Ich finde das Wetter prima. Spielen und toben und rennen und dabei immer kurz vorm ausrutschen, aber ich hab das natürlich immer perfekt im Griff. Mein Mädchen hingegen findet es ungemütlich. Zu kalt, zu windig, der Boden zu nass. Unser Reitplatz ist zwar schön anzuschauen, aber zum reiten ist es nicht so toll (meint sie).

Also ist Alternativ-Programm angesagt. Und weil man angeblich nicht immer nur wippen kann (meint sie!), machen wir diesen Winter ganz viel Stangentraining. Im Schritt. Stangen hoch und verschiedene Abstände und dann Hufe heben und sortieren. Am Anfang fand ich das ja voll schwer, aber jetzt kriege ich es langsam raus. Zwischendurch hält sie mich dann über einer Stange an oder wir üben mal wieder die Füße merkwürdig zu sortieren.

Und dann freut sie sich wieder, weil ich noch viel besser, geschickter, schlauer und stärker geworden bin. Dann sagt sie manchmal „ich glaube, ich hab da was richtig gemacht mit dir“ (das ist ihre Art zu sagen, dass sie stolz ist auf das was wir gemeinsam geschafft haben). Und ich finde, ich hab auch was richtig gemacht mit ihr, wenn sie so fröhlich lächelt und so glücklich ist.
Euer winterlich beschäftigter Sir Duncan Dhu of Nakel