Aus dem Tagebuch des Sir Duncan Dhu 272

Das Wetter ist heute super – windig und kühl – und also sind wir endlich mal wieder „richtig“ ausreiten gegangen. Mit der Wackelkiste los in das schöne Gelände wo ich mein Mädchen zum ersten Mal getragen habe. Da haben wir uns an den Frühling erinnert und gemerkt, wie weit wir seit dem gekommen sind! Wir waren alle sehr gut gelaunt und haben uns einfach eine schöne Zeit gemacht – ohne Hektik, ohne Stress. Zwischendurch hat mein Mädchen ein bisschen mit mir geübt, was sie mir auf dem Reitplatz gezeigt hat, nämlich dass ich meinen Kopf ein bisschen nach rechts oder links nehme, nur so eben. Das konnte ich schon voll gut. Außerdem hat sie mir gezeigt, dass ich viel besser laufen kann, wenn ich den Kopf ein bisschen höher nehme. Sonst laufe ich so in den Boden rein, sagt sie. Und tatsächlich hat sie recht! Da hab ich doch wieder was gelernt. Obwohl man ja dann auch mit der Nase weiter weg ist vom Gras, aber irgendwas ist ja immer.

Mein Mädchen war jedenfalls seeeeeeehr zufrieden mit mir, weil ich das alles so fein gemacht habe.

Als wir wieder zu hause waren, hat sie noch meine Dehnübungen mit mir gemacht. Gestern war nämlich wieder Osteopathie angesagt für mich, weil meine Hüfte ganz schief war. Die hat sich wohl beim Wachsen wieder verzogen oder vielleicht habe ich heimlich Quatsch gemacht und bin auf die Nase gefallen, das verrate ich aber nicht. Deswegen hat es auch auf dem Reitplatz nicht klappen wollen mit dem rechts abbiegen, sagt der Mann. Jedenfalls hat mein Mädchen sich geniert, weil sie nicht genug Dehnübungen mit mir gemacht hat, obwohl sie ja weiß, dass sie das machen soll. Tssssstssstsss. Das linke Hinterbein dehnt sie mir nach hinten unten, das rechte nach vorne oben. Das muss jetzt wieder regelmäßig sein! Ich find’s gut. Das ist ganz angenehm, da kann ich mich so rein sinken lassen. Und weil ich das so mag, bin ich dann nach der Übung einfach noch einen Moment so stehen geblieben und hab die linke Beckenseite geschmeidig hängen lassen. Das fand mein Mädchen gut und der Haus- und Hof-Osteopath auch.

Gaaaanz entspannt so stehen bleiben – kann ich und tut mir gut.

Was mein Mädchen auch super fand: sie konnte endlich ihren neuen Sattelwagen mal so richtig testen. Da ist alles drauf, was wir brauchen: der Sattel, die Steigbügel, die Weste, der Helm, die Reitertasche, die Chaps, Schwabbel und natürlich Satteldecke, Gurt und meine Zebrarüstung. Anstatt alles einzeln zum Auto zu schleppen, kann sie jetzt ihr ganzes Zeug einfach da hin fahren und vom Wagen ins Auto schmeißen. Und auf dem Rückweg natürlich genauso, nur umgekehrt: alles auf den Wagen und den nur fix in die Sattelkammer schieben. Da hat sie sich doll gefreut, wie komfortabel das doch ist.

Alles in einem Rutsch – das macht mein Mädchen froh!

Also: ein rundum gelungener Sonntag! Ich hoffe, ihr hattet es auch so fein wie wir, liebe Menschen!

Euer Sir Duncan Dhu of Nakel

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