Aus dem Tagebuch des Sir Duncan Dhu 370

Diiiiiiiiienstag! Ab in den Wald mit dem Ausreitkumpel! Diesmal eine kleinere Runde, dafür ein neuer Testlauf für die Verbesserung der Lieblingsstrecke. Mein Mädchen hat die Strecke etwas umgebaut und das war echt fein so. Weil nicht so viel Zeit war, waren es nur knapp 8km, da können wir dann später noch eine Schleife dran hängen. Diesmal sind wir dann den schönen Weg in die richtige Richtung geritten, also leicht bergauf. Weil mein Mädchen etwas Sorge hatte, dass ich das als Einladung für wildes Galoppieren betrachten könnte, hat sie im Kopf unser „Trablied“ laufen lassen. Ich bin ganz brav getrabt wie ein kleines Uhrwerk. Und zwar immer auf der Seite des Weges wo die Zweige am tiefsten hingen. Das hat Konzept, dann kann ich zwischendurch was förstern! (Wobei ich derzeit noch mit traben beschäftigt bin. Aber ich übe! Irgendwann schaffe ich das!) Mein Mädchen war davon ja so gar nicht begeistert. Sie meinte, ich möge doch bittesehr ihre Höhe mit einberechnen, sonst muss sie sich ja dauernd ducken. Ach, irgendwas ist eben immer.

Als wir dann fertig waren mit traben, sind die Mädchen abgestiegen und zu Fuß gegangen. Ich hab mir schnell ein Zweiglein abgerissen und wollte das gemütlich verschmausen. Aber mit dem Gebiss im Maul geht das echt schwer! Da wollte ich gern stehen bleiben, um das Problem zu lösen. Mein Mädchen wollte aber nicht stehen bleiben. Also sagt sie zu mir „ich tausche“. Nimmt mir den Zweig aus dem Maul und gibt mir stattdessen einen Keks.

In meinem Hirn fing das an zu rattern und zu rechnen. Schnell nach dem nächsten Zweig gehascht. Mein Mädchen „nimm doch einfach nur zwei Blätter, dann kannst du das gut kauen“. Ok! Mache ich. Und jetzt, mein Mädchen, bist du dran. So war doch die Regel: ich esse den Zweig NICHT, dafür bekomme ich einen Keks! Mein Mädchen war am fluchen und gleichzeitig am lachen und meinte, ich sei doch wieder schlauer als sie und sie hätte einen blöden Anfängerfehler gemacht mit diesem Tausch-Angebot! Ach, manchmal ist sie wirklich zu lustig.

Als wir wieder an der Wackelkiste waren, hat mein Mädchen was neues probiert. Echte Distanzpferde werden ja immer schön gekühlt, mit Wasser und Schwamm. Und mein Mädchen findet, wir können das schon mal üben. Also hat sie einen Eimer Wasser und einen Schwamm mitgenommen und mich freundlich abgewaschen. Das fand ich super! Da hab ich gleich mal eine Genusslippe gemacht. Sogar im Gesicht mochte ich den feuchten Schwamm. Mein Kopf juckt ja nach dem reiten immer so und das hat gut geholfen. Mein Mädchen war ganz entzückt, denn duschen mit dem Schlauch finde ich ja immer so blöde, aber das mit dem Schwamm gefällt mir, das können wir gern immer so machen.

Mein Ausreitkumpel und ich wollten gern noch etwas näseln. Und dann etwas wilder. Naja, als ich dann steigen wollte, haben die Mädchen uns angebrüllt und wir mussten uns wieder benehmen. Aber vielleicht können wir uns irgendwann mal wieder zum spielen treffen, wenn mein Mädchen ihre Nerven gut zusammen hat und sich traut, sich das anzuschauen. Mal sehen.

Bisschen näseln
Partners in crime!

Jetzt fallen die nächsten Dienstags-Ausflüge leider auch schon wieder aus, wie schade! Da muss ich mich fürs Konditionstraining auf Ausreiten mit Diego beschränken. Aber vielleicht wird es ja auch endlich mal was mit dem allein ausreiten, das steht ja auch noch auf unserer To-Do-Liste. Und Besuch von anderen Ausreitkumpels. Ach, so gibt es immer was zu tun!

Euer gut beschäftigter Sir Duncan Dhu of Nakel

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