Aus dem Tagebuch des Sir Duncan Dhu vom 27. Januar 2026

Kaum war meine winzige Freundin am Donnerstag weg und ich hatte ein bisschen verschnauft, kam auch schon die nächste: meine kleine Freundin! Mein Mädchen hat ihr vorgeschlagen, dass wir ja mal wieder Fußball spielen könnten und sie war einverstanden. Und ich auch! Ball! Schuss! Ball! Treten, schießen, Keks kassieren. Leichtes Spiel!

Aber wie immer habe ich die Rechnung ohne mein Mädchen gemacht. Es reicht ihr ja nicht, wenn ich den Ball schieße. Nein, ich soll ja jetzt auch noch Torschützenkönig werden und den Ball passgenau auf die Plane schießen. Damit das gelingt, muss ich mich aber so lenken lassen, dass ich in der richtigen Position zum Ball stehe. Und damit das wiederum gelingt, müsste ich zuhören und langsam machen und nicht einfach drauf los ballern. Laaaaaaaaaaaaaaaangweilig! Außerdem habe ich Burgkoller und es kribbelt in mir! Schuss! Ball! Schuss! Aber dafür gab es jetzt keine Kekse mehr. Schade. Kekse nur noch für artiges warten (laaaaangweilig) bis meine kleine Freundin den Ball in Position gebracht hatte. Und dann musste ich neben meiner kleinen Freundin her zum Ball schleichen (schneller! Los!) und vor dem Ball anhalten (menno), mich evt noch ein bisschen drehen lassen (jahaaaa, darf ich jetzt endlich?) und dann erst den Ball schießen. Uff. Es gab zwar viele Kekse für all diese Zwischenschritte, aber trotzdem: es kribbelt und ich habe Bewegungsmangel und ich will nicht langsam und artig und gesittet und all dieses blöde Zeug!

Naja. Es war ein Stück Arbeit, aber letztlich haben wir es geschafft. Und mein Mädchen war schon wieder stolz wie Bolle. Diesmal allerdings etwas weniger auf mich und dafür etwas mehr auf meine kleine Freundin, die so geduldig und konsequent mit mir gearbeitet hat, bis es geklappt hat.

Mein Mädchen hat gerätselt, wie sie mich besser auslasten kann, während es eiskalt ist, sie eigentlich in ihrer Höhle verschwinden möchte und der Boden so knallhart gefroren ist, dass man nirgendwo schadfrei traben kann. Spoiler: gar nicht. Ich muss damit leben.

Aber gestern kam dann Schnee! Und zwar nicht wenig. So konnten wir auf den Reitplatz gehen und mein Mädchen hat mich longiert, das war fein. Den Burgkoller hatte ich mir zwar vorher schon in dem schönen Schnee weitgehend weggespielt, aber trotzdem hat die Extra-Bewegung mir gut getan und meine Laune deutlich gehoben. Einen ganzen Huf hoch Schnee haben wir bekommen, jetzt kann man auf dem Reitplatz wieder gut laufen. Heute sind wir eine Runde geritten, das war auch sehr fein.

Der Schnee schiebt mir die Socken hoch!

Euer endlich wieder ein bisschen ausgetobter Sir Duncan Dhu of Nakel

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