Aus dem Tagebuch des Sir Duncan Dhu vom 3. Mai 2026

Das hätte eine tolle 1. Mai – Tour werden sollen: Diego vor der Kutsche, mein Mädchen und ich, der Ausreitkumpel vor seiner Kutsche und das schnellste Pony der Welt mit seinem Mädchen.

Aber was soll ich euch sagen? Es lief nicht gut. Gar nicht gut. Die anderen waren so viel schneller als ich! Im Schritt ging es schon los, im Trab war es noch viel schlimmer und mein Ausreitkumpel hat vor der Kutsche einfach keine Lust, langsamer zu machen (beim reiten kann er das). Und das schnellste Pony der Welt, das triggert mich einfach! Da kocht mir das Blut in den Adern, wenn ich den so dahertänzeln sehe! Als würde einer dauernd den Motor aufheulen lassen. Mit dem würde ich mir wirklich gern ein Rennen liefern!

Immer werde ich abgehängt und mein Mädchen steht auf der Bremse!

Naja. Nach einigen Minuten, in denen mein Mädchen ständig hart auf der Bremse stand (Mädchen! Runter von der Bremse! Ich muss los!) hat sie gesagt, dass wir uns besser trennen. Die anderen sind dann links abgebogen und Diego und ich rechts. Das hat meine Nerven etwas beruhigt, aber ich war so aufgeputscht, dass jedes Fahrrad mich zusammenzucken ließ. Als wir dann in ein Dorf kamen, ist mein Mädchen abgestiegen. Das war auch besser so, denn da hat jemand ein sehr gruseliges, sehr lautes Schepperdings über seinen Hof gezogen! Da hat es mich kurz verlassen. Mein Mädchen hat mich festgehalten und ich habe mich zusammengerissen und nur einen kleinen Kreis um sie gedreht und versucht, weiter zu atmen. Ok, geschafft!

Aber dann, kurze Zeit später, tauchten die anderen plötzlich hinter uns auf und ich dachte, wir gehen jetzt zusammen weiter. Aber nein! Mein Mädchen hat gesagt, wir gehen geradeaus, während die links abbiegen. Ich seh die noch! Die geben schon wieder Gas! Mädchen, ich muss da hinterher! Aber nein, war nicht erlaubt. Und schon war ich wieder auf Zinne. Wir sind ein gutes Stück getrabt, ich vorneweg, Diego hat sich dankenswerter Weise an mein Tempo angepasst (nicht, dass ich schon wieder abgehängt werde!). Auf dem Rückweg habe ich mich dann ganz langsam etwas abgeregt. Nach längerer Zeit konnte ich auch endlich pieschern, das wollte ich schon so lang, aber ich war zu aufgeregt. Am Ende war ich dann wieder ich selbst und wir konnten entspannt zurück traben. Mein Mädchen war fix und fertig mit den Nerven und hat sich ganz oft bei mir entschuldigt, dass sie uns das angetan hat. Und sie hat gesagt, sie findet es gut, dass ich mich letztendlich so weit zusammenreißen konnte, dass uns nichts passiert ist. Manchmal, sagt sie, ist das gut genug und muss reichen.

Am Ende konnte ich noch dann doch noch entspannen.

Jetzt hoffen wir, dass die nächsten Ausritte wieder schöner laufen. Unsere Verabredung für heute ist leider wegen Gewitter-Gefahr abgesagt, aber die nächsten Abenteuer sind schon gebucht. Ich werde berichten!

Euer Sir Duncan Dhu of Nakel (der es dem schnellsten Pony der Welt eigentlich mal so richtig zeigen wollte!)

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