Aus dem Tagebuch des Sir Duncan Dhu 509

Also wirklich: der letzte richtig tolle, schnelle, lange Ausritt ist jetzt schon eine halbe Ewigkeit her. Der war am 15.4.! Seitdem hatte ich nur so Runden mit viel Schritt und die meisten davon auch viel zu kurz. Und so langsam nervt´s! Ich brauche meine regelmäßigen Austobe-Einheiten, sonst werde ich sauer! Jetzt war heute auch noch so fieses Wetter, dass es gar nix wurde mit dem Ausreiten – ganz viel Wind und Regen und dabei ziemlich kalt. Ich stand in der Scheune, die Menschen haben wieder an meinen Hufschuhen rumgebastelt, es hat geschüttet und meine Laune war im Eimer. Ich war so richtig grummelig.

Draußen schüttet es und ich bin schlecht gelaunt.

Mein Mädchen hat das gesehen und hat versprochen, dass ich noch laufen darf. Auf jeden Fall. Sobald es aufhört zu regnen. Ich war immer noch grummelig. So ein blöder Mist! Aber wenn sie etwas versprochen hat, dann hält sie das ja auch. Also kam sie sofort an, als es aufgehört hat zu regnen. Wir sind auf den Platz gegangen und haben Doppellonge gemacht. Mit Stangen und einem aufgebauten Kringel zum drin laufen. Erst schön warmmachen im Schritt. Dann endlich ab in den Trab. Können wir bitte auch bald mal galoppieren? Ja, konnten wir. Ich bin dann einfach ein paar Runden durchgaloppiert und dann plötzlich ging es wieder mit meiner Laune. Der Mann hat mir noch den Sprung aufgebaut und ich dann konnte ich noch hüpfen und hüpfen und galoppieren und traben und hüpfen und galoppieren…. und dann war meine Welt wieder in Ordnung. Besonders in Ordnung war sie dann, als mein Mädchen gesagt hat, dass wir morgen – so das Wetter uns gnädig ist – ein feines Abenteuer vorhaben. Oh toll, da bin ich ja mal gespannt! Also Daumen drücken, dass das Wetter morgen mitmacht!

Hüpfen hebt die Stimmung!

Diego durfte dann auch noch an die Doppellonge. Mein Mädchen hat das ja mit ihm geübt in den letzten Wochen und jetzt hat sie es dem Mann mal gezeigt. Diego kann jetzt auch ganz leise über die Stangen laufen, ohne klonk klonk (nicht immer, aber immer öfter). Darauf ist mein Mädchen ganz besonders stolz. Und darauf, dass er jetzt schon wieder ein bisschen galoppieren kann und schon wieder ganz gut durchhält. Am Anfang war er immer so schnell müde, weil er ja so schlimm krank war, aber davon merkt man jetzt schon gar nicht mehr so viel.

Diego war auch fleißig

Als wir dann beide schön Sport gemacht hatten, ging es noch ein bisschen auf die Weide – bald sind wir mit anweiden fertig, dann können wir wieder nachts raus, aber im Moment gehen wir noch morgens und abends jeweils eine Weile zum Gras essen. Danach war ich wieder in feinster Stimmung und habe das auch meinem Mädchen direkt erzählt und die hat sich sehr gefreut, dass ich wieder ganz ich selbst bin und nicht mehr grummelig und motzig.

Euer wieder gut gelaunter Sir Duncan Dhu of Nakel (in Erwartung eines feinen Abenteuers!)

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