Aus dem Tagebuch des Sir Duncan Dhu 316

Hugo, unser schweigsamer Reitmeister, hat uns gestern nochmal Unterricht gegeben.

Er lächelt immer so freundlich
Hugo beobachtet unsere Reitübungen

Erst lief alles ganz fein. Dann haben mein Mädchen und der Mann sich beraten, während ich so herum stand. Mein Mädchen auf meinem Rücken. Und da war plötzlich ein Ungeheuer im Schnee! Der Mann hat es auch gesehen, aber er meint, es war nur eine Ratte oder ein Vogel, jedenfalls kein Ungeheuer. Naja, wenn wir Ponys eins wissen, dann dass ihr Menschen von Ungeheuern keine Ahnung habt. Ich bin lieber auf Nummer sicher gegangen, habe auf dem Absatz kehrt gemacht und bin los. In der Drehung hat mein Mädchen kurz das Gleichgewicht verloren, aber sich noch schnell mit einem Oberschenkel gerettet und da war ich dann auch schon wieder stehen geblieben, weil mir auffiel, dass es vielleicht doch kein Ungeheuer war. Mein Mädchen war ganz fröhlich, weil sie immer etwas Angst hatte vor so einer fiesen Drehung. Ich bin ja nunmal klein und wendig (quadratisch halt!) und sie hatte Angst, dass sie einfach nicht mitkommt, wenn ich mal fix die andere Richtung einschlage. Jetzt hat sie diese Angst nicht mehr, weil sie ja gemerkt hat, dass sie doch ganz gut oben bleibt und ich sie nicht verliere.

Danach haben wir noch seitwärts geübt. Mein Mädchen hatte die fixe Idee, wir könnten mal ein Kruppeherein reiten, das haben wir bisher nur an der Hand geübt. Linksrum ging das ganz ok, rechtsrum nicht. Da war bisschen Chaos und dann hatte ich keine Lust mehr. In der Ecke wo ich das Ungeheuer gesehen hatte, hat es mich noch gegruselt (wo ein Ungeheuer ist, ist das zweite ja oft nicht weit!) und ich wollte zum Ausgang. Da hatten wir dann noch eine kleine Diskussion ob ich da echt nochmal abbiegen sollte. Nach ein paar Versuchen hab ich das nochmal gut gemacht und mein Mädchen ist abgestiegen. Dann ist sie los gelaufen Richtung Gruselecke und hat mich gerufen (allerdings war ich ihr schon nachgetrabt bevor sie gerufen hatte). Sie meinte, ich könnte in der gruseligen Ecke noch ein paar Kekse bekommen. Weil Kekse Monster besiegen – isso. Also haben wir „frei“ (ich hatte mein Zeug noch an aber sie hat es nicht angefasst) losgehen und anhalten geübt. Dann hatte sie die Idee ich könnte doch mal frei um sie herum traben. Hab ich gemacht, ist doch einfach. Dann meinte der Mann, ich soll es nochmal machen, für die Kamera. Naaaaaaa gut. Dann war Schluss und mein Mädchen war glücklich. Ich auch, wegen der Kekse.

Kekse essen in der Ungeheuer-Ecke
Ob ich mal um sie herum traben könnte hat sie gefragt. Klar kann ich.

Mein Mädchen sagt, sie hat wieder viel über mich gelernt. Vor allem dass ich ein echter Schotte bin, nämlich „opinionated“. Manche würden das mit „eigensinnig“ übersetzen, mein Mädchen nennt es „meinungsstark“ und sie liebt diese Eigenschaft an Ponys wie mir!

Mal sehen, was wir morgen noch von Hugo lernen, bevor er wieder abreist. Ich werde berichten!

Euer ungeheuerlicher Sir Duncan dhu of Nakel

Kommentar hinterlassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s

%d Bloggern gefällt das: