Aus dem Tagebuch des Sir Duncan Dhu vom 26. Mai 2025

Ich sagte ja bereits: ich bin ein vielbeschäftigtes Pony! Hier meine letzte Woche im Überblick:

Montag: Ausritt ist leider ausgefallen! Aber stattdessen kam meine kleine Freundin und wir haben mal wieder Fußball gespielt. Ich soll den Ball jetzt ins Tor schießen, nicht einfach irgendwo hin, das ist eine neue Herausforderung! Zweite Herausforderung: das Gras ignorieren, das ich zwischendurch schnell mal vertilgen könnten wenn keiner guckt….

Aber damit war der Montag noch nicht zu Ende, denn kaum hatte ich nach dem Fußballspielen meinen Eimer leer gefuttert, kam noch die nette Frau die damals meinen Sattel probegeritten ist. Die wollte auch nochmal Unterricht nehmen und zwar zum Thema longieren! Mein Mädchen hatte sie dabei beobachtet wie sie „komische Sachen“ macht, aber mein Mädchen war nicht sicher, was da so komisch ist. Also brauchte sie mich zum Übersetzen. Ich hab mir die Körpersprache von der Frau angeschaut und gesehen: überzeugt mich nicht. Warum sollte ich da jetzt außen auf den Kreis gehen? Nö. Und da hat mein Mädchen dann auch verstanden wo das Problem ist und konnte meiner Schülerin gut helfen. Zack! Lief alles wie am Schnürchen und jetzt wird es auch mit ihren Pferden besser klappen. Merke: ich unterrichte nicht nur, ich dolmetsche auch! Weil mein Mädchen mich so gut kennt und dann an meinem Verhalten sieht, was die Menschen besser machen können.

Dienstag ging es gleich weiter mit dem Job, da kam noch meine zweite kleine Freundin, mit der übe ich jetzt galoppieren! Da ist es gut, dass ich meine tolle Spezial-Krawatte anhabe, da kann meine kleine Freundin sich festhalten, sonst fliegt sie doch ein bisschen in die Luft, wenn ich meine schönen großen Galoppsprünge mache. Aber wie es so ist: üben hilft! Und so wurde es dann auch alsbald besser.

Am Mittwoch war mein Mädchen dann dran mit reiten. Da haben wir ausgiebig gearbeitet, auch die Übergänge vom Schritt zum Galopp und umgekehrt bauen wir jetzt wieder mit ein. 40 Minuten strammes Programm, da wurde mir dann doch etwas matt um die Muskulatur, aber mein Mädchen war stolz wie Bolle, weil wir soooooo gute Fortschritte gemacht haben. Sie findet auch, dass ich im Moment wirklich fantastisch aussehe, gut bemuskelt bin und eine schöne Haltung habe. Das hört man doch gern!

Mein Mädchen findet, ich sehe sehr gut aus!

Am Donnerstag war das Wetter schön kühl, da hat sie dann beschlossen, ich könnte nochmal was für die allgemeine Fitness tun und schön über Stangen traben und kleine Sprünge springen. Mir war allerdings nicht so sehr nach action zumute, der Wetterumschwung saß mir noch in den Knochen und die Umstellung auf Gras vielleicht auch. Ich hab natürlich alles brav mitgemacht aber mein Mädchen meinte, ich bräuchte vielleicht doch eine Pause und deswegen hatte ich am Freitag frei. Wir haben schön Freedom Based Training gemacht und beide unsere Kommunikation geübt, während ich mein Mädchen einmal um den Paddock herum mitgenommen habe.

Am Samstag ging es dann schon wieder weiter, da kam Reitschülerin Nummer 3! Die ist schon erwachsen, aber recht klein und leicht. Sie kann schon ein bisschen reiten, hat aber kein eigenes Pferd und wie so viele Menschen hat sie nie gelernt, WIE leicht und schön reiten sein kann, wenn man so ein gutes Pony hat wie mich. Ihr bringe ich im Wesentlichen bei, WENIGER zu machen. Sie findet mich ganz toll und freut sich immer so, Zeit mit mir zu verbringen, das ist süß. Und mein Mädchen ist begeistert, wie ich mich jetzt schon auf verschiedene Menschen einstellen kann, die unterschiedlich mit mir umgehen. Ich finde das interessant, auch wenn es nicht immer gleich klappt.

Gestern wollte mein Mädchen gern ausreiten gehen, aber Diego hat sich einen gelben Schein geholt, der hat einen Humpelfuß. Also sind wir nochmal auf dem Platz geritten und haben ganz viele Seitengänge im Schritt und im Trab geübt. Puh, das ist auch ganz schön anstrengend auf die Dauer! Deswegen war die Einheit auch nicht so lang. Aber mein Mädchen war wieder sehr angetan.

Jetzt mal sehen wie diese Woche läuft!

Euer viel beschäftigter Sir Duncan Dhu of Nakel

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