Aus dem Tagebuch des Sir Duncan Dhu 326

Sonntaaaaaaaag! Und das heißt: Ausflugstag! Die letzten Male sind wir ja immer von hier zu hause aus aufgebrochen. Jetzt war es aber mal wieder Zeit, mit der Wackelkiste los zu ziehen. Ab ging es ins wilde Moor, da sind wir soooo gern! Aber andere Leute sind da auch gern, deswegen fahren wir da Sonntags eher nicht hin. Heute war aber ungemütliches Wetter und wir haben gehofft, dass sich dem nicht so viele Leute aussetzen wollen. Der Plan ging auch auf, es war nicht viel los. Direkt am Anfang, noch bevor es los ging, war ein bisschen Aufregung. Da, wo wir immer parken, ist nämlich direkt eine Weide mit Rindern. Nicht irgendwelche Rinder, sondern Schotten, so wie ich, nur als Kuh. Bzw in diesem Fall auch als Bulle. Die haben seeeeeehr beeindruckende Hörner. Und sie haben gerade Futter bekommen. Da kam ein Trecker mit einem Heulageballen auf der Gabel, das fanden wir schon spannend. Dann wurde das Tor auf gemacht – einfach so! Mein Mädchen hatte Sorge, dass so ein Rind sich überlegt, dass wir interessanter sein könnten als das Futter, aber zum Glück haben die Rinder gewartet, bis der Trecker durchs Tor war, der Mensch vom Trecker wieder runter geklettert und das Tor zu gemacht. Dann haben wir alle aufgeatmet und konnten endlich in Ruhe los reiten. Also: was ich halt so Ruhe nenne. Ich hatte Lust! Auf geht´s!

Die Runde im Moor kenne ich ja schon gut auswendig. Aber heute haben wir einen extra Schlenker mit eingebaut, den ich noch nicht kannte. Wir waren im fernen Kamerun! Erstaunlich, nicht wahr? Dieses Kamerun liegt aber nicht ganz so weit weg wie das in Afrika und es ist auch lange nicht so groß. Eigentlich besteht es nur aus 5 oder 6 Höfen und – zack – ist man schon wieder durch.

Kamerun!

Dann wurde es wieder ganz toll: wir sind galoppiert! Mein Mädchen und ich, während Diego und der Mann im Trab geblieben sind. Diesmal hab ich es wirklich raus gehabt und mich gut im Galopp eingefunden. Ich wollte auch gern etwas schneller, durfte ich auch. Und dann noch etwas schneller. Und dann… hat mein Mädchen gebremst. Schade.

Danach wollte ich eigentlich nur noch galoppieren. Ich meine: wer will traben, wenn er galoppieren kann? Ui, da gab es aber Mecker von oben. Dieser Weg wäre doch zu rutschig und ich sollte bitte traben! Aber ich könnte doch auch langsam galoppieren, mein Mädchen. Nein, war nicht erlaubt. Schade. Wo ich es doch gerade so schön geschnallt habe wie das geht.

Wir finden das Moor wunderschön, auch wenn das Wetter grau und verregnet ist

Nach 10 km in genau 100 Minuten waren wir dann wieder zurück an der Wackelkiste. Nass vom schwitzen und vom Regnen, schön durch gepustet und ganz zufrieden. Mein Mädchen sagt, die Rechnung ist heute einfach, wir sind „Tempo 10“ geritten, haben also 10 Minuten pro Kilometer gebraucht. Das ist ganz gut, für einen Distanzritt – selbst einen langsamen Anfängerritt – aber noch zu langsam. Siehst Du, sag ich doch: mehr Galopp! Aber mein Mädchen meint, für einen normalen Ausritt war das fein und wir können später noch mehr und auch schneller traben, wenn wir einen Sattel haben. Aber wir könnten eben auch mehr galoppieren! Finde ich.

Schön war das wieder, danke mein Mädchen!

Euer galoppierender Sir Duncan Dhu of Nakel

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1 Kommentar

  1. Hi Duncan, hast du es mal probiert, seitwärts zu traben?
    Wenn das klappt, kannst du auch seitwärts galoppieren, da bin ich sicher.
    Als nächstes kommt dann rückwärts dran. Du kannst ja fast alles hinter dir sehen, wenn die Nase vorne ist, da brauchst du also keinen Rückspiegel.

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