Aus dem Tagebuch des Sir Duncan Dhu vom 7. April 2026

Neulich war meine winzige Freundin mal wieder da. Nach dem üblichen Programm (Parcours aufbauen, alles vorbereiten, mich satteln etc) ist sie aufgestiegen und es ging wie immer im Schritt los. Meine winzige Freundin ist inzwischen so versessen aufs Traben und Galoppieren, dass mein Mädchen immer genau auf die Uhr schauen muss, dass ich meine 10 Minuten Aufwärm-Schritt kriege! In der Zeit übt sie lenken oder turnt sich selbst im Sattel warm. Wie wir so im Schritt herumgehen …

HASE!!!  

Man da hab ich mich doch echt mal kurz erschreckt! Habe zwei Galoppsprünge gemacht, bevor mit klar wurde, dass das eben nur Herr Hase auf der Wiese war. Und zwar nicht der Säbelzahnhase, sondern der ganz normale (mein Mädchen sagt, Säbelzahnhasen gibt es sowieso nur in meiner Phantasie, aber ich bin mir sicher, so einen schon mal gesehen zu haben!).

Als ich fertig war mit meinen zwei Schreckhüpfern, hab ich erstmal schnell durchgezählt: winzige Freundin, sitzt du noch gut? Bin stehengeblieben und hab auf Rückmeldung gewartet. Mein Mädchen kam mit einem Keks. Meine winzige Freundin saß noch ganz hervorragend aufrecht in der Mitte. Aber kreidebleich war sie und hat das Atmen vergessen vor lauter Schreck! Mein Mädchen hat sie dann daran erinnert und einen Arm um sie gelegt und dann fing meine winzige Freundin an zu weinen. Oh nein! Das wollte ich nicht! Mein Mädchen hat sich Sorgen gemacht, dass das das Ende ihrer Reitkarriere sein könnte.

Nach dem Schreck ging es weiter

Aber meine winzige Freundin hat sich dann doch zum Glück wieder beruhigt und wenige Minuten später war alles wieder gut, wir sind getrabt und haben wieder unser neues Spiel gespielt (mein Mädchen wedelt mit der Peitsche herum und meine winzige Freundin fängt das Peitschenende aus der Luft und hält es fest.). Und dann wollte meine winzige Freundin sogar noch galoppieren, trotz Schreck! Aber nur aus dem Trab. Also aus dem Trab angaloppieren, aber danach hat mein Mädchen sie überzeugt, dass wir auch noch das angaloppieren aus dem Schritt üben. Weil das ja nunmal das ist, was ich tu, wenn der (Säbelzahn-)Hase mich erschreckt! Und so haben wir das auch nochmal geübt. Mein Mädchen hat meiner winzigen Freundin noch 2397472489 mal gesagt, wie toll sie das alles gemeistert hat (Lobeshymnen kann sie!), am Ende gab es für mich noch 3 Äpfel und wir sind alle ganz zufrieden nach hause gegangen.

Mein Mädchen ist heilfroh, dass dieser erste Schreckmoment ein gutes Ende gefunden hat!

Euer (fast) säbelzahnhasenfester Sir Duncan Dhu of Nakel

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