Aus dem Tagebuch des Sir Duncan Dhu vom 8. Januar 2026

Ihr glaubt nicht was heute passiert ist!

Also: meine winzigkleine Freundin war wieder da. Und da unser Reitplatz schön verschneit ist und es ausnahmsweise weder windig noch regnerisch war, sind wir zusammen auf den Reitplatz gegangen – ich mit Sattel, so wie neulich. Dann haben wir uns im Schritt ein bisschen warmgemacht und meine winzige Freundin hat leichttraben und leichten Sitz im Schritt geübt. Im leichten Sitz konnte sie sogar die Hände loslassen! Das fand mein Mädchen toll. Dann ging es in den Trab. Wir haben langsamen und schnellen Trab geübt und anhalten aus dem Trab und wieder antraben aus dem Halt. Meine winzige Freundin hat Leichttraben und leichten Sitz geübt. Ein paar Handwechsel haben wir auch gemacht. Und während der ganzen Zeit hat meine winzige Freundin darüber nachgedacht ob sie das Angebot von meinem Mädchen annehmen möchte, dass sie heute doch zum ersten Mal galoppieren könnte. Die beiden haben sich darüber unterhalten, ob sie wohl runterfallen könnte, wie und wann und wo mein Mädchen mal vom Pferd gefallen ist, ob das schlimm war und so. Ob mein Galopp viel schneller ist als mein Trab.  Dann hat meine winzige Freundin all ihren Mut zusammengenommen und gesagt, sie möchte es versuchen. Erst war ich mir echt nicht sicher, als mein Mädchen gesagt hat, dass ich angaloppieren soll. Wirklich? Die kleine Maus da oben fürchtet sich doch! Aber mein Mädchen hat mir gut zugeredet. 3 Galoppsprünge. Toll! Alle glücklich. Meine winzige Freundin wollte gleich nochmal. Und dann nochmal. Und nochmal! Dann war aber Feierabend.

Und das Beste kam zum Schluss! Meine winzige Freundin hatte zwei laaange Möhren für mich mitgebracht und die hat sie mir tatsächlich ganz selbst aus ihrer Hand gegeben. Ich war auch angemessen vorsichtig dabei, sie ihr abzunehmen, obwohl ich sehr, sehr hungrig war nach dem ganzen galoppieren.

Dann ist noch was Schönes passiert. Meine winzige Freundin hatte nämlich ihre Mütze ausgezogen und ihrer Mama gegeben.  Weil meine winzige Freundin sich ja so vor meinem Maul fürchtet, durfte ich noch nie an ihr schnüffeln. Dabei finde ich das immer so spannend und informativ, an Menschen zu riechen! Jetzt habe ich aber meine Chance (Achtung, lustiges Wortspiel!) gewittert. Habe meine Nase an ihre Mütze gedrückt (ihre Mama hat nämlich keine Angst vor mir, da darf ich das) und habe ganz intensiv geschnuppert. So, jetzt weiß ich Bescheid! Wenn ich weiß, wie ein Mensch riecht, dann kann ich ihn besser einschätzen.

 Ach, das war doch ein rundherum gelungener Besuch! Bin schon gespannt wie es weitergeht mit uns beiden.

Mein Mädchen hat nachher ganz leise zu mir gesagt, ich sei doch ein sehr würdiger Nachfolger für Merlin, denn offensichtlich könnte ich ja auch zaubern. Ich glaube da bin ich ein bisschen rot geworden.

Euer zaubernder Sir Duncan  Dhu of Nakel

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