Der Herbst ist da. Ich liebe diese Jahreszeit, aber dieses Jahr kann ich sie nicht so genießen wie ich möchte. Zu hause stapelt sich die Arbeit und mein Pony ist so moppelig wie nie, weil diese Saison einfach viel zu wenig passiert ist.
Der Sturz Anfang des Jahres hat uns viele Wochen gekostet, viele Ausritte, viele Abenteuer. Auch danach noch, weil meine Angst wieder da war und ich quasi von vorn angefangen habe.
Diego vor die Kutsche zu bringen war ein großes Projekt das viel Spaß gemacht hat, aber auch viel Zeit in Anspruch genommen hat. Dann kam natürlich – wie immer – ein paar Mal das Wetter dazwischen. Das ist normal, aber wenn eh schon so wenig stattfindet ist es besonders ärgerlich.
Kurz und gut: das war nicht unsere Saison. Und aufgrund des Sturzes gehe ich mit sehr gemischten Gefühlen in den Winter. Duncan wird jetzt schon wieder deutlich munterer und ich ahne, dass er im Winter wieder zu voller Energie finden wird. So war es auch bei meinem Merlin immer, der so ab 5° richtig fröhlich wurde. Nur dass ich jetzt gar nicht mehr sicher bin, was ich dann mit dieser vielen – eigentlich ja tollen – Energie anfangen soll. Aber das muss ich ja zum Glück jetzt noch nicht entscheiden.
Im Moment steht unser Privatleben im Vordergrund. Man möchte es kaum meinen, aber auch wir haben noch einen (wenn auch kleinen) Teil Leben, der nicht direkt mit den Ponys zu tun hat. Dieser Teil ist fast immer im Hintergrund, aber jetzt gerade möchte er mehr beachtet werden.
Während Duncan sein Tagebuch auf jeden Fall weiterführen wird, werde ich meine Donnerstage darum vielleicht nicht immer einhalten. Wenn Ihr mal bestimmte Themenwünsche habt, schreibt sie mir gern, mit Inspiration von außen ist es oft leichter für mich, etwas zu „Papier“ zu bringen.
Ich schließe für mich etwas verfrüht mit dieser Saison ab, starte ins Winterprogramm und hoffe auf eine bessere Saison nächstes Jahr.
Liebe Lioba,an dieser Stel
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Hallo Beate, da hat leider etwas nicht geklappt mit dem Kommentar, magst du ihn nochmal schreiben?
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Liebe Lioba,
an dieser Stelle ein herzliches Dankeschön für die Zeit, die du dir nimmst, um deine Gedanken und Erlebnisse zu teilen!
Duncans Tagebuch zaubert fast immer ein Lächeln oder Schmunzeln auf mein Gesicht, oft genug auch ein echtes Lachen und
deine Überlegungen dienen mir sehr regelmäßig als wertvolle Denkanstöße.
Besonders spannend fand ich deinen Ansatz beim Thema Schiefe. Dabei fiel mir auf, dass ich beim Hufe auskratzen immer
mit der linken Hand den Huf halte und in der rechten den Hufauskratzer. Das könnte sich für das Pferd je nach
Körperseite deutlich unterschiedlich anfühlen. Ich übe inzwischen Hufe auskratzen mit links.
Reines Freedom Based Training habe ich mit Sarah nach den ersten Versuchen nicht mehr gemacht; ich war sehr unsicher
dabei und es gibt einfach so viel sonstiges zu üben. Aber ich habe das Scheutraining adaptiert, hier die Anforderungen
deutlich heruntergefahren, mache es jetzt als Teil der sonstigen Arbeit, dass da halt irgendwo ein Gewedel (noch keine
Fahne) auf dem Reitplatz hängt, vor allem bei der Freiarbeit und akzeptiere, dass der Zirkel erst mal ein Ei wird und
freue mich über jede 20 cm, die sie sich näher am Flatterstick vorbei traut. Und zum Abschluss gehen wir zur Zeit
gemeinsam Eicheln vom Reitplatz aufsammeln.
So, dann wünsche ich euch allen (2- und 4-Beinern) das Allerbeste und sende euch liebe Grüße aus Rottweil
Beate Lütjohann
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