Aus dem Tagebuch des Sir Duncan Dhu vom 3. Februar 2025

Der Mann lernt jetzt das Kutsche fahren, damit wir dann bald mit Diego vor der Kutsche auf Tour können. Und der Kurs findet natürlich an meinem heiligen Sonntag statt, wenn ich doch einen Ausflug machen möchte! Unverschämt! Aber mein Mädchen hatte eine andere lustige Idee. Wir haben nämlich Besuch bekommen! Und zwar von meinem Ausreitkumpel und dem schnellsten Pony der Welt. Die kamen mit MEINER Wackelkiste auf den Hof gefahren, dann haben die Menschen den Reitplatz voller Dinge geräumt, uns alle gesattelt und los ging es.

Die Pony-Gang

Wir sind zu dritt über den Reitplatz geturnt, Schrittstangen, Trabstangen, Tonnenslalom und ein kleiner „Sprung“ aus den weichen Dualgassen. Mein Mädchen hat beobachtet, dass jeder von uns Ponys seine eigene Springtaktik hatte. Wenn mein Ausreitkumpel den Sprung nicht richtig getroffen hat, hat er schnell noch einen klitzekleinen Galoppsprung davor gebastelt. Das sah sehr lustig aus! Das schnellste Pony der Welt war der Oberstreber, der hat fast immer richtig getroffen. Er ist der älteste von uns und wir glauben, dass er schon Springerfahrung hat. Wenn es doch mal nicht gepasst hat, hat er schnell von Galopp in Trab umgeschaltet und die Lage noch gerettet. Ich hingegen habe da eine andere Vorgehensweise, die sich an der Longe schon bewährt hat: auch wenn noch ein halber Galoppsprung Platz gewesen wäre, einfach beherzt abspringen und hoffen, dass es bis auf die andere Seite reicht. Das hat allerdings mein Mädchen manchmal sitztechnisch etwas aus dem Konzept gebracht, daran muss sie sich wohl erst noch gewöhnen. Leider gibt es keine Videos von meinen verwegeneren Sprüngen, da müsst ihr eure Fantasie bemühen. Aber wir hatten auch viele schöne Sprünge, wo es richtig gut gepasst hat. Nachher haben die Menschen noch zwei kleine Kreuze aus den Stangen gebaut, so dass wir drei Sprünge hintereinander hatten, wie ein richtiger Parcours.

Hoch die Füße!

Ich gestehe allerdings, dass das für meinen Kopf alles ganz schön anstrengend war. Die anderen Ponys im Blick behalten, meinem Mädchen zuhören, die Stangen ordnungsgemäß überqueren und dann auch noch springen! Nach 30 Minuten war bei mir die Luft raus, ich konnte nicht mehr so gut denken. Meinem Ausreitkumpel ging es genauso. Nur einer war noch fit, – natürlich! – das schnellste Pony der Welt. Der hat dann noch allein mit seiner Reiterin ein paar Runden gedreht und wir haben zugeschaut und ihn angefeuert. Mein Mädchen hat den kühnen Plan, dass ich über die blauen Tonnen springen könnte, wenn sie sie auf den Boden legt. Aber sie wusste nicht recht ob das zu schwierig ist. Das schnellste Pony der Welt hat das dann mal für uns getestet und gesagt: voll einfach. Die sind weder viel höher noch viel weiter als der kleine Kreuzsprung. Einfach Anlauf nehmen und rüber. Das steht jetzt demnächst mal auf dem Programm, wenn es wieder ans longieren geht.

Hopp hopp hopp…

Wir Ponys sind dann Heu essen gegangen und meine Kumpels sind wieder nach hause gefahren. Schade eigentlich, ich hätte auch gern mal wieder eine Runde mit meinem Ausreitkumpel gespielt!

Trotzdem ein gelungenes Sonntags-Alternativ-Programm.

Euer springender Sir Duncan Dhu of Nakel

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