Aus dem Tagebuch des Sir Duncan Dhu 193

Früher hatten wir Ritter ja Pagen und Knappen, die uns zur Hand gegangen sind. Ritter-Azubis quasi. Heute hat man so was nicht mehr. Heute hat man ein „Team“ sagt mein Mädchen. Und ich finde ich bin da ganz gut aufgestellt.

Also Chefin über das alles ist mein Mädchen (ich stelle das gelegentlich in Frage, aber ehrlich gesagt ist es auch toll wenn sie die Verantwortung übernimmt, da lebt es sich doch sehr bequem). Dann ist da noch der Mann, der ist zuständig dafür mit mir und meinem Mädchen spazieren zu gehen, ihr ab und zu was zu erklären und ihr überhaupt immer mit Rat und Tat zur Seite zu stehen. Außerdem ist er mein Herrenausstatter wenn ich ein neues Kontenhalfter brauche und mein Osteopath.

Dann ist da das Mädchen von meinem Spaziergehkumpel. Sie ist die gestrenge Fahrlehrmeisterin und ansonsten die Abenteuerbegleitung. Und sie kümmert sich wenn mein Mädchen mal nicht da ist und ich was besonderes brauche.

Das Mädchen von Gatsby – meinem Schottenkumpel – ist zuständig für die Freitagsfütterung. Dann ist auch immer Großreinemachen im Stall, die fegt noch den letzten Halm aus der hinterletzten Ecke.

Des weiteren habe ich noch eine Patin, die hauptsächlich dafür zuständig ist, mir aus der Ferne Mut zuzusprechen und mich zu bewundern. Außerdem steckt sie meinem Mädchen manchmal ein paar Taler zu, die dann in die Spardose für besondere Anschaffungen wandern.

Und dann ist da noch meine Privat-Schneiderin! Wenn mein Kopf mal wieder in Richtungen wächst in die Pferdeköpfe normalerweise nicht so extrem wachsen und deswegen nix so richtig passen will, dann gibt mein Mädchen meine Sachen zur Schneiderin und die macht mir das. So wie damals mein Halfter. Diesmal hat sie mir das Sidepull genäht. Das hat früher Finlay gehört und der hatte nicht so kräftige Ganaschen wie ich. Aber bei mir wurde es schon ganz schön knapp! Jetzt hat sie mir einen neuen Backenriemen da dran gemacht. Wunderbar! So ist alles wieder komfortabel (aber nur wenn mein Mädchen beim Anziehen gut aufpasst, dass mein Bart sich nicht vertüddelt und hinterm Ohr alles richtig sitzt – ich kann das nicht leiden wenn die Haare ziepen oder mir der Genickriemen ins Ohr drückt!).

Ganz knapp im letzten Loch hat es noch gepasst.
Jetzt ist der Riemen komfortabel lang und mein Kopf darf auch noch etwas wachsen.

Zum „erweiterten“ Team gehören dann natürlich noch mein Tierarzt und der Dentist, außerdem natürlich die eine oder andere Reitlehrerin, die mein Mädchen und mich mal unterrichtet (momentan noch ohne reiten).

So, also da habe ich doch ein gutes Team, oder? Da lässt es sich sorgenfrei leben.

Euer gut versorgter Sir Duncan Dhu of Nakel

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