Aus dem Tagebuch des Sir Duncan Dhu 73

Mein Spaziergehkumpel ist umgezogen. Der wohnt jetzt an einem anderen Stall. Und damit wir weiter zusammen spazieren gehen können, muss ich in die Wackelkiste steigen. Weil es meinem Mädchen zu weit ist, da mit mir hinzulaufen. Tsssssss…..

Jedenfalls war mein Mädchen ziemlich nervös. Ich glaub sie fährt nicht so gern allein mit der Wackelkiste. Mir hat das nix gemacht, ich weiß doch wie das geht: einsteigen, Nase ins Heu und dann futtern, futtern, futtern, bis sie mir sagt, dass es Zeit ist, wieder auszusteigen.

Ganz stolz war sie auf mich. Aber warum? Mache ich doch immer so.

Der neue Stall vom Spaziergehkumpel liegt in einer Wohnsiedlung. Da wollten wir dann mal ganz gemütlich durch marschieren. Ich schau mir die ganzen Gartenzäune und Dekorationen und Büsche und Zwerge und

WAS IST DAS!?? Gott sei Dank, nur ein bellender Hund. Nur ein Hund? Oder doch eher der Höllenhund Cerberus? Ist dieser Zaun eigentlich hoch genug für dieses Riesenmonster? Wird der gleich da rüber hüpfen und uns verspeisen mit seinen riesigen Zähnen?

Man, da haben wir uns aber alle erschreckt! Mein Spaziergehkumpel und ich sind ungefähr 2 Meter hoch in die Luft gesprungen. Das Mädchen von meinem Spaziergehkumpel hatte auch echt Angst – das war das erste Mal dass ich gesehen hab, dass die Angst hat! Die ist sonst wirklich furchtlos. Fast wie eine Ritterin. Aber ich verstehe das, denn sie hatte ihre drei Hunde mit und die waren zu dritt nicht annähernd so groß wie dieses Wahnsinns-Monster! Der hätte alle drei mit einem Haps gefressen. Und uns Ponys zum Nachtisch. Zum Glück war der Zaun aber doch hoch genug. Das Frauchen von Cerberus kam dann auch noch und hat rumgebrüllt und Cerberus hat rumgebrüllt, das war wirklich furchteinflößend.

Erstmal durchatmen und wieder beruhigen ACHTUNG DA IST NOCH SO EINER ach nein der ist ja viel kleiner und der Zaun ist höher ABER DER DA DRÜBEN SIEHT BÖSE AUS

So ging das die ganze Zeit. Mein Mädchen und ich haben aber fest zusammengehalten und uns Mut zugesprochen. Als wir dann endlich weg waren von den ganzen Monstern haben wir alle erst mal eine beruhigende Graspause gebraucht. Was für ein Höllentrip! Aber unsere Mädchen waren sehr stolz auf uns. Weil wir Ponys nur kurz in die Luft gesprungen und danach ganz tapfer weiter gegangen sind.

Wir sind dann lieber nicht durch die Siedlung zurückgegangen sondern an der großen Landstraße. Ich wusste gar nicht, dass Straßenverkehr so entspannend sein kann. Da kann man vorher hören was kommt und niemand will einen fressen.

Nach dem Spaziergang hatte mein Mädchen Sorge ob ich wohl noch so entspannt allein in der Wackelkiste stehen kann. Aber hey, nach so einem Schreck gibt es nichts besseres als Heu zu kauen! Nase rein und drin lassen bis sie sagt es sei Zeit auszusteigen. Als wir zuhause angekommen waren musste ich mich ganz schön konzentrieren um richtig auszusteigen und mein Mädchen hat gesagt ich sei wohl doch ein bisschen kaputt. Stimmt sogar. Und das obwohl wir nur 2,4 Kilometer gelaufen waren. Aber das waren die aufregendsten Meter meines Lebens, das sage ich Euch.

Euer tapferer Sir Duncan Dhu of Nakel (der dem Höllenhund lieber nie wieder begegnen möchte, tapfer hin, tapfer her….)

P.S. von Cerberus habe ich kein Bild aber es gibt gute Nachrichten: die Kekse sind geliefert worden!!

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