

Man, was hab ich lange auf dieses Erwachsenwerden gewartet! Manchmal hab ich gedacht, es passiert nie. Aber in den letzten Jahren, ganz besonders in den letzten Monaten, haben wir so viele tolle Abenteuer erlebt, dass die Zeit wie im Galopp vergangen ist. Und mein Mädchen meint, ich habe eigentlich schon seit ein paar Wochen bewiesen, dass ich erwachsen bin. Ok, am Mittwoch hatten wir eine kleine Panne, das war aber nicht allein meine Schuld, sondern auch die meines Mädchens, das sieht sie auch ein. Fehler machen wir halt alle mal und wenn sie und ich gleichzeitig Fehler machen, geht auch mal was schief. Aber insgesamt habe ich es schon voll raus.

Gestern hat mein Mädchen den ganzen Tag gearbeitet und kam mit Kopfschmerzen nach hause, weil es soooo schwül war. Deswegen haben wir nur ein bisschen gewippt und sie hat gesagt, die Geburtstags-Party holen wir heute nach. Es wurde ein Möhren-Geburtstags-Tisch für uns alle bereitet, über den wir uns hermachen durften. Leckerleckerlecker!

Möhrenparty mit der ganzen Familie

Später haben wir noch Doppellonge gemacht. Weil ich so gewachsen bin, ist mein Körper wieder durcheinander gekommen und ich muss wieder neu lernen, wie der funktioniert. Und weil mein Mädchen und ich am Mittwoch diese Panne hatten, hat mein Mädchen beschlossen, dass wir eine Abenteuer-Pause einlegen. Keine wilden Sachen, keine Ausritte mit fremden Pferden, keine Ausritte allein. Mit Diego können wir ja im Moment nicht los, wegen seinem Bein. Wir machen also langsam. Einfach erstmal wieder zurückkehren zur Grundgymnastik und von da neu starten. Naaaaaaa gut. Ich weiß ja jetzt auch, dass sie genug Abenteuer liefert, da kann ich auch damit leben, wenn wir mal eine Weile ein bisschen kürzer treten. Und der Ausreitkumpel steht ja zum Glück trotzdem parat.

Nach der Doppellongen-Einheit hat der Mann mich noch osteopathisch behandelt. Das war bitter nötig, denn ich war krumm und schief hintenrum. Kein Wunder, dass es mit dem Rechtsgalopp nicht klappen will! Jetzt bin ich wieder geradegerückt, muss aber die Tage wohl nochmal zur Nachbehandlung antreten. Mein Mädchen sagt, das ist noch ein Grund mehr, wieder mehr Gymnastik-Einheiten einzubauen.

So, ihr wisst ja schon, was ich mir traditionell von euch zum Geburtstag wünsche: bitte denkt mal an meine armen Kollegen weiter östlich! Die haben nicht so ein schönes Leben wie ich mit Geburtstags-Party und Abenteuer-Ausflügen, die müssen schuften und werden oft nicht so gut versorgt. Zum Glück gibt es liebe Menschen, die ihnen helfen und die können dafür jeden Euro gut gebrauchen! Also öffnet eure Herzen und Portmonees und überweist eine Kleinigkeit an equiwent.org

Danke!

Euer Sir Duncan Dhu of Nakel (6 Jahre alt!!)

Fehlertoleranz

Wenn ich unerfahrene Menschen am Pferd sehe, wundere ich mich oft, dass nicht viel öfter etwas schief geht. Die Pferde retten uns Menschen wieder und wieder, obwohl wir so unglaublich viele Fehler machen. Manche Fehler passieren aus Unwissenheit, einige aus Unachtsamkeit, weil man es gerade eilig hat oder abgelenkt ist. Manche passieren, weil wir eben Menschen sind, eine lange Reaktionszeit und (im Vergleich zum Pferd) ziemlich stumpfe Sinne haben. Viele Fehler passieren, weil wir so Hand-orientiert sind in unserem Tun und manche passieren aus Selbstüberschätzung. Die Liste der Möglichkeiten ist bestimmt noch viel länger. Dass es fast immer gut geht, ist oft den Pferden geschuldet, die Unmögliches möglich machen um uns zu beschützen. Oft haben die Tiere eine hohe Fehlertoleranz und machen auch dann noch das Richtige, wenn die Informationen, die sie bekommen, nur wenig verständlich sind.

Duncan hat neulich mit einem kompletten Pferde-Neuling eine erste Doppellongen-Einheit gemacht und bewiesen, wie gut er menschliche Unklarheit tolerieren kann und sich zu helfen weiß (in diesem Fall meistens, indem er bei mir nachgefragt hat, was ja völlig legitim und sogar sehr schlau ist).

Aber gestern war es dann doch zu viel – ich hatte einfach zu viele Fehler gemacht. Das Wetter nicht beachtet, mein Timing total im Eimer und mir meiner Sache zu sicher – das endete darin, dass mein Pony ohne mich mit wehendem Strick vom Nachbarn nach hause galoppierte. Wir wollten nur eben zu Fuß rüber gehen und üben, dass es da nicht gruselig ist. Das war wohl nix.

Wenn dann so eine Panne passiert ist, ist mir am Anfang nur eins klar: ich muss etwas falsch gemacht haben. Aber was? Dann fallen mir oft ein, zwei kleine Faktoren ein (in diesem Fall der Wetterumschwung von heiß auf kühl und windig mit Temperatursturz von 10 Grad). Aber nur das Wetter kann es bei Duncan nicht sein. Also muss ich noch was falsch gemacht haben. Aber was? Mir hilft, darüber zu reden. Mit mehreren Leuten, die verschiedene Meinungen dazu haben. Meistens brauche ich weniger den Rat, was ich üben kann, sondern eine gute Analyse dessen, was schief gegangen ist. Denn daraus ergibt sich, was ich üben kann. Und wenn ich mit drei Leuten gesprochen habe, die drei verschiedene Ansichten dazu haben, woraus sich 6 verschiedene Übungen ergeben und mir fallen dann auch noch 2 Übungen ein, dann kann ich 8 Dinge üben, damit die Fehlertoleranz meines Ponys weiter steigt. Das wiederum gibt mir die Sicherheit, dass ich das Problem von allen Seiten angehen und letztlich lösen kann.

Vorher muss ich aber meinen Frust abbauen. Bisschen heulen, bisschen jammern, mich total unfähig fühlen. Nützt nix, das muss ich erst erledigen, bevor ich wieder klar denken kann. Danach gehe ich zu meinem Pony und versuche mich im Freedom Based Training oder irgendeiner Art des einfachen Zusammenseins ohne Anspruch. Ich checke die Lage und er tut das auch. Das beiden anderen Male, die er mir wirklich weggelaufen ist, sind lange her, aber auch damals hat er dieses Verhalten gezeigt: er kommt dann sehr freundlich zu mir, sucht nach meiner Nähe und nach Harmonie, ist viel kuscheliger als sonst. Ich kann nur vermuten, warum das so ist, aber es war jetzt jedenfalls wieder so und ich behaupte mal, dass es bedeutet, dass er mir nicht böse ist. Er läuft nicht vor mir weg, sondern er kommt und stellt Verbindung her, das ist doch schon mal gut. Und es beruhigt meine Nerven auch direkt wieder.

Danach geht es dann also ans Üben. In unserem Fall

  • ich übe mal wieder mein Timing
  • ich mache mir (mal wieder) klar, dass mein Pony möchte, dass ich die Umgebung im Blick behalte, anstatt entspannt in Harmonie mit ihm zu stehen
  • ich mache Führübungen, bei denen ich die Situation in Zeitlupe nachstelle
  • ich werde üben, Freiarbeit zu machen, während der Strick auf dem Boden hängt und ihn „verfolgt“ (denn der wehende Strick hat ihn wohl zusätzlich noch beschleunigt)
  • ich übe im Freedom Based Training weiterhin daran, dass er beim Grasen nicht alles um sich herum vergisst
  • ich übe für mich, ihn beim Grasen draußen immer wieder zu unterbrechen und ihn aufzufordern, seine Umgebung wahrzunehmen (das klingt so leicht und fällt mir so schwer und bestimmt werde ich es oft vergessen oder nicht wollen…. )
  • ich übe ganz von vorn, dass wir allein vom Hof gehen und fange diesbezüglich bei Null wieder an (und ich Dummerchen dachte, wir gehen alsbald wirklich allein ausreiten….. )
  • ich lerne, mein Pony noch besser zu lesen und seine Anspannung noch früher zu erkennen bzw ernster zu nehmen (gesehen hatte ich es, aber ich dachte „das geht schon“)

Achja, es gibt immer viel zu tun.

Abends, in der zweiten Doppellongen-Einheit mit besagtem Pferde-Neuling hat Duncan schon sehr viel mehr auf ihn geachtet als beim ersten Versuch. Der Mensch war sehr viel klarer und Duncan konnte ihn besser verstehen. Dennoch fiel seiner Freundin, die zuschaute, auf, dass Duncan mir immer kleine Seitenblicke zuwarf um sich abzusichern, dass das alles richtig ist. Nachher sagte sie zu mir „ich will, dass mein Pony das auch tut“ und ich fühlte mich ein bisschen geehrt. Denn Duncan hatte klar gezeigt, dass er mich als kompetent betrachtet, und das obwohl ich wenige Stunden zuvor meine Inkompetenz unter Beweis gestellt hatte. Jetzt liegt es an mir, ihm zu zeigen, dass ich lernfähig bin. Er hingegen kann hoffentlich seine Fehlertoleranz noch ausbauen, damit er mir nie wieder weglaufen muss, auch wenn ich machmal sehr dummes Zeug mache. Das wäre toll (und entbindet mich natürlich nicht von meiner Pflicht, weniger dummes Zeug zu machen).

Aus dem Tagebuch des Sir Duncan Dhu 537

Montagsausflug! Und das war mal wieder die Deluxe-Edition. Mein Mädchen hatte der Wegeplanung gefrönt, das liebt sie ja so. Auf Karten rum gucken und was aushecken. Und dann weiß man ja nie, wo man so landet!

Wir sind an einen Ort gefahren den ich kenne, aber wo ich sehr lange nicht war. Wie wir gerade dabei sind aus der Wackelkiste auszusteigen, mein Ausreitkumpel und ich, da ging das Abenteuer schon los: Eine Herde Schafe wurde gerade direkt an uns vorbei getrieben! Wir tapferen Ponys haben uns das angeschaut und wenn ein Schaf uns zu nah kam, hat das Mädchen vom Ausreitkumpel es direkt weggescheucht. Am Ende der Reihe, als sie alle vorbei waren, ist mein Ausreitkumpel mit seinem Mädchen hinter den Schafen her – und mein Mädchen und ich gleich mit. Los, Mädchen, schneller! Die schaffen wir!

Nachdem die Schafe um die Ecke gebogen waren, ging es dann ans Satteln und los. Wir waren guter Dinge und haben erstmal festgestellt, dass das Mädchen vom Ausreitkumpel – ganz in lila gekleidet – perfekt zu der blühenden Heide passte.

Wunderschöne Heideblüte

Alsbald ging es im Trab über einen schönen kleinen Grasweg und als wir dann auf den Plattenweg kamen, sind wir munter angaloppiert. Ich natürlich immer vorneweg, weil mein Ausreitkumpel ja nur zu gern die Verantwortung an mich abgibt. Wir hatten schöne Wege zu reiten, die mein Mädchen und ich auch schon kannten, bis wir dann an einer Stelle rechts abgebogen sind. Da kannten wir uns dann nicht mehr aus. Es ging über die Bahnschienen – bisschen gruselig fanden wir Ponys das ja schon! – und dann Richtung See.

Bahnschienen….

Jetzt wurde es richtig spannend, denn plötzlich standen wir vor einer Holzbrücke! Da haben wir ein bisschen dumm geguckt. Unter der Brücke gurgelte das Wasser sehr, sehr laut. Die Mädchen sind erstmal abgestiegen und haben sich das angeschaut. Sah aber stabil aus. Mein Mädchen ist dann auf die Brücke gegangen und hat darauf herum gestampft. Das hat keine verdächtigen Geräusche gemacht und also hat sie mich angeschaut und gesagt „das schaffen wir“. Ich bin ja so ein Guter, ich bin einfach rüber marschiert (und das obwohl Brücken echt mal ein Thema waren für mich!). Und mein Ausreitkumpel mit seinem Mädchen hinterher. Die Mädchen haben uns gefeiert ohne Ende.

…. Abenteuer pur!

Aber der Weg ging jetzt erst so richtig los! Es war alles nur ein Pony breit, rechts ein Abgrund Richtung See, links Stacheldraht. Die Mädchen sind lieber zu Fuß gegangen und haben gebetet, dass der Weg überhaupt weiter geht. Ging er! Mein Mädchen hat ständig ängstlich auf den Stacheldraht nach links geschielt, während das Mädchen vom Ausreitkumpel den Abgrund zu unserer rechten sehr viel schlimmer fand. Und wenn die sich schon mal fürchtet, dann ist es ernst, das sage ich euch!

Sieht harmloser aus als es ist

Als wir dann wieder in der Zivilisation ankamen, waren wir doch ein bisschen erleichtert. Wobei auch die Zivilisation ja so ihre Tücken hat: Autofahrer halten nichts davon, Abstand zu halten oder zu bremsen, wenn sie uns Ponys sehen, und dann kamen da auch schon wieder die Bahnschienen.

Aber danach wurde es wieder ruhiger. Naja, an einer Stelle war dann ein Weg einfach nicht mehr da, obwohl er auf der Karte noch existiert, aber das war kein Problem, da konnten wir einen kleinen Extra-Schlenker einlegen. Während wir auf dem kleinen Sträßchen so unterwegs sind kommt von hinten ein Trecker mit Anhänger in Höchstgeschwindigkeit angerast. Mein Mädchen hat mich nach rechts an den Rand gelenkt und mir gesagt, dass wir stehen oder langsam weiter gehen können, wie ich mag. Ich bin erstmal weiter gegangen und als der Trecker dann direkt neben uns war, hab ich angehalten und mir einen Keks geben lassen. Gefürchtet hab ich mich nicht, aber die Gelegenheit war so günstig…. mein Ausreitkumpel hat das auch alles gelassen hingenommen, der hat auch kapiert, dass Anhalten und Keks kassieren so viel besser ist als alles andere. Zack! – Beide Mädchen stolz.  

Dann waren wir endlich wieder auf Plattenwegen. Wir hatten jetzt ungefähr 10 km hinter uns, aber ich war noch frisch und putzmunter. Mein Mädchen hat sich gefreut, weil ich nicht nur „Sprit im Tank“ hatte, sondern auch mein Kopf noch wach war, trotz (oder wegen?) der vielen Erlebnisse die wir schon hatten und all der fremden Wege. Also nochmal los im Galopp! Rechtsgalopp hat leider nicht geklappt, also war es eben immer Linksgalopp. Fand mein Mädchen blöde, aber war so. Ich wachse immer noch so leise vor mich hin und da geht manchmal eben nicht alles. Aber laufen ging! Nur hatte ich jetzt so ein bisschen ein Entscheidungsproblem. Ich wollte noch laufen, musste aber auch irgendwie mal pieschen, wollte was trinken und natürlich essen. Leider, leider geht nicht alles gleichzeitig, musste ich feststellen. Bei Kilometer 15 war mein Mädchen von meiner Unentschlossenheit so genervt, dass sie mir eine Zwangspause verordnet hat. Grasen, Puls messen, entspannen. Puls war bei 88, ging fix runter auf 74. Danach waren wir mit Pieschen beschäftigt und sie hat vergessen nochmal zu messen. Es war kompliziert, aber schließlich bin ich doch noch fertig geworden.

Weiter! Da waren noch schöne Wege also hoppi galoppi so weit die Hufe tragen! Bei Kilometer 17 kamen uns zwei Pferde entgegen und das eine fand mich unglaublich gruselig wegen meiner Zebraverkleidung. Hey, ich bin doch ganz harmlos! Mein Mädchen hat mich angehalten und wir haben geduldig gewartet, bis der Unbekannte sich abgeregt hatte. Zu seiner Beruhigung durfte ich einen Keks essen, das fand ich super (ich glaub der Keks war eher für meine Geduld). Als das geschafft war, ging es nochmal in einen letzten kleinen Galopp. Der Weg war sandig und hatte lauter tiefe Wellen, das war toll! Ich fand das lustig und mein Mädchen meinte, es wäre wie Achterbahn fahren, nur in schön. Ich habe das Tempo klug geregelt, sagt sie, immer rein in die Lunke etwas langsamer und dann mit Schwung wieder raus. Nächste Lunke! Runter langsam (ein oder zwei Galoppsprünge), raus mit Schwung! Und dabei schön den Galopptakt halten. Das war eine Gaudi! Mein Mädchen fand es super, wie ich bei Kilometer 18 und 19 noch dabei bin. Hinter uns ertönte plötzlich ein spitzer Schrei, da war doch ein kleiner Hund hinter meinem Ausreitkumpel her gerannt! Zum Glück ist der ganz souverän mit der Situation umgegangen, hat gebremst, sein Mädchen hat den Hund verscheucht und dann ging es weiter. Wir sind so gute, brave und mutige Ponys! Das kann man wirklich nicht oft genug betonen.

Dann war mein Tank aber doch ein bisschen leer. Mein Ausreitkumpel ist ausnahmsweise nach vorn gegangen aber das wollte ich dann nun auch nicht auf mir sitzen lassen. So sind wir noch ein Stück nebeneinander her getrabt und dann war Feierabend. Absteigen! Und an wem kommen wir da vorbei? An den Schafen! Die waren nämlich dort im Stall untergebracht. Ganz schön laute Gesellen sind das!

Schließlich waren wir wieder an der Wackelkiste. Puls messen – knapp über 80 – dann trinken und abschwammen. Zack, Puls runter auf 60. Da hat mein Mädchen ganz schön gestaunt! Anscheinend haben die vielen Ausritte doch eine ganze Menge gebracht, meint sie.

Sie hingegen war ziemlich kaputt, vor allem im Kopf. Aber die Mädchen waren auch sehr, sehr zufrieden mit uns tollen Ponys. Fast 20 km hatten wir auf dem Tacho und davon 4,6km im Galopp und 8km im Trab (oder etwas mehr, weil die App nicht ganz genau gemessen hat). Ungefähr 2Std 15min waren wir unterwegs und was soll ich euch sagen: mein Ausreitkumpel und ich haben einfach wieder alles richtig gemacht.

Ganz nebenbei ist noch etwas anderes passiert: mein Mädchen und ich sind jetzt über 2000km zusammen unterwegs! Da hätten wir eigentlich kurz anhalten und einen Sekt trinken müssen. Aber sowas mag mein Mädchen nicht und wir Ponys mögen nicht dauernd anhalten, das nervt. Deswegen feiern wir das still für uns heute nach und freuen uns, dass wir schon so viele tolle Sachen zusammen erlebt haben.

Euer Sir Duncan Dhu of Nakel der seit 2000km alles richtig macht

Aus dem Tagebuch des Sir Duncan Dhu 536

Sonntagsausflug! Diego hat sich ja leider letzte Woche einen Humpelfuß geholt. Er hat zwar bald aufgehört mit Humpeln aber das Bein war dick und mein Mädchen wollte sicher gehen dass da nichts schlimmes ist. Also sind der Mann und sie mit Diego zum Tierarzt gefahren. Diego sagt, das war der beste Tierarzt-Termin seines Lebens. Er musste nämlich nur still stehen und Glibbergel am Bein erdulden, dabei gab es Kekse, Kekse und Kekse. Keine einzige Spritze, kein Maulgatter oder sonstige Fiesigkeiten. Das fand er toll! Die Tierärztin hat gesagt, im Ultraschall und im Röntgen sieht Diego mit seinen 21 Jahren aus wie ein 4jähriger. Aber das Bein ist halt dick. Deswegen hat sie ihm einen Krankenschein ausgestellt für zwei Wochen, er darf hier zu hause zwar machen was er will, aber geritten werden darf er nicht. Sein Bein soll gekühlt werden und er hat abschwellende Medikamente bekommen, weil wahrscheinlich eben doch eine Kleinigkeit kaputt gegangen ist. Jetzt bummelt er hier durch den Paddock und genießt schon wieder eine Menge Freizeit.

Lange Rede, kurzer Sinn: ich hatte keinen Ausreitkumpel für heute. Aber jetzt sind wir ja schon groß, mein Mädchen und ich, und können allein los. Meinte mein Mädchen. Erst hat sie meine neuen Hufschuhe für hinten angepasst mit Hilfe des Mannes. Der hat mir dann noch – in seiner Funktion als mein persönlicher Coiffeur – das Wallehaar gerichtet und mir einen wunderschönen Zopf geflochten, weil unter der Decke sonst immer alles durcheinander kommt und sich verzottelt.

So ein schöner Zopf!

Dann ging es los! Und zwar diesmal nicht die altvertraute Hausrunde, sondern für Fortgeschrittene. Das heißt: nicht links vom Hof, sondern nach rechts. Und weil mein Mädchen weiß, dass ich damit so meine Problemchen habe, ist sie erst mal zu Fuß gegangen. Als wir am Nachbarn vorbei waren ist sie dann aufgestiegen. Aber ich war mir echt nicht so sicher. Das war alles komisch, in diese Richtung. Ich hab mehrfach gefragt ob wir nicht lieber umdrehen wollen, aber mein Mädchen meinte wir schaffen das. Puh!

Schließlich, bei Nachbar Nummer drei, ist sie wieder abgestiegen und zu Fuß gegangen. Wir sind dann Richtung Landstraße gewandert. Dort mussten wir ein Weilchen warten, weil so viele Autos kamen. Es kamen auch drei schnelle Motorräder, da hat mein Mädchen sich Sorgen gemacht, ob ich mich wohl fürchten könnte. Pah! Ich liebe Motorräder! Da gibt es nämlich Kekse für. Weiß ich doch. Schließlich konnten wir die Straße kreuzen und dann auf der anderen Seite weiter gehen. Da war auch nochmal lecker Gras für mich und mein Mädchen hat mit ihrer App (TrailCompanion) eine Nachricht an ihre Notfallkontakte geschickt um das auszuprobieren. Nach ein paar Maulvoll ging es weiter, wieder auf die andere Straßenseite und durchs Dorf. Warte mal, mein Mädchen, im Dorf hab ich doch immer so ein dringendes Bedürfnis…. mitten auf den Bürgersteig, versteht sich. Also hat mein Mädchen die Tüte gezückt und alles eingesammelt, während ich geduldig gewartet habe. Als wir dann wieder auf den Heimweg abgebogen waren, hat sie die Tüte geleert und ist wieder aufgestiegen. Ich bin fröhlich los marschiert und wir waren ganz entspannt unterwegs. Als wir an die Kreuzung kamen, wo man ins Nachbardorf abbiegen kann, hat mein Mädchen einfach still gesessen und mich entscheiden lassen. Klar, warum auch nicht? Ich bin einfach nochmal abgebogen. Mein Mädchen hat sich doll gefreut, aber auch gewundert. Sie sagt, mein Logik erschließt sich ihr nicht ganz, erst will ich nicht von zu hause weg, dann will ich nicht nach hause zurück. Mädchen, das ist Pony-Logik, davon hast du keine Ahnung! Wir sind dann ein kleines Stück die Straße geritten, die ich ausgesucht hatte, dann rechts auf den Radweg abgebogen und wieder Richtung Heimat geschwenkt. Ich durfte noch ein paar Happen Gras essen, dann ging es wieder los. Jetzt war ich irgendwie hektisch, nicht doll, aber mein Mädchen meinte, das gefällt ihr nicht so. Also ging es nochmal rechts ab Richtung Nachbarn, so wie am Anfang der Tour. Das fand ich erst blöd, aber na gut. Dort durfte ich dann auch nochmal grasen und dann wieder wenden und nach hause. Noch einmal kurz am Hof vorbeilaufen, absteigen, grasen, dann nach hause.

Wir haben spektakuläre 3,6km geschafft in fast einer Stunde. Na das nenne ich mal Schneckentempo! Aber mein Mädchen sagt, das ist egal. Sie war trotzdem zufrieden mit uns und sagt, wir üben das jetzt weiter und sie wird mehr zu Fuß gehen am Anfang, damit wir besser weg kommen von zu hause, weil mir das anscheinend so schwer fällt. Wir werden sehen, wie es weiter geht!

Euer allein ausreitender Sir Duncan Dhu of Nakel

Üben hilft

Richtig gute Ausbilder können Dinge üben, ohne sie zu üben. Oder wie mein Reitlehrer immer sagt: wenn ein Pferd sich im Schritt sauber vom Renvers ins Traver umstellen kann, kann es auch einen fliegenden Wechsel springen. Vom fliegenden Wechsel sind Duncan und ich noch weit entfernt und ich fand ihn auch mit Merlin gar nicht ganz so einfach, aber an einer anderen Stelle habe ich jetzt völlig ungeplant wieder die Erfahrung gemacht, etwas zu üben ohne es zu üben.

In letzter Zeit waren wir ja ziemlich viel unterwegs auf Abenteuer-Tour, Sir Duncan und ich. Im Frühling ein paar Ausritte ohne Begleitpferd, dafür mit meiner Freundin auf dem Fahrrad, dann der Reitkurs und einige Ausritte mit fremden Pferden – auch längere Ritte als bisher. Viel Galopp, öfter mal ein bisschen ans Limit – vor allem ans Kopflimit, aber auch mal ans körperliche Limit (glaube ich). Ich habe geübt, an leicht gruseligen Dingen entschlossen vorbei zu reiten, nicht mehr immer jemanden vor zu lassen oder abzusteigen, sondern das Kommando ganz klar zu übernehmen – und damit auch die Verantwortung. Wir haben geübt, Abstand vom Vorderpferd zu halten und ich habe geübt, Duncan genauer zu lenken und ihm den Weg klar vorzugeben wenn ich es für sinnvoll halte (weil er z.B. müde oder unaufmerksam ist). Wir waren ganz allein zum Spezial-Training und danach auch ganz allein an einem völlig fremden Ort, wo wir auf unsere Ausreitbegleitung gewartet haben. Duncan hat immer alles richtig gemacht, wie es so seine Art ist (was sicher auch daran liegt, dass ich bisher immer einigermaßen richtig lag mit meiner Einschätzung dessen, was er gut schaffen kann). Und ich habe weiter gelernt. Dann kam eine denkwürdige Reitstunde mit einer Schülerin, die das galoppieren üben wollte. Gut für mich, Duncan einmal von unten zu sehen und seinen Gesichtsausdruck zu beobachten. Auf dem Reitkurs sagte jemand, Duncan habe so einen stillen, feinen Humor – und den entdecke ich gerade erst so richtig. Vielleicht kommt er jetzt erst so richtig hervor oder ich habe ihn bisher nur nicht so wahrgenommen, weil ich mit so vielen anderen Dingen beschäftigt war. Finlay war da ja sehr viel offensichtlicher, hat gern Dinge ins Maul genommen und mit einem Grinsen im Gesicht zum Streit herausgefordert. Duncans Humor ist etwas hintersinniger. Er ist dieser Typ, bei dem man sich oft nicht ganz sicher ist, ob er gerade einen Witz gemacht hat oder nicht und auf jeden Fall würde er als Mensch seine Sprüche knochentrocken bringen ohne eine Miene zu verziehen. Während ich versuchte, meiner Schülerin zu erklären was sie tun soll, musste ich selbst ziemlich viel lachen, weil ich Duncans Gesicht sehen konnte. Immer wenn er in meine Richtung lief, wurde seine Reiterin eine Spur unsicher und das fand er offensichtlich höchst amüsant. Er war nicht bereit, ihr zu helfen oder sie zu retten, er spielte sein Spielchen weiter – bis ich es ihr erklärt hatte und sie selbst beschloss, nicht mehr mitzuspielen. Und schon war Duncan das artigeste aller Highlandponys, spielte die Unschuld vom Lande und tat wie ihm geheißen. Nur seine Augen blitzten schelmisch unter seinem Schopf hervor….

Für mich war das alles sehr informativ, denn beim reiten sehe ich ja sein Gesicht nicht und weiß manchmal nicht, wann er unsicher ist und wann nicht. Ich beschloss an diesem Tag, deutlich seltener von Unsicherheit auszugehen und häufiger mal eine klare Ansage zu machen, was zu tun ist und mich selbst weniger aus dem Konzept bringen zu lassen. Manchmal, wenn Duncan im Gelände kopfmüde wird, macht er ja merkwürdige Dinge. Irgendwo abbiegen ist seine Lieblingsmarotte. Anstatt mich davon verwirren zu lassen, habe ich die letzten Male sehr schnell ziemlich deutlich auf solch kuriose Ideen reagiert und ich hatte das Gefühl, dass das nicht nur das Problem löst, sondern ihm auch tatsächlich hilft. Wenn er müde ist oder anderweitig am Limit (fremdes Pferd neben ihm kann das auch mal auslösen), kann er keine vernünftigen Entscheidungen mehr treffen und es hilft ihm, wenn ich dann in aller Deutlichkeit sage: wir machen das so. Übrigens eine Erfahrung, die Teilnehmerinnen auf dem Workshop gemacht haben: es kann unglaublich angenehm sein, die Verantwortung abzugeben und sich führen zu lassen.

Und als wir dann am Montag nach langer Zeit wieder mal wirklich allein ausreiten waren, da setzten sich all diese Dinge zusammen. Ich wusste jetzt: wenn ich entschlossen und mutig reite, ist Duncan auch dabei. Gleichzeitig kann ich jetzt viel besser einschätzen, wann er wirklich Hilfe braucht – oder wann ich mich einfach nicht traue und lieber absteige, weil ich selbst nicht genug Mut mitbringe und ihm dann von oben nicht genug Sicherheit vermitteln kann.

Und so fühlte alleine ausreiten sich plötzlich wie etwas machbares an. Keine Zitterpartie mehr, sondern nur etwas, was zwar noch außerhalb unserer Komfortzone liegt aber von dem ich plötzlich das Gefühl hatte, es kann in unsere Komfortzone hineinrutschen, wenn wir es ein bisschen öfter machen. Und schon fange ich wieder an zu träumen, von einsamen, stillen Ritten durch den nebligen Herbst. Ob es dieses Jahr wahr wird und ob es sich dann auch so anfühlt, wie ich es mir wünsche? Wir werden sehen.

„Üben hilft“ sagt eine Kundin von mir. Wenn man üben will, ohne zu üben, muss man die Übungsmöglichkeiten finden, die sich anderswo bieten. Allzu oft sehe ich, wie Leute schnell über kleine Probleme hinwegbügeln, weil sie sich jetzt nicht darum kümmern wollen. Ein zappelndes Pferd am Anbinder, eine kleine Diskussion über das Tempo. All das ist nicht schlimm, wenn es einmal passiert. Passiert es aber hundert mal, wird daraus womöglich ein Problem. Umgekehrt gilt das gleiche: ich kann in jeder Situation üben, wenn ich sie genau betrachte und kläre. Nichts ungeklärt lassen ist zu einem Motto von mir geworden. Keinen eierigen Zirkel, keinen vermasselten Übergang, keine unklare Situation im Alltag so stehen lassen, sondern immer wiederholen und zeigen, wie es hätte sein sollen. In aller Freundlichkeit! So setzt sich nach und nach im Kopf des Pferdes ein glasklares Bild zusammen, wie die gemeinsame Zeit laufen soll und Pferde sind nur allzu bereit, klare Wünsche auch zu erfüllen. (Sogar Highlandponys, die gern mal Schabernack treiben). Und dieses Bild funktioniert dann auch in Situationen, die wir nie geübt haben. So einfach ist das (und so schwer).