Aus dem Tagebuch des Sir Duncn Dhu 179

Am Wochenende haben wir eine schöne Sonntags-„Ausfahrt“ gemacht. Mein Mädchen hat so getan als würde sie Kutsche fahren. Diego der Große und der Mann sind einfach so spazieren gegangen. Und diesmal hat mein Mädchen sich mal was getraut: wir sind nämlich die Dorfstraße entlang marschiert. Und zwar nicht mehr auf dem Bürgersteig (das machen wir sonst so, obwohl man das eigentlich nicht macht. Aber mein Mädchen sagt dass ist sicherer für junge Pferde und wir sind bisher nur auf die Straße gegangen wenn uns jemand auf dem Bürgersteig entgegen kam). Diesmal sind wir auf der Straße gegangen, so wie es halt auch wäre, wenn ich schon die Kutsche ziehen würde. Und sie ist die ganze Zeit hinter mir gegangen (sonst ist sie immer noch nach vorn gekommen wenn da Autos waren). Erst war mein Mädchen etwas nervös. Als ein Transporter mit einem Anhänger von hinten kam, war sie unsicher, das habe ich genau gespürt. Und weil sie so unsicher war, war ich auch ein bisschen unsicher. Aber ich weiß ja was ich tun soll wenn ich unsicher bin und hab einfach angehalten. Ach da hat sie sich süß gefreut! Gab auch einen Keks. Als wir dann weiter gegangen sind, hat sie immer ganz viel geatmet und ihre Füße gefühlt und sich entspannt und mir gesagt, dass ich einfach weiter gehen kann. Ok, wenn Du so entspannt bist, kann ich das auch, mein Mädchen.

Dann ein bisschen hinten rum durch die Felder marschiert und dann auf dem Rückweg wieder auf die Dorfstraße. Und da war in Groß Vollstedt Rushhour. Da kam ein Auto nach dem anderen! Wo die alle hin wollten wusste mein Mädchen auch nicht. Und Motorräder und was nicht noch alles. Zwischendurch dachte ich, dass ist doch ganz schön viel und hab das auch meinem Mädchen nach hinten gefunkt. Aber sie hat gesagt, dass alles gut ist und ich das schaffe. Also hab ich mich einfach weiter brav benommen und gehofft dass es bald aufhört. Dann mussten wir noch warten weil wir auf die andere Straßenseite mussten und als wir dann dort drüben angekommen waren, ist mein Mädchen komplett ausgeflippt. Hat mir ganz viele Kekse gegeben und gesagt, dass ich ihr Held bin und das beste Pony der Welt und schon so groß und erwachsen und überhaupt! Ich war etwas überrascht über diesen enormen Gefühlsausbruch aber ist ja auch immer schön wenn sie sich so freut (vor allem wenn sich diese Freude in Keksen ausdrückt).

Dann ging es nach hause. Und zu hause hat sie mir dann noch den ganzen Tag erzählt wie toll ich das alles gemacht habe. Ach Mädchen, das ist ja immer so fein wenn ich dich so einfach glücklich machen kann. Jetzt hat sie also noch mehr Herzchen in den Augen wenn sie mich anschaut und ist noch doller in mich verliebt. So lässt sich das leben und dafür kann ich gern auch in der Rushhour die Dorfstraße lang marschieren, kein Problem.

Euer stolzer Sir Duncan Dhu of Nakel

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