Aus dem Tagebuch des Sir Duncan Dhu 77

Abenteueeeeeeeeer!

Mein Mädchen hatte mir einen Abenteuerurlaub versprochen. Ich hab ungeduldig darauf gewartet und am Donnerstag ging es dann endlich los (ich weiß ja inzwischen: was sie verspricht, das hält sie auch!)

Zusammen mit Diego dem Großen bin ich voller Erwartung in die Wackelkiste gestiegen.  Wir sind lange, lange geschüttelt worden. Ich habe den dumpfen Verdacht, es ging dreimal im Kreis…. aber egal. Draußen hat es eh soooooo doll geregnet, da war es in der Wackelkiste viel gemütlicher, zumal die Menschen uns genug Heu hingelegt hatten, damit uns nicht langweilig wird. Schließlich sind wir doch noch angekommen. Ich bin als erster aus der Wackelkiste geklettert. Aber kaum war ich draußen, habe ich ein furchterregendes Geräusch gehört! Und gerochen hat es auch ganz komisch! Da habe ich es tatsächlich mit der Angst bekommen. Habe meinem Mädchen gesagt, dass ich sofort wieder in die Wackelkiste einsteigen möchte! Aber sie hat gemeint, ich sei doch ein mutiger Ritter und ich würde das schon schaffen, das wäre gar nichts schlimmes! Also habe ich meinen ganzen Mut zusammengenommen und bin mit ihr mit gegangen. Diego der Große war sich auch nicht ganz sicher, und das will was heißen! Der fürchtet sich nämlich wirklich NIE! Sie haben uns in einen Paddock gebracht, weil sie meinten, wir wollten uns bei dem Regen vielleicht unterstellen. Wollten wir aber nicht, denn da wo der Unterstand war, waren auch die fiesen Gespenster, die die merkwürdigen Geräusche gemacht haben! Man das war vielleicht gruselig!

Mein Mädchen und der Mann sind dann für eine Weile weg gegangen. Als sie wieder kamen haben sie gesehen dass wir Ponys immer noch draußen im Regen standen. Mein Mädchen hat uns etwas Heu an den Rand vom Unterstand gelegt, damit wir uns näher ran trauen, das hat uns überzeugt. Nach einer Weile hatten wir uns an die komischen Geräusche und Gerüche gewöhnt.

Abends sind wir alle zusammen noch ein bisschen spazieren gegangen – war ganz schön nass, von oben und von unten! Danach haben sie uns auf eine Weide gestellt. Da konnten wir  die Gespenster besser sehen. Wir haben sie uns genau angeschaut und festgestellt: die sind eigentlich harmlos, die Gespenster. Kleiner als Caruso, ähnlich gefleckt wie er. Nur die Nasen sind anders.

Eigentlich ganz ok, die Gespenster.

Wir haben dann dort auf der Weide übernachtet. Am nächsten Morgen war zum Glück auch wieder ganz feines Wetter. Mein Mädchen und der Mann haben uns angezogen und dann sind wir gemeinsam losmarschiert.

Startklar!

Das war mal eine Ausflug nach meinem Geschmack! Fast 3 Stunden waren wir unterwegs (knapp 12km sagt mein Mädchen).  Es gab eine Menge zu sehen und ich hab natürlich alles richtig gemacht. (Meistens. Bis auf die paar mal wo ich ein bisschen genervt habe, sagt mein Mädchen. Dabei hat sie genervt! Weil sie zu langsam war oder zu nah an mir dran oder überhaupt).

Schneller, mein müdes Mädchen, schneller!

Als wir wieder in unserem Quartier angekommen sind, gab es gleich das nächste Abenteuer! Stuten! Zwei Stück die nebenan im Paddock standen. Oh, da hat mein Mädchen aber Angst bekommen dass ich durch den Zaun gehe… Hätte ich natürlich nicht gemacht, aber sie geht ja gern auf Nummer sicher. Hat mich ans Halfter genommen und mir gesagt was ich machen soll. Ich hab gut aufgepasst, dafür gabs Kekse. Auch ok.  Nach ein paar Minuten hat sie mich wieder losgemacht, ich bin zu den Stuten gelaufen und wollte mal so über den Zaun…. Autsch! Der Zaun hat ganz schön gebissen! Na gut, also muss ich wohl doch etwas Abstand von den Damen halten. Ein paar Stunden standen die da – war ganz schön aufregend für mich! Aber mein Mädchen hat derweil Rumstehtraining gemacht, mir geholfen, mit der Aufregung klarzukommen und zu verstehen was sie ok findet und was nicht so. Ich hab immer geschaut, was sie von meinem Benehmen hält und sie war am Ende sehr stolz auf mich. Leider sind die Stuten gegen Abend wieder weggegangen. Ich habe ihnen noch ein paar mal hinterher gewiehert aber dann bin ich wieder zu meiner Lieblingsbeschäftigung übergegangen (essen).

Noch eine Nacht auf der Koppel mit den lustigen Gespenstern nebenan, so nach und nach haben wir auch ihre Sprache gelernt, am nächsten Morgen noch ein Ausflug (diesmal so gute 2 Stunden) – mein Mädchen war schon ganz schön müde. Sagt, sie hat jetzt so Muskelkater im Po, dass sie bestimmt  einen schönen knackigen Po bekommt und ich auch (hä? Meiner ist doch schon so toll!)

Einmal ist mein Mädchen auch ein Stück auf Diego geritten. Aber die meiste Zeit ist sie mit mir gelaufen – sie mag nämlich gern mit mir zusammen sein!

Danach sind wir wieder nach hause gefahren.

Das war ein super Urlaub, sag ich Euch! So ein Abenteuer das schweißt zusammen. Ich hoffe wir machen öfter mal so was! Endlich war mal was los! Und ich konnte zeigen, was in mir steckt.

Euer abenteuerlustiger Sir Duncan dhu of Nakel

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