Aus dem Tagebuch des Sir Duncan Dhu 313

Ganz schön winterlich ist das hier! Mein Mädchen ist happy und wir auch: Bisschen glitzernder Schnee, viel Sonne, schon sieht alles schön aus. Aber der Winter hat auch andere Vorteile: wenn es so kalt ist, dürfen wir Ponys viel mehr Heu schlemmen als sonst. Mein Mädchen sagt, weil wir das zum heizen brauchen, ist dieser Tage mal keine Diät angesagt. Und dann lacht sie, weil wir sofort mäkelig werden: wenn es mehr Heu gibt, wollen wir bitte nicht dieses kalorienarme Ökozeug, sondern von dem anderen, das ist leckerer. Aber sie wechselt die Sorten trotzdem ab – schade. In die Heunetze tut sie das Ökozeug und sagt, wer wirklich Hunger hat, wird sich das da schon raus fummeln. Tun wir dann auch. Wenn es nix besseres gibt…… Zum Glück gibt es ja einmal am Tag Schüsseln! Das ist immer das Highlight. Diego bekommt neuerdings lecker Hafer in die Schüssel, während ich nur so getreidefreies Zeug zum Knuspern bekomme mit meinem Mineralfutter. Menno. Mein Mädchen sagt, ich bräuchte echt nicht mehr Energie als ich hab – was denn? Energie kann man nie genug haben, oder? Aber sie ist mal wieder unerbittlich. Ich sauge dann die Haferkörner auf, die neben Diegos Schüssel gefallen sind.

Ich gehe jeden Tag an den Zaun und mit den Nachbarn zu schnacken.
Schnee und Eis hin oder her, ein kleines Spiel zwischendurch muss schon sein! Die anderen nehmen derweil ein Sonnenbad.

Unsere Pfütze, aus der wir so gern trinken, ist komplett gefroren. Neulich ist meinem Mädchen fast das Herz stehen geblieben, weil Merlin auf die Pfütze gegangen ist und zu spät gemerkt hat, dass es ganz schön glatt ist auf dem Eis! Aber der alte Knabe ist besonnen geblieben und gaaaaaanz vorsichtig zum Rand der Pfütze getippelt, bis er wieder griffigen Boden unter den Hufen hatte.

Diego hat ein Schläfchen mit den Hufen auf der Pfütze gemacht und dabei mit seinen warmen Füßen das Eis angetaut so dass schöne Hufabdrücke entstanden sind. Das fand mein Mädchen toll!

Hufabdrücke im Eis

Was mein Mädchen weniger schön findet, ist, dass unsere Äppel teilweise am Boden fest frieren. Dann rennt sie mit der Tomatenhacke über den Paddock und hackt alles lose, dabei spritzen die Äppel überall hin. Was wir nicht so toll finden ist dass wir wieder aus der Balltränke trinken müssen, weil alles andere so schnell zufriert. Dazu müssen wir den Ball runter drücken und zur Seite schieben um ans Wasser zu kommen – die sonst übliche Mundspülung fällt flach. Blöd, aber so haben wir wenigstens immer frisches Wasser.

Außerdem ist der Reitplatz gefroren. Im Schritt kann ich da aber noch ganz gut laufen, also machen wir Handarbeit und mein Mädchen ist total entzückt, weil ich so tolle Fortschritte gemacht habe. Ich bin viel stärker geworden und kann mich aufrechter halten – früher war ich immer so schnell müde und mein Kopf wollte immer runter, jetzt nicht mehr. Und ich bin auch total koordiniert und super aufmerksam und feinfühlig und all die guten Dinge sagt sie. Ich sage dazu: ich kanns. Damit ist doch alles klar.

Nächste Woche soll es wieder tauen, dann können wir auch wieder auf dem Reitplatz reiten. Ob wir zwischendurch ausreiten gehen können, hängt davon ab, ob alles vereist, drückt mir die Daumen! Nicht dass ich wieder Burgkoller kriege!

Euer winterfester Sir Duncan Dhu of Nakel

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