Aus dem Tagebuch des Sir Duncan Dhu 119

Dienstags sind wir ja immer meinem Spaziergehkumpel und seinem Mädchen verabredet. Aber weil mein Mädchen so stur ist und nicht im Dunkeln spazierengehen mag, waren wir seit Ende November nicht mehr zusammen draußen unterwegs. Aber jetzt! Jetzt ist es wieder länger hell und also war gestern gleich noch mal Saisonstart – nämlich die Saison in der wir mit dem Spaziergehkumpel wegfahren und spazieren gehen!

Endlich wieder mit dem Spaziergehkumpel in der Wackelkiste losziehen! Wir haben uns soooo gefreut!

Aber was soll ich Euch sagen – in den paar Wochen die wir jetzt nicht zusammen unterwegs waren ist mein Spaziergehkumpel noch erwachsener geworden! Der kann jetzt echt tolle Sachen, nämlich an einer Bank einparken, sein Mädchen aufsteigen lassen (dann einen Keks kassieren – hab ich genau beobachtet!) und dann trägt er sie! Einfach so, ganz allein, ohne dass jemand den Führstrick halten muss! Ich meine: ich weiß ja, dass Merlin und Diego das können. Aber ich war ehrlich gesagt nicht sicher, ob mein Spaziergehkumpel das schafft. Erinnert Ihr Euch noch an seine ersten Versuche? Na jetzt hat er anscheinend geschnallt wie das geht und sein Mädchen war soooooo stolz auf ihn! Mein Mädchen war auch sehr beeindruckt.

So was erwachsenes kann der jetzt! Da staune ich aber!

Wir sind schön flott marschiert und unsere Mädchen haben getan was sie dann immer tun: geträumt. Zum Beispiel davon, dass sie uns zweispännig fahren könnten. Also wir würden das lustig finden! Dann wäre mein Spaziergehkumpel nicht mehr mein Spaziergehkumpel sondern mein Kutschziehkumpel! Und dann stecken wir die Köpfe zusammen und es geht los – huiiiiii!

Sie haben sich aber auch noch über andere Sachen unterhalten. Zum Beispiel über mich. Der Mann hat am Sonntag nach dem Saisonstart mit meinem Mädchen geredet und gesagt sie muss ein bisschen aufpassen weil ich gerade in der Pubertät bin. Diego und Gatsby sagen das auch. Und deswegen soll sie ein bisschen mehr auf Anstand und Benehmen bestehen wenn sie mit mir spazieren geht. Sonst besteht sie ja auch immer drauf, nur beim Spazierengehen vergisst sie es manchmal, weil sie so entzückt ist von der Landschaft und ihrem süßen Pony (das bin ich!). Also hat sie mich gestern „bei Fuß“ gehen lassen. Nix schnüffeln, nix zum Gras ziehen, nix vortraben. Aber ehrlich, so lange sie flinke Füße macht und mein Tempo hält, ist das völlig ok. Quatsch machen hatte ich vorher mit Diego erledigt.

So, also jetzt bin ich jedenfalls glücklich: zwei Spaziergänge in drei Tagen ist ein guter Start. Wenn wir das jetzt immer ein bisschen steigern ist mein Mädchen bald fit wie ein Turnschuh und ich bin dann auch nicht mehr so schlimm in der Pubertät – versprochen!

Euer Sir Duncan Dhu of Nakel

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