Aus dem Tagebuch des Sir Duncan Dhu 253

Jetzt wo ich langsam zu einem richtigen Reitpony werde, ist mein Mädchen wieder im „Equipment-Wahn“. Sie freut sich doll dass Finlays alter Sattel mir passt – der ist zwar schon sehr alt aber sie sagt er hält noch so lange bis ich ausgewachsen bin, dann bekomme ich was eigenes. Dafür wird sie aber auch noch ein bisschen Geld sparen müssen, sagt mein Mädchen. Naja, also Sattel ist erst mal der alte. Aber so ein paar kleinere Sachen hat sie für unsere Ausritte besorgt. Zum Beispiel habe ich jetzt doch meine eigene Fliegendecke bekommen. Weil Finlays Decke so groß ist dass sie mir immer über den Po nach hinten rutscht und dann vorne an den Schultern zu doll zieht. Und wenn mein Mädchen absteigen möchte, bleibt sie mit dem Fuß hängen weil da soooooo viel Decke ist. Finlay war ja 10cm höher als ich! Aber mein Mädchen sagt, obwohl ich so klein geraten bin, schleppe ich sie trotzdem weg wie ein Großer. Na jedenfalls habe ich jetzt auch so eine schneidige Zebra-Decke wie Diego und mein Spaziergehkumpel. Außerdem hat mein Mädchen beschlossen, dass die Trinkflasche nicht mehr hinten in den Packtaschen sein soll, sondern lieber vorn am Sattel. Also hat sie sich einen schönen Flaschenhalter gekauft. Und dann hat sie fest gestellt, dass sie gar nicht mehr gewöhnt ist, mit Sattel zu reiten und dass ich im Turboschritt unterwegs bin und das irgendwie nicht so bequem ist. Also hat sie sich noch ein Fell für ihren Po gekauft. Weil Ihr Menschen ja immer kein eigenes Fell habt, müsst Ihr es entweder anziehen und es Euch – in diesem Fall – unter den Hintern klemmen. Bemitleidenswert ist das, könnt Ihr Euch nicht was eigenes wachsen lassen? Na ist ja nicht mein Problem.

Wer kein Fell am Hintern hat, muss sich eben eins unterlegen!

Dann hat sie sich auch noch neue Steigbügel gekauft. Mit Tapaderos. Eigentlich liebt sie ihre alten Steigbügel sehr aber weil sie noch so viel zu Fuß geht und dafür ihre Wanderschuhe tragen will, die logischerweise keinen Absatz haben, hat sie Angst, dass sie durch die Steigbügel rutschen und hängen bleiben könnte, falls ich doch mal etwas unvorhergesehenes tun sollte. Als ich ob nicht gut auf sie aufpassen würde! Ein gutes Pferd bleibt immer unter seinem Reiter, weiß ich doch! Aber sie ist sich da nicht so sicher. Also mussten Steigbügel her, in denen sie nicht hängen bleiben kann und so hat sie nun so eine Art „Reitpantoffeln“ am Sattel. Das Fell an den Steigbügelriemen hatte sie mit Finlay schon, das hat der Mann ihr nur eingekürzt.

Tapaderos sind nur zu erahnen aber der Flaschenhalter ist farblich abgestimmt.

Jetzt sind wir schon ganz gut ausgerüstet für unsere Ausflüge, sagt mein Mädchen. Ich persönlich finde das ja alles nicht so wichtig. Entscheidend ist doch eher, dass die Kekstasche gut gefüllt ist und wir ausgiebig und oft unterwegs sind!

Euer gut ausgestatteter Sir Duncan Dhu of Nakel

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