Aus dem Tagebuch des Sir Duncan Dhu 155

Anleitung zur Nutzung der Wackelkiste

Ich bin ja nun schon ziemlich Wackelkisten-erprobt. Und heute teile ich meine Erfahrung mit Euch. Ist ja auch wichtig zu wissen, wie es richtig geht.

1. Es gilt herauszufinden, ob überhaupt Wackelkistentag ist. Ist Dienstag und das Mädchen vom Spaziergehkumpel ist da? Dann stehen die Chancen gut. Sonntags auch. Abchecken ob die Wackelkiste offen ist (gute Chancen) oder zu (nicht so gute Chancen). Auch das Halfter kann Aufschluss geben. Kappzaum oder Knotenhalfter: keine Chance. Wenn das schwarze Halfter raus kommt könnte es klappen. Profis erkennen aber die Wackelkistentage schon an der Stimmung ihres Menschen. Mein Mädchen freut sich nämlich auch immer doll, wenn Wackelkistentag ist und das höre ich dann schon daran wie sie mich ruft.

2. Mit dem Einsteigen unbedingt warten bis man aufgefordert wird. Man mag es ja eilig haben, aber wenn man unaufgefordert einsteigt, wird man wieder raus geschickt. Einsteigezeit ist erst wenn das Wallehaar gebürstet und die Hufe beschuht sind. So viel Geduld muss man dann schon haben.

3. Unbedingt die korrekte Seite zum Einsteigen wählen. Auf einer Seite hat die Wackelkiste nämlich eine Vordertür und durch die kann man noch Kekse abstauben. Wehe man steht dann auf der falschen Seite! Beim Einstieg überprüfen ob genug Heu im Netz ist, sonst einen Fuß draußen lassen, damit die Wackelkiste nicht zu gemacht werden kann und durch hungrig gucken darauf hinweisen, dass erst nachgeladen werden muss!

Die richtige Seite ist die mit der Kekstür!
Korrekte Positionierung in der Wackelkiste

4. So lange die Wackelkiste sich nicht bewegt, einfach die Nase ins Heu donnern und mampfen. Erst wenn das Gewackel losgeht, tritt man selbst auch in Aktion. Das ist nämlich der Moment wo einem auffällt, dass einen schon so lang der Po juckt und dass die Stange hinten perfekt in Position ist zum Kratzen! Also schwenken, schubbern und kratzen was das Zeug hält. Das macht Spaß, das wackelt besonders lustig! Das Gefluche von vorne im Auto hören wir hinten ja nicht…..

5. Wenn fertig gekratzt: Nase wieder ins Heu. Essen was das Zeug hält, man weiß nie wie lang gewackelt wird! Es gilt, möglichst viele Heuhalme in möglichst kurzer Zeit aus dem Netz in den eigenen Bauch zu befördern, schließlich findet nach dem Wackeln ein tolles Abenteuer statt, dass man am besten gut gestärkt bestehen kann.

6. Beim Ausstieg auf die Füße aufpassen. Wenn man sich nicht sicher ist, anhalten und das Mädchen fragen wo die Kante ist. Die ist nämlich heimtückisch.

7. Sobald man unten ist nach dem nächsten fressbaren Grashalm suchen.

8. Abenteuer genießen

9. Punkte 3-6 wiederholen. Zu hause darauf bestehen, dass es beim Ausziehen der Hufschuhe noch ein paar Kekse gibt bevor es wieder in den Stall geht und vorsorglich darauf hinweisen, dass längere Wartezeiten bis zum nächsten Abenteuer auf keinen Fall toleriert werden.

Wenn Ihr Euch an diese Anleitung haltet, kann nix schiefgehen!

Euer erfahrener Sir Duncan Dhu of Nakel

Kommentar hinterlassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google Foto

Du kommentierst mit Deinem Google-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s

%d Bloggern gefällt das: