Aus dem Tagebuch des Sir Duncan Dhu 390

Sonntagsausflug! Heute in der special edition. Also es war so: wir sind in die Wackelkiste geklettert und ein kurzes Stück gewackelt worden. Raus kamen wir an einer Stelle die ich schon kenne und wo mein alter Feind auf mich wartet: die Autobahnbrücke! Letztes Mal sind wir da ja schon rüber marschiert, mein Mädchen und ich. Aber dieses Mal war Ferienbeginn und die Autobahn war soooo doll befahren und mein Mädchen hatte irgendwie nicht genug Mut zum Frühstück, jedenfalls sind wir heute nur da rauf gegangen, ganz an den Anfang, wo die Blechkisten gerade anfangen, unter mir durch zu fahren, und da haben wir herum gestanden. Erst wollte ich in einer Tour Kekse essen, wie es sonst auch war. Aber mein Mädchen meinte, ich soll mir das mal richtig angucken und nicht nur an die Kekse denken. Oh ja, das war doch echt spannend! Vor allem weil die Dinger alle verschiedene Geräusche machen. Hab ich mir alles aufmerksam angeschaut. Zwischendurch gab es natürlich trotzdem den einen oder anderen Keks. Aber wisst ihr, wer echt voll krass drauf ist? Diego und der Mann! Die haben die ganze Zeit am Geländer gestanden und sich das in aller Ruhe angeschaut, wie die Blechkisten unter ihnen weg flitzen, eine an der anderen! Mein Mädchen hat diese Nerven einfach nicht.

Mann, sind die lässig!

Naja, nach einer Weile hatten wir dann genug, sind zurück zur Wackelkiste und die Menschen haben uns gesattelt. Los ging es bei den freundlichen Rindern vorbei! Links waren die Mama-Rinder, die haben sich nicht so um uns gekümmert. Aber rechts, da waren die Teenager, solche wie ich, und die fanden uns sooooo spannend! Und ich fand die auch spannend! Damit ich mich nicht fürchte, hat mein Mädchen ihnen Namen gegeben. Fiete, Ole, Michel, Hinnerk, Klaus, Uwe, Frechdachs…. aber es waren sehr viele und da wurden ihr die Namen etwas knapp. Diese Weide war echt lang, da geht man locker 500m neben den Rindern her, die bleiben dann mal stehen, kommen dann hinterher gelaufen, traben mal los, machen mal einen Hüpfer… das ist schon eine Herausforderung für mein Mädchen und mich!

Aber soll ich euch verraten, wer wieder mal alles im Griff hatte? Diego und der Mann! Gibt´s doch gar nicht, können die alles? Wenn der Mann zu Diego gesagt hat, er soll mal die Rinder-Teenies in Schach halten, hat Diego sich zu denen hingedreht und sie angeschaut und da sind die alle stehen geblieben und haben sich nicht mehr vom Fleck gerührt! Ich glaube, ich habe den krassesten Pony-Adoptiv-Papa den man sich nur vorstellen kann! Mein Mädchen sagt auch immer, Diego ist ein Wunder-Pferd. Kann alles, weiß alles, macht alles und ist auch immer gesund. Ein erstaunlicher Bursche! Und an dem muss ich mich messen lassen mit meinen knapp 5 Jahren. Das ist eine ganz schön hohe Messlatte, sage ich euch. Aber andererseits macht er mir ja auch alles vor und trägt ständig die Verantwortung.

Die haben einfach immer alles im Griff! Sogar die Rinder-Teenies.

Nach der Autobahnbrücke und den Rindern mussten mein Mädchen und ich erst mal unsere Nerven polieren. Wir sind eine schöne lange Strecke Schritt geritten, dann ein Stück getrabt (ich habe vorgeschlagen, wir könnten auch galoppieren. Erst war das nicht erlaubt, aber dann…) und dann tönt es von oben „Aaaaachtung… und hopp!“ und wir sind schön galoppiert! Mein Mädchen ganz entzückt wie fein ich das kann. Dann durchparieren und wieder Schritt. Da waren wir schon fast zu hause und mein Mädchen hat beschlossen, wir könnten wieder „alleine ausreiten ohne allein auszureiten“ üben. Also sind wir noch ein schönes Stück getrabt, während Diego im Schritt geblieben ist. Ich hab natürlich alles richtig gemacht, bis… ja bis da Monster hinterm Gebüsch waren! Da sind wir lieber Schritt gegangen und mein Mädchen hat laut „Moin!“ gesagt. Die Monster haben „Moin“ geantwortet, aber ich war nicht sicher, ob das nicht vielleicht ein Trick ist! Vielleicht wollen die Monster uns nur in Sicherheit wiegen um uns dann leichter verspeisen zu können? Also hat mein Mädchen die Monster gebeten „Können Sie bitte irgendwas sagen? Vielleicht darüber wie schön das Wetter ist?“ Und dann haben die Monster gesagt, das Wetter sei wirklich schön (es war nicht zu warm, etwas windig und nicht zu sonnig). Und da habe ich es dann geglaubt, dass es doch keine Monster waren, sondern nur zwei ganz harmlose Spaziergänger. Ach so. Kann man ja aber nie wissen!

Wir sind dann noch weiter geritten und als wir fast zu hause waren ist mein Mädchen abgestiegen. Da kam Diego von hinten, der hatte uns schon wieder eingeholt, und wir sind zusammen nach hause gegangen. Die Wackelkiste haben die Menschen dann später abgeholt. Ach, das war eine schöne Tour! Und ich finde, ich bin schon ganz schön mutig. Mein Mädchen findet das auch und meint, ich muss auch noch gar nicht alles so gut können wie Diego, wir haben ja noch viel Zeit und Gelegenheit, die Welt zu erkunden und fest zu stellen, das die meisten Dinge ungefährlich sind. Und bis dahin freuen wir uns, dass wir Diego das Wunder-Pferd haben, der uns so schön hilft bei allen aufregenden Sachen. Danke Diego!

Euer Sir Duncan Dhu of Nakel mit dem besten Adoptivpapa der Welt

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  1. Avatar von Unbekannt

1 Comment

  1. Diego und sein Mensch sagen Danke für das überschwengliche Lob. Du hast die Schwierigkeiten des Tages sehr gut gemeistert. 👍🏻

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