Aus dem Tagebuch des Sir Duncan Dhu vom 12. Januar 2025

Sonntag! Und heute hat der Sonn-Tag seinem Namen wirklich alle Ehre gemacht: die Sonne hat den ganzen Tag wie verrückt geschienen. Und das heißt: Ausfluuuuuuuug! Das wurde aber auch wirklich mal Zeit! Das Anziehen hat wieder eine halbe Ewigkeit gedauert. Mein einer Hufschuh hat rumgezickt, da war eine Schraube lose und gepasst hat er auf mysteriöse Art und Weise auch nicht mehr. Außerdem war mein Mädchen unsicher bei der Wahl ihres Pelzes. Unsereiner hat da keine Wahl. Und da es heute nach kalt wird, hat mein Mädchen auch entschieden, dass wir nicht entpelzt werden.

Als endlich alles fertig war, ging es los. Ach, das tat gut, die Beine mal wieder zu strecken. Diego und ich waren bestens gelaunt. Als wir dann einen kleine Trab einlegen wollten, hat Diego mal gezeigt, was in ihm steckt. Ich schwöre, der ist nicht getrabt, der ist geflogen! Ich wusste gar nicht wie mir geschieht. Habe dann – mit Erlaubnis von oben – einen schönen Reisegalopp angestimmt bis wir Diego wieder eingeholt hatten. Aber viel getrabt sind wir heute nicht, denn es war ein Schritt- Ausritt für die Grundkondition geplant. Die kleinen Trabstrecken dienten nur der Auflockerung. Wir haben die Zwei-Dörfer-Tour gemacht. Also erst rüber nach Kleinvollstedt – das muss das längste Dorf der Welt sein! Dort sind die Menschen abgestiegen und zu Fuß gegangen, während ich Vorgarten-Watching gemacht habe. Dann bei den schönen Friesen vorbei, die sich wieder mächtig in Pose geworfen haben. Kurz danach wollten wir eine Graspause einlegen, aber das Wetter der letzten Wochen hat nichts übrig gelassen, was uns ernsthaft essenswert schien, und so ging es weiter, noch ein kleiner Trab durch den Wald, dann im Schritt durch den Sonnenschein. Wir sind einfach so gleichmäßig vor uns hin gelaufen, mal der eine vorne, mal der andere. Als wir schließlich in Groß Vollstedt waren, sind die Menschen nochmal zu Fuß gegangen. An der Rinderweide sind sie wieder aufgestiegen und den Rest nach hause geritten. 12,4km in gut 2 Stunden und am Ende war Diego doch rechtschaffen müde und fing an, etwas zu schlurfen, aber insgesamt hat er gut durchgehalten (ich ja sowieso) und mein Mädchen und der Mann waren hochzufrieden mit dem Lauf der Dinge. Ich habe noch ordentlich Dehnübungen verpasst bekommen, weil ich mich neulich wieder so schief gezogen hatte und jetzt wieder gerade werden soll. Und wenn die Muskeln so schön durchgewärmt sind, dann dehnt es sich bekanntlich besonders gut. Anschließend durften wir in der Sonne Heu schmausen und haben den Rest des Nachmittags verdöst.

Wochenend und Sonnenschein…

Ach, das war ein toller Sonntag! Jetzt ist mein Burgkoller kuriert und die Laune gerettet!

Euer gut durchgelüfteter Sir Duncan Dhu of Nakel

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