Aus dem Tagebuch des Sir Duncan Dhu 442

Das tolle an Weihnachten ist, dass es 3 Tage lang dauert! Nicht wie so ein Geburtstag, der schneller vorbei ist als man hopp sagen kann, sondern so richtig ausgiebig. Heute also der zweite Teil: endlich mal schöneres Wetter und also sind wir schön ausreiten gegangen. Naja, nicht so irre romantisch, weil es ja so stürmisch ist und wir nicht so gerne irgendwelche Äste auf den Kopf kriegen wollten. Wir sind also die „Galloway-Runde“ geritten, weil man da an ganz vielen Koppeln vorbei kommt wo meine Landsleute von Rindsviechern stehen.

Los ging es natürlich im Schritt, aber mein Mädchen hat sich in den Kopf gesetzt, dass wir jetzt den Turbo-Schritt üben. Ist das zu fassen? Jahrelang keucht sie neben mir her und meint, ich wäre zu schnell und jetzt, wo ich meine gemütlich Seite entdeckt habe, kann es ihr gar nicht schnell genug gehen! Naja, ich hab mich ordentlich bemüht. Einmal ist mir ganz gepflegt ein Vorderbein auf den Blättern einfach so nach vorne weggerutscht, aber ich kann das inzwischen problemlos regeln, auch mit meinem Mädchen oben drauf. Zack! – Mädchen stolz.

Dann haben wir einen kleinen Galopp eingelegt. Ich hatte so ein bisschen die Idee, ich könnte doch mal was flotter machen, aber mein Mädchen nun wieder: da geht es bergab und überall ist es rutschig, mach gefälligst langsam! Spaßbremse.

Dann ging es weiter im Schritt – Turbo-Schritt! Durchs Dorf und dann waren wir auch schon wieder auf dem Rückweg. Der Mann wollte Schritt reiten, aber meinem Mädchen war noch nach ein bisschen Trab. Und so wurde der Abstand zu Diego größer und größer. Und schießlich höre ich von oben „aaaaachtung… und hopp!“. Jo, kann ich. Also noch ein kleiner, gemächlicher Galopp. Danach war Diego dann so weit hinten, dass wir ihn nicht mehr gesehen und gehört haben. Schritt! An den Galloways vorbei. Da fingen die doch an, sich zu streiten, als wir gerade da vorbei gegangen sind! Oh da war mir nicht so ganz wohl. Aber mein Mädchen hat mir gut zugeredet und wir haben das geschafft. Und die nächste Weide auch noch. Und dann hat sie mich angehalten, mir einen Keks gegeben und gemeint, wir könnten mal auf Diego und den Mann warten. Aber wie wir da so stehen

VOGEL!!

Ach es ist einfach immer das gleiche: ich will mich entspannen und dann fliegt neben mir so ein Dinosaurier hoch! Da hab ich einen kleinen Hopser gemacht. Aber wisst ihr was: mein Mädchen hat das voll entspannt weggesteckt! Hat sogar gelacht und gemeint, wenn stehen nicht gut ist, dann gehen wir einfach im Schritt weiter. Da fühlte ich mich ganz verstanden, das hilft wirklich, wenn ich dann meine Füße bewegen kann um den Schreck wieder loszuwerden. Etwas weiter haben wir dann wieder angehalten und sie hat noch ein schönes Foto für euch gemacht. Diego hat uns eingeholt und wir sind zusammen nach hause gegangen. Mein Mädchen hat dem Mann lang und breit erzählt, wie toll ich das alles gemacht habe, dass ich heute 3 mal auf Stimmkommando prompt angaloppiert bin und auch schön durchpariert habe und dass ich überhaupt und sowieso das beste Pony der Welt bin.

Schön war das heute!

Und das stimmt ja auch!

Und weil wir so lang draußen unterwegs waren und die Menschen dann noch schön gekocht und gegessen haben, ist es jetzt zu spät um noch von den Geschenken zu erzählen. Das muss ich also morgen nachholen, bis dahin habt ihr bestimmt noch Geduld!

Euer weihnachtlicher Sir Duncan Dhu of Nakel (bestes Pony der Welt!)

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