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Wie alles begann

Warum dieser Blog „Schotten-Pony“ heißt

Sir Duncan Dhu of Nakel

Meine Liebe zum schottischen Highlandpony begann vor ungefähr 11 Jahren, als ich eine Highlandpony-Züchterin als Hufpflegekundin bekam. Damals ahnte ich noch nicht, dass das mein Leben verändern würde. Dass ich einmal Fan einer bestimmten Pferderasse werden würde, hielt ich für ausgeschlossen. Schließlich sind alle Pferde toll und alle haben ihre Vorzüge.

Das stimmt auch immer noch. Und ich habe die Rasse gefunden, die am besten zu mir passt: das Schottische Highlandpony. Einige Jahr später wurde bei dieser Züchterin mein erstes „Schotten-Pony“ Finlay geboren und Finlay wird für mich (was den Charakter angeht) vielleicht immer der Innbegriff des Highlandponys sein. Die Schotten sind ein bisschen anders als andere Ponys. Natürlich gibt es – wie auch innerhalb anderer Rassen – eine Bandbreite an verschiedenen Typen: von den sehr lieben, die sich als Therapiepferd eignen bis zu den sehr selbstbewussten, die ihre Besitzer schon mal vor die eine oder andere Herausforderung stellen. Was ihnen gemeinsam ist, ist die große Menschenbezogenheit, das unbedingte Bedürfnis nach viel Beschäftigung und Abwechslung sowie der Gerechtigkeitssinn. Behandle mich fair, dann ist alles ok. Behandle mich unfair und Du zahlst den Preis. Die Schotten sind sehr ehrlich – geradeheraus, kein Blatt vor dem Mund. Und viele von ihnen sind abenteuerlustig, haben wenig Angst und erleben gern Neues.

In diesem Blog möchte ich Euch teilhaben lassen an den Geschichten, die ich mit meinem Schotten-Pony erlebe. Bald schon geht es los – ich nehme Euch mit auf eine Reise, die so gar nicht hätte stattfinden sollen, und die ich jetzt als neue Chance und neues Abenteuer sehen möchte. Abonniert am besten gleich diesen Blog, damit Ihr keine Schotten-Pony-Abenteuer verpasst! (einfach Ich freue mich jederzeit über Kommentare, Fragen und Themenwünsche.

Aus dem Tagebuch des Sir Duncan Dhu vom 14. Januar 2026

Gestern war meine winzige Freundin wieder da. Als sie gehört hat, dass wir nicht auf den Reitplatz gehen können, weil der Schnee anfing zu tauen und alles matschig und rutschig war, sagte sie betrübt „so ein Mist, dann können wir ja gar nicht galoppieren!“. Ja, fand ich auch ein bisschen schade. Dafür haben wir was anderes gemacht: wir haben lenken geübt!

Mein Mädchen hat mir meinen Kappzaum angezogen, der sitzt gut und ist schön breit auf meiner Nase, da kann meine winzige Freundin mir nicht aus Versehen wehtun. Dann Sattel rauf (das macht mein Mädchen, weil meine winzige Freundin dafür zu winzig ist) während meine winzige Freundin einen kleinen Parcours aufgebaut hat, ein paar Hütchen und eine leicht erhöhte Stange. Dann ging es ans Aufsteigen, das geht jetzt auch mit Sattel schon richtig gut! Ich habe an meinem Kappzaum schöne neue bunte Zügel dran gehabt. Die haben verschiedenfarbige Abschnitte, damit jeder sehen kann, wie lang die Zügel jeweils gehalten werden müssen. Mein Mädchen hatte anfangs zur Sicherheit auch noch eine Longe am Kappzaum, falls es so gar nicht klappen will mit dem Lenken. Aber schon nach 2 Runden hat mein Mädchen gesehen, dass das ganz wunderbar funktioniert und hat die Longe einfach abgemacht. Meine winzige Freundin war sehr erstaunt, dass sie jetzt einfach so frei reiten soll! Aber mal ehrlich: ich bin nicht nur ein Guter und passe total gut auf sie auf, sondern zur Not bin ich auch noch ferngesteuert. Soll heißen: wenn mein Mädchen „hoooo“ sagt, halte ich ja sofort an (weil ich einen Keks will!). Und die Halle ist klein, also kann ich ja auch gar nicht weit weg. Was soll also schiefgehen? Richtig: nix. Und also ging es los.

Mein Mädchen hat das Gaspedal bedient (mir also immer mal gesagt, dass ich ruhig weitergehen soll) und meine winzige Freundin hat gelenkt. Und ich, ich bin vorsichtig mit meiner wertvollen Fracht auf dem Rücken durch die Halle geschritten und habe die (zugegebenermaßen noch etwas wirren) Zeichen von oben zu deuten versucht. Hab ich auch geschafft! Ich weiß ja jetzt wie das geht, wenn meine Schülerinnen ihr Handwerk noch nicht recht beherrschen. Mein Job ist, genau hinzuhören und dann das zu machen was sie mir sagen. Also genau das, auch wenn es falsch ist (weil sie es falsch ausdrücken). Aber mit einem gewissen Maß an Gnädigkeit. Also das Kommando muss nicht perfekt sein, aber bitte verständlich und zum richtigen Zeitpunkt. Und wenn ich gar nicht weiter weiß schaue ich kurz zu meinem Mädchen, dann gibt die mir einen heißen Tipp. Aber das war gar nicht nötig, denn ich habe alles verstanden, was meine winzige Freundin wollte. Wenn sie ein Hütchen angestarrt hat, bin ich genau über das Hütchen gelaufen. Bis mein Mädchen erfolgreich erklärt hatte, dass meine winzige Freundin sich die Linie vorstellen soll, die ich laufe, zwischen den Hütchen durch. Und als meine winzige Freundin das gemacht hat, bin ich zwischen den Hütchen durchgelaufen.

Mein Mädchen ist am Ende fast geplatzt vor Stolz! Sie war stolz auf uns beide, auf meine winzige Freundin und auf mich. Und sie musste das sofort all ihren Freunden erzählen und ein Video herumzeigen. Sogar meiner Züchterin hat sie das geschickt, die auch gebührend beeindruckt war, dass ich sowas tolles kann.

Am Ende der Stunde hat meine winzige Freundin mir dann noch zwei Möhren gegeben. Das kann sie jetzt! Ich hab verstanden, dass ich gaaaaaanz vorsichtig sein muss. Sie hat das eine Ende von der langen Möhre in der Hand und ich nehme mir die Möhre am anderen Ende. Kein Hautkontakt nötig und trotzdem landet die Möhre da wo sie hingehört: in meinem Bauch. Trotzdem hoffe ich, dass meine winzige Freundin bald merkt, dass ich wirklich keine Säbelzähne habe.  

Weil ich alles so toll gemacht hatte, hat mein Mädchen abends mit mir noch eine kleine Wipp-Session zur Belohnung gemacht. Ach, das war ein feiner Tag!

Euer unterrichtender Sir Duncan Dhu of Nakel

Aus dem Tagebuch des Sir Duncan Dhu vom 11. Januar 2026

Heute war nochmal ein richtig schöner Wintertag mit Schnee und Sonne. Herrlich! Wenn es so kalt ist wie jetzt, zieht mein Mädchen immer die Schneehose an und das ist dann auch gleich die Spendierhose. Damit wir uns gut von innen wärmen können, bekommen wir bei diesen Temperaturen nämlich wesentlich mehr Heu als sonst. Nachts sogar so viel wie wir wollen! Da haben wir ordentlich geschlemmt. Die kleinen Tierchen in unserem Bauch machen dann ganz viel Wärme aus dem Heu. So müssen wir nicht frieren. Nur Caruso, unsere kleine Frostbeule, braucht eine Decke, wenn es so kalt ist (vor allem als es vor dem Schnee sooooo fiesen, eisigen Wind und Regen gab! Da hatte er sich schon wieder so durchgefroren, dass mein Mädchen ein Notfallprogramm mit ihm starten musste. Decke, Bewegung, warmes Körnerkissen auf den Rücken und schönes warmes Mash, sonst kriegt er nämlich Bauchweh von der Friererei, der arme Kerl!)

Mir ist nicht kalt. Mein Mädchen meint, mir sei wohl einfach nie kalt. Nö, Mädchen, ich bin Schotte und in meiner genetischen Heimat haben wir über Generationen gelernt, wie man mit harten Wintern fertig wird. 1. Ordentlich Winterspeck anlegen (sie glaubt mir ja nie, dass das wichtig ist, aber sie gibt zu, dass meine Speckpolster jetzt schon so gut wie weg sind! Hab ich sie wohl doch gebraucht, mein Mädchen, wer weiß was sonst passiert wäre!) 2. Extra gutes, zweilagiges Fell produzieren. Davon hat sie mir zwar im November noch ordentlich was weg-entpelzt, aber es ist genug nachgewachsen, um mich auch jetzt noch gut warm zu halten.

Nachdem wir in letzter Zeit viel auf dem Reitplatz waren (dank Schnee kann ich dort gut laufen, trotz gefrorenem Untergrund), waren wir heute mal auf dem Sommerreitplatz. Das ist eigentlich eine unsere Weiden, gelegentlich wird die mal umfunktioniert. So auch heute. Wir sind mit der Longe da hoch gewandert (ich war erst nicht überzeugt, ich finde es da etwas gruselig so ganz ohne meine Kumpels) und dann hat mein Mädchen mich longiert. Es geht da leicht bergauf und bergab und jetzt mit dem Schnee und den gefrorenen Maulwurfshügeln fand mein Mädchen das sei gut für meine Propriozeption. Wörter kann sie! Also bisschen wie ein Geschicklichkeitsparcours. Wir haben recht viel Trab gemacht, aber keinen Galopp, weil mein Mädchen den Boden dafür doch zu hart und zu hintertückisch fand. Ein bisschen mehr Schnee wäre da wirklich besser gewesen! Aber ich hab einfach alles richtig gemacht, bergauf immer bisschen Gas gegeben und bergab schön langsam und umsichtig getrabt. Dann noch auf einem ebeneren Stück ein paar kleinere Kreise auf denen ich mich mehr biegen musste, im Schritt bisschen übertreten und zum krönenden Abschluss durfte ich noch meine derzeitige Lieblingsübung zeigen: spanischer Schritt.

Obwohl wir 40 Minuten gearbeitet haben, war ich kein bisschen schnaufig oder schwitzig und mein Mädchen war sehr zufrieden mit meiner Grundkondition.

Demnächst soll jetzt Tauwetter mit Regen kommen, dann ist die weiße Pracht weg und wahrscheinlich verbringen wir dann wieder mehr Zeit in der Halle mit Handarbeit und Wippen. Mal sehen!

Euer verschneiter Sir Duncan Dhu of Nakel

Aus dem Tagebuch des Sir Duncan Dhu vom 8. Januar 2026

Ihr glaubt nicht was heute passiert ist!

Also: meine winzigkleine Freundin war wieder da. Und da unser Reitplatz schön verschneit ist und es ausnahmsweise weder windig noch regnerisch war, sind wir zusammen auf den Reitplatz gegangen – ich mit Sattel, so wie neulich. Dann haben wir uns im Schritt ein bisschen warmgemacht und meine winzige Freundin hat leichttraben und leichten Sitz im Schritt geübt. Im leichten Sitz konnte sie sogar die Hände loslassen! Das fand mein Mädchen toll. Dann ging es in den Trab. Wir haben langsamen und schnellen Trab geübt und anhalten aus dem Trab und wieder antraben aus dem Halt. Meine winzige Freundin hat Leichttraben und leichten Sitz geübt. Ein paar Handwechsel haben wir auch gemacht. Und während der ganzen Zeit hat meine winzige Freundin darüber nachgedacht ob sie das Angebot von meinem Mädchen annehmen möchte, dass sie heute doch zum ersten Mal galoppieren könnte. Die beiden haben sich darüber unterhalten, ob sie wohl runterfallen könnte, wie und wann und wo mein Mädchen mal vom Pferd gefallen ist, ob das schlimm war und so. Ob mein Galopp viel schneller ist als mein Trab.  Dann hat meine winzige Freundin all ihren Mut zusammengenommen und gesagt, sie möchte es versuchen. Erst war ich mir echt nicht sicher, als mein Mädchen gesagt hat, dass ich angaloppieren soll. Wirklich? Die kleine Maus da oben fürchtet sich doch! Aber mein Mädchen hat mir gut zugeredet. 3 Galoppsprünge. Toll! Alle glücklich. Meine winzige Freundin wollte gleich nochmal. Und dann nochmal. Und nochmal! Dann war aber Feierabend.

Und das Beste kam zum Schluss! Meine winzige Freundin hatte zwei laaange Möhren für mich mitgebracht und die hat sie mir tatsächlich ganz selbst aus ihrer Hand gegeben. Ich war auch angemessen vorsichtig dabei, sie ihr abzunehmen, obwohl ich sehr, sehr hungrig war nach dem ganzen galoppieren.

Dann ist noch was Schönes passiert. Meine winzige Freundin hatte nämlich ihre Mütze ausgezogen und ihrer Mama gegeben.  Weil meine winzige Freundin sich ja so vor meinem Maul fürchtet, durfte ich noch nie an ihr schnüffeln. Dabei finde ich das immer so spannend und informativ, an Menschen zu riechen! Jetzt habe ich aber meine Chance (Achtung, lustiges Wortspiel!) gewittert. Habe meine Nase an ihre Mütze gedrückt (ihre Mama hat nämlich keine Angst vor mir, da darf ich das) und habe ganz intensiv geschnuppert. So, jetzt weiß ich Bescheid! Wenn ich weiß, wie ein Mensch riecht, dann kann ich ihn besser einschätzen.

 Ach, das war doch ein rundherum gelungener Besuch! Bin schon gespannt wie es weitergeht mit uns beiden.

Mein Mädchen hat nachher ganz leise zu mir gesagt, ich sei doch ein sehr würdiger Nachfolger für Merlin, denn offensichtlich könnte ich ja auch zaubern. Ich glaube da bin ich ein bisschen rot geworden.

Euer zaubernder Sir Duncan  Dhu of Nakel

Aus dem Tagebuch des Sir Duncan Dhu vom 4. Januar 2026

Meine winzige Freundin war am Freitag wieder da. Die hat übrigens auch große Pläne für das neue Jahr! Sie möchte ja sooooo gern mal galoppieren! Ich hab nix dagegen, ich galoppiere gern. Aber meine winzige Freundin hat natürlich Angst. Mein Mädchen hat ja auch mal Angst gehabt vorm galoppieren, die versteht das. Ich nicht, aber ich finde ja sowieso, dass ihr Menschen permanent vor den falschen Dingen Angst habt. Ich meine: das Gespenst im Gebüsch ist das Problem, Galopp ist die Lösung! Aber auf mich hört ja keiner.

Mein Mädchen hat überlegt, wie sie meiner winzigkleinen Freundin das Galoppieren leichter machen kann. Und sie hat beschlossen, dass meine winzige Freundin am besten das Reiten mit Sattel lernt, mit Steigbügeln und Leichttraben. Sie hat schon ein sehr gutes Gleichgewicht, aber sie ist so leicht und wenn ich ordentlich Schwung in die Bewegung gebe, fliegt sie doch ein gutes Stück in die Luft. Und vor und nach dem Galopp kann es ja mal passieren dass meine Füße kurz durcheinander kommen, da kann schon mal mehr Schwung drin sein oder eine harte Bremsung. Das will dann alles ausgehalten werden! Also Sattel rauf. Kurz dachte ich, wir gehen ausreiten…. Naja, man wird ja wohl noch träumen dürfen.

Dann war meine winzige Freundin aber unsicher, wie sie aufsteigen soll – wo es doch mit Sattel ein gutes Stück höher ist! Aber sie hatte eine schlaue Idee und nach etwas Umbau stand schließlich der Aufsteigehocker auf dem Steg und so war sie genau das Stück höher, was sie brauchte.

Dann los – erst im Schritt, den Sattel kennenlernen. Dann im Schritt „Leichttraben“ üben – sie hat sich so komisch bewegt, da dachte ich direkt, ich sollte spanischen Schritt machen! Das ist derzeit meine Lieblingsübung. Stellte sich aber raus: war gar nicht so erwünscht.

Dann ganz normal traben (also aussitzen) und den Takt erfühlen und erlauschen. Und dann Leichttraben im Trab. Nach einer kleinen Weile des Probierens hatte meine winzige Freundin den Takt schon ganz gut raus und zum krönenden Abschluss bin ich dann noch an der Longe getrabt (vorher hatte mein Mädchen mich geführt, damit ich schön langsam und gleichmäßig trabe).

Meine winzige Freundin war zu Recht sehr stolz auf sich! Absteigen fand sie etwas gruselig (mit Sattel ist sie weiter oben UND sie muss ihr Bein mehr anheben um mit Schwung übers Hinterzwiesel zu kommen), aber ihre Mama hat sie aufgefangen, da ging das.

Anschließend hat sie – das ist unsere neue Tradition – mit Kreide an die Wand geschrieben, was wir heute gemacht haben. Damit wir uns alle gut daran erinnern können.

Erfolge werden an der Wand notiert

Mein Mädchen war wieder hoch zufrieden mit mir und meiner Leistung und die Keksrate war recht ordentlich. Zum Schluss hab ich zwei Möhren bekommen – eine von der Mama von meiner winzigen Freundin und eine (fast) von meiner winzigen Freundin selbst (mit der Hand von Mama und der Hand von meinem Mädchen bisschen dazwischen als Schutz). So mutig!

Euer Reitlehrmeister Sir Duncan Dhu of Nakel

Aus dem Tagebuch des Sir Duncan Dhu vom 2. Januar 2026

Frohes neues Jahr, liebe Menschen!

Dieses Jahr haben wir also wieder einiges vor, vielleicht schaffen wir es ja, ein paar von unseren Abenteuer-Wünschen wahr werden zu lassen. Es gibt 2 Chancen auf einen Distanzritt hier in unserer Nähe. Ob es diesmal klappt?

Außerdem hat mein Mädchen in mühsamer Kleinarbeit eine 26km – Tour mit einigen ihrer Lieblingswege zusammengestrickt. Und diese Tour kann man sogar mit der Kutsche fahren. Jetzt stellt sie sich vor, dass wir alle zusammen einen großen Ausflug machen: Sie und ich, Diego zieht den Mann auf der Kutsche, mein Ausreitkumpel trägt entweder sein Mädchen oder er zieht auch eine Kutsche und das schnellste Pony der Welt kann auch mitkommen. Das ist für Mai geplant – ob es wahr wird?

Aber das wichtigste ist unser Langzeit-Projekt: alleine ausreiten gehen! Das ist zum Glück nicht so termin-abhängig wie andere Sachen.

Mein Mädchen wünscht sich auch, dass wir auf dem Reitplatz besser werden. Pony-Yoga und so. Ist mir zwar nicht ganz so wichtig, aber sie sagt immer, wenn ich die Sachen da gut kann, wird sie sich beim Ausreiten leichter anfühlen auf meinem Rücken und das klingt doch gut.

Aber bevor das alles losgehen kann müssen wir erstmal den Winter überstehen. Und der gibt im Moment ordentlich Gas mit Schneeregen von der Seite und solchen Späßen. Also verkriechen wir uns in der Halle und wippen, das ist auch gutes Training und bringt eine Menge Spaß.

Nachher kommt wieder meine winzige Freundin, dann schauen wir mal, was ich der heute vielleicht beibringen kann. Ideen hat mein Mädchen schon….

Euer Sir Duncan Dhu of Nakel

Aus dem Tagebuch des Sir Duncan Dhu vom 31. Dezember 2025

So liebe Menschen, da ist er, der letzte Tag in diesem Jahr. Mein Mädchen sagt, sie freut sich, wenn dieses doofe Jahr endlich vorbei ist. Anfang des Jahres hatten wir ja ganz große Pläne, sie und ich. Es ging ganz gut los! Während der Mann das Kutsche fahren gelernt hat, haben meine Pony-Kumpels und ich ein Springstündchen gemacht

Mit meiner kleinen Freundin hab ich einen lustigen Trick geübt und später hat sie mir noch das Fußballspielen beigebracht.

Dann hatte mein Mädchen einen großen Anfall von Abenteuerlust und hat unseren ersten Distanzritt genannt. Gleich mit vielen Kilometern (für unsere Verhältnisse), weil der kleine Einführungsritt schon voll war. Ein Trainingsplan wurde geschmiedet und sie war sehr aufgeregt und ich hab mich total gefreut! Aber dann ist alles schief gegangen, denn ich habe mein Mädchen verloren.

Und so war sie plötzlich zu nichts mehr zu gebrauchen mit einem kaputten Daumen und ganz viel  Angst. Tut mir leid, mein Mädchen! Ich hab verstanden: ein unachtsamer Moment kann einem die ganzen nächsten Monate versauen. So was Dummes! Mein Mädchen hat aber auch was verstanden, nämlich dass sie mir immer, immer gut zuhören muss. Ich bin eben doch erst 6 Jahre alt gewesen, das hatte sie wohl ein bisschen vergessen an diesem Tag.

Aber letztlich ist ja alles gut ausgegangen, nur dass halt das große Abenteuer geplatzt war und wir eine Ewigkeit nicht ausreiten konnten. Erst im Mai ging es überhaupt wieder los mit dem Ausreiten, und ich musste mir ganz von vorne wieder das Vertrauen meines Mädchens erarbeiten

Im Juni hat mein Mädchen sich wieder den ersten kleinen Gelände-Galopp nach unserem Sturz getraut.

Nachdem ich einen Grundstock gelegt hatte, haben wir uns ein paarmal unserem großen Ziel gewidmet: alleine ausreiten! Und zwar drei mal und jedes Mal ein bisschen länger.

Während ich mit Vertrauensaufbau beschäftigt war, hat Diego den zweiten Bildungsweg beschritten und hat das Kutsche ziehen gelernt

Im Juni habe ich meine winzige Freundin kennengelernt. Und ich sage euch: da hat das Thema Vertrauensaufbau ganz neue Dimensionen angenommen! Aber inzwischen bin ich darin ja auch Profi, das kriege ich schon hin.

Im Juli habe ich mein schönes neues Zaumzeug bekommen und außerdem auch noch neue Hufschuhe

Dann wollten wir es eigentlich noch auf einen kleinen Distanzritt schaffen aber stattdessen habe ich Anaplasmose bekommen. Sowas gemeines! Da habe ich endlos viele Spritzen gekriegt und mal wieder gezeigt, was für ein unfassbar artiges Pony ich doch bin.

Den schönsten Ausritt haben wir an meinem Geburtstag gemacht. Das war toll!

Den September haben wir mit einem längeren Ritt begonnen. Dann gab es noch so eine lange Tour – definitiv einer der schönsten Ritte dieses Jahr – und noch einen schönen Ritt der sich nach Herbstbeginn angefühlt hat.

Anfang Oktober waren wir auf den Spuren des Distanzritts unterwegs und haben ein bisschen geträumt (wobei mein Mädchen sich eher gefürchtet hat als zu träumen).

Und dann war die Saison schon wieder fast zu Ende. Erst war ganz viel Wetter und dann war Zeitumstellung, noch zwei kleine Ritte und schwupps war der Mann schon beim Tierarzt (glaube ich) wegen seines Ersatzteils. Und jetzt ist das Jahr zu Ende und wir haben nix von dem geschafft, was wir eigentlich schaffen wollten. Aber mein Mädchen meint, ich sei in den letzten Wochen ganz schön erwachsen, vernünftig und verlässlich geworden. Wenn sie auf das Jahr zurückblickt, findet sie, dass ich mich gut entwickelt habe, auch wenn wir wirklich den einen oder anderen kleinen Kampf hatten. Jetzt hoffen wir beide, dass 2026 besser wird. Bis wir wieder ausreiten gehen, wird wohl noch Zeit ins Land gehen, aber auch dieser Tag wird kommen, hat sie mir fest versprochen. Bis dahin vertreiben wir uns die Zeit so wie das Wetter es erlaubt eben mit longieren, auf dem Platz reiten oder – wenn es ganz mies wird – in der Halle mit wippen und dem einen oder anderen neuen Trick. Es gibt ja immer genug zu tun, langweilig wird uns so schnell nicht.

Wir versöhnen uns jetzt mit dem Jahr 2025, immerhin sind wir alle gesund und munter und wandern rüber nach 2026 mit den selben Wünschen, Plänen und Zielen, die wir dieses Jahr nicht erreicht haben.

Kommt gut rüber, liebe Menschen, wir sehen uns im neuen Jahr wieder!

Euer Sir Duncan Dhu of Nakel

Aus dem Tagebuch des Sir Duncan Dhu vom 25. Dezember 2025

Frohe Weihnachten, liebe Menschen!

Ja, es gibt mich noch, obwohl ihr lange nichts von mir gehört habt. Hier war vielleicht was los! Der Mann war nämlich beim Tierarzt (glaube ich) und hat sich ein Ersatzteil einbauen lassen. Ja, das geht! Er hat jetzt ein ganz neues Knie. Sehen tut man das aber nicht, außer daran, dass er jetzt humpelt. Sollte es einem nicht eigentlich besser gehen, wenn der Tierarzt da war? Hm.

Naja, jedenfalls war mein Mädchen ganz schön im Stress. Sie musste alles allein managen und nebenbei noch den Mann pflegen. Wir Ponys haben uns in der Zeit zusammengerissen und gut benommen und keine Katastrophen erzeugt. Diego hatte die ganze Zeit frei, der Faulpelz. Ich hab aber auch nicht so viel Arbeit mit meinem Mädchen gehabt wie sonst.

Meine kleine und die winzige Freundin sind aber regelmäßig vorbeigekommen und wir haben viel Spaß zusammen gehabt. Mein Mädchen hat unter anderem festgestellt, dass ich jetzt den Namen von meiner kleinen Freundin kenne. Klar! Die kommt ja auch seit fast 2 Jahren hierher, da werde ich doch wohl wissen, sie sie heißt, oder was? Dass Menschen immer so überrascht sind, wenn man mal was kann. Tsssss.

Meine winzige Freundin hat indes ganz viel Mut in sich entdeckt und traut sich jetzt schon zügigen Trab an der Longe. Nur mit dem Füttern ist sie immer noch muksch, aber sie findet trotzdem Mittel und Wege, mir Leckereien zukommen zu lassen.

Da meine beiden kleinen Freundinnen jetzt immer am gleichen Tag kommen, habe ich Donnerstags Schlemmertag. Mein Mädchen schaut dann immer kritisch auf meine Figur und sagt, Donnerstags ist Diät-Pause. Ich hingegen versuche, am Donnerstag alles nachzuholen, was sie mir den Rest der Woche nicht gönnt. Klappt aber leider nicht, wie es soll.

Da das Wetter uns gnädig ist und immer noch Gras auf der Wiese steht, haben wir immer noch Sommer-Programm und dürfen die ganze Nacht auf die Weide, das finde ich toll (außer bei Frost, wie jetzt gerade, aber das ist nur kurz, in ein paar Tagen geht das wieder, sagt mein Mädchen).

Auf dem Reitplatz habe ich aber schon den Winter eingeläutet – pünktlich zum 21.12. habe ich die Gespenster-Saison eröffnet. Von sowas versteht ihr Menschen einfach nichts. Im Winter wohnen in der hinteren Ecke des Reitplatzes Gespenster, die sehr, sehr gruselig sind. Aber ihr habt nunmal keine Ahnung von den wahren Gefahren des Lebens. Gut, dass ihr uns habt, damit wir auf euch aufpassen können!

Ich hab euch noch eine Menge zu erzählen aber heute ist erstmal schön Weihnachten feiern angesagt. Lasst es euch gut gehen liebe Menschen, esst Kekse und seid nett zueinander!

Euer Sir Duncan Dhu of Nakel

Dieses Weinachts- Pferd hat meine einzige Freundin gebastelt!

Aus dem Tagebuch des Sir Duncan Dhu vom 2. November 2025

Eine Ewigkeit waren wir nicht ausreiten! Ich hab meinem Mädchen schon lange gesagt, dass das so nicht weitergehen kann. Jedes Mal, wenn sie mich zum Platz geführt hat, habe ich sehnsüchtig in Richtung Straße geschaut und vielleicht habe ich auch das eine oder andere Mal versucht, sie dort hin zu ziehen. Sie war dann immer ein bisschen traurig und hat gesagt „hoffentlich bald“. Erst war Stress, dann war dauernd Wetter. Regen bis einem die Schwimmflossen sprießen!

Aber heute war es endlich mal wieder so weit!

Vorher ging es aber noch zum Coiffeur. Der Mann hat mich gebürstet – erst meinen Körper, dann Mähne und Schweif. Mein Mädchen war überrascht, dass ich mich so entspannt habe frisieren lassen, das ist ja in der Regel nicht so meins. Dann kam mein Mädchen mit dem Entpelzer. Seit sie mich das letzte Mal teilentpelzt hat, sind gut 4 Wochen vergangen und ich hab schon wieder ordentlich aufgerüstet. Ein Fehler, denn es ist mir einfach zu warm in dem dicken Mantel. Also hat mein Mädchen mir wieder den Hals und die Brust nackig gemacht und außerdem am Po den unteren Bereich geschoren. Aaaaah, frische Luft an die Haut, sehr angenehm!

Dann Hufschuhe dran, Sattel drauf und endlich los! Ich wäre ja gern links vom Hof gegangen – das will ich ja immer – aber es ging rechts herum. Ich war aber so gut gelaunt, dass mich das auch nicht betrüben konnte. Mein Mädchen hatte kurzfristig Sorge gehabt, es könnte sich Energie in mir angestaut haben, aber ich war heute perfekt in meiner Mitte. Wir sind eine eigentlich recht simple 8km – Tour geritten und mein Mädchen hat sich gewundert, dass sie noch nie auf die Idee gekommen ist, dass wir diese Rund zum alleine ausreiten nehmen könnten. Die ist nämlich recht harmlos. Ein paar Rinder – aber nur die netten Landsmänner, die Schotten. Die sind nicht so schnell unterwegs wie manche anderen und ich verstehe die besser. Dann das Nachbardorf, aber das ist auch sehr viel harmloser und übersichtlicher als unser Dorf. Und natürlich der Gruselhof. Da ist immer was komisches los, aber mein Mädchen sagt, wenn wir den allein bewältigen müssen, kann sie ja absteigen.

Man kann da auch inzwischen mehr traben als früher, weil der Seitenstreifen weicher geworden ist. Der wurde vor ein paar Jahren befestigt und war dann ganz hart, aber jetzt ist Gras über die Sache gewachsen. Und so schmiedet mein Mädchen mal wieder Zukunftspläne – aber die liegen in der Zukunft.

Bis dahin haben wir ein bisschen alleine ausreiten ohne alleine auszureiten geübt und ich durfte ein Stück munter voran traben. Mein Mädchen war überglücklich und hat mir gesagt, dass ich heute ihr perfekter Ritter bin. Dann hat sie gestutzt und gesagt „ich erwarte nichts geringeres als absolute Perfektion von dir. Ich bin bereit, hart dafür zu arbeiten und ich gebe uns 5 Jahre Zeit. Dann bist du 12 und ich möchte, dass wir das dann richtig gut können mit dem Ausreiten und auch auf Distanzritte gehen. Erschrecken kann sich jeder, aber es wird nicht losgerannt und auch nicht ständig übers Tempo diskutiert. Und bis dahin kennen wir uns dann so gut, dass wir jede Situation meistern können, ok?“

Ich hab nur genickt. Perfektion kann ich. Vielleicht noch nicht jeden Tag, aber heute konnte ich es. Ok, als Diego dann im Flug-Trab vor uns her zischte, hab ich ganz kurz mal gefragt, WIE schnell ich darf (ich muss dann natürlich galoppieren, wenn der loslegt…), aber ich habe die Grenzen widerspruchslos akzeptiert. Und das findet mein Mädchen perfekt.

Später habe ich ihr noch ritterlich geholfen. Da lag nämlich ein Ast im Weg und den wollte mein Mädchen nun wegräumen, aber ohne abzusteigen. Sie hat mich also ranbugsiert, sich runtergebeugt und wollte den Ast hochheben, aber der war zu groß und zu schwer, so dass sie mich dann so gelenkt hat, dass er aufrecht stand, dann haben wir ihn ein kleines Stück gezogen und am Rand wieder fallenlassen. Ohne mit der Wimper zu zucken hab ich das gemacht. Zack! Mädchen stolz.

Habe ritterlich geholfen

8km und 1,5 Stunden später waren wir wieder zu hause und seitdem schwebt mein Mädchen auf Wolke sieben und ist überglücklich. Jetzt hofft sie, dass ich es schaffe, immer so zu sein wie heute, und sie träumt davon, dass wir nächstes Jahr endlich, endlich wirklich richtig alleine ausreiten gehen können. Davon träume ich auch, damit ich nicht wieder so lange warten muss, bis es mal raus geht! Und dafür tu ich alles, sogar Perfektion.

Euer (fast schon) perfekter Sir Duncan Dhu of Nakel

Saison-Ende

Der Herbst ist da. Ich liebe diese Jahreszeit, aber dieses Jahr kann ich sie nicht so genießen wie ich möchte. Zu hause stapelt sich die Arbeit und mein Pony ist so moppelig wie nie, weil diese Saison einfach viel zu wenig passiert ist.

Der Sturz Anfang des Jahres hat uns viele Wochen gekostet, viele Ausritte, viele Abenteuer. Auch danach noch, weil meine Angst wieder da war und ich quasi von vorn angefangen habe.

Diego vor die Kutsche zu bringen war ein großes Projekt das viel Spaß gemacht hat, aber auch viel Zeit in Anspruch genommen hat. Dann kam natürlich – wie immer – ein paar Mal das Wetter dazwischen. Das ist normal, aber wenn eh schon so wenig stattfindet ist es besonders ärgerlich.

Kurz und gut: das war nicht unsere Saison. Und aufgrund des Sturzes gehe ich mit sehr gemischten Gefühlen in den Winter. Duncan wird jetzt schon wieder deutlich munterer und ich ahne, dass er im Winter wieder zu voller Energie finden wird. So war es auch bei meinem Merlin immer, der so ab 5° richtig fröhlich wurde. Nur dass ich jetzt gar nicht mehr sicher bin, was ich dann mit dieser vielen – eigentlich ja tollen – Energie anfangen soll. Aber das muss ich ja zum Glück jetzt noch nicht entscheiden.

Im Moment steht unser Privatleben im Vordergrund. Man möchte es kaum meinen, aber auch wir haben noch einen (wenn auch kleinen) Teil Leben, der nicht direkt mit den Ponys zu tun hat. Dieser Teil ist fast immer im Hintergrund, aber jetzt gerade möchte er mehr beachtet werden.  

Während Duncan sein Tagebuch auf jeden Fall weiterführen wird, werde ich meine Donnerstage darum vielleicht nicht immer einhalten. Wenn Ihr mal bestimmte Themenwünsche habt, schreibt sie mir gern, mit Inspiration von außen ist es oft leichter für mich, etwas zu „Papier“ zu bringen.

Ich schließe für mich etwas verfrüht mit dieser Saison ab, starte ins Winterprogramm und hoffe auf eine bessere Saison nächstes Jahr.

Aus dem Tagebuch des Sir Duncan Dhu vom 14. Oktober 2025

Ganz ehrlich liebe Menschen: es läuft nicht, wie es soll. Sonntags-Ausflug: ausgefallen. Am Samstag war nämlich Regenwurmumzugstag und der Mann hat den ganzen Tag geschuftet, während wir eingesperrt waren und mein Mädchen weg war um Futtergeld zu verdienen. Also war am Sonntag noch eine Menge liegengeblieben was nach dem Regenwurmumzug so anfällt und beide Menschen hatten weder genug Zeit, noch genug Energie um mit uns ausreiten zu gehen.

Montags-Ausflug: auch ausgefallen! Weil das Mädchen vom Ausreitkumpel einen Humpelfuß hat. Menno.

Und dann wirft man mir vor, ich würde immer speckiger um die Mitte werden – ja was soll ich auch sonst machen, wenn es immer nur kleine Runden auf dem Reitplatz zu tun gibt?

Aber gestern ist dann doch etwas Interessantes passiert. Meine winzige Freundin war nämlich wieder mal da. Und so langsam glaubt sie wohl doch nicht mehr, dass ich ein Säbelzahntiger bin. Sie hat mich nämlich gestreichelt! Ganz vorsichtig von weit weg mit langem Arm hat sie ihre Hand an mein Fell gehalten.  (Weit weg von meinem Kopf, wegen meiner angeblichen Säbelzähne). Und dann hat sie es gemerkt: das ist ja ganz weich! Da wollte sie sich direkt ein Kuscheltier aus meinem Fell machen. Mein Mädchen hat ihr versprochen, dass ich über den Winter noch ganz viel Fell produzieren werde und sie dann was mit nach hause nehmen kann, wenn ich das nicht mehr brauche. Im Frühling ist ja immer so viel übrig, das reicht für einen ganzen Stofftierladen….

Sie hat sich endlich getraut!

Dann wollte sie reiten. Und ich hab kurz überlegt, was nun schon wieder schiefgegangen ist. Denn anfangs war das ja die, bei der es immer Kekse fürs nichts-tun gab. Jetzt wollte sie aber nicht mehr nur Schritt, sondern plötzlich sogar traben! Sie hatte ein bisschen Angst, also hat mein Mädchen mich erst nur zwei, drei Tritte traben lassen. Und meine winzige Freundin hat gemerkt, dass ihr das Spaß macht! Obwohl sie auch ein bisschen Angst hat. Mein Mädchen hat dann ein Spiel mit ihr gespielt: wenn es am schönsten ist, soll man aufhören. Also sind wir ein bisschen getrabt und gerade, wenn meine winzige Freundin es richtig toll fand, sollte sie „stop“ sagen und dann haben wir angehalten. Nachdem wir das ein paar mal gemacht hatten, wollte sie dann mal so richtig lange traben. Ey, das artet ja in Sport aus hier! Und das bei der Wärme! Aber ich bin ja ein guter Ritter. Bin langsam und gleichmäßig neben meinem Mädchen her getrabt und meine winzige Freundin hat sich an meiner super Spezialkrawatte festgehalten und über alle Backen breit gegrinst.

Das war vielleicht warm in der Sonne!

Mein Mädchen hat ne Menge Möhrenstückchen springen lassen, weil ich so ein tolles Pony bin und offensichtlich zaubern kann.

Am Ende hat meine winzige Freundin sich dann sogar noch getraut, ohne Hocker abzusteigen, das hat sie noch nie versucht! Und als wir wieder vorne auf dem Hof waren, hat sie mich gleich nochmal gestreichelt und wollte gern nochmal mein kleines Extra-Stück Zahnfleisch in meinem Maul sehen.

Als sie vom Hof gefahren waren, hat mein Mädchen mich angeschaut und gesagt „Respekt, Du hast es geschafft!“ Aber jetzt mal ehrlich: ich bin hier doch von klein auf als Herzensreparateur angetreten, wusstest du nicht längst, dass ich sowas kann? Tsssss…. Menschen.

Nun sind wir alle ganz gespannt wie es weiter geht und ich bin vor allem gespannt ob ich meiner winzigen Freundin bald mal richtig hallo sagen darf, so mit anschnuppern wie es sich für Ponys gehört!

Euer Profi-Herzensreparateur Sir Duncan Dhu of Nakel