Neulich waren mein Mädchen und ich wieder reiten üben auf dem Platz. Aber am Ende wurde es bisschen kurios: da hat sie mich zwischen zwei von diesen blauen Tonnen gelenkt, die wir da neuerdings herumstehen haben, und ist dann mit ihren Füßen auf die Tonne gestiegen, so dass sie hoch über mir stand! Dann hat sie gesagt, ich hätte das toll gemacht, hat sich wieder hingesetzt, ist raus geritten und unsere Einheit war zu Ende. Aha – und was sollte das jetzt? Na, egal. Menschen sind verrückt, aber harmlos.
Gestern kam dann meine kleine Freundin wieder. Und jetzt zeigte sich doch das ganze Ausmaß dieser Übung! Erst hat mein Mädchen sich auf meinen Rücken geschwungen und meine kleine Freundin hat mich geführt. Zwischen den Tonnen sollte ich jeweils auf passender Höhe anhalten, mein Mädchen hat sich hingestellt und dann wieder hingesetzt. Als wir das von beiden Seiten ein paar mal geübt hatten und ich schon anfing zu verstehen, wo der korrekte Haltepunkt ist, ist mein Mädchen auf den Tonnen stehengeblieben und meine kleine Freundin hat mich weg geführt. Dann hat sie mich wieder hin geführt und zwar so, dass ich (mit tief gehaltenem Kopf) unter den Beinen meines Mädchens durchgeschlüpft bin und wieder passlich so zu stehen kam, dass sie sich nur hinzusetzen brauchte. Keks! Da sind die beiden Mädchen ganz schön ausgeflippt, weil das im ersten Anlauf gleich so toll funktioniert hat.
Mein Mädchen war wahnsinnig stolz – auf mich, aber auch auf meine kleine Freundin, die mich punktgenau und präzise gesteuert hatte. Das wurde dann gleich mal wiederholt und danach hat meine kleine Freundin ihren ganzen Mut zusammengenommen und die beiden haben die Rollen getauscht: jetzt hat mein Mädchen mich also geführt und meine kleine Freundin wurde auf den Tonnen „abgestellt“ und dann wieder abgeholt. Applaus für alle!
Für mich war das eine sehr gute Einheit, vor allem was das Keks- zu Aufwand-Verhältnis betrifft. Die Mädchen haben mich ohne Ende gefeiert und so sind wir alle sehr zufrieden vom Platz gegangen. Ganz Gentleman habe ich meine kleine Freundin noch bis auf den Hof getragen, wo dann die traditionelle Möhrenparty zum Abschluss stieg.
Eine rundum gelungene Angelegenheit!
Euer gut bekekster Sir Duncan Dhu of Nakel