Bei uns ist alles ganz trocken. Es hat seit Wochen nicht richtig geregnet. Selbst wenn es außen rum geregnet und gewittert hat, ist bei uns nichts angekommen. Für uns Ponys heißt das: auf der Weide steht Heu am Stiel und rund um unseren Rundlauf kann man eigentlich kein grünes Hälmchen mehr knabbern. Aber nur eigentlich, denn wir sind Ponys und geben niemals auf! Deswegen wühlen wir mit unseren Nasen durch den Staub und finden noch das aller-aller-allerletzte Fitzelchen Gras. Das findet mein Mädchen gar nicht gut, weil sie Angst hat, dass wir zu viel Sand mit fressen. Aber so richtig was dagegen machen kann sie auch nicht. Sie füttert unsere Heusnacks aus den Netzen, damit wir uns länger damit beschäftigen, Nachts sind wir auf der Weide, aber dazwischen suchen wir eben Gras-Fitzelchen, so liegt es in unserer Natur!

Sie hat also schon wieder mit unseren Äppeln herum gespielt und geschaut ob Sand drin ist, aber keinen gefunden. Trotzdem denkt sie, nur weil kein Sand raus kommt heißt das ja nicht das keiner drin ist! Deswegen gibt es jetzt wieder Schmatzofatz. Weil das gut für den Darm ist und angeblich hilft, Sand los zu werden. Schaden tut es jedenfalls nicht, sagt mein Mädchen. Finden wir Ponys auch, obwohl es ganz schön schwer zu essen ist, muss ich sagen!

Besser wäre so ein richtiger, ordentlicher Regen. Aber den können wir leider nicht selbst machen und auch nicht im Laden kaufen. Drückt uns die Daumen, dass wir bald was abkriegen!
Die gute Nachricht ist aber: unsere Weide steht voll mit Gras (bzw Heu am Stiel), da ist genug Futter für uns, um den ganzen Sommer zu schlemmen, selbst wenn es nicht mehr regnen sollte. Und wir wissen: damit stehen wir besser da als viele andere, wo die Wiese schon abgeknabbert ist.

Euer Sir Duncan Dhu of Nakel, der auf Regen hofft