Aus dem Tagebuch des Sir Duncan Dhu vom 13. August 2026

Sonntag! Wackelkisten-Abenteuer-Tag!  Hab Energie, mein Mädchen, was machen wir?

Wir sind wieder zu dem kleinen Flitzepony gefahren. Kaum war ich aus der Wackelkiste gestiegen, kam aber erstmal ein Monster um die Ecke! Mann, hab ich mich vielleicht verjagt! Klapperte da so ein riesiges, merkwürdig aussehendes Tier mit 4 Hufeisen über den Beton und das machte so ein fieses Echo und wie ich hinschau, da starrt das Monster mich an wie so aus einem gruseligen Horrorfilm! Bis ich gecheckt hatte, dass es halt doch nur ein Pferd ist. Nur, dass es komplett eingekleidet war mit Fliegendecke und -maske bis zur Unkenntlichkeit. Uff, das hatte ich erstmal überstanden….

Dann satteln und die Fliegenbimselbamseldecke festmachen – die war diesmal störrisch, aber mein Mädchen und der Mann haben den Kampf gewonnen. Und los ging es, mit dem kleinen Flitzepony vor ihrem rollenden Sessel. Juhuuuu! Flitzetrab für den Anfang, während die Mädchen sich unterhalten haben über den bevorstehenden Distanzritt. Den wollen wir ja gemeinsam bewältigen, das Flitzepony und ich. Das passt nämlich ganz fein mit uns! Also haben wir gemeinsam das beste Tempo gesucht (und gefunden) und sind schöne lange Strecken durchgetrabt mit Schrittpausen in Dörfern und da wo die Sonne so doll schien. Es war nämlich ganz schön warm, aber im Schatten des Waldes ist uns das gar nicht mal so sehr aufgefallen.

Wir sind jetzt schon ein gutes Team, das Flitzepony und ich

Das kleine Flitzepony ist wirklich eine kleine Rakete auf 4 sehr kurzen Beinchen – wie macht sie das, so schnell zu sein? Erstaunlich. Nur einmal war sie doch sehr im Nachteil. Da kam ein fieser Berg (also das, was wir Flachlandtiroler eben so einen Berg nennen) und der auch noch mit tiefem Sand! Eigentlich sollte sie da mit Anlauf hoch, aber kurz vorher musste sie noch äppeln und dann hatte sie einen schweren Start. Ich bin da lässig hochgetrabt – null Problemo. Sie kam dann hinterhergehechtet und kam ganz außer Atem oben an. Also gab es für sie erstmal ein Schlückchen Wasser und eine Verschnaufpause.

Die Flitzemaus hatte dann an mehreren Stellen angemerkt, dass es linksrum nach Hause ginge (sie kennt den Wald wie ihre Westentasche), aber es ging weiter geradeaus. Ich habe das beobachtet und mich gefragt, wie viele Kilometer wohl geplant sind? Aber ich war noch frisch und munter und habe mir keine Sorgen gemacht. Das Flitzepony hingegen wusste halt genau, dass da noch zwei Berge vor uns liegen (wenn auch nicht ganz so steil und vor allem ohne den fiesen, tiefen Sand). Das hätte sie gern vermieden, aber die Menschen bestimmen nunmal den Weg (meistens)…

Und dann kamen wir an den Fluss. Da ist eine Brücke, da können wir doch rüber! Brücken über Wasser kann ich ja nun wirklich richtig gut (Übung hat einen Meister aus mir gemacht!). Das Flitzepony ist da auch rübergegangen. Aber mein Mädchen hat gesagt, ich könnte sie durch den Fluss tragen. Nur: warum? Aber sie bestand darauf.  Nach längerer Überredungs- und Bedenkzeit bin ich dann mal hingegangen und hab erstmal was getrunken. Vielleicht kann ich den Fluss leer saufen? Aber dafür war es doch etwas zu viel Wasser. Also hab ich gedacht, ich kann das ja mal machen. Mein Mädchen hat mich doll gelobt und ich bin bis zur Mitte marschiert. Hat mir schön die Füße gekühlt, gar nicht mal so übel, ich gebe es zu, so bei mittlerweile fast 32 Grad. Du, hier wird das aber etwas tiefer! Mein Mädchen meinte, das klappt schon. Also bin ich mutig weiter und dann mit einem großen Satz das Ufer an der anderen Seite hoch (das war so steil, da war eine große Wurzel und es ging nur mit einem Satz). Hab ich toll gemacht, sagt mein Mädchen!

Da durch? Aber warum?

Die letzten Kilometer zurück sind wir dann bisschen gebummelt, das Flitzepony und ich. Am Ende hatten wir 20km auf der Uhr und obwohl wir gefühlt recht gemütlich unterwegs waren, war das Tempo fast flott genug für Distanzritt. Nur: der Distanzritt wird doppelt so lang! Mein Mädchen hofft sehr, dass das Wetter uns gnädig ist. Ich bestelle Temperaturen unter 20 Grad, eher bewölkt, leichter Wind, keine Fliegviecher und ohne Regen, bitte!

Außerdem hat mein Mädchen festgestellt, dass meine Hufschuhe leider doch scheuern nach so einer langen Strecke. Da muss sie also nochmal nachbessern, das ist das Einzige, was uns noch fehlt an passendem Equipment. Sie wird schon eine Lösung finden, ein paar Tage hat sie ja noch.

Ich freu mich jedenfalls schon drauf und hoffe, dass diesmal nichts dazwischenkommt!

Euer vorfreudiger Sir Duncan Dhu of Nakel

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